Scholdarr
Spiele-Kenner/in
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Sorry, aber wenn du mit solch ausladenden Verallgemeinerungen und Pauschalaussagen ankommst, muss man das differenzieren. Das ist keine Haarspalterei, das ist schlicht eine Darstellung von Tatsachen.Bitte nicht mit Haarspalterei anfangen....natürlich wirst Du in jedem Land Menschen finden die kein Nationalgefühl haben. Es ist ja auch nicht jeder Fußballfan, genausowenig wie allem Menschen die gleichen Interessen haben.
Der Brexit sagt darüber überhaupt nichts aus, zumal ich von ganz Europa gesprochen habe und nicht nur von der Insel. Parallel zum "Wir Europäer" Gefühl breitet sich auch wieder eine nationale Identität aus, wobei ich eher der Ansicht bin, dass diese die ganze Zeit im Hintergrund und hinter geschlossenen Türen gepflegt wurde.Im übrigen stimme ich mit Dir nicht überein, dass sich hier in Europa das "Wir Europäer"-Gefühl immer mehr durchsetzt.
Da sprechen die Fakten einfach eine andere Sprache, siehe Brexit.
In keinster Weise. Ich spreche hier von Entwicklungen bzw. Trends. Vor 100 Jahren hat sich so gut wie überhaupt keiner als "Europäer" gefühlt. Heute tun das viele. Aber wie schon angemerkt, gibt es reaktionäre Bewegungen zurück zum Nationalstaat, das ist völlig richtig.Auch dass sich in vielen Ländern der EU eben die National-orientierten Parteien immer mehr durchsetzen / immer größeren Zulauf bekommen spricht gegen Deine Aussage.
Weil der Nationalsozialismus im dritten Reich für das Gefahrenpotenzial des Nationalismus steht. Es ist ein Mahmal für eine Ideologie, die sehr leicht ins Extreme umschlagen kann. Ein Nationalgefühl an sich ist imo nicht weiter schlimm, aber es lässt sich eben brutal leicht missbrauchen und brutal leicht instrumentalisieren. Das liegt daran, dass dem Nationalismus im Kern ein Abgrenzungsgedanke zu Grunde liegt, ein "wir hier" gegen "die da draußen". Es ist ein uralter Trick der Psychologie, eine Gruppe über die Abgrenzung nach außen zu einen, und den eigenen Wert über die Konkurrenz mit den anderen definiert. Wer die Gefahren des Nationalismus verkennt, der hat aus der Geschichte nichts gelernt, und gerade deswegen ist der Verweis auf das dritte Reich so verdammt wichtig.Warum reiten, argumentatorisch gesehen, eigentlich alle Kritiker des National-Gedankens immer den alten Gaul des Nationalsozialismus von 1933?
Zwischen dem o.g. und einem gesunden Nationalgefühl liegen Welten, von "fanatisch" ganz zu schweigen.
Gab's vor '33 kein National-Gefühl / National-"Stolz"? <- Bitte Anführungszeichen beachten, Danke.
Durch deine Formulierung und das Weglassen eines konkreten Akteurs hast du deiner Aussage eine Art Allgemeingültigkeit gegeben, ala "Man kann X nicht mehr sagen, ohne dass man kritisiert wird." Das ist eine pauschale Aussage, bei der du wieder von einem persönlichen Einzelbeispiel auf die Allgmeinheit schlicht = logischer Fehlschluss.Durch wen? Ich hab die Leute nicht nach ihrer politischen Ausrichtung gefragt. Vom Aussehen her würde ich sie Links/Grün einordnen, was hier in BaWü recht verbreitet ist.
Ich hatte auch kein gesteigertes Interesse daran mich mit diesen Leuten auseinander zu setzen.
Nicht MAN wird angegriffen, sondern DU wurdest in einem bestimmten Fall angegriffen (bzw. jmd., den du kennst). Das ist ein massiver, grundlegender Unterschied. Dein Einzelbeispiel postuliert keine Allgemeingültigkeit.Wenn man mich / Freunde / Familie, egal wie, beleidigt/angreift/beschimpft ist es mir, zunächst einmal, völlig egal, ob und wie man Fakten / Statistiken usw. auslegen kann/sollte.
Es ist mir in den Fällen auch völlig egal, ob das Einzelfälle sind.
In meinem Beitrag ging es primär darum, DASS man angegriffen wird, und seis auch nur verbal, wenn man mit einer Schwarz-rot-goldenen-Fahne am Auto spazieren fährt.
Und das sogar in den Internetmedien, z.B. der Grünen dazu aufgerufen wird/wurde zur EM 2016, keine Deutschland-Fahnen zu zeigen. Äh, hallo?!
Häh? Warum sollte ich denn damit zufrieden sein wollen?Ich bin mir nicht sicher, ob Du mit meiner konkreten Aussage dazu zufrieden sein wirst.
Sicherheit vor wem oder was genau? Wovor hast du Angst? Und warum ist es so wichtig, wer rein kommt und wer raus geht? Warum darf ein Bayer nach Hessen, aber ein Pole nicht?Nationalstaat bedeutet für mich konkret und in erster Linie, Sicherheit.
Durch nationale Grenzkontrollen weiß man, wer rein kommt und wer raus geht.
Das ist korrekt. Das sagt aber nichts darüber aus, warum das gerade ein künstlicher Nationalstaat machen müsste.Die nationalen Währungen kann man an die Wirtschaftskraft eines Landes anpassen, (auf- oder abwerten).
Es gibt kein "Brüssel". Die zentralen Entscheidungen der EU werden von den Nationalstaaten gefällt, entweder im Rat der EU oder im jeweiligen Ministerrat. Das ist dann ein Kompromiss aus den jeweiligen Positionen der Nationalstaaten. Das ist auch nicht viel intransparenter als nationale Entscheidungen, die meist in irgendwelchen geheimen Ausschüssen getroffen werden. Übrigens bezweifle ich stark, dass nationale Institutionen per se eine höhere Kenntnis, Kompetenz und Realbezug aufweisen. Das ist imo eine völlig unbelegt Behauptung. Außerdem sagt auch das nichts darüber aus, warum es jetzt unbedingt einen Nationalstaat geben muss. Würden die Entscheidungsträger auf regionaler oder gar kommunaler Ebene nicht noch mehr Ahnung haben und noch kompetenter sei? Warum als gerade Deutschland? Warum nicht jedes Bundesland für sich? Oder größere Städte für sich?Die nationalen Parlamente/Regierungen werden nicht durch intransparente Entscheidungen einer übergeordneten Instanz, (hier Brüssel), in ihrer eigenen Politik beschnitten.
Bzw.: müssen nicht umsetzen was diese übergeordnete Instanz in, teils völliger Unkenntnis/Inkompetenz/Realfremdheit, beschlossen hat.
Und das hat genau wie was mit der Frage der Wichtigkeit oder Bedeutung von Nationalstaaten zu tun? Diese Politik wird gefahren, um die Wirtschaft anzukurbeln. Über den Sinn und Zweck kann man trefflich streiten. Mehr zum Euro weiter unten, weil die Beantwortung etwas komplexer ist.Durch den EURO als Gesamtwährung wird, zur Zeit, der Sparer, (nicht nur in Deutschland), zu einem Teil enteignet (Nullzins-/Negativzinspolitik)
Die zweite Aussage ist völlig falsch (das würde hier allerdings den Rahmen sprengen, die andere ist diskussionswürdig. Es ist ja gerade das Problem der EU und des Euro, dass es nur eine Währungsunion gibt und keine richtige politische und Fiskal- und Sozialunion. Der Euro wurde viel zu optimistisch angelegt bzw. es wurde zu wenig in Richtung Internationalisierung nachgeschoben. Das heutige Problem des Euro ist gerade das Festhalten am Nationalstaat.Nationalstaaten sind notwendig um zum einen Sicherheit und zum anderen wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.
Denn, komisch, als die EU sich nur auf die Wirtschaft beschränkt hat, als EWG, hat alles funktioniert.
Nicht die Europäische Gemeinschaft versagt, sondern die Nationalstaaten versagen, aus denen sich die EU zusammensetzt. Wenn die Eurokrise, die Bankenkrise und die Flüchtlingskrise eines zeigen, dann das, dass diese Probleme eben nicht national zu lösen sind, weil sie eben von Anfang an einen internationalen Charakter haben. Die EU versagt deshalb, weil die Nationalstaaten versagen. Sie versagt auch deshalb, weil die Nationalstaaten immer noch so viel Kompetenzen haben. Man könnte auch sagen, dass die EU derzeit versagt wegen dem Nationalismus...Wie notwendig Nationalstaaten sind, sieht man doch in den letzten Jahren an der Eurokrise, an der Bankenkrise, und, nicht zuletzt an der ungezügelten Migrationswelle, wo unsere, angeblich so großartige Europäische Gemeinschaft, kläglich und kontinuierlich versagt.
Darüber hinaus versagt die EU aber auch ganz einfach deshalb, weil wir die falschen Regierungen an der Macht haben, die sich nicht um die Probleme der Globalisierungsverlierer kümmern und weiter auf falsche und völlig widersinnige Politiken setzen, die einzig dem Finanzkapital helfen. Das lähmt die EU und beflügelt natürlich den Zulauft der rechten Populisten, das ist ganz richtig.
Warum? Die Antwort ist eigentlich nicht weiter kompliziert. Das neoliberale Wirtschaftssystem hat im Zuge der Globalisierung die Ungleichheiten in den Gesellschaften erhöht und die Gesellschaften in Gewinner und Verlierer gespalten. Das ist das Kernproblem in Europa und auch in vielen anderen Teilen der Welt. Die Ignoranz und Untätigkeit der Politik, die Verlierer der Globalisierung angemessen zu "entschädigen", führte zu einer relativ großen Grundmasse von enttäuschten Menschen, die sich von der Politik nicht mehr vertreten suchen. Das ist die Stunde der rechten Populisten, weil sie einerseits nicht zum alten System gehören (zumindest dem Anschein nach) und andererseits, weil sie einfache Antworten finden auf die Enttäuschung der Globalisierungsverlierer. Dein Job ist weg? Liegt an der EU. Deine Stütze ist zu gering? Liegt daran, weil wir die Flüchtlinge bezahlen müssen. usw usw usw. Es ist auch überaus leicht, die EU verantwortlich zu machen, weil die sich ja kaum wehren kann. "Die EU" gibt es nämlich nicht. Die EU ist im Kern die ständige Suche nach Kompromissen der europäischen Nationalstaaten. Es gibt keine EU ohne Nationalsttaaten. Alle wichtigen Entscheidungen werden von den europäischen Regierungsschefs getroffen, nicht von irgendwelchen Bürokraten in Brüssel. Das ist alles nur reines Scapegoating der rechten Populisten. Der Brexit ist übrigens ein gutes und gleichzeitig trauriges Beispiel dafür. Die Brexit-Befürworter konnten nicht nur rechte und nationale sondern auch linke und progressive Kräfte für sich gewinnen mit dem EU-Scapegoat. Aber das war von Anfang an eine Illusion und ein logischer Fehlschluss. Denn die britische Regierung war ja keineswegs weniger neoliberal als die EU. Im Gegensatz, die britische Regierung ist eine der asozialsten in ganz Europa, und diese Regierung wurde von den britischen Wählern gewählt. Es ist ein absoluter Widerspruch, dass zum einen die EU für Sozialabbau etc. verantwortlich gemacht wird und zum anderen gleichzeitig eine derartige nationale Regierung an der Macht ist. Damit verliert man imo eigentlich jeden Deutungsanspruch gegen die EU. Wenn man in Europa was ändern will für die Globalisierungsgegner, muss man nämlich vor der eigenen Haustüre anfangen, bei der eigenen Regierung. Aber das ist vielen mittlerweile egal, weil es nur noch um den Protest geht, nicht mehr an die Sache an sich. Man will dem Establishment eins auswischen, ganz ungeachtet der möglichen Folgen. So erklärt sich der Brexit, so erklärt sich Trump, so erklärt sich der Aufstieg einer AfD. Es ist eine gewisse neue, spaltende Dynamik, der zufolge man einfach mal zuschaut, wie die Welt brennt, solange die "oben" nur auch drunter zu leiden haben. Aber selbst da machen sich die Anhänger der rechten Populisten was vor, denn um Globalisierungsverlierer geht es keinem einzigen rechten Populist. Die AfD ist tief asozial, die Brexit-Riege ist implodiert im eigenen Lügengebäude und wer glaubt ernsthaft daran, dass einem Trump, der nicht mal Mindestlohn zahlt und von einem Skandal um asoziales Verhalten in den nächsten rutscht, wirklich was am kleinen Mann liegt?Das merken die Menschen. Das Vertrauen in die EU als födrale Institution schwindet und die Menschen wollen zurück zum Nationalen.
Oder warum sind in diversen Staaten wie Frankreich, Dänemark, Holland, Italien, Ungarn und Östereich die National-politischen Parteien auf dem Vormarsch?
Was die Welt heute imo wirklich braucht ist "a moderate, humanist, global, and ‘constructive’ populism that can counter the extremists, not with complicated models of, say, the employment implications of Brexit or the impact of climate change 20 years in advance, but with simple yet powerful ideas that resonate with millions.”
https://www.project-syndicate.org/onpoint/lies-liars-and-lawlessness-2016-07
Den ganzen Artikel kann ich dir nur wärmstens an Herz legen, da wird nämlich auch genau auf diese Fragestellung nach dem Erfolg des rechten Populismus und seinen Aussichten bzw. möglichen Alternativen eingegangen.
Edit: Eine abschließende Frage/Anmerkung noch: Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann siehst du den Nationalstaat doch ziemlich rational, also als eine Institution, die sich halt um so Dinge wie öffentliche Sicherheit kümmern. Aber gleichzeitig argumentierst du, dass man angeblich kein "Nationalgefühl" zeigen dürfe. Was soll das in dem Kontext denn genau sein, dieses Gefühl? Für eine rational erklärte Institution hat man in der Regel kein Gefühl, warum auch. Sie ist nützlich, aber mehr auch nicht. Du hast zwar den Stolz in Anführungszeichen gepackt, aber letztlich ist das Gefühl nur ein anderes Wort dafür. Zumindest steckt in diesem Gefühl in der Regel Stolz mit drin. Oder nicht? Und genau das ist der Grund, warum Nationalismus so gefährlich ist, wenn es um Gefühle geht...
Kein Wunder, dass die armen Deutschen so viel Angst haben. Sie wollen scheinbar geradezu Angst haben. Bist du ein Masochist? Warum gehst du bei dem schönen Wetter nicht lieber raus und genießt das Leben statt dich über irgenwelchen Bullshit in Endlosschleife im TV aufzuregen?bei mir läuft n24 mitlerweile den ganzen tag...



oder was,was ihm den knöchel bricht oder so....alles andere is doch unnütz