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Battlefield 5: Die alte Leier von der Authentizität - Kolumne

Dominik Pache

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Zum Artikel: Battlefield 5: Die alte Leier von der Authentizität - Kolumne
 
Hervorragend, wie du am Ende den Großteil der Spieler, also die "vernünftigen" einfängst:
Nur ein Spiel - Spaß darf doch auch vor Authentizität kommen.
Denn genau diese denken schon nach kurzem Ansehen/Anhören der Kolumne:
Wieso das Geschrei, wieso solche Kolumnen - das ist ein Spiel.

Ich kenne die Ausschweifungen im Netz zum Frauenthema nicht, jedoch verstehe ich die Kritik daran durchaus. Dass Frauen jetzt plötzlich eine zentrale Rolle in einem Spiel wie Battlefield V spielen sollen, ist für durchschnittlich gebildete (wie mich) ganz einfach ungewohnt und befremdlich.

Wir kennen aus der Schulbildung und den Medien (Film, Doku, Games) den Kampfeinsatz von Frauen im zweiten Weltkrieg einfach zuwenig. Man kennt bspw. die Leistungen der Trümmerfrauen und den Einsatz der Frauen im heimatlichen Hintergrund, welche die Kriegsmaschinerie und das Leben zu Hause am Laufen hielten. Geschichtsbücher-/filme/-dokus zeigen im Allgemeinen keine kämpfenden Frauen. Spiele mit WWII-Thema waren in Kampfumgebung stets von Testosteron geprägt.
Da kann und darf man sich beschweren, wenn sich ein gewohnter und lieb gewonnener Rahmen durchaus drastisch verändert. Die Art und Weise ist das andere.

Bezüglich der Art und Weise kann man DICE einiges vorwerfen (wie du es auch thematisierst):
Der Trailer ist irgendwie Banane, von vorn bis hinten. Die Metallklaue, das Durcheinander, der Überbombast und die Farben. Mir ist es wurscht, ich find's trotzdem irgendwie geil und bin gespannt auf das Spiel. Wenn in fünf Jahren, im Battlefield VII Trailer, ein fiktiver WWIII thematisiert wird und dabei Teletubbies an der Front stehen - von mir aus.
Es soll ja denen, die's kaufen Spaß machen. Die anderen können dann weiterhin Battlefield 1942 bis Battlefield I spielen - oder ganz was anderes.
Verwerflich ist, dass DICE mir in dem Trailer vorgaukelt es wäre Spielgrafik - mit HUD und allem drum und dran. Das hatte ich tatsächlich geglaubt...
Danke für die Aufklärungen in der Kolumne!
 
Also diese Spielereihe hat mich im Grunde noch nie interessiert. Gespielt habe ich Sie auch so gut wie nie. Das Thema mit den Frauen hätte ich ohne diese... Kolumne auch nicht mit bekommen.

Mein erster Gedanke, als ich das Video sah war (Achtung: nächster Absatz absolut ungefiltert): "Was war denn das für ein akademisches, abgehobenes, rosarotes Geschwätz? *Männer, Frauen und Transgender*? Ist diese Spielezeitschrift jetzt wirklich ein Sammelbecken für weltfremdes, linkes Gesocks geworden?"
Meinungsausgleich lese ich schon seit einer Weile nicht mehr.

Hinzu gepaart mit einer Arroganz, über die ich anschließend diabolisch schmunzeln musste. Die "Skandalschreier" aus den Bereichen der Gesellschaft die Er ja am liebsten ignorieren würde, sind Personen, die dem Recht der Meinungsäußerung nachkommen; mehr als die schweigenden Elemente. Demokratie und Diskussionskultur taugt erst etwas, wenn man sich nicht hinter Ausgrenzung versteckt sobald eine Meinung nicht genehm ist, was dieser Herr hier offenbar nicht gelernt hat. Ein Verhalten der Ausgrenzung und Ignoranz gegenüber vielen Personen führt zur Legitimation, dass die "andere Seite" ebenso moralisch das Recht hat, den Kolumnist in seiner Haltung zu ignorieren. Probleme werden dann schlußendlich nur noch über das Faustrecht gelöst werden können.

Finde es also deshalb so amüsant, weil unser *besserer und korrekter Mensch* mit seiner antidemokratischen Gesinnung, seinem Verhalten und mangelnden Diskussionskultur den Pfad zur Gewalt fördert und anleitet.

Zur Klarstellung: Meine Gedanken sind als REAKTION auf dieses provokante Video so offensiv, nicht weil ich der wäre, der ein Thema angefangen hätte und dabei schon nach allen Seiten austeilt. Allen Kritikern sei damit gesagt: Ursache nicht mit Wirkung verwechseln.

Trotz meiner obig beschriebenen, ersten Gedanken, wozu auch nur das Kopfschütteln über die moralische Absicherungsversuche des tollen Menschen nach allen Seiten, wie z.B. dass er Krieg nicht schönreden wolle, etc.... gehörte, (Was ihm doch sowieso niemand unterstellt hätte) ... habe ich mir natürlich das Video komplett angeschaut und einen Ansatz gesucht mit einer Person eine Diskussion zu führen, die an den überheblichen, besserwisserischen und vom hohen Sockel herab gesprochenen Worten vorbei kommt.

Also versuche ich das mal: Es ist deutlich, dass der Mann in seinem Video versucht die protestierende Gegenseite durch vorhalten eines Spiegels in ihren Argumenten, den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Es stimmt, dass diverse Elemente von Streitkräften auch Frauen in kämpfenden Truppen hatte. Historisch kann man da aus meiner Sicht nur dagegen argumentieren, in dem man die Verhältnismäßigkeit betont. Die Wahrscheinlichkeit je einer Frau auf dem Schlachtfeld zu dieser Zeit zu begegnen. Auch ist das von Nation zu Nation etwas unterschiedlich.

Darum hat für mich das Argument mit dem Zeitgeist deutlich mehr Gewicht. Auch in dem Kommentar von "Alan Kertz", "er würde sicher auf der richtigen Seite der Geschichte stehen", zeigt deutlich, dass sein persönliches Ego zu diesen anerzogenen, politisch korrekten Fragen, darüber entschied, denen er aufgrund innerer Verformung nicht mehr Standhalten konnte. Wenn man nun also sagt, das Spiel solle doch nur Spaß machen und die Historie sei nicht so wichtig, dann bin ich mal gespannt, ob die Damen in dem Spiel dann zumindest knappe Uniformen mit deutlich Ausschnitt tragen dürfen. - Ich vermute nein. Es geht nämlich nicht perse darum, sich nicht zu eng an die Historie zu ketten, oder nur um den Spielspaß, wie uns der Herr Kolumnist weißmachen möchte, sondern um eine politische Agenda, die auch immer mehr in unsere private Spielewohnstube Einzug hält.
 
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