Lass mich raten
du hast keine Ahnung von Betriebswirtschaftslehre und vorallem den Punkt "Gewinnaufwendung"?
falsch geraten. BWL war einer meiner matura-schwerpunkte. aber wenn du denkst, dass erstens in der praxis alles so durchgeführt wird wie in der theorie vorgesehen und nicht verstehst, dass die hintergründe und arten wie man theorien anwenden kann von enormer bedeutung sind, dann hast du keine ahnung von noch einigem mehr.
Und als ob dadurch keinen Schaden entsteht, denn die Ausrede, man hätte es sich ja eh nicht gekauft ist halt mal einfach gelogen
und das primitive vereinfachung.
eine, die gerne von gierhälsen gebracht wird, weil ihnen bewusst ist, dass viele, die es lesen, sich denken "oh, schaden - ja natürlich, da bin ich dagegen! ist eine sauerei!". ohne zu hinterfragen, was denn dieser schaden ist, von dem gesprochen wird.
wenn auf der andern seite eine firma sich dafür drückt steuern zu zahlen, ihre produktion in arme länder auslagert oder das personal mies behandelt, dann ist plötzlich das wort "schaden" nirgends zu finden. da ist dann die rede von "gewinnmaximierung" und "wirtschaftlichem vorteil".
ich würde auch nichtmal unbedingt behaupten, dass kein schaden entstehen würde, aber so vereinfacht hingeschmissen grenzt DAS eben an lüge. denn ich wäre mir zB nicht sicher, ob der
schaden, der durch mangelnde mundpropaganda durch fehlende raubkopien entstehen würde, nicht größer wäre. ich hab in meinem leben genug beispiele von leuten kennengelernt, wo jene, die viel kopiert haben, mehr original gekauft haben, als jene, die kaum kopiert haben.
und das ist auch nur eine der dimensionen. dann ist es eben auch eine frage des ausmaßes des schaden. soll man etwa vielleicht zB leute, die einen kaugummi stehlen, für ein jahr hinter gitter werfen, weil es "schaden" ist, egal wie er aussieht?
und abgesehn davon, dass ich nie behauptet hab, es würde KEIN schaden entstehen, hatte ich es vor zB einzusetzen, wenn firmen sagen es würde sich nicht auszahlen, ein spiel am PC zu veröffentlichen, weil es keine aussicht auf gewinn gibt. oder wenn mal wieder die diskussion über drakonische maßnahmen wütet, die in keinem verhältnis zu dem (möglicherweise) entstandenen schaden stehen.