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Battlefield 1-Kommentar zur Solo-Kampagne: "Schöne Lügenmärchen"

Es sind gerade die Spiele, die mehr bieten als das, die in Erinnerung bleiben. Spec Ops: The Line u.a. Spiele, die mich wirklich zum Denken anregen und Emotionen in mir auslösen. Leider sind solche Spiele dünn gesäht.

"Spec Ops: The Line" fällt mir in dem Zusammenhang auch ein. Da habe ich damals die Demo gespielt. Wie gesagt, ich spiele nicht gerne Uniform-Spiele, aber die vielen positiven Kritiken hatten mich doch neugierig gemacht, wenigstens mal die Demo durchzuspielen. Wie hier das Thema Krieg behandelt wird, damit kann ich leben. Hier wurde eine gute Balance zwischen Spielspaß und der nötigen Ernsthaftigkeit gefunden. Hau-drauf-Pathos und fanfarenhaften Patriotismus gibt es hier nicht. Wenn ich von großen Kriegern höre, muß ich immer an Yoda denken: "Groß machen Kriege niemanden." Er läßt nur seelische Krüppel zurück.
 
Ja, der Singleplayer fing gut an. Man hielt seine Stellung, starb und kam in die nächste Stellung. Gut, das Ende vom Prolog war zu erwarten, aber okay.
Danach ging es steil bergab. Was mir auch etwas "aufstößt" das die Geschichten größtenteils nur 1918 spielen, wo der Krieg faktisch schon fast gelaufen war.

Ich vermisse da Ereignisse, wie die Schlacht der der Somme (~1Mio Tote), Brussilow-Offensive (~1,5Mio Tote), Schlacht um Verdun (0,5Mio Tote) und und und

Und im Multiplayer findet man da auch keine Schlachten in den vorherigen Jahren, auch nicht Gallipoli(!) sondern nur 1918er Schlachten.
Da hat DICE extrem viel Potential verschwendet und die "Deutschen" sind alle gleich stumpf dargestellt. Nicht einmal eine Legende wie Manfred von Richthofen kommt in dem Spiel vor. :-B

Ich erwarte ja keinen genauen Geschichtsunterricht, aber etwas mehr Differenzierung wäre doch nicht schlecht gewesen. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Und das ganze zieht sich auch durch die Operations im Multiplayer. Gerade da wären frühere Schlachten interessant gewesen. Und die "was wäre wenn"-Szenarien am Ende der Operations hätten da noch mehr Möglichkeiten geboten.
War DICE zu geizig sich ein paar Fachexperten zu Rate zu ziehen? ;-)

So gut, das Spiel auch ist, es ist nicht so überragend, wie viele meinen. Momentan verleiden mir jede Menge Bugs das Spiel, so dass ich es erstmal weg lege, bis der nächste Patch Verbesserung bringt. :-B
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kommentar trifft ziemlich genau meine zynische Meinung zu solchen "Kriegsspielchen". Es wäre so viel Potential da gewesen, den Krieg als das darzustellen, was er ist/war: menschenverachtendes Schlachten. Was wurde daraus gemacht? Ein Aufmarsch heldenhafter US-Amerikaner (Briten sind ja in den Augen Amerikas auch nur bedeutungsloses Beiwerk, bzw. letztlich das Gleiche, sprechen schließlich die selbe Sprache), die mal wieder die bösen Deutschen und Moslems niedermachen. Wie es sich für gute Amis gehört! -.-
Ich kann mich nicht erinnern das im ersten Weltkrieg Amis die bösen Moslems niedergemacht haben.
Beim arabischen Aufstand haben gute arabische Muslime die sich streng am Vorbild des Propheten orientiert haben gegen schlechte, rakitrinkende und tabakrauchende türkische Muslime gekämpft.

Natürlich bleibt es ein Spiel und ich gönne jedem seinen Spaß daran aber wenn Menschen Spaß am Krieg empfinden, muss man sich nicht fragen, was sie noch von einem Weiteren abhält oder warum die Bereitschaft in den USA für immer neue kriegerische Einsätze stetig steigt? Das selbst Friedensnobelpreisträger (Obama) Soldaten in den sicheren Tod schicken, stellt doch das gestörte Verhältnis der Amis zu dem Thema dar...
Wenn man eines Obama nicht vorwerfen kann, dann das er US-Soldaten in den sicheren Tod geschickt hat.
Immerhin hat er die Bodenkriege durch einen Drohnenkrieg ersetzt, was die eigenen Truppen schont und verhindert das man sich mit Gefangenen rumschlagen muß.
Und durch den Abzug der meisten US Truppen aus dem Irak hat er dafür gesorgt das dort wieder Friede & Freude herrschen...
 
Stimme dem Beitrag voll zu. Gerade bei der italienischen Kampagne hatte ich genau die gleichen Gedanken .
 
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