Den Schlag ins Gesicht bekommt ein jeder, der sich diesen Beitrag durchlesen muss! Natürlich wird es die Debatte um "Killerspiele" erneut auf den Tisch rufen und genau das ist auch gut so!
Viel interessanter finde ich, dass sich der Großteil der selbsternannten "gebildeten Klasse" noch immer nicht im Klaren zu sein scheint, warum es derartige Debatten überhaupt gibt. Dieser Massenmörder ist krank. Das merkt man nicht nur an seinem Handeln auf freiem Fuß, sondern mit jeder neuen Info, die es zu diesem Thema aufzuschnappen gibt. Er hat psychisch/geistig Probleme - und zwar nicht zu knapp. Wo diese Probleme entstanden sind, ist für viele erst einmal nebensächlich. Ob die Gesellschaft selbst oder eben seine direkte Umgebung damit in Verbindung gebracht werden muss, ist offensichtlich egal. Hauptsache wir hinterfragen nicht und nieten den Kerl einfach um... Denn Tod mit Tod zu beantworten ist schließlich die Definition von Gerechtigkeit... Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln!
Aber vom Thema Gerechtigkeitssinn zurück zum Thema "Killerspieldebatte": Ist es noch immer nicht zu verstehen, dass es bei diesen Diskussionen darum geht, dass "gewaltverherrlichende Spiele" zum "ersten Schritt zur eigenen Gewaltausübung" animieren KÖNNEN? Es geht nicht darum, ob sie millionen Menschen Spaß machen und demnach völlig bedenkenfrei angeboten werden können. Die Menschheit ist keine homogene Masse. Es gibt Personen, die mit dieser Art Eindrücken nicht umgehen können. Und um diese zu schützen, ist es absolut unabdingbar, immer weiter das Thema Gewalt in Medien zu diskutieren, um am Ende auf eine sinnvolle Lösung zu kommen. "Mir hats doch auch nicht geschadet" ist eine Milchmädchenrechnung und zeigt immer wieder deutlichst, dass gewisse Entscheidungen eben nicht vom gesellschaftlichen Mob kommen sollten/müssen.
Spiele verwischen die Grenzen zur Realität - mehr als jedes andere Medium, da sie auf verschiedenen Sinnesebenen ganz konkrete Bilder vermitteln. Deswegen können sie eine Gefahr darstellen. Es gibt tausende Menschen, die diese Grenzen auch ohne Bildschirm nicht mehr wahrnehmen und wer weiß: vielleicht haben in diesem Fall Spiele eben doch eine entscheidende Rolle gespielt. Einfach von der Hand zu weisen ists auf jeden Fall nicht...
Ich selbst spiele zu gern Spiele, in denen auch Gewalt ein Thema ist und plädiere keinesfalls für ein generelles Verbot. Eine Diskussion, bei der es aber schlichtweg darum geht, Menschen zu schützen, ist niemals unangebracht. Auch wenn sich damit ein Großteil gleich wieder in seiner Männlichkeit und Freiheit beschnitten fühlt. Denn schließlich ist man ja schon über 18 und Spiele sind Kunst und so ^^
Killerspiele, Killerspiele, Killerspiele...
Ich kann's nicht mehr hören! ich sehe schon, wer sich hier als Teil der "gebildeteren Klasse" sieht.
ERstaunlich, dass die KZ-Aufseher ihr Werk ohne CoD-Ausbildung durchziehen konnten. MANN... und das in einer Welt wo Filme wie SAW (von denen der Erste bereits überflüssig war) im Fernsehen gezeigt werden dürfen.
Was die Gerechtigkeit betrifft: DIE WIRD ES IN DIESER WELT NIE GEBEN!!!!! Begreif das, du Naivling!
Selbst WENN der Kerl krank ist, so gibt's für diese Art Krankheit keine Heilung... und eine Krankheit kann auch keine Universale Entschuldigung sein. Wenn Doofheit nicht vor Strafe schützt, warum aoll es dann Wahnsinn?
Ich sehe es pragmatisch: Breivik ist ein Kerl, der NIE bereuen wird, sich NIE ändern wird, seine Taten NIE gutmachen kann und es auch nicht WILL. Warum soll die GEsellschaft, auf die Er scheißt, ihn ein leben lang mit durch füttern? Weil wir ach so zivilisiert sind? Ist das Gerechtigkeit?
Ich habe auch nicht für die Todesstrafe plädiert, ich habe lediglich festgestellt, dass mir in diesem Fall eine Haftstrafe für 25Jahre mit Bewährung ZU MILDE erscheint. ich habe auch keine Lösung parat, aber ich bin mir zielmich sicher, dass es den Überlebenden und den Angehörigen nicht behaglich wäre, sollten sie Breivikk nach 20 Jahren an der Wursttheke begegnen, wohl wissend, dass der Kerl noch immer keine seiner Taten bereut.
Das Problem bei der Diskusion über "Gewalt in den Medien" ist, dass am Ende immer irgendein alteingesessener Bonze meint, ein Verbot sei von Nöten, obwohl er mit dem Themeninhalt soviel am hut hat, wie eine Kuh mit Quantenphysik. Entweder das, oder derUSK wird unnötig verschärft.
Wie leben in einem Land, in dem es ohnhein schon ein Wust an Gesetzen und Regelungen gibt (60% der Weltliteratur im Fachbereich Jura kommt aus Deutschland), aber ein paar Freiheiten sollte man den Bürgern schon lassen.
Ein CoD, BF3 oder sonstiger Shooter löst keinen Tötungswunsch aus oder verstärkt ihn... und nur weil ich am PC eine IL2-Sturmovik fliegen kann heißt das noch lange nicht, dass mir dies im realen Leben auch gelingt.
Es sind nicht die MEdien, die Gewalttäter schaffen, es ist die Gesellschaft.