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Zum Thema Amoklauf in einer Schule: Wieder einmal sind nur die "Killer-Spiele" schuld!

Alean

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Langsam wird es richtig alt. Immer wenn ein Schüler durchdreht und auf Lehrer und Mitschüler anlegt, im wahrsten Sinne des Wortes, wird immer erwähnt, daß derjenige auch sogenannte "Killer-Spiele" gespielt hat.
Ich persönlich kenne zahllose Menschen, die auch gerne mal solch ein Spiel spielen und völlig normal sind. Meist sind sie sogar ausgeglichener, da sie ihre Frustrationen aus dem Job oder Privatleben mit ein paar Klicks loswerden, statt auf andere Mitmenschen loszugehen.
Das Problem an sich besteht doch viel mehr darin, daß keiner die Verantwortung übernehmen will und man es einfach auf jemanden schiebt, der sich nicht wehren kann. Da kommt einem dieses äußerst ambivalente Wort "Killer-Spiel" doch gerade recht. Nie wird weiter spezifiziert was ein "Killer-Spiel" ist. Wenn doch Szenen gezeigt werden, dann ist es meistens aus einem äußerst gewatltätigen Spiel, das eh nur ab 18 erhältlich ist. Bevor die Presse sich über "Killer-Spiele" ausläßt, soll doch erst einmal näher erklärt werden, was sie konkret damit meinen. Wenn es weiterhin so unklar und das Feld so weit gesteckt bleibt, dann sind Age of Empires oder Command & Conquer auch "Killer-Spiele". Diese müßten eigentlich auch als noch schlimmer eingestuft werden, da man dort sogar noch mehr Leute verheizen kann.
Das Eltern und Verantwortliche der Politik die Verantwortung für gewaltsames Auftreten der Kinder immer wieder auf "Killer-Spiele" schieben, ist schlicht und einfach unhaltbar. Wenn es tatsächlich so wäre, müßte es jeden Tag einen Amoklauf in Deutschland geben. Es gibt zahllose andere Quellen, die Gewaltbereitschaft und deren Ausübung als gut und billig vermitteln. Das Fernsehen, das soziale Umfeld, das Internet usw. Im Endeffekt liegt es bei den Eltern und Verwandten ihren Kindern zuzuhören und ihnen die richtigen Werte zu vermitteln. Auch das es einen konkreten Unterschied zwischen Phantasie und Realität gibt. Bei manchen Familien ist die Kommunikation nicht gegeben; das möchte ich auch nicht bestreiten. Trotzdem gibt es immer die Möglichkeit zu reden, sei es mit einer älteren Vertrauensperson, oder einem guten Freund. Außerdem müssen Hinweise von Teenagern mal ernst genommen werden. Bei dem neuesten Fall eines Amoklaufs hier in Deutschland, gab es zahllose Hinweise. Nicht nur von Mitschülern, sondern auch vom Täter selbst. Nur einer hätte sich kurz mal Zeit nehmen müssen, um sich mit dem jungen Mann zu beschäftigen und es hätte unter Umständen verhindert werden können.

Was denkt ihr über den letzten Vorfall? Sind "Killer-Spiele" tatsächlich der Auslöser, oder Katalysator?


Alean
 

McDrake

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Könnte man doch getrost auch hier, bei dem Thema mitdiskutieren, nicht?
http://www.pcgames.de/?article_id=526903
 
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