So wie es aussieht, sollte ich mal meinen Standpunkt etwas konkretisieren.
Auch, wenn ich nach anderen Spielen Ausschau halte, sehe ich immer wieder Elemente, die das Spiel in gewisser Hinsicht "casualisieren". Beispielsweise gibt es nur noch wenige Shooter ohne Selbstregeneration, Endlosgegnerwellen, tonnenweise Munition, überflüssige Hilfen wie Highlighting wichtiger Objekte und dem Hinweis, welche Taste zu drücken ist, exzessive Nutzung von Scripts usw.. Es gibt kaum noch Rätsel, Labyrinthe oder schwierige Endbosse. Klar gibt es hier und da eine Ausnahme, aber davon gibt es meiner Meinung nach schlicht und ergreifend zu wenige.
Natürlich verändern sich Medien im Laufe der Zeit. Aber die Änderungen, die man in den letzten Jahren beobachten konnte, sind ganz eindeutig mit dem Wort "Casualisierung" zu beschreiben.
Was ich allgemein damit sagen möchte: Selbst Spiele abseits des Mainstreams sind meiner Ansicht nach in den meisten Fällen im Vergleich zu Titeln, die Anfang / Mitte des letzten Jahrzehnts populär waren (bspw. Half-Life 2, Far Cry, XIII, Prey, Halo, Quake 4) noch immer zu vereinfacht. Hier beziehe ich mich explizit Shooter, andere Genres sind aber natürlich auch betroffen.
Mein Urteil, CoD sei langweilig, bezog sich lediglich auf das Gefühl, das ich persönlich beim Spielen von Call of Duty empfinde. Sorry, wenn ich das missverständlich rüber gebracht habe.
Sicher ist Call of Duty als "Hollywood-Spiel" ein Ultrakracher. Ich möchte aber keine Filme spielen, sondern Spiele. Selbstverständlich haben auch "Hollywood-Spiele" ihre Daseinsberechtigung, schließlich finden sie nicht umsonst so einen großen Anklang. Mein Problem ist aber, dass die Orientierung der Spieleindustrie an Hollywood immer weiter zunimmt. Spiele, die mehr mit einem Spiel als mit einem Film gemein haben und / oder unter anderem auf die o. g. Punkte verzichten, werden immer seltener. So eine Entwicklung kann und will ich nicht befürworten.