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Xbox One: "Das 60-Dollar-Preismodell muss sterben" - Ex-Bulletstorm-Entwickler verteidigt Online-DRM

Er geht das Problem komplett von der falschen Seite an.
Unerhört erfolgreiche Indie-Games (und davon gibt es eine ganze Menge in letzter Zeit, ich sage nur MINECRAFT) haben doch Mal um Mal demonstriert, dass eben NICHT riesige Produktionskosten benötigt werden, damit Games ein Riesenerfolg werden.
Die Industrie hat sich so in diese Triple-A Games verbissen, die vom Konsumenten aber nur eingeschränkt bevorzugt werden. Nötig wäre das nicht. Anstatt den Verbrauchern die Schuld in die Schuhe zu schieben, sollten sie vielleicht einfach ihre Entwicklungspolitik umschrauben.
Was bringt einem Spieler ein 15-Stunden-Wahnsinns-Spektakel (wie es viele große Entwickler ja heutzutage ständig anbieten), wenn der Spielspaß dann rum ist und das Spiel keinen großen Wiederspielwert hat? Wie wäre es mit simpleren Games mit mehr Konzentration auf Spielspaß und vor allem Wiederspielwert anstatt auf fantastische Grafik und grandiose Effekte? Das gleiche Problem hat doch auch die Filmindustrie...
Minecraft hat ja auch demonstriert, dass eine erfolgreiche Modding-Community (und vor allem ein Spielprinzip, das zum Modden einlädt) den Spielspaß noch mal um ein Mehrfaches erhöhen kann.
Dass die Studios trotzdem weiterhin ihre CODs und Assassins Creeds rauspumpen und sich dann wundern, wenn die Spiele nach einigen Wochen weiterverkauft werden, weil man damit einfach nichts mehr anfangen kann, ist doch einfach nur bescheuert.
 
Da stimm ich dir nahezu vollkommen zu :-S
Aber was will man da machen? Menschen sind verschieden und das Wort "Entertain" wird bis zum letzten Tropfen ausgelutscht.

Das ist aber, mMn, auch ein Problem der Konkurrenz.
Viele Hersteller gehen lieber auf ne Nummer sicher und laufen irgendwelchen Trends hinterher
weil Spiel X bzw. Spiel Y erfolg hatte.

Fans mögen ihre CoDs und andere Hersteller
wollen einen Kuchen von dieser Fanbase abhaben.
Ergo: Es werden die gleichen Mechaniken kopiert nur um finanziellen Erfolg zu haben.... ums eigentliche Spiel geht es nur noch
den aller wenigsten :-|

Genau das ist ja das Problem. Die Leute lieben CoD. Es verkauft sich hervorragend und wird von Jahr zu Jahr immer wieder gekauft. Die Konkurrenz will auf den Zug aufspringen und versucht es immer wieder, egal ob es klappt oder nicht. Gutes Beispiel ist hier DA2, das deutlich daran erinnert, in welche Richtung EA und Bioware damit gehen wollten. Und es wird mit Ryse (Crytek) nochmals so weiter gehen. Einfaches, schlichtes Gameplay, das niemanden überfordert (eher unterfordert) und bei dem man - was das i-Tüpfelchen des Ganzen ist - nichteinmal mehr scheitern kann.
 
Ach war das noch herrlich, als es nur Atari und Amiga gab. Haufenweise Disketten, manchmal verbuggte Spiele, keine DLCs, keine solch absurden Kommentare und Kostenfragen.

@AlexRider001
Du darfst nicht vergessen, dass die Entwicklung bezüglich AAA-Games immer so weitergeht. Die Gamer sind verwöhnt. Würde man Spiele ohne große Effekte usw. herausbringen, dann kauft auch keiner mehr das Spiel. Minecraft war von Anfang an ein Indietitel und er war günstig. Das hat jeder gewusst und daher hat auch niemanden die Grafik gestört, es zählte das Spielprinzip und die Community. Das letzte große AAA-Game das mir in den Sinn kommt, in der all diese Aspekte vorkamen und sich das Game dennoch wie geschnitten Brot verkaufte, war Diablo 2 + LoD.
Aber, dass dein genannter Vorschlag nicht mehr umgesetzt werden kann, liegt nicht nur beim Entwickler selbst, oder am Gamer, sondern auch die kleinen Konzerne die da überall dahinterstecken. Von Manager, über Promoter und Marketing bis hin zu 3D Animation Firmen wie Digital Domain über Concept Art Studios. Würde man auf Aufwand verzichten, haben diese Firmen keine Aufträge mehr. Mittlerweise ist zwar alles enorm teuer, aber so weit miteinander vernetzt, dass man auch nicht auf den Aufwand verzichten will. Aber die Entwicklung, da gebe ich dir recht, ist nicht gerade erfreulich, wenn immer ein neuer Teil einer Serie rausgebracht wird.
 
Das große Problem sind die Firmen selbst. Die haben sich in den letzten Jahren/Jahrzehnten zu solchen Riesen aufgebläht, dass das Ganze irgendwann nicht mehr finanzierbar ist. Also muss man versuchen die einzelnen Entwicklerteams wieder zu verkleinern, weniger auf teuere Zwischensequenzen setzen, dafür auf mehr Gameplay. Dazu die übertriebenen Werbeausgaben reduzieren und dann lässt es sich schon deutlich vernünftiger angehen und man ist nicht auf unrealistisch hohe Verkaufszahlen angewiesen.
 
Seh ich ganz genauso.
Wenn die bei Spielen wie Bioshock Infinite von 100mio $ Werbekosten sprechen, kann ich nur den Kopf schütteln. Auch 100mio $ Entwicklungskosten sind total übertrieben. Frag mich noch immer wo die hin flossen, wenn man bedenkt wie geradlinig das Spiel war.
Klar ists teurer geworden moderne Titel zu entwickeln (abgesehn von den jährlichen Aufgüssen von FIFA und Co.), aber solche Beträge sind einfach hirnverbrannt. Man muss sich auch als Spieleentwickler/Puplisher am Markt orientieren, wie in andere Branchen auch und nicht Geld verpulvern, dass man nur durch extrem hohe Verkaufszahlen (welche meist nicht garantiert sind) wieder rein bekommt.

Übrigens kosteten zu 16bit Zeiten Spiele mitunter auch 120 DM und mehr. Ich hab meine meisten Mega Drive Spiele jedoch bei Gnadenlos für um die 30DM gebraucht gekauft. Also Gebrauchtspiele gabs auch lang bevor das Internet, speziell hier in Deutschland, Verbreitung fand.

Würde mich übrigens dafür interessieren, was die kleinen Entwicklerteams von früher in der selben Zeitspanne und mit modernen Tools heutzutage schaffen könnten. Spiele mit großen Welten gabs auch schon damals. Z.B. Rings of Power für MD (von Naughty Dog).
map1.jpg
 
Er geht das Problem komplett von der falschen Seite an.
Unerhört erfolgreiche Indie-Games (und davon gibt es eine ganze Menge in letzter Zeit, ich sage nur MINECRAFT) haben doch Mal um Mal demonstriert, dass eben NICHT riesige Produktionskosten benötigt werden, damit Games ein Riesenerfolg werden.
Die Industrie hat sich so in diese Triple-A Games verbissen, die vom Konsumenten aber nur eingeschränkt bevorzugt werden. Nötig wäre das nicht. Anstatt den Verbrauchern die Schuld in die Schuhe zu schieben, sollten sie vielleicht einfach ihre Entwicklungspolitik umschrauben.
Was bringt einem Spieler ein 15-Stunden-Wahnsinns-Spektakel (wie es viele große Entwickler ja heutzutage ständig anbieten), wenn der Spielspaß dann rum ist und das Spiel keinen großen Wiederspielwert hat? Wie wäre es mit simpleren Games mit mehr Konzentration auf Spielspaß und vor allem Wiederspielwert anstatt auf fantastische Grafik und grandiose Effekte? Das gleiche Problem hat doch auch die Filmindustrie...
Minecraft hat ja auch demonstriert, dass eine erfolgreiche Modding-Community (und vor allem ein Spielprinzip, das zum Modden einlädt) den Spielspaß noch mal um ein Mehrfaches erhöhen kann.
Dass die Studios trotzdem weiterhin ihre CODs und Assassins Creeds rauspumpen und sich dann wundern, wenn die Spiele nach einigen Wochen weiterverkauft werden, weil man damit einfach nichts mehr anfangen kann, ist doch einfach nur bescheuert.

Mag ja sein dass du mit Minecraft und dem anderen Casual-Kram glücklich bist, das heißt aber noch lange nicht, dass das für die Mehrheit gilt. Ich bezweifel dass es viele Leute gibt die in Zukunft auf die Fallouts, Skyrims, Starcrafts, Battlefields etc verzichten wollen und stattdessen wieder dämliche Klötzchen anschauen wollen.

Indie-Games können neben den großen Prodktionen existieren, aber sie niemals erstzen. Ich will ne gescheite Grafik, ich will ne Soundausgabe, ich will nen Soundtrack mit Orchester... ich will alles mögliche. Und vor allem will ich nicht auf Dauer Grafik von nem C 64 anglotzen müssen.

OT: Die Margen im digitalen Vertrieb sind im Moment noch zu groß. Die Preise gehören gedrückt und die Ersparnisse müssen an Konsumenten weitergegben werden. Dann ist man auch von dem 60 USD Modell weg. Im Moment hat man die Wahl zwischen 60 USD Retail und 60 USD digital (Luft in der Hand). Logisch dass da viele noch die Retail nehmen. Wenn das Spiel bei Release 20 USD digital kosten würde, würde es anders aussehen. Das sieht man an den ganzen Key Stores die aufblühen.
 
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