Ich nehme zwar an, der Beitrag sollte gar nicht so sehr darauf hinaus, sondern eher wie Spiele das Thema verarbeiten, aber vermutlich ergibt es Sinn hier noch mal einige Sachen differenzierter zu beleuchten, wenn man es denn schon auf die Sitation in Deutschland bezieht.
Das Problem mit der Corona-Zeit waren ja die von dir angesprochenen Maßnahmen, die in großen Teil ohne Evidenz waren, noch dazu Grundrechte von Menschen einschränkten. Teilweise wurde das so obskur, dass nur bestimmte Personenanzahlen in ein Gebiet einreisen durften, aber deutlich mehr raus.
Das ist bedingt richtig. Die Maßnahmen waren auf Sicht, was so auch immer kommuniziert wurde aber irgendwie bei Kritikern auch immer ignoriert wird. Wie auch immer, Fakt ist je weiter du weg stehst, desto weniger Viren können dich treffen und dann krank machen. Das ist eine relativ simple Tatsache, die natürlich evidenzbasiert ist. Je mehr Viren, desto eher krank, je weniger Viren, desto weniger krank. Darauf basiert das System von Masken, Hygiene und Abstand, dadurch die Virenlast vermindert und die Wahrscheinlichkeiten reduziert werden und unter bestimmten Umständen darf man nun ein Mal Grundrechte einschränken.
Gegen Corona-Demonstranten wurde mit Wasserwerfern vorgegangen, Menschen verächtlich gemacht, die nicht geimpft waren oder im Freien keine Maske trugen. Da wurden Leute, die allein auf einer Parkbank saßen von der Polizei terrorisiert und mit Strafen belegt, einfach nur weil es die Regierung so wollte, obwohl es objektiv nachvollziehbarer Unsinn war. Und wenn es nach so manchen Politiker gegangen wären, wäre die Impfung irgendwann auch nicht mehr freiwillig gewesen.
Nicht völlig falsch, korrekt aber schauen wir uns an warum ist das so. Demonstranten werden ständig von Wasserwerfern nassgespritzt, darüber beschwert sich der Coronademonstrant nie, wenn es die bösen linken Punks oder Klimakleber trifft aber wenn man selbst gegen Recht und Ordnung verstößt, ist das auf ein Mal voll gemein und ungerecht. Aber Gleichbehandlung ist die Definition von Gerechtigkeit.
Und um hier mal wieder den Kreis zu schließen zum Thema Faschismus. Im Faschismus kann ich nicht demonstrieren. In einer Demokratie schon aber ich muss Auflagen erfüllen und die sahen bspw. Abstand vor oder Masken. In dem Moment wo gegen Auflagen verstoßen wird, Gewalt angewendet wird ecetera, kommt der Wasserwerfer zum Einsatz.
Die Leute die allein auf der Parkbank saßen kannten die Regeln, dasselbe gilt für diejenigen die keine Maske getragen haben. Objektiv nachvollziehbarer Unsinn ist in der ganzen Sache relativ. Relativ weil, ja du wirst wohl niemanden allein auf einer Parkbank sitzend anstecken aber Verhalten muss trainiert werden und erinnerst du dich noch wieviele Menschen buchstäblich zu dumm waren eine Maske über die Nase zu ziehen? Weil ich erinnere mich noch und es ist wirklich erstaunlich wie Erwachsene Menschen sich wie Kleinkinder aufgeführt haben, die sich die Schuhe nicht allein zubinden können. Für Kleinkinder habe ich natürlch vollstes Verständnis aber 50 Jährige? Ehrlich in den Momenten hätte ich mir einen Wasserwerfer gewünscht (aber wenn wir ehrlich sind, den haben sie vermutlich in der Demo abbekommen).
Natürlich wirst du in einer Demokratie auch verschiedene Positionen finden, gerade in einem Katastrophenfall. Letztendlich gibt es kein Recht darauf Krankheiten zu übertragen, im Gegenteil, im Fall der Fälle kann man dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
Online wurde gnadenlos zensiert, (...)
Nicht wirklich. Gilt btw. auch für das Labor. Ich denke auch das mit der Verschwörungstheorie ist auch immer noch etwas das Menschen lernen müssen. Wenn ich etwas behaupte, für das ich aber gar keine Belege habe und dann meine es wird aber verheimlicht, ist das faktisch eine Verschwörungstheorie und man zeigt zu Recht auf mich und lacht mich aus, was dann der Moment ist in dem man sich schämt und lernt "hey, ich sollte irgendwie Argumente haben, bevor ich irgendwas ins Internet absetze".
Das heißt nicht, dass nicht gar nichts zensiert wurde aber es gibt halt auch hier wieder kein Recht darauf das Netz mit Behauptungen zu fluten, für das man keine Belege hat.
Und hier sind wir wieder beim Thema. Im Faschismus und ähnlichen totalitären Systemen geht es nicht um Wahrheit, da werden bewusst Lügen oder Halbwahrheiten verbreitet. Es geht nicht darum "hey, habe ich überhaupt Quellen?" sondern es geht darum "Yeah, lass uns mal gegen Feindbild X schießen". Also wenn wir uns das hier angucken:
(...) Der Informationsfluss sollte ganz gezielt gesteuert werden - einer Demokratie unwürdig. Das kann man nicht einfach damit abtun, indem man sagt "tja, das waren nun mal die Maßnahmen dagegen".
Dann doch, genau so kann man es abtun. Es ist einer Demokratie keineswegs unwürdig, Informationsflüsse zu steuern. Die Frage ist ja, warum passiert das? Dient die Steuerung dazu, Menschen zu enteignen damit der Gauleiter ein hübsches Haus bekommt und der Staat Immobilien oder Gold und andere Wertsachen? Denn genau dafür entwickelt man Feindbilder, zur Sicherung der Macht und persönlichen Bereicherung und unter Umständen Verbreitung von extremistischer Ideologie. In einer unsicheren Situation bzw. Katastrophenfall wie Erdbeben, Feuer, Chemische Stoffe, Viren, Flugzeugabsturz und wer weiß was noch alles kann ich nicht sagen "hey wie gemein, ihr erlaubt mir nicht, dass ich einfach öffentlich rausrotzen kann was ich will" ist halt nicht undemokratisch oder unwürdig. Es ist normal. Es ist gut und es ist richtig. Ernste Situationen erfordern einen ernsten Umgang damit, dass man eben nicht einfach Wolf schreien kann, ohne dass es Konsequenzen hat. Tatsächlich schreien hier viele Wolf, seit sehr vielen Jahren und das ohne Konsequenzen, außer dass sie online von Fremden mit irgendwelchen Bezeichnungen behaftet werden. Diese Demokratie ist sehr milde im Umgang mit ihren Problemkindern.
Selbst wenn man deiner Argumentation folgt und sagt, dass Beleidigungen oder harsche Kritik gegen Politiker nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt sind, sollte man immer das mildeste Mittel in Betracht ziehen und das ist bestimmt nicht eine Hausdurchsuchung und Mitnahme aller internetfähigen Geräte. Abgesehen davon, ist der Tod des von dir angesprochenen Politikers nicht auf Online-Beleidigungen, Memes und dergleichen zurück zu führen gewesen.
Stimmt, sondern durch eine Kugel aus einer Waffe, deren Abzug jemand gedrückt hat. Den Abzug einer Waffe zu betätigen ist aber auch das Ende einer langen Kette von Ereignissen, die zu diesem Punkt führt. Der Staat hat die Aufgabe zu handeln, bevor es passiert. In dem Moment wo jemand den Abzug drückt, ist es zu spät. Wir warten ja auch nicht darauf, dass ein Kind aus dem Fenster springt, bevor wir sagen "hey, du kannst nicht fliegen, spring nicht aus dem Fenster", sondern sagen das vorher.
Wie gesagt, wie wir in diesen einzelnen Fällen damit umgehen, ist sicherlich diskutabel. Aber das man vorgeht ist selbstverständlich. Wie gesagt, erwachsene Menschen waren zu dämlich sich eine Maske über die Nase zu ziehen und brauchten entsprechend eine konstante Erinnerung an Verhaltensweisen. Wie also sieht das aus, wenn es normalisiert wird andere Menschen zu beleidigen? Wenn es normalisiert wird, andere zu verachten und das zu feiern, diese Verachtung und diesen Hass?
Schau in die Kriminalstatistik, dort sehen wir es:
https://www.verfassungsschutz.de/DE...zahlen-und-fakten/zahlen-und-fakten_node.html
Das Thema hier sind Spiele gegen Faschismus. Vielleicht hätten diese Menschen mehr dieser Spiele spielen sollen, vielleicht sollte man sie in der Schule nutzen. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins, wir haben ein Problem in diesem Land, weil die Zahlen extremistisch motivierter Gewalttaten kontinuierlich steigen und Leute das entweder verharmlosen oder sogar richtig gut finden und dieser Austausch, der findet nicht mit Briefen statt, diese Bestätigung erfolgt nicht über Brieftauben, sondern sie erfolgt durch das Netz.
Der ÖRR ist ohnehin längst vom rechten Weg abgekommen und lässt sich heutzutage nur noch per Zwang finanzieren, also auch ganz gezielt gegen die Interessen der Bürger.(...)
Der ÖRR finanziert sich schon immer per Zwang. Rundfundgebühren gibt es schon seit vielen Jahrzehnten, du kannst bei Wikipedia die Tabellen bis in die 50er sehen und auch Abschnitte zur Zeit davor.
de.wikipedia.org
Das Problem am zunehmend linken Frame des ÖRR ist aber nicht nur, dass man dafür unfreiwillig zahlen soll, sondern auch dass man entgegen des Medienstaatsvertrags Dinge nicht mehr neutral und objektiv einordnet, was wiederrum die Wahrnehmung der Zuschauer manipuliert.
Was so wiederum nicht stimmt. Natürlich ordnet man Dinge neutral und objektiv ein, anderes daggeen vielleicht auch nicht. Es ist kein "alles ist so", dieses extrem "es gibt nur eine Wahrheit" ist nicht wahr, es ist falsch. Wenn ich über den ÖRR spreche, kann ich einen Bias kritisieren und wie ich auch sagte, sollte man es sogar. Ein Bias heißt aber nicht "nicht mehr neutral und objektiv" in einer generalisierten Art und Weise, gefolgt von einer Manipulation der Wahrnehmung. Ein Bias heißt, dass wir in bestimmten Fällen Probleme identifizieren können und diese sind dann natürlich auch kritikwürdig und unter Umständen wirft es ein fragwürdiges Licht auf andere Elemente, die tatsächlich in Ordnung sind aber durch den vorhandenen Bias unsicher erscheinen.
Sachlichkeit ist sehr viel hilfreicher in diesem Aspekt. Was uns zum nächsten Teil führt:
Zu guter Letzt trägt es eher faschistische Züge, wenn ganze Parteibüros der Union besetzt werden, nur weil sie mit der "falschen" Partei zusammen für den eigenen Antrag gestimmt haben. (...) Man stelle sich mal vor was hier los wäre, würden AfDler Parteibüros der SPD und Grünen besetzen, wenn die für "die falsche Sache" abstimmen. Dieses Verhalten zeigt nur wieder die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, bei der es nur die gute und die böse Seite gibt. (...)
Es waren es keine Grüne oder SPDler welche das Parteibüro besetzten. Hier war keine SA welche als langer Arm einer Partei agiert hätte. Darüber hinaus ist der Kontext entscheidend, dass die Union vor Merz und auch unter Merz immer angekündigt hatte, genau dies eben nicht zutun. Spaltung lässt sich nie völlig vermeiden, Politik ist einfach so. Und klar ist auch, dass Aggression und Gewalt nicht in Ordnung ist. Eine ebenso klare Sache. Zur Sachlichkeit gehört es aber Kontext nicht zu missachten und korrekt zu reagieren. Faschistisch passt hier nicht und den Faschismusbegriff inflationär zu verwenden ist nicht sinnvoll, genau wie von hate dauernd zu reden, wenn ein Film kritisiert wird. Wir kennen Faschismus und die SA und Handlungen der SA sind nicht dasselbe wie random Aktivisten die ein Banner auf einem Balkon aufzuhängen, das an genau diese Zeit und Hindenburgs Rolle erinnert, bei der die Zusammenarbeit mit Extremisten in die Katastrophe geführt hat.