Selbst als Actionspiel würd es bei mir durchfallen.
Aber die Tatsache, dass Walking Dead überall preisgekröhnt wird zeigt ja, dass sich diese Jury mehr für die Zwischensequenzen interessiert als für das eigentliche Spiel.
Sachen wie Walking Dead gab es schonmal in den 90ern, als CD-ROMs gerade neu waren und alle Spiele diese FMVs hatten wie C&C oder Wing Commander3 und 4. Siehe z.B. "Silent Steel" (1995) wo man sich auch die ganze Zeit kleine Filmchen angeguckt hat und alle paar Szenen dann eine Entscheidung treffen durfte. Dank niedrigen Budgets und schlechten Schauspielern wirkte das aber wie ein B-Movie und überhaupt hat man ja nur da gesessen und sich Filmchen angeschaut.
The Walking Dead gaukelt dem Spieler ständig vor er könne mit seinen Entscheidungen die Story beeinflussen, aber tatsächlich drängt es die Handlung doch immer in eine vorgegebene Bahn.
Zum Beispiel (frei erfunden, kein Spoiler): Rettet man das kleine Mädchen oder den alten Mann?
Entscheidet man sich für das Kind, wird der Mann von Zombies gefressen. Entscheidet man sich für den Alten, überlebt das Kind wie durch ein Wunder trotzdem und der Mann stirbt 5 Minuten später an einem Herzinfarkt.
Jahah, voll das interaktive Storytelling...