Ne, eine Konsole muß eben den gesamten Speicher verteilen, auf Bedarf. Betriebsystem, Spiel, Laden etc. Bei einem PC ist das halt etwas mehr getrennt.
Ja und das genau ist ja der große Vorteil bei Konsolen und „Nachteil“ beim PC.
Die RAM Nutzung ist bei Konsolen völlig anders konzipiert.
Du kannst beim PC nicht einfach den regulären RAM (DDR4 oder DDR5) und den VRAM der GraKa (meist DDR6) zusammen addieren und sagen, naja, 8Gbyte VRAM reichen doch, wenn ich 16 GByte normalen RAM habe.
Dann habe ich ja 24 in der Summe und das ist ja mehr als die aktuellen Konsolen.
Ich habe beispielsweise ein Auto und noch ein Motorrad…zusammen also 6 Räder. Wenn ich die beiden addiere, habe ich also 1,5 PKW. Nee, hab ich natürlich nicht, weil es völlig unterschiedliche Konzepte sind.
Konsolen, wie die regulaäre PS5 und die SeriesX nutzen das UMA (Unified Memory Achitecture) Prinzip bei der Speicherverwaltung. CPU und GPU nutzen die gleichen 16 Gbyte (DDR6) Speicher. Dadurch entfällt beispielsweise der Transfer zwischen System-RAM und Grafik-RAM, wie beim PC mit teils erheblich unterschiedlichen RAM-Typen.
Wenn exemplarisch für eine Anwendung 8GByte VRAM nicht ausreichen, dann kannst du auch 256 GByte Systemspeicher haben. Die Anwendung wird trotzdem nicht funktionieren, weil sich die GPU nicht einfach einen Teil des Systemspeichers „ausleihen“ und ihren eigenen VRAM damit gewissermaßen auffüllen kann.
Daten, die die CPU einer Konsole dem gemeinsamen Speicher zur Verfügungs stellt, sind ohne Transfer sofort für die GPU Einheit verfügbar.
Ein Teil des RAM‘s bei Konsolen ist noch für das Betriebssystem reserviert (Ausnahme PS5 Pro, die hat 2 GByte extra RAM nur für das OS).
Allerdings beansprucht das OS bei Konsolen nur einen Bruchteil der Ressourcen, wie es Win 10/11 tun.