Bist du da sicher (und hast vlt eine Quelle), dass jede Firma, sobald sie 3 Jahre alt ist, daruter fällt - selbst bei nur 100 Nutzern und 50€ Umsatz? Oder ist es vlt so, dass eine Firma, die entweder 5 Mio Nutzer hat ODER 10 Mio Umsatz, nach 3 Jahren "fällig" ist?
Jein. Da sind eben viele Punkte dabei, die nicht so klar sind und die es im offline-Leben nie gab. Es gab zB nie einen TV-Sender, bei dem Leute ihre Videos einreichen konnten, und der Sender hat es einfach gesendet und an den Werbeeinnahmen gut verdient. YouTube macht so was aber, und etliche Klagen haben gezeigt, dass man eben nicht eindeutig entweder YouTube oder den Nutzer dafür bestrafen kann (und will). Auch gab es nie eine bundesweit erhältliche kostenlose Zeitung, in der private Leute alles mögliche reingeschrieben haben inkl Fotos, egal ob sie daran überhaupt die Rechte haben - und die Zeitung nimmt schön die Werbeanzeigeeinnahmen ein. So was in der Art ist aber Facebook. Auch da sind die bestehenden Gesetze eben nicht eindeutig genug bzw . würden zu etwas führen, das man ebenfalls nicht will. Wären die Gesetze schon passend, dann hätten die Rechteinhaber ja dauernd Schadenersatz auf dem Konto und würden sich freuen ohne Ende... aber so einfach ist das nicht, vor allem kleinere Urheber haben auch gar nicht die Kapazitäten, das zu verfolgen. Es geht ja nicht nur um den Schutz von großen Labels, Verlagen usw.
Vor allem geht es ja auch um eine in Europa einheitliche Regelung UND darum, dass gerade die "Großen" IT-Player schwer greifbar sind, wenn sie im Ausland sitzen. Nur die EU hat dann die Macht, dem einen Riegel vorzuschieben.
Die Sache mit der "Mühe", die sich die Rechteinhaber machen müssen, ist ja nur noch ein "Sahnehäubchen" oben drauf. Es ist für Rechteinhaber um Welten einfacher, ein paar Dutzend Tageszeitungen durchzublättern, als die zig Tausend Stunden, die JEDEN Tag allein bei YT hochgeladen werden, zu untersuchen. Bei Deinem Zeitungsfall war es vlt purer Zufall, vlt. kannte ein Leser das Bild oder die Sportlerin, dann hat sie oder einer aus dem Umfeld Wind davon bekommen und schon "schnappt die Falle zu". Das muss keine "Agentur" gewesen sein. Aber selbst wenn doch: wenn es pro grober Region zB 10 Zeitungen gibt, dann hat das EIN Mitarbeiter das locker an einem Arbeitstag durch inkl. Check, ob die Reche am Foto okay sind. Das ist also jetzt echt kein so hoher Aufwand., vor allem wenn bei einem Foto die Quelle fehlt.
Klar ist aber auch, dass es anders gehen muss. Warum nicht einen "sanften" Filter, der nur klare Fälle blockt UND dann trotzdem die Option bietet, das Video händisch prüfen und dann freischalten zu lassen? Das macht YT ja sowieso schon. Und Strafen nur dann, wenn es wirklich nachweisbar relevant ist oder es ständige Verstöße gibt. Selbst eine Website mit 5Mio Nutzern verursacht keinen messbaren Schaden, wenn ein Video mit 100 Clicks das Urheberrecht verstößt.