Auch das ist natürlich richtig (wobei Einige ja gerade eine öffentliche Verhandlung für einen "fairen Prozess" als sehr wichtig erachten, die genauen Definitionen sind also, wie so oft, ziemlich diffus :-\
Aber für mich bleibt grundlegend die Frage WAS dieser Prozess bewirken soll? Breivik gibt alles zu, die Opfer sind bekannt, über den Tathergang gibt es inzwischen sogar Dokumentationen! Was ist nach dem Prozess, mit all dem Schmerz für die Angehörigen, denn genau gewonnen? Das zwickt mich ganz gewaltig. Ob öffentlich oder nicht ist da ein zusätzlicher Aufreg-Faktor für mich, aber eher "nebenbei".
Nachtrag: Anwälte, Richter (Schöffen) setzen sich zusammen, halten protokollarisch alles Wichtige fest, der Angeklagte darf ein Plädoyer halten, sich ggf. rechtfertigen, dann wird ein Urteil gesprochen. Fertig. Nicht IMMER, aber in diesem Fall wäre das doch ausreichend. Warum noch Zeugenbefragungen? Warum noch Beweisaufnahme? Warum muss jede Tötung im Detail noch einmal durchgekaut werden? Wie gesagt - ich beziehe mich nur auf diesen einzen speziellen Fall, das ist KEIN allgemeingültige Aussage. Das meinte ich vorhin mit "es sollte möglich sein in Sonderfällen das Prozedere zu optimieren, bzw. abzukürzen".