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Besser als ein Buch: Diese Spiele haben Story mit Tiefgang

Wer bestreitet, dass Charaktere der zentrale Punkt jeder Story sind, der hat in meinen Augen nun mal keine Ahnung, sorry. Wenn du mich dafür auf eine Stufe mit Lunica stellen willst (was auch immer das heißen soll....), dann ist das eben so. Deswegen ändere ich nicht meine Meinung.

Weiter oben habe ich übrigens geschrieben, dass Charaktere 80% einer Story (bzw. eines Buches) ausmachen. Ein Charakter ist übrigens weit mehr als nur eine kleine Auflistung von inneren und äußeren Merkmalen. Es ist ein soziales Wesen, das in seiner Umgebung tätig und verwurzelt ist. Daher sorgt das Aufeinandertreffen von tiefschichtigen Charakteren und deren Interaktion schon alleine für eine gute Story. Der Dialog und der Monolog (darunter auch der innere Monolog -> Introspektive) sind zentrale Elemente einer guten Story und sie sind die direkte Ausprägung der Interaktion von Charakteren.

Überleg dir mal, welche Bücher oder Geschichten wirklich in Erinnerung bleiben und welche zur Weltliteratur wurden. Das sind nicht die Geschichten mit der komplexesten Story, sondern die, in denen die Charaktere im Vordergrund stehen als soziale Wesen in ihrem jeweiligen Umfeld. Es sind die Charaktere, an die wir uns erinnern....
Ich habe doch nie bestritten, dass der Charakter nicht der zentrale Punkt einer Story ist. Ich sage nur, dass Charaktere nunmal nicht allein die Story ausmachen. Da gehört noch vielmehr dazu. Das ist nunmal meine Meinung und mir da Ahnungslosigkeit vorzuwerfen, nur weil ich deine Meinung schlichtweg nicht oder nur zum Teil teile, dann ist das einfach nur anmaßend und arrogant. Ganz einfach. Was eine gute Story ausmacht, muss doch erstmal jeder für sich selbst entscheiden. Du kannst deine eigene Meinung doch nicht als allgemeingültigen Fakt hinstellen. Das funktioniert so nicht. Vor allem war dein vorheriger Vergleich mit der Mathematik sowieso völlig fehl am Platz. ^^ In der Mathematik gibt es festgesetzte Regeln, basierend auf Logik. Da gibt es kein "Vielleicht", sondern nur "Das Ergebnis ist richtig" und "Das Ergebnis ist nicht richtig." Und das gibt es in Geschichten, egal welches Medium, nicht. Es gibt zwar gewisse Schemata, wie eine Geschichte aufgebaut ist (Einleitung, Hauptteil, Schluss), aber letztendlich entscheidet einfach jeder selbst, was ihm für eine gute Geschichte wichtig ist und was nicht.

Und wenn du dich emotional nicht bremsen kannst und dabei deine Sachlichkeit verlierst, weil du dich durch meine Meinung aufgrund deines Faibles für die Schriftstellerei beleidigt fühlst...dann tut es mir Leid. Dann brechen wir die Diskussion tatsächlich besser mal ab und konzentrieren uns auf das, um das es hier eigentlich geht: Vorschläge für gute Storys in Videospielen. ^^

PS: Ich hab mich wohl auch etwas hinreißen lassen. Der Verweis auf Lunica bedarf wohl kaum einer Erklärung, wenn du dir meine Posts bezüglich dieser Person durchgelesen hast. ^^ Dafür werde ich mich allerdings auch entschuldigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde, was Story angeht gehören The Longest Journey und Dreamfall unbedingt in die Liste.
 
Skyrim hat ne Story?:-D

Sorry, aber gerade die Narrative ist eine der größten Schwächen der TES Spiele.....;-)

Mit den Geschichten der Elder Scrolls Reihe könntest du viele Bücher füllen. Sie werden einem eben nur in den Spielen nicht an den Kopf geworfen und vorgekaut. Wenn man aber die ganzen Bücher in den Spielen liest und sich die ganzen Gespräche in Ruhe anhört, wird man eine Menge erfahren. Da steckt sogar verdammt viel drin, es ist nur im ersten Moment nicht so offensichtlich wie bei einem The Witcher beispielsweise.
 
Mit den Geschichten der Elder Scrolls Reihe könntest du viele Bücher füllen. Sie werden einem eben nur in den Spielen nicht an den Kopf geworfen und vorgekaut. Wenn man aber die ganzen Bücher in den Spielen liest und sich die ganzen Gespräche in Ruhe anhört, wird man eine Menge erfahren. Da steckt sogar verdammt viel drin, es ist nur im ersten Moment nicht so offensichtlich wie bei einem The Witcher beispielsweise.
Oha, jetzt krustelt bestimmt bald wieder einer Dark Souls mit seiner genialen Story raus....

Gestatte.....:schnarch:

Ich sage es hier gerne noch einmal: Lore /= Story


Edit: Ich wage zu behaupten, dass du einen Großteil der im Hintergrund ablaufenden Dinge in Witcher 1+2 gar nicht vestanden hast, wenn du nicht die ganzen Bücher gelesen hast. Nur mal so am Rande....;-)
 
Ganz klar gehört in diese Liste:

Terranigma (unerreicht mMn) [SNES]
Dreamfall: The longest Journey
To the Moon
 
Ich finde, was Story angeht gehören The Longest Journey und Dreamfall unbedingt in die Liste.
Du wirst lachen aber... hell -- Yes .... Die Geschichte war Toll um April Ryen ... ich Hoffe die Endwickler haben sich einen spaß erlaubt sie zu Töten .... wehe.. dann lauf ich Amok ... sie darf nicht sterben... scheiß auf Zoe und so... aber April ... ich hoffe die Kickstarter Campagne war ein Erfolg und die Story findet einen krönenden Abschluss -- auch wenn ich da ein Buch vorgezogen hätte -- gegnüber dem Spiel.
 
Also wenn ich mir die Liste der Spiele so anschaue dann sehe ich da 2 Möglichkeiten. Entweder die wurde unter extremen Zeitdruck erstellt und ohne jegliche Sorgfalt oder man wollte bewust polarisieren in dem man sich so stark beschränk und offensichtliche Tietel aus lässt.

Und zum Thema die besten Geschichten: Das ein Buch das beste Medium für eine gute Geschichte ist halt ich salop gesprochen für totalen Unsinn und eine rein subjektive Einschätzung. Ein Aspekt einer guten Geschichte ist es den Konsumenten auch emotional wirklich mit zu nehmen und es liegt nun mal in der Natur der Dinge, dass es zum Beispiel viel verstörender ist brutalität dierekt zu sehen oder zu erleben als davon zu lesen. Ein Buch hat dafür ganz andere Vorteile wie eben das der Leser die Zeit hat Details einer Szene genau zu verfolgen und zu verarbeiten, weil sie zeitlich seriell aufgenommen werden, wärend im Bild vieles schlicht parallel erfasst werden muss. Ein Urteil zu fällen zu können was nun besser geeignet ist eine gute Geschichte zu erzählen, ist meiner Meinung völlig illosorisch und stark subjektiv geprägt. Nicht bestreitbar ist denke jedoch das vor allem Spiele noch weit hinter ihren theoretischen Möglichkeiten bleiben was gute Geschichten betrifft. Einmal weil es noch sich noch um ein relativ junges Medium handelt aber auch weil es um ein vielfaches schwieriger und aufwendiger ist.
 
P.S.: Sorry, wenn ich hier etwas emotional bin, aber Schriftstellerei usw. ist ein kleines Faible von mir und da bin ich besonders, sagen wir mal, engagiert....


Bringen wir die Sache doch mal zu ende. Bücher benutzen ledigliche Worte um die Story zu transportieren. Spiele dagegen nutzen Worte, Bilder, Sound & Interaktion um die Story zu transportieren. Das heißt wenn gut gemacht sind Spiele dem Buch überlegen. Punkt aus Ende der Diskussion ;)
 
Also wenn ich mir die Liste der Spiele so anschaue dann sehe ich da 2 Möglichkeiten. Entweder die wurde unter extremen Zeitdruck erstellt und ohne jegliche Sorgfalt oder man wollte bewust polarisieren in dem man sich so stark beschränk und offensichtliche Tietel aus lässt.

Und zum Thema die besten Geschichten: Das ein Buch das beste Medium für eine gute Geschichte ist halt ich salop gesprochen für totalen Unsinn und eine rein subjektive Einschätzung. Ein Aspekt einer guten Geschichte ist es den Konsumenten auch emotional wirklich mit zu nehmen und es liegt nun mal in der Natur der Dinge, dass es zum Beispiel viel verstörender ist brutalität dierekt zu sehen oder zu erleben als davon zu lesen. Ein Buch hat dafür ganz andere Vorteile wie eben das der Leser die Zeit hat Details einer Szene genau zu verfolgen und zu verarbeiten, weil sie zeitlich seriell aufgenommen werden, wärend im Bild vieles schlicht parallel erfasst werden muss. Ein Urteil zu fällen zu können was nun besser geeignet ist eine gute Geschichte zu erzählen, ist meiner Meinung völlig illosorisch und stark subjektiv geprägt. Nicht bestreitbar ist denke jedoch das vor allem Spiele noch weit hinter ihren theoretischen Möglichkeiten bleiben was gute Geschichten betrifft. Einmal weil es noch sich noch um ein relativ junges Medium handelt aber auch weil es um ein vielfaches schwieriger und aufwendiger ist.

LordCrash hat schon durchaus Recht, wenn er sagt, dass die Charaktere einen zentralen Punkt der Story darstellen. Sie tragen, kurz gesagt, die Emotionen einer Geschichte. Aber es gehört auch mehr dazu, einer Geschichte Leben einzuhauchen. Und all das kann ohne das andere nicht funktionieren, so toll der einzelne Aspekt auch ausgearbeitet sein mag. Der Protagonist kann noch so interessant und tiefgründig sein, aber wenn der Autor ihn das ganze Buch durch einen Sumpf schickt, in dem nichts passiert, dann wird das auf Dauer nunmal langweilig und ist für mich dann eine schlecht erzählte Story.

Aber ansonsten kann ich deinen Kommentar guten Gewissens so stehen lassen. ^^ Und wir sollten das Thema nun bleiben lassen.
 
Weil ich grad auch nicht mehr Zeit hab als euer Praktikant, mir aber zwei Perlen einfallen die ich auf jeden Fall gerne auch gelesen hätte "Shadow of Memories" und "Vampire: The Masquerade"
 
Viel Tiefgang haben die COD- Spiele. Spaß bei Seite. Für mich hat "The last of us" sehr viel Tiefgang. Der Roadtrip durch die USA mit Joel und Ellie ist wirklich gut gelungen.
Die Atmosphäre hat das Bild perfekt abgerundet...
 
Meine persönliche Definition von Tiefgang ist, wenn man eine Geschichte hat und neben dieser Geschichte eine Diskussion entsteht, für die die Geschichte nur als eine Art Metapher/Mittel zum Zweck steht. Ich versuchs am besten mal am Beispiel Buch Metro 2033:

Das Buch beschreibt im groben die Abenteuerreise von Artjom durch die Metro auf der Suche nach einem Mittel gegen die Schwarzen, welches am Ende im Form von Sprengköpfen gefunden wird. Diese Geschichte macht nach meiner Einschätzung ca. 500 Seiten der ca. 900 aus. Die restlichen 400 Seiten befasst sich das Buch mit dem Thema Mensch: Was ist der Mensch? Was ist der Sinn des menschlichen Lebens? Wieso ist der Mensch sich seiner Umwelt "bewusster" als andere Lebewesen? Können Religion, Politik und ihre Extreme, Okkultismus oder Esoterik eine Lösung bieten? Wie sehen andere Lebewesen den Mensch (Schwarzen)?
Im Spiel Metro wird dann wunderschön diese Gedankenwelt wieder aufgegriffen durch die Tagebücher, Gespräche, Erlebnisse und all den moralischen Entscheidungen nur muss man hier seine Augen und Ohren offener halten als bei der Buchform (obwohl wenn man einige Meinungen zu Metro 2033 liest auch viele das im Buch schon nicht kapiert oder gemerkt haben).
Durch ein im Metro-Spiel enthaltenes Easteregg leite ich gleich mal zum Medium Film über: Darf ich mit ihnen gehen?
Der Film Screamers - tödliche Schreie greift die Geschichte Variante Zwei auf und besitzt einen genauso starken Tiefgang, obwohl es von der Produktion her nur ein B-Movie ist.

Für mich ist Tiefgang etwas das somit völlig unabhängig vom gewählten Medium existiert und einer einfachen Erzählform wie dem Monomythos Gewicht verleihen kann, ohne das man das Gefühl hat alles tausendmal irgendwo anders schon gehört zu haben. Es sollte auch permanent irgendwo über der Geschichte hängen und nicht nur stellenweise als Geselschafftskritk oder ähnlichem auftreten.

Noch zum Abschluss Metro Last Light hat auch einen zweiten Storystrang eine, Geschichte über einem jungen Mann der nach Vergebung für seine Taten sucht und immer wieder mit seiner blutigen Vergangheit, das zur Legende geworden Massaker an der Brücke als Beispiel, heimgesucht wird. Ob man als Spieler diese Geschichte aufgreift und sich damit befasst, sie gar überhaupt wahrnimmt ist eine andere Sache, aber die Entwickler haben jeweils mit den Achievments, Ladebildschirmtexten, Gesprächen und Tagebüchern eigentlich in dem Fall schon die Leute mit dem Zaunspfahl erschlagen.

Edit: Kleine Ablussbemerkung: Glück für alle, umsonst, und niemand soll gekränkt fortgehen.
 
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Mit allen Medien lassen sich gute Geschichten erzählen, allerdings auf jeweils andere Art und Weise. Der erfahrene Autor weiß um die Stärken und Schwächen des Mediums und nutzt sie entsprechend.
 
Eine sehr schöne Spiele-Reihe ist auch das urspüngliche Might&Magic. Die Teile 3-5 und 6 spiegeln zwar immer die gleiche Grundstruktur wieder, aber der Storyverlauf und seine Elemente haben vielmals sehr interessante Aspekte.
 
Was ist eigentlich mit Baldur's Gate 2 oder von mir aus auch Planescape: Torment (was ich nicht gespielt habe)? Die Art und Weise wie die Dialoge präsentiert wurden (in teils schön ewig langen Texten) gleicht doch am ehesten einem interaktiven Buch.
Ich finde die passen zumindest eher hier rein als Fallout (gutes Spiel) und vor allem SWToR (schlechtes Online-Spiel).
 
Auch wenn ich bis auf Fallout (1+2) bisher noch keines der Spiele in der Liste gespielt habe, fehlt auf jeden Fall Planescape:Torment. Auch die Baldur's Gate-Reihe hatte eine tolle Story, aber wenn nur eins von beidem in die Liste aufgenommen werden könnte, dann auf jeden Fall Torment!
 
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