SPOILERWARNUNG:
Wer die DLCs noch nicht gespielt hat und jetzt weiterliest, ist selbst schuld.
Zum Kasumi-DLC:
"...überfällt den größten Verbrecher des Universums bei dessen Party."
--> Also ob Hock der größte Verbrecher des Universums ist, möchte ich doch mal bezweifeln. Er ist vielleicht ein großer Verbrecher im "Mass Effect"-Universum, aber nicht der größte. Wenn ich an seinen dämlichen Kommentar im Endkampf denke, ist er zumindest ein ziemlich lustiger.
Der DLC selbst ist, wenn man ihn nach der Selbstmordmission spielt, sicher etwas sinnfrei. Nutzt man ihn jedoch von Anfang an in einem neuen Durchgang, erhält man hier einige Vorteile:
Kasumi ist, wenn ich das in den Foren richtig verfolgt habe, ein richtig brauchbares Squadmitglied. Man muss sie zwar micromanagen, aber ihr Shadow Strike soll sehr stark sein und ihr Bonus Skill Flashbang Grenade ist einer, der wenigen Crowd-Control-Skills, der durch Verteidigungen wirkt und dabei noch eine der größten Reichweiten hat. Schafft man es also sie am Leben zu halten, kann sie durchaus ein brauchbarer Charakter sein.
Dazu gibt es noch ein "Tech Damage"-Upgrade, was es Engineern und Sentinels erlaubt, vor der Horizon-Story-Mission an den Cooldown-Bonus zu kommen. Durchaus praktisch, meiner Meinung nach.
Mit das beste aber ist das SMG, das man in dem DLC erhält. Die Locust ist für alle Caster-Klassen (Adept, Engineer und Sentinel) mit die beste Wahl. Sie macht ein späteres Assault-Rifle-Training überflüssig und ermöglicht einem stattdessen Sniper-Rifle oder Shotguns in die eigene Spielweise einzubauen.
Da man diese Mission quasi direkt nach dem Tutorial machen kann, lohnt sich das DLC allein dafür schon, wenn man eine dieser Klassen spielt.
Zum Overlord-DLC:
"Dazu gehören auch Fahrzeugmissionen mit dem "Hammer", die nicht sehr viel besser sind als im ersten Mass Effect-Teil."
--> Oh doch. Sie sind um einiges besser. Es gibt sinnvolle Geschicklichkeitseinlagen. Sinnvolle Ballereinlagen in nicht ständig gleichen 0815-Gebäuden wie in Teil 1. Und die ganze Mission ergibt viel mehr Sinn, als der Firewalker-Pack.
Zum LotSB-DLC:
"Das konnte ich leider nicht nachprüfen, da mir in Mass Effect 1 eine Beziehung mit einer Außerirdischen nicht so gefiel. Ich glaube jedoch, dass man keine erotischen Szenen erwarten dürfte. "
--> Im Vergleich zu Teil 1 gibt es in Teil 2 dank der prüderistischen Kampagne von Fox News&Co eigentlich nichts was man auch nur annähernd als Erotik zwischen Mensch und Alien bezeichnen kann. Von daher kann man auch bei der erotischen Szene zwischen Shepard und Liara im DLC nicht wirklich von einer erotischen Szene sprechen.
Wobei ich sagen muss, dass ich diese schon stimmungsvoller als die Szenen mit Thane oder Garrus fand.
Somit dürfte also schon klar sein, dass es möglich ist mit Liara eine romantische Szene zu haben. Bisher ist es mir nicht so ganz klar, ob man ihr vorher in Mass Effect 2 treu gewesen sein muss oder nicht.
Denn ich konnte mit ihr besagte romantische Szene erleben, obwohl mein Charakter ihr gegenüber untreu war. Das könnte ein Bug sein oder aber Absicht.
Es ist zumindest ganz lustig zu hören, was sie zu den einzelnen Partnern zu sagen hat, mit denen man ihr untreu sein konnte.
Zur Handlung und Inhalt will ich auch nichts weiter sagen. Aber es gibt wieder einige brauchbare Features:
Zum einen kann man nach dem DLC endlich die Skills der eigenen Squadmitglieder neu verteilen. Ähnlich wie bei Shepard zahlt man dafür etwas Eezo und man erhält die Möglichkeit einige absurde Zwangsskillungen von Bioware zu beseitigen.
Zum anderen wurde mit LotSB eine weitere "neue" Bonuspower ins Spiel gebracht. Dabei handelt es sich um das altbekannte Stasis aus Teil 1. Ähnlich wie Flashbang Grenade ist Stasis ein weiterer Crowd-Control-Skill der durch Verteidigung wirkt. Diesmal aber nur auf einen Gegner und er ist dazu gedacht, um besonders starke Boss-Gegner für eine befristete Zeit aus dem Spiel zu nehmen, damit man sich in Ruhe um den schwächeren Rest kümmern kann. Besonders praktisch für Caster-Klassen, die wenig aushalten und auf höheren Schwierigkeitsgraden mal nen Heavy Mech oder chargenden Krogan aufhalten wollen, um in Deckung zu gehen.
Leider gibt es in dem DLC noch den ein oder anderen Bug, der wohl nicht gefixt wird. U.a. hat Stasis einen kuriosen Bug, der es für dem Spieler für einen sehr kurzen Moment nach Ende des Stasis-Effekt erlaubt enormen Schaden gegen den Gegner auszuteilen. Besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden und in Point-Blank-Range führt das zu einiger Verwirrung. Denn das Spiel gibt dem Gegner für diesen kurzen Moment nur soviel Lebensenergie, wie er auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad hätte.
Wenn man sich aber selbst unter Kontrolle hat und dies nicht ausnutzt, bleibt das bisher der beste aller ME2-DLCs. Denn die Kämpfe und die Handlung waren meiner Meinung nach auch besser als vieles im Hauptspiel.