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Frauen in Spielen | MEINUNG | Keine Frage des Geschmacks

Wenn es Frauenhass gibt, gibt es auch einen Männerhass. Wieso schießt man sich so derb auf diese Themen ein im metoo Zeitalter? Es gibt für jeden Hass dumme Argumente. Es gibt definitiv auch Frauencharaktere mit verdammt starken Rollen. Wer hat sich mal über Lara Croft beschwert? Man startet in meinen Augen einfach nur eine Grundsatzdiskussion um der Diskussion willen
 
Wer hat sich mal über Lara Croft beschwert?
Ich glaube Sarkeesian aber vielleicht irre ich mich. In jedem Fall fand ich es spannend in den letzten Jahren ab und an zu lesen, wie sexistisch Lara angeblich sei. Ich bin mit ihr aufgewachsen, sie war eine Ikone des Feminismus, ein harter Hund, hat den Ärzten aufs Maul gegeben. Zwanzig Jahre später hieß es plötzlich sie sei genau das Gegenteil von dem was sie damals war. Das ist einfach paradox.

Man startet in meinen Augen einfach nur eine Grundsatzdiskussion um der Diskussion willen
So ziemlich ja. Gestern Queer und divers - besser wär's? Ein Blick auf Gender-Identität in Videospielen, heute Queer und divers - besser wär's? Ein Blick auf Gender-Identität in Videospielen. Soll wohl wieder Klicks generieren durch die Standardthemen, die auch sonst jeden Tag durch die Medien geistern. Das einzige was man sich vermutlich nicht trauen wird ist Israel und Palästina anzusprechen, auch wenn das echt witzig wäre aber nee, bei dem Clickbaitportal geht man lieber auf Nummer sicher. Queer und Frauen sind da safer. Als nächstes kommt sicher irgendwas mit Kultureller Aneignung, Postkolonialismus oder ethnischen Minderheiten.
 
Mir egal ob ich in Spielen einen Mann oder eine Frau spiele. Genauso egal ist es mir ob da ein muskelbepackter Macho oder eine leicht bekleidete Dame auftaucht. Charaktere müssen gut geschrieben sein und zum Spiel passen. Wenn das passt ist für mich eigentlich alles Ok.
 
So lange es nude patches gibt duerfen die Frauen gerne anhaben was sie wollen :-D
 
Ich habe auch nichts gegen Frauen in Videospielen. Dennoch spiele ich präferiert eher männliche Helden, einfach weils leichter ist, sich damit zu identifizieren.

Aber letztlich gehts doch um das Skript der Story. Aktuell bspw bei Alan Wake 2 machen mir die Akte mit Sada mehr Spaß, als die von Alan Wake selbst. Liegt daran, dass sie das schönere Setting etc hat... Also ehrlich gesagt fällt es mir etwas schwer, dass Video der Redakteurin nachzuvollziehen. Was genau ist denn jetzt ihr Problem. Hass gibt`s doch aus allen möglichen Gründen und gegen alles und jeden, egal ob Mann oder Frau. Das eigentliche Problem haben aber doch eher diejenigen, von denen der Hass ausgeht. Aus welchen Gründen auch immer.
 
Nicht selten degradieren sich Frauen auch selbst zu Objekten. So meine Erfahrung jedenfalls. Ich kann da keinen schuldigen feststellen. So ist die Gesellschaft nunmal, bzw der Mensch.
 
Mir ist es völlig egal, wen oder was ich in einem Spiel durch die Level schubse. Hauptsache, er/sie/es wird glaubhaft in der Welt dargestellt. Selbst, wenn der Protagonist deutliche Arschlochzüge hat (State of Mind), hält mich das nicht zwingend von Vollenden des Spiels ab.

Viel wichtiger ist, daß die Story oder das Gameplay zu packen vermag.
 
Nicht selten degradieren sich Frauen auch selbst zu Objekten. So meine Erfahrung jedenfalls. Ich kann da keinen schuldigen feststellen. So ist die Gesellschaft nunmal, bzw der Mensch.
Korrekt und das ist auch nichts schlimmes. Objektifizierung ist ganz normal. Daher würde ich es auch nicht Degradierung nennen. Wenn Frau oder Mann sich für einen Clubbesuch aufbretzelt, dann wohl kaum um dort für das Verständnis von mathematischen Problemen gelobt zu werden und die großartige Persönlichkeit die man hat. Es ist halt alles kontextabhängig.
 
Korrekt und das ist auch nichts schlimmes. Objektifizierung ist ganz normal. Daher würde ich es auch nicht Degradierung nennen. Wenn Frau oder Mann sich für einen Clubbesuch aufbretzelt, dann wohl kaum um dort für das Verständnis von mathematischen Problemen gelobt zu werden und die großartige Persönlichkeit die man hat. Es ist halt alles kontextabhängig.
Maenner doch genauso heutzzutage. heute brauchen die @neuen@ Maenner heute vorm Abends ausgehen doch mehr Zei als Frauen zum 'Huebschmachen".

Zu meiner Zeit war das anders... Jeans an, Tshirt an, Old Spice an und ab ins Auto... (heute... Jogginghose an, Unterhemd an und ab mitm Bolt (Leihwagenfirma) :B)
 
Nicht selten degradieren sich Frauen auch selbst zu Objekten. So meine Erfahrung jedenfalls. Ich kann da keinen schuldigen feststellen. So ist die Gesellschaft nunmal, bzw der Mensch.
Das hat in den betreffenden Fällen möglicherweise damit zu tun, dass diese Frauen entsprechend geprägt wurden durch die allgegenwärtige Objektifizierung. Wenn Du zwei Jahrzehnte lang und insbesondere in der prägenden Phase der Pubertät überall gezeigt bekommst, dass das so ist und dass es so auch in Ordnung ist oder gar zu sein hat, ist es immens schwer, das wieder raus zu bekommen. Die Diskussionen sollen ja helfen, diesen Zyklus zu durchbrechen, indem man (im Gegensatz zu früher) auch mal eine Gegendarstellung zur Orientierung zur Verfügung stellt.

Wenn es Frauenhass gibt, gibt es auch einen Männerhass. Wieso schießt man sich so derb auf diese Themen ein im metoo Zeitalter? Es gibt für jeden Hass dumme Argumente. Es gibt definitiv auch Frauencharaktere mit verdammt starken Rollen. Wer hat sich mal über Lara Croft beschwert? Man startet in meinen Augen einfach nur eine Grundsatzdiskussion um der Diskussion willen
Das Problem ist, dass Frauenhass von vielen Männern nicht mal als solcher erkannt oder wahrgenommen wird. Ich nehme mich da auch gar nicht aus. Männer sind ja im Schnitt nicht ganz so sensibel und empathisch und wenn sie selbst dann auch nicht betroffen sind, geht sowas unbemerkt vorbei. Wenn Dir beim Konzert ein 140 Kilo-Typ ständig auf den Fuß tritt und das aufgrund seiner Masse gar nicht merkt, wirst Du ihn vermutlich dann auch irgendwann darauf hinweisen, dass das nicht in Ordnung ist.

Und relativieren hilft hier auch gar nicht. Männerhass stellt bei weitem in Größe und Ausmaß kein solches Problem dar. Und nur weil Männerhass existiert, ist das Problem mit dem Frauenhass weder gelöst noch unwichtig. Durch Relativieren kann man jeden berechtigten Einwand wegwischen.

Ja Frauenhass ist schlimm und so, aber in Afrika verhungern jeden Tag x-tausend Kinder. Möchtest Du, dass jedes Deiner Probleme mit dem Hinweis auf die verhungernden Kinder weg gewischt wird? Wenn nicht, sollte man relativieren im eigenen Argumentationsbaukasten nur sehr bedacht verwenden.
 
Das hat in den betreffenden Fällen möglicherweise damit zu tun, dass diese Frauen entsprechend geprägt wurden durch die allgegenwärtige Objektifizierung. Wenn Du zwei Jahrzehnte lang und insbesondere in der prägenden Phase der Pubertät überall gezeigt bekommst, dass das so ist und dass es so auch in Ordnung ist oder gar zu sein hat, ist es immens schwer, das wieder raus zu bekommen. Die Diskussionen sollen ja helfen, diesen Zyklus zu durchbrechen, indem man (im Gegensatz zu früher) auch mal eine Gegendarstellung zur Orientierung zur Verfügung stellt.
Die Diskussionen dienen eigentlich mehr den Personen dazu sich selbstdarzustellen und zwar als besonders progressiv und empfindsam gegenüber den Anliegen vermeintlich unterdrückter. Die Realität sieht allerdings etwas anders aus. Frauen tragen bspw. schon etliche von Jahrzehnten Hosen ganz normal, junge Mädchen die eher jungenhaft unterwegs sind kennen wir schon mindestens seit Wer die Nachtigall stört. Die Gesellschaft ist ziemlich komplex und hat sich bereits ziemlich verändert. Im Momentanen Diskurs wird dem aber kaum Rechnung getragen, sondern im Grunde einfach immer dasselbe wiederholt. Mich erinnert das auch stark daran als ich noch ein Kind war und man dürre Laufstegmodels als gefährliche Vorbilder behandelt hat, auf die ja die Männer stehen würden, obwohl man in den Zeitschriften für Männer und Spinden dann eher Pamela Anderson gesehen hat. Nicht, dass es kein Problem auf den Laufstegen gibt oder gab oder es nicht Ausnahmen gab, wo Mädchen von ihnen beeinflusst waren aber die Differenzierung fehlte. Und beim Thema Objektifizierung allgemein fehlt sie ebenfalls.

(...) Und relativieren hilft hier auch gar nicht. Männerhass stellt bei weitem in Größe und Ausmaß kein solches Problem dar. Und nur weil Männerhass existiert, ist das Problem mit dem Frauenhass weder gelöst noch unwichtig. Durch Relativieren kann man jeden berechtigten Einwand wegwischen.
Relativierung stört schlichtweg beim eben erwähnten. Man möchte eine simple Darstellung. XY ist ein Problem und Punkt. So sieht aber in vielen Fällen die Realität nicht aus, da die Realität aus vielen Faktoren zusammengesetzt ist. Nehmen wir doch das Thema Frauenhass. Du erwähnst nachfolgend den typischen Einwurf von "in Afrika verhungern Kinder" als Ablenkung und natürlich, das hilft nicht weiter ABER es hilft genausowenig sich keinen Deut zu bewegen und unflexibel auf einer Maximalposition zu beharren. Männer- und Frauenhass sind nun Mal verbunden. Es gibt zwei Geschlechter und die Konflikte und Probleme sind nicht einfach isoliert zu betrachten. Sexismus einzuteilen in Sexismus gegen Frauen und gegen Männer, kann man sicher im Detail machen aber sich darauf zu verkrampfen ignoriert die Wechselwirkung und Verbindung und hilft unter dem Strich nicht Probleme zu lösen. Sie führt auch in eine Opferrolle, in der Empowerment nur noch ein reines Buzzword ist, das man zwar mal nutzt aber nicht lebt.
 
Ob man sich nun im Internet darüber austauschen muss wie oft man sich beim Ansehen einer weiblichen Figur den Larry gewürgt hat, ist sicherlich diskutabel. Ansonsten war das Video eine seltsam verdrehte Sicht auf die Welt. Spielehersteller müssen Spiele verkaufen. 50% der Spieler sind männlich, also eine recht grosse Gruppe. Jetzt muss ich die ja abholen - was lässt sich gut an Männer verkaufen? Starke Männer mit dicken Muskeln und hübsche Frauen mit großen Brüsten. Damit dürften sich über alle Altersklassen hinweg vermutlich die meisten Männer ansprechen lassen. Der ein oder andere mag das ungern zugeben wollen - statistisch dürfte das aber zig-fach belegt sein. Und deshalb findet man diesen Kram halt so oft in Videospielen. Das ist übrigens auch der Grund, warum Pornos so ein einträgliches Geschäft sind... die Dinger würden sich deutlich schlechter verkaufen, wenn alle angezogen wären und sich gegenseitig ihre Lebensgeschichte erzählen würden. Sex sells. Der Spruch wird vermutlich immer Gültigkeit haben, weil die männliche Biologie dafür sorgen wird. Was mögen Männer nicht so sehr? Frauen, die eben nicht so hübsch sind oder sich gar wie Männer benehmen. Das erklärt dann eben auch die Ablehnung solcher Charaktere durch den ein oder anderen Mann. Ist aus Sicht einer Frau vielleicht blöd, ist aber halt so, damit muss man leben - es wird uns nicht gelingen den Mann von Grund auf zu ändern. Männer und Frauen ticken verschieden und es wäre schön, wenn Frau das einfach mal akzeptiert. Frauen beschweren sich gerne mal über Objektifizierung - Männer haben hingegen damit überhaupt keine Probleme. Männer sind genauso oft das Opfer von Stereotypen - interessiert und das. Nö. Im Video wird es ja angesprochen. Wenn ein Mann als wütend um sich schiessender Macho mit nacktem Oberkörper dargestellt wird, der ganze Armeen von Gegnern ohne den kleinsten Gewissensbiss platt macht, dann ist das nämlich selbstverständlich auch ein Stereotyp, der da hart geritten wird. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass das gesamte Konzept von Repräsentation kompletter Unsinn ist. Menschen sind keine geistlosen Roboter, die alles nachahmen, was sie rezipieren. Bloss, weil ich den Film Apollo 13 schaue und den gut finde, will ich nicht gleich Astronaut werden. Wenn ich Assassin's Creed spiele, will ich nicht professioneller Killer werden und wenn ich mir einen Porno anschaue, will ich nicht anschliessend Porno-Darsteller werden. Diese Dinge mögen an der ein oder anderen Stelle inspirierend wirken - für den einen mehr und die andere weniger - aber es gibt keinen direkten kausalen Zusammenhang. Oder zumindest nur in ganz wenigen Einzelfällen.

Und mich bitte jetzt nicht falsch verstehen... ich kann den Wunsch von Frauen absolut nachvollziehen, dass Content produziert wird, der sie selbst anspricht. Ich glaube auch, dass dieser Content sich zumindest in Teilen deutlich vom Content für Männer unterscheiden dürfte. Wogegen ich mich wehre, ist das Männer plötzlich bestimmte Dinge gut und andere schlecht finden müssen, bloss weil Frauen das so wollen.
 
was lässt sich gut an Männer verkaufen? Starke Männer mit dicken Muskeln
Mööp.

Ich als Mann hab mir in WoW hautsächlich weibliche Charaktere erstellt, weil ich die Testosteronjunkies, die die männlichen Modelle darstellen sollen, komplett unästhetisch finde.

Viel wichtiger als dicke Muskeln & Brüste sind mir bezüglich der Akzeptanzrate der Charaktere die Sympathie- oder Unterhaltungswerte. Wenn dann in Duke Nukem der Protagonist ein Muskelpaket ist, passt das zum Spielkonzept - Larry Laffer hingegen würde als Muskelpaket nicht ins Spiel passen.

Und nein, "stark" muß mein Protagonist auch nicht sein - im Gegenteil: Ein Hänfling, der ein Arsenal an Gadgets verwendet, wäre alleine spielerisch schon interessanter als ein Bud Spencer Haudrauf.
 
Mööp.

Ich als Mann hab mir in WoW hautsächlich weibliche Charaktere erstellt, weil ich die Testosteronjunkies, die die männlichen Modelle darstellen sollen, komplett unästhetisch finde.

Viel wichtiger als dicke Muskeln & Brüste sind mir bezüglich der Akzeptanzrate der Charaktere die Sympathie- oder Unterhaltungswerte. Wenn dann in Duke Nukem der Protagonist ein Muskelpaket ist, passt das zum Spielkonzept - Larry Laffer hingegen würde als Muskelpaket nicht ins Spiel passen.

Und nein, "stark" muß mein Protagonist auch nicht sein - im Gegenteil: Ein Hänfling, der ein Arsenal an Gadgets verwendet, wäre alleine spielerisch schon interessanter als ein Bud Spencer Haudrauf.
Verstehe ich total. Nur nimmst du da eben gerade eine sehr individuelle Perspektive ein. Schaut man auf grosse Datenpools, kann man einfach Muster erkennen. Wenn ich sage Männer mögen Männer mit dicken Muskeln und Frauen mit großen Brüsten, dann ist das natürlich schon deshalb eine grobe Verallgemeinerung, weil zum Beispiel homosexuelle Männer dem zweiten Teil des Satzes wohl nur bedingt zustimmen würden. Was ich damit sagen will ist einfach, dass viele Männer diese Dinge mögen und sie sich deshalb verkaufen. Außerdem ist das nicht wörtlich zu nehmen. Männer mögen einen bestimmten Typus von Held, der oft aber nicht immer auch ein paar Muskeln hat, zumindest aber fit und durchtrainiert ist. Stoisch darf er auch ganz gerne sein. Gleiches gilt für den zweiten Teil des Satzes. Es geht nicht im wörtlichen Sinne um grosse Brüste, sondern einen bestimmten Typus von Frau. Nicht zu spröde und wenn es geht auch nicht unansehnlich. Darin liegt keine Exklusivität begründet, denn Männer mögen auch viele andere Dinge. Du kannst auch mit ganz anderem Content erfolgreich sein. Wenn man als Verantwortlicher der Contentindustrie aber auf Nummer sicher gehen will, dann sind diese Dinge eine ziemlich sichere Bank. Du hast selbst das Beispiel WoW angeführt... Hier wurde natürlich genauso auf dieses Konzept gesetzt. Es gibt einen Grund, warum sowohl die männlichen als auch die weiblichen Modelle so aussehen wie sie eben aussehen.
 
Verstehe ich total. Nur nimmst du da eben gerade eine sehr individuelle Perspektive ein.
Wie bitte? Ich schreibe in meinem Posting, das ich ganz alleine geschrieben habe, eine persönliche Meinung und keinen allgemeingültigen Fakt? Darf ich das denn überhaupt?
Was ich damit sagen will ist einfach, dass viele Männer diese Dinge mögen und sie sich deshalb verkaufen.
Eine weiter Möglichkeit ist, daß das Spiel trotz des Designs der Oberarme der meisten männlichen Charaktere erfolgreich ist, weil es ja doch noch den einen oder anderen Inhalt neben /flex hat.
 
Wenn man als Verantwortlicher der Contentindustrie aber auf Nummer sicher gehen will, dann sind diese Dinge eine ziemlich sichere Bank. Du hast selbst das Beispiel WoW angeführt... Hier wurde natürlich genauso auf dieses Konzept gesetzt. Es gibt einen Grund, warum sowohl die männlichen als auch die weiblichen Modelle so aussehen wie sie eben aussehen.
Kann man natürlich fragen ob diese Spiele merklich weniger gut ankommen würden wenn die Entwickler die Charaktere "normaler" gestallten würden. Wenn DAS wirklich ein großes Verkaufsargument für Spiele sein sollte fänd ich das ehrlich gesagt etwas traurig.
Wenn ich da mal auf die Spiele der letzten Jahre zurückblicke die mir am besten gefallen haben dann sind da halb nackte Frauen mit dicken Brüsten und muskelbepackte Machotypen eher die Ausnahme. Da müsste ich sogar eher erstmal überlegen wo es solche Charaktere überhaupt noch gibt. Von daher kann ich auch die Kritik mancher Frauen nicht ganz nachvollziehen denn nach meinem Empfinden werden weibliche Videospielfiguren längst nicht mehr so sexistisch dargestellt wie es früher vielleicht mal der Fall war.
 
Wie bitte? Ich schreibe in meinem Posting, das ich ganz alleine geschrieben habe, eine persönliche Meinung und keinen allgemeingültigen Fakt? Darf ich das denn überhaupt?
Natürlich darfst du das. Perspektive ist allerdings nicht gleich Meinung. Nochmals, meine Äußerungen beziehen sich auf große Datenmengen, nicht individuelle Meinungen oder individuellen Geschmack.

Eine weiter Möglichkeit ist, daß das Spiel trotz des Designs der Oberarme der meisten männlichen Charaktere erfolgreich ist, weil es ja doch noch den einen oder anderen Inhalt neben /flex hat.
Das halte ich für eine ziemlich steile These. Denn das würde bedeuten, dass Spieledesigner diese Dinge völlig grundlos einbringen. Da es sich hier aber um profitorientiertes Geschäft handelt, ist davon auszugehen, dass bestimmte Aspekte sehr gezielt untergebracht werden, um eine größere Reichweite zu erzielen.
 
Das halte ich für eine ziemlich steile These. Denn das würde bedeuten, dass Spieledesigner diese Dinge völlig grundlos einbringen. Da es sich hier aber um profitorientiertes Geschäft handelt, ist davon auszugehen, dass bestimmte Aspekte sehr gezielt untergebracht werden, um eine größere Reichweite zu erzielen.
Es werden viele Dinge in Spiele, Filme & Co eingebracht, weil die Macher meinen, das wäre eine gute Idee und würde im Endeffekt mehr Kohle reinbringen.

Wenn das allerdings immer so funktionieren würde, dann gäbe es keine Flops.

Ergo sind selbst Bestandteile, die dazu gedacht waren, den Umsatz zu maximieren nicht davor geschützt, im ungünstigsten Fall genau das Gegenteil zu bewirken.

btw: Wollte George Lukas mit Jarjar Binks in voller Absicht eine der nervigsten Figuren der Filmreihe auf die Leinwand bringen ...? ;)
 
Kann man natürlich fragen ob diese Spiele merklich weniger gut ankommen würden wenn die Entwickler die Charaktere "normaler" gestallten würden. Wenn DAS wirklich ein großes Verkaufsargument für Spiele sein sollte fänd ich das ehrlich gesagt etwas traurig.
Die Frage ist berechtigt. Ehrlich gesagt - ich glaube, dass dem so wäre. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass lediglich solche Spiele erfolgreich sein können, die sich über sexuelle Reize oder idealisierte Stereotype von Frau und Mann verkaufen. Ich denke, man erhöht einfach nur die potenzielle Reichweite, wenn man das tut.
Ich hatte übrigens bereits auf einen anderen Reply geantwortet, dass das "dicke Muskeln und große Brüste" nicht wörtlich zu verstehen ist. Die Zeit der Schwarzeneggers ist vermutlich vorbei. Der "Normalo" ist aber immer noch eher spärlich gesät in der Contentindustrie. In der Regel sind sowohl männliche als auch weibliche Protagonisten sowohl in Filmen und Serien, aber auch in Spielen überdurchschnittlich gutaussehend und haben typisch männliche bzw. weibliche Eigenschaften. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen und vermutlich spielt in diesen Medien auch das Genre eine maßgebliche Rolle.
Wenn ich da mal auf die Spiele der letzten Jahre zurückblicke die mir am besten gefallen haben dann sind da halb nackte Frauen mit dicken Brüsten und muskelbepackte Machotypen eher die Ausnahme. Da müsste ich sogar eher erstmal überlegen wo es solche Charaktere überhaupt noch gibt. Von daher kann ich auch die Kritik mancher Frauen nicht ganz nachvollziehen denn nach meinem Empfinden werden weibliche Videospielfiguren längst nicht mehr so sexistisch dargestellt wie es früher vielleicht mal der Fall war.
Ich denke, dass man sich zumindest um eine größere Bandbreite bemüht. Und das ist aus meiner Sicht auch genau der Ansatz, den man fahren muss. Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass alles jedem und jeder gefallen muss. Denn das wird nicht funktionieren. Damit haben schon andere Medien ganz unschöne Erfahrungen gemacht. Um nur ein Beispiel zu nennen - Im Comic-Bereich ist "Sexismus" nicht gerade eine Seltenheit. Wie nirgendwo sonst werden gerade im Superheldenbereich sowohl männliche als auch weibliche Stereotype geradezu zelebriert. Es gab diverse Versuche, das zu ändern... so richtig hat das nie geklappt. Böse Zungen behaupten sogar, die amerikanische Comic-Industrie habe mit solchen Experimenten nur die Türe für japanische Mangas aufgemacht, an die man hat ordentlich Kundschaft abgeben müssen.

Was mich ein wenig auf die Palme bringt ist immer dieses Ausschließlichkeitsargument. So und so werden Frauen in Spielen repräsentiert. Frauen werden inzwischen auf sehr vielfältige Art in Spielen repräsentiert - zuweilen auch in einer Art, die mancher Spielerin nicht gefallen mag. Die Redakteurin im Video spricht von Objektifizierung... fair enough. Man sollte aber eben auch zur Kenntnis nehmen, dass es Frauen gibt, die offensichtlich mit Objektifizierung deutlich weniger Probleme haben - nur deshalb gibt es onlyfans. Ich sage das völlig wertungsfrei.

Mir geht dieses ständige Vorschreiben wollen, was andere gut zu finden haben ehrlich gesagt ziemlich auf den Zeiger. Ich empfinde Filme wie FastX auch maximale Grütze. Ich erkenne aber an, dass es eine Klientel dafür gibt. So lange es auch Filmemacher gibt, die auch Filme produzieren, die mir gefallen ist das völlig ok. Ich bin überzeugt, dass eine solche Herangehensweise auch für die Spieleindustrie deutlich nachhaltiger wäre. Zu glauben, man müsse jetzt nur noch Geschichten schreiben und Charaktere entwerfen, die von jedem gemocht werden, halte ich für einigermaßen weltfremd.
 
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