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Uncharted 4: Es geht auch ohne unnötigen Open World-Ballast! Kolumne

Das ist doch eher Geschmackssache. Je mehr und längere Zwischensequenzen ein Spiel hat, desto weniger von der kostbaren Zeit bleibt einem für das eigentliche Gameplay, um das ganze Mal von der anderen Seite zu sehen.

Da haste recht. Ich meinte auch eher, dass es bei dieser Art Games rein um die Story und nichts anderes geht. Es gibt keine Neben-Quests, keine Charakterentwicklung um die man sich kümmern muss, etc...
 
Guter Artikel, danke dafür, entspricht genau dem, was ich von vielen Spielen halte.

Assasins Creed

Nach Teil II aufgehört, mich haben ab diesem Punkt bereits in Teil I+II viele Dinge gestört und die Geschichte wurde nicht mehr sinnvoll weiter erzählt, die Serie verendete in einer Open World sinnlosen Sammelorgie und Zufallsgenerierten Missionen, wie auch sinnlosen Upgradegeschichten. Habe es noch nie gemocht in Skilltress Fähigkeiten freischalten zu müssen, welche in der Handlung nicht sinnvoll dem Charakter, welchen man spielt, nahegebracht werden, ergibt alles keinen Sinn

Far Cry

Nach dem ersten Teil nicht weiter gespielt, genau der selbe Kram mit Assasins Creed als Vorbild, Aussichtstürme besteigen, Stützpunkte erobern, Karte aufdecken, Wegmarkierungen folgen, upgraden und das alles vollkommen unpassend im Vergleich zur Geschichte, welche ebenfalls nicht zum Gameplay passt, völlig widersprüchlich

Tomb Raider

Kücken wird zum Supersoldaten, upgraden, sinnlos von der Geschichte getrennte Höhlenerkundung, nur um Spielzeit zu strecken, anstatt es sinnvoll in die Geschichte zu verweben und nichtsnuütziges Sammeln von Schriftrollen/Tagebücher für die Freischaltung von Archievements, deren Sinn und Zweck ich noch nie verstanden habe

Fallout 4

Absolut nervige Zufallsgenerierte, alle 10min. erscheinende Rettung, Befreiung, Säubern, Tötungsmissionen. Viele Nebenmissionen, welche nicht zur Hauptstory passen, weder inhaltlich, noch zeitlich. Man sucht dringend eine Person, steht unter Zeitdruck aber beschäftigt sich nur mit Nebenmissionen, erneut für Upgrade, und viele, welche auch erneut keinen Sinn machen.

Skyrim

Seelbes Spiel wie Fallout 4, Hauptstory passt nicht zu den Nebengeschichten, zeitlich Linie völlig absurd

Dragon Age Inquisition

Grauenhaft, selbes Muster wie Ubisoftspiele, überall blinkt und leuchtet es, Spielwelt und Geschichte passend nicht zusammen, sinnlose Missionen und Erledigungen bilden den Hauptbestandteil des Spieles.

So gut wie jedes Spiel ist so konstruiert und die Leute scheinen es zu mögen, wirklich schade. Open World ist für mich nicht wichtig, damit ich unglaublich viel darin unternehmen kann, sondern damit in erster Linie die Welt glaubwürdiger erscheint, ich von A nach B viel Zeit benötige und mich zwischen Missionen evtl. entspannen kann, eine kurze Verschnauspause sozusagen, oder um mich auf die kommende Aufgabe besser vorbereiten zu können, mehr Optionen zu erhalten diese anders als sonst anzugehen, aber nicht um mit sinnlosen Aufgaben überschwemmt zu werden.

Es gibt daher nur noch sehr wenige Spiele, welche ich überhaupt in Betracht ziehe zu kaufen und auch wenn diese nicht immer perfekt sind, so konzentrieren sich diese auf das, was sie gut können, ohne zuviel Ballast mit sich zu tragen. Das wären z.B.

The Last of Us, Uncharted 4, Heavy Rain, The Walking Dead, Dark Souls III, evtl. No Mans Sky demnächst (Open World im wahrsten Sinne des Wortes, jedoch eine mystisches Rahmen und wo Lore zum Gameplay passt und Upgrade von Anzug/Schiff sinnvoll ist, um weiter in die Mitte zu reisen).

Ubisoft ist mir daher und unglaublicher Dorn im Auge, weil sie seit Jahren nur noch absoluten Blödsinn produzieren und die Spieler zu Konsumzombies erziehen. Eine beängstigende Entwicklung. Daher spiele ich nur noch Titel wo

1. Entweder Geschichte&Gameplay halbwegs zusammenpassen und alles im Großen und Ganzen sinnvoll erscheint (The Last Of Us)

2. Oder wo Gameplay/Spielwelt im Vordergrund steht und keine richtige Story vorhanden ist und man eher durch Erkundung und interessanten Charakteren die Spielwelt zum Leben erwecken kann und keine Geschichte erzwingt, welche nicht nicht passt (Dark Souls III)

Grafisch sind wir bereits recht weit gekommen, aber auf alles andere bezogen stecken wie immer noch in der Vergangenheit, verrückt.
 
Für Leute, die nicht viel Zeit zum spielen haben ist die Story weit wichtiger als Open World, Items zu grinden oder den Charakter zu entwickeln. Daher für mich: Bitte mehr Story, mehr on-point und weniger Open World Belanglosigkeit! Top Artikel.

Dem möchte ich mich gerne anschließen. Ein Uncharted oder auch TLoU spiele ich z.B. gerne öfter durch als ein Fallout oder The Witcher, einfach aus dem Grund, da mir das erneute Leveln viel zu langwierig und anstrengend wäre.
 
z.B. ein Zitat aus dem Bericht:
"Genau aus demselben Grund ist es mehr als begrüßenswert, dass nicht auf Teufel-komm-raus ein Erfahrungs- oder Upgrade-System eingebaut wurde, wie es heutzutage ja in fast jedem Spiel Standard ist. Nathan kann das, was er kann, er verfügt am Ende des Abenteuers über dieselbe Ausdauer und Stärke wie am Beginn, und neue Fähigkeiten werden ihm sparsam und nur an fest vorgegebenen Punkten zugänglich gemacht."

Es mag nicht extrem realitätsnah sein, was in vielen Spielen mit deren Erfahrungsystemen umgesetzt und eingebaut wird. Aber seien wir mal ehrlich - es sind ALLES NUR SPIELE. Deswegen darf, kann und sollte es hier soviel wie möglich Freiheiten in der Ausführung geben.
Aber wenn hier behauptet wird, daß der gute Nathan am Ende der Geschichte immer noch NUR sogut wie das gleiche kann, wie am Anfang, dann finde ich das aber auch ein bisserl armselig und erst recht unrealistisch.
Es gibt doch wohl die simple Weisheit "Learning by doing" bzw. "Übung macht den Meister" - und dies sind keine Weisheiten aus imaginären Spielen und ihren erdachten Mechaniken, sondern diese kleinen Gesetzmässigkeiten beruhen auf realen Begebenheiten und Erfahrungen !
Wenn ich etwas öfters bzw. viel öfters mache, als andere Dinge, dann sollte ich darin eine Steigerung in der Routine, Umgang und Ausführung dessen erfahren und dies ist auch so. Wenn ich täglich 1 Stunde Klavierspielen übe, dann sollte es mir nach einem Monat gelingen, etwas an Musik aus dem Klavier herauszulocken, gegenüber wenn ich nie geübt hätte, dann könnte ich nur unkontrolliert auf die Tasten klopfen mit praktisch Null Fortschritt - wie auch !
Und unser Nathan - je nach Spieler - schiesst öfters - oder schlägt öfters - oder hüpft öfters usw. als andere Tätigkeiten, welche ihm helfen, die nächste Aufgabe zu erfüllen, dann sollte man doch meinen, daß nach einer gewissen Zeit dieser Nathan entweder besser schiessen lernt oder besser schlagen lernt oder besser hüpfen lernt usw.
Wenn also in diesem Spiel Nathan NICHTS dazulernt, dann finde ich dies unrealistischer, als wenn hier doch auch ein Erfahrungssystem (natürlich können diese Systeme evtl. auch übertrieben eingestellt sein, aber es sind ja nur Spiele, also erdachte Fantasiegebilde und in diesen Spielen zockt man vielleicht 20 Stunden, aber die Spielfigur hat vielleicht einen Zeitraum von mehreren Jahren durchlebt - also muss z.B. in 20 Stunden Echtspielzeit die Erfahrungssteigerung auch gestrafft dargestellt werden) eingebaut wäre - je nach Geschmack und Spielvorliebe des jeweilen Gamers .... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich gebe dem Autor sicher in vielen Punkten Recht. Allerdings muss ich sagen, dass Tomb Raider nunmal schon immer ein Schatz-Suche-Spiel als Action-Adventure gewesen ist. Uncharted (so gern ich es mag) ist eher halt ein reines Story driven Game. Ich finde den Vergleich fast sogar unfair. Tomb Raider wollte NIE ein nur reines Story-Game wie Uncharted sein (und das ist es, den beeindruckende Spielmechaniken suche ich hier vergebens). Es gebt (ich wiederhole mich) auch viel um Schatzsuche. Das gehört zur Tomb Raider Legacy. Wem das nicht gefällt sollte es nicht spielen. Es sind bis jetzt genug Tomb Raider Spiele erschienen, so dass man weis, was man erwarten kann. Sicher, Tomb Raider hat mit dem Reboot 2013 viel von Uncharted gelernt. Davor war Tomb Raider sehr dünn von der Story her und beschränkte sich fast nur auf die Schatzsuche. Ich finde Crystal Dynamics ist es gut gelungen, eine Story mit einzubringen. Dafür das es halt mehr als ein Storygame a'la Heavy Rain ist, was schon eher ein interaktiver Film ist.
 
Ich gebe dem Autor sicher in vielen Punkten Recht. Allerdings muss ich sagen, dass Tomb Raider nunmal schon immer ein Schatz-Suche-Spiel als Action-Adventure gewesen ist. Uncharted (so gern ich es mag) ist eher halt ein reines Story driven Game. Ich finde den Vergleich fast sogar unfair. Tomb Raider wollte NIE ein nur reines Story-Game wie Uncharted sein (und das ist es, den beeindruckende Spielmechaniken suche ich hier vergebens). Es gebt (ich wiederhole mich) auch viel um Schatzsuche. Das gehört zur Tomb Raider Legacy. Wem das nicht gefällt sollte es nicht spielen. Es sind bis jetzt genug Tomb Raider Spiele erschienen, so dass man weis, was man erwarten kann. Sicher, Tomb Raider hat mit dem Reboot 2013 viel von Uncharted gelernt. Davor war Tomb Raider sehr dünn von der Story her und beschränkte sich fast nur auf die Schatzsuche. Ich finde Crystal Dynamics ist es gut gelungen, eine Story mit einzubringen. Dafür das es halt mehr als ein Storygame a'la Heavy Rain ist, was schon eher ein interaktiver Film ist.
Ich für meinen Teil kann mich aber auch nur schwer mit all den Sammelquests etc. anfreunden, die es in zig Spielen zu finden gibt.
Einfach, weil sie keinen Mehrwert bieten. Nichts, was irgendwie entscheidend für den Spielverlauf wäre, außer vlt. super-duper Upgrades für die Rüstung oder für die Waffe...welche man widerum aber auch nicht zwingend nötig hat.
Mein persönlicher Höhepunkt dieser Unsitte hat in DA:I Einzug erhalten...zig Upgrades für die Himmelsfeste...und wofür? Für nichts. Es war schlicht nicht nötig, nicht zu gebrauchen und alles andere als spielentscheidend. Nahezu sämtliche Nebenquests bestanden aus Sammelaufgaben.

Und ja, ich hätte lieber ein RotTB gehabt, das linearer daher kommt, aber dafür mit nützlicheren Nebenaufgaben, die einen voran bringen und bei denen man nicht das Gefühl hat, eine spielzeitstreckende Beschäftigungstherapie zu absolvieren, um die Zahlen zu decken, die die Entwickler vlt. vor Release mal mit 40h+ Spielzeit oder so angegeben haben. Weniger ist manchmal mehr...weswegen mir unter anderem auch Drakensang - Am Fluss der Zeit besser gefallen hat, als der Vorgänger. Kompakter, geringerer Umfang, dafür aber irgendwie "dichter".
 
Ich für meinen Teil kann mich aber auch nur schwer mit all den Sammelquests etc. anfreunden, die es in zig Spielen zu finden gibt.
Einfach, weil sie keinen Mehrwert bieten. Nichts, was irgendwie entscheidend für den Spielverlauf wäre, außer vlt. super-duper Upgrades für die Rüstung oder für die Waffe...welche man widerum aber auch nicht zwingend nötig hat.
Mein persönlicher Höhepunkt dieser Unsitte hat in DA:I Einzug erhalten...zig Upgrades für die Himmelsfeste...und wofür? Für nichts. Es war schlicht nicht nötig, nicht zu gebrauchen und alles andere als spielentscheidend. Nahezu sämtliche Nebenquests bestanden aus Sammelaufgaben.

Und ja, ich hätte lieber ein RotTB gehabt, das linearer daher kommt, aber dafür mit nützlicheren Nebenaufgaben, die einen voran bringen und bei denen man nicht das Gefühl hat, eine spielzeitstreckende Beschäftigungstherapie zu absolvieren, um die Zahlen zu decken, die die Entwickler vlt. vor Release mal mit 40h+ Spielzeit oder so angegeben haben. Weniger ist manchmal mehr...weswegen mir unter anderem auch Drakensang - Am Fluss der Zeit besser gefallen hat, als der Vorgänger. Kompakter, geringerer Umfang, dafür aber irgendwie "dichter".

Nunja es ist selbst in DA:I nicht nötig gewesen, alle Nebenaufgaben zu machen. Genauso wenig wie in RotTR. Das ist optional, für sammelwütige wie mir, welchen dieses Gameplay nichts ausmachen. Ich liebe diese Spiele, deshalb möchte ich mehr Zeit in Ihnen verbringen als in anderen Spielen. Daher ist es doch rein subjektiv, ob ich den Sammelwahnsinn gut finde oder nicht. Der Artikel da oben ist subjektiv, ist ja auch eine Kolumne. Gern gebe ich den Autor Recht, RotTR ist der schwächere Titel, wenn es um Story, Präsentation, Spielfluss und sogar Grafik geht. Dennoch sollte man einen anderen Titel nicht derart schlecht reden und als schlechtes Beispiel für Gamedesign heranziehen. Ich bin auch großer Uncharted-Fan, aber wie in der Kolumne über RotTR hergezogen wird ist nicht in Ordnung. Das sieht schon ein bisschen nach schlecht machen und überhaupt "meine Meinung ist die ultimative Meinung" aus. Kaum objektiv und sehr Fanboy-like. Man könnte jetzt genauso sagen, Uncharted sei ein Film, in dem ich mit sehr einfachem Gameplay interagieren kann. Wäre genauso falsch zu behaupten.
 
Nunja es ist selbst in DA:I nicht nötig gewesen, alle Nebenaufgaben zu machen. Genauso wenig wie in RotTR. Das ist optional, für sammelwütige wie mir, welchen dieses Gameplay nichts ausmachen. Ich liebe diese Spiele, deshalb möchte ich mehr Zeit in Ihnen verbringen als in anderen Spielen. Daher ist es doch rein subjektiv, ob ich den Sammelwahnsinn gut finde oder nicht. Der Artikel da oben ist subjektiv, ist ja auch eine Kolumne. Gern gebe ich den Autor Recht, RotTR ist der schwächere Titel, wenn es um Story, Präsentation, Spielfluss und sogar Grafik geht. Dennoch sollte man einen anderen Titel nicht derart schlecht reden und als schlechtes Beispiel für Gamedesign heranziehen. Ich bin auch großer Uncharted-Fan, aber wie in der Kolumne über RotTR hergezogen wird ist nicht in Ordnung. Das sieht schon ein bisschen nach schlecht machen und überhaupt "meine Meinung ist die ultimative Meinung" aus. Kaum objektiv und sehr Fanboy-like. Man könnte jetzt genauso sagen, Uncharted sei ein Film, in dem ich mit sehr einfachem Gameplay interagieren kann. Wäre genauso falsch zu behaupten.

Ich kann das auch nicht so ganz nachvollziehen. Diese optionalen und kostenlosen Zusatzinhalte und Freiheiten, egal wie tiefgründig oder nicht sie auch sind, tun doch keinem weh. Wer Lust drauf hat, nimmt es in Anspruch, wer keine Lust hat, lässt es eben sein. Stattdessen wird abgefeiert, dass Spiele diese Inhalte NICHT bieten. Ich beschwere mich doch auch nicht, wenn mein Auto Extras hat, die ich nie nutze.
 
Ich kann das auch nicht so ganz nachvollziehen. Diese optionalen und kostenlosen Zusatzinhalte und Freiheiten, egal wie tiefgründig oder nicht sie auch sind, tun doch keinem weh. Wer Lust drauf hat, nimmt es in Anspruch, wer keine Lust hat, lässt es eben sein. Stattdessen wird abgefeiert, dass Spiele diese Inhalte NICHT bieten. Ich beschwere mich doch auch nicht, wenn mein Auto Extras hat, die ich nie nutze.
Vor allem aber muss man bedenken:
Möchte man diese Nebenbeschäftigungen nicht haben und konzentriert sich stattdessen aufs Wichtigste hat man damit nicht weniger oder gar ein schlechteres Spiel vor sich. Umgekehrt ist das was anderes, ist man nach gerade mal 8 - 10 Stunden bereits durch, möchte noch mehr machen doch das Spiel bittet sonst nix weiter, dann steht man enttäuscht da und denkt:
"Wie?! Das war's schon?"
 
Nunja es ist selbst in DA:I nicht nötig gewesen, alle Nebenaufgaben zu machen. Genauso wenig wie in RotTR. Das ist optional, für sammelwütige wie mir, welchen dieses Gameplay nichts ausmachen. Ich liebe diese Spiele, deshalb möchte ich mehr Zeit in Ihnen verbringen als in anderen Spielen.
Diese Zeit kann man aber auch anders füllen, als mit stumpfen Sammeleien. The Witcher 3 z.B. macht da schon einiges besser, aber selbst da gibt es zig Sammelzeug, was ich links liegen gelassen habe, weil's mir irgendwann nichts mehr gebracht hat.

Daher ist es doch rein subjektiv, ob ich den Sammelwahnsinn gut finde oder nicht. Der Artikel da oben ist subjektiv, ist ja auch eine Kolumne. Gern gebe ich den Autor Recht, RotTR ist der schwächere Titel, wenn es um Story, Präsentation, Spielfluss und sogar Grafik geht. Dennoch sollte man einen anderen Titel nicht derart schlecht reden und als schlechtes Beispiel für Gamedesign heranziehen. Ich bin auch großer Uncharted-Fan, aber wie in der Kolumne über RotTR hergezogen wird ist nicht in Ordnung. Das sieht schon ein bisschen nach schlecht machen und überhaupt "meine Meinung ist die ultimative Meinung" aus. Kaum objektiv und sehr Fanboy-like. Man könnte jetzt genauso sagen, Uncharted sei ein Film, in dem ich mit sehr einfachem Gameplay interagieren kann. Wäre genauso falsch zu behaupten.
Du sagst zum einen, die Kolumne sei subjektiv (weil's halt eine Kolumne ist), kritisierst aber auf der andern Seite die fehlende Objektivität? :confused:


Okay, okay...mal anders:
Open World/Sandbox wird in den letzten paar Jährchen geradezu inflationär verwendet. Ich kann zu Uncharted 4 nichts sagen, weil ich's noch nicht gespielt habe. Daher fehlt mir auch der Vergleich.
Aber ich ziehe hier mal Zelda - OoT als Beispiel ran. Da gibt es keine Skilltrees, keine ausufernden Sammelquests. Fähigkeiten und Gegenstände werden im Laufe der Story nach und nach erworben. Und es gab nur zwei Dinge zu sammeln: Goldene Skulltulas und Herzteile. Den Rest erwarb man sich im Laufe der Story oder nebenbei. Und selbst die 100 goldenen Skulltulas lohnten sich. Sie waren tatsächlich irgendwo entscheidend, um vernünftig voran zukommen, da man z.B. mit einer kleinen Geldbörse irgendwann nicht mehr sonderlich weit kam. Und sie waren auch Teil einer Story (die mich damals als Kind durchaus gegruselt hat :ugly: ). Die Viecher konnte man auch relativ unproblematisch einsammeln.

Kurz und bündig: In Zelda wirkte alles rund, gut eingebettet und nichts aufgesetzt.

In anderen, aktuellen Games sieht die Sache schon anders aus. Abseits der Hauptquests gibt es in vielen Action Adventures (und RPGs) häufig nur Sammelquests des Sammelns wegen. Reine Spielzeitstrecker ohne Substanz und Hintergründe.
Ich habe überhaupt nichts gegen Open World. Aber dann muss das Spiel auch gut und sinnvoll gefüllt werden. Ich habe auch nichts gegen Sammelquests in dem Sinne (immerhin war ich mal MMORPG-Spieler :ugly: ), aber in den meisten aktuellen Games ist mir das zu krass geworden.
 
Ich für meinen Teil sehe das nicht so einseitig. Nicht nur Schwarz und Weis.

Ich habe The Last of Us, Heavy Rain, Beyond, Uncharted usw. alle regelrecht aufgesaugt. Ich gehe in den Storys auch immer richtig mit. Habe Spaß. Öfter finde ich es dann nach den in der Regel 15 Std. Spielzeit aber schade das es schon vorbei ist.

Allerdings habe ich auch Spaß an den heutigen Open World Games. Trotz Sammelwut. Ich nehme halt mit was ich denke. Nach dem Motto jetzt bist du grad hier dann nimm's auch mit. Ich kann aber nicht behaupten das ich je in einem Game absolut jede Truhe, Schnipsel, Brief und was weiß ich alles gesammelt hätte.

Ich spiele vorrangig die Haupt- und Nebenmissionen und danach wird vielleicht noch das ein oder andere gesammelt bis es mir langweilig wir. Was ohne Sinn dahinter oft schnell langweilig wird. Das mir die Games deswegen aber generell keinen Spaß machen kann ich nicht sagen.

Da ich aber auf gute Geschichten und schöne Inszenierung Wert lege, entscheidet das bei mir eher ob mir ein Spiel gefällt oder nicht.

Beispiel das letzte Assassin's Creed. Die Welt war echt toll, gut dargestellt und die meisten Sammelaufgaben habe ich gar nicht gemacht. Das Spiel hatte aber eine vollkommen belanglose Story und da man auch gar nicht an die Charaktere herangeführt wurde waren die mir auch vollkommen schnuppe. Ganz anders da Teil 2 der Reihe. Da hat man die ersten Minuten oder Stunden erstmal mit dem jungen Ezio verbracht. Die Familie kennengelernt usw. Dadurch hatte man direkt Bezug zu dem Charakter und hat mitgefiebert was wohl als nächstes passiert.

So ist es auch bei Uncharted. Man kennt die Charaktere jetzt schon so lange und selbst der neue Charakter, der Bruder, wird durch die Zeitsprünge ordentlich in das Game eingeführt. So wünsch ich mir das.

Das ist auch der Grund warum Witcher 3 für mich so genial war. Die haben es geschafft trotz Sammelzeug (? + Hexerausrüstung) die Hauptstory und vor allem auch die Nebenmissionen so zu gestallten das es einen riesen Spaß gemacht hat. Selbst wenn man nur den Missionen folgte (Haupt und Neben) konnte man locker seine 60 Std. zocken. Die haben also die Verbindung zwischen Open World Game und Storybasierten Spiel perfekt geschafft. Aber selbst hier habe ich nicht alle Fragezeichen in Skellige gesammelt. :)
 
Du sagst zum einen, die Kolumne sei subjektiv (weil's halt eine Kolumne ist), kritisierst aber auf der andern Seite die fehlende Objektivität? :confused:

Weil es fast schon reißerisch geschrieben ist. Mit dem Finger auf einen anderen zeigen und das Andere zum Himmel loben ist subjektiv hoch zehn. Geschmäcker sind unterschiedlich. Aber gerade der letzte Absatz des Artikels sieht für mich so aus, als würde RotTR absoluter Schrott sein. Das ist fast das Gleiche wie Metacritic-Wertungen von Usern, die dem Spiel 0/10 geben. Bitte was? Das sind in meinen Augen einfach nur Hater, die beleidigt sind, weil sie nicht das bekommen haben, was sie mögen oder generell ein Problem mit einer Marke haben...und RotTR ist beileibe kein Assassins Creed, wo es jedes Jahr eine neue Version gibt oder sowas wie FIFA, wo einem ein Upgrade zum Vollpreis verkauft wird. Das finde ich viel schlimmer!
 
Es sind bis jetzt genug Tomb Raider Spiele erschienen, so dass man weis, was man erwarten kann. Sicher, Tomb Raider hat mit dem Reboot 2013 viel von Uncharted gelernt. Davor war Tomb Raider sehr dünn von der Story her und beschränkte sich fast nur auf die Schatzsuche. Ich finde Crystal Dynamics ist es gut gelungen, eine Story mit einzubringen. Dafür das es halt mehr als ein Storygame a'la Heavy Rain ist, was schon eher ein interaktiver Film ist.
Ich finde im Gegenteil die Pre-Reboot-Teile der Serie besser, insbesondere Legend, Underworld und Anniversary. Das sind Spiele, die ich immer mal wieder spiele, weil ich einfach diese weniger story- und kampflastige Entdecker-Atmosphäre dieser Spiele reizvoller finde. Darüber hinaus finde ich die "alte" Lara als Charakter sympathischer. Ich habe beide Reboot-Teile auch gerne gespielt, aber ich sehe keinen Grund, sie ein zweites Mal zu spielen.

Zu Uncharted 4: Die Story und Grafik finde ich toll, aber das "geniale" Gameplay sehe ich nicht. Die Kletterpartien sind offensichtlich und flach (linear, kein Such-/Rätselcharakter), das können die älteren Tomb Raider Teile und die Ezio-Reihe von Assassins Creed besser. Und manuelles Zielen im Kampf mit Controller finde ich persönlich einfach ätzend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wenn hier behauptet wird, daß der gute Nathan am Ende der Geschichte immer noch NUR sogut wie das gleiche kann, wie am Anfang, dann finde ich das aber auch ein bisserl armselig und erst recht unrealistisch.
Es gibt doch wohl die simple Weisheit "Learning by doing" bzw. "Übung macht den Meister" -
...
Und unser Nathan - je nach Spieler - schiesst öfters - oder schlägt öfters - oder hüpft öfters usw. als andere Tätigkeiten, welche ihm helfen, die nächste Aufgabe zu erfüllen, dann sollte man doch meinen, daß nach einer gewissen Zeit dieser Nathan entweder besser schiessen lernt oder besser schlagen lernt oder besser hüpfen lernt usw.
Wenn also in diesem Spiel Nathan NICHTS dazulernt, dann finde ich dies unrealistischer, als wenn hier doch auch ein Erfahrungssystem (natürlich können diese Systeme evtl. auch übertrieben eingestellt sein, aber es sind ja nur Spiele, also erdachte Fantasiegebilde und in diesen Spielen zockt man vielleicht 20 Stunden, aber die Spielfigur hat vielleicht einen Zeitraum von mehreren Jahren durchlebt - also muss z.B. in 20 Stunden Echtspielzeit die Erfahrungssteigerung auch gestrafft dargestellt werden) eingebaut wäre - je nach Geschmack und Spielvorliebe des jeweilen Gamers .... ;)

Ein Nathan Drake klettert und schießt in einem Uncharted 4 aber auch nicht zum ersten mal. ;-) Da wäre es schon fast lächerlich wenn er plötzlich noch Fähigkeiten dazulernt (damit will ich jetzt nicht sagen dass man ab Mitte 30 nicht mehr lernfähig ist). Eher müsste er wohl körperlich abbauen, dem Alter geschuldet. Das wäre doch auch mal eine nette Abwechslung in einem Spiel, ein Downgrade System einzubauen. ^^

Du willst da rüber springen? Junge, Du bist inzwischen nicht mehr der Jüngste, such dir nen anderen Weg.
Den Hünen willst Du im Nahkampf stellen? Denk an Deinen Körper, erschieß ihn einfach!


:ugly:


Mich nerven diese aufgezwungenen Upgrade Systeme auch. Far Cry 3 z.B. hab ich aktuell für Uncharted 4 unterbrochen, hab aber eigentlich nach 20 Spielstunden auch gar keine Lust mehr drauf. Es bietet einfach nichts neues mehr. Die Story ist lächerlich und wird durch die vielen Upgrades noch viel lächerlicher (Tourist mutiert zu Rambo der ein ganzes Camp mit Instakill Kombos einnimmt :rolleyes: ).
Und dann noch dieser Sammelwahn, töte 357 Tapire damit Du eine zusätzliche Waffe tragen kannst, 33 Schweine um mehr Geld mitnehmen zu können (dabei tötet man Hunderte Gegner denen man einfach die Ausrüstung abnehmen könnte :-S )...

Da ist mir so ein Straightforward Uncharted 4 oder ein Last of Us mit sinnvollen Crafting Möglichkeiten doch wesentlich lieber.
 
Ein Nathan Drake klettert und schießt in einem Uncharted 4 aber auch nicht zum ersten mal. ;-) Da wäre es schon fast lächerlich wenn er plötzlich noch Fähigkeiten dazulernt (damit will ich jetzt nicht sagen dass man ab Mitte 30 nicht mehr lernfähig ist). Eher müsste er wohl körperlich abbauen, dem Alter geschuldet. Das wäre doch auch mal eine nette Abwechslung in einem Spiel, ein Downgrade System einzubauen. ^^

Du willst da rüber springen? Junge, Du bist inzwischen nicht mehr der Jüngste, such dir nen anderen Weg.
Den Hünen willst Du im Nahkampf stellen? Denk an Deinen Körper, erschieß ihn einfach!


:ugly:
https://www.youtube.com/watch?v=bwGg_F7s7xg

:ugly:
 
gschmacksache. mir ist eine erkundbare welt in abenteuerspielen, die um schatzsuche gehen lieber als fest gescriptete schlauchlevel, wie sie in uncharted zumindest üblich waren. darüber hinaus finde ich, dass eine frei begehbare welt nicht als balast empfunden werden sollte, wenn doch die nebenmissionen allesamt optional sind.
 
gschmacksache. mir ist eine erkundbare welt in abenteuerspielen, die um schatzsuche gehen lieber als fest gescriptete schlauchlevel, wie sie in uncharted zumindest üblich waren. darüber hinaus finde ich, dass eine frei begehbare welt nicht als balast empfunden werden sollte, wenn doch die nebenmissionen allesamt optional sind.

Eine frei begehbare Welt, in der selbst Nebenmissionen optional sind und sonst nix zu tun ist, kann man nur als Balast empfinden. Dann ist Open-World nur ein Alibi, um den Umfang auszuweiten. Mir geht dieser Open-World-Wahn in heutigen Spielen sehr auf den Keks, weil bis auf ein paar gute Ausnahmen der Open-World-Aspekt einfach nur langweilig is und einen durch die Eintönigkeit und Langweiligkeit aus dem Zusammenhang des Spielgeschehens reißt. Selbst in Abenteuer-Spielen, in denen es um Schatzsuche geht, macht Open-World und Schatzsuche nur Sinn, wenn diese einen positiven Beitrag zum Hauptaspekt des Spiels beitragen. Einfach nur Statuen und Medaillen sammeln der Punkte wegen ist ein Witz. Wo soll da der Anreiz sein?
 
Eine frei begehbare Welt, in der selbst Nebenmissionen optional sind und sonst nix zu tun ist, kann man nur als Balast empfinden. Dann ist Open-World nur ein Alibi, um den Umfang auszuweiten. Mir geht dieser Open-World-Wahn in heutigen Spielen sehr auf den Keks, weil bis auf ein paar gute Ausnahmen der Open-World-Aspekt einfach nur langweilig is und einen durch die Eintönigkeit und Langweiligkeit aus dem Zusammenhang des Spielgeschehens reißt. Selbst in Abenteuer-Spielen, in denen es um Schatzsuche geht, macht Open-World und Schatzsuche nur Sinn, wenn diese einen positiven Beitrag zum Hauptaspekt des Spiels beitragen. Einfach nur Statuen und Medaillen sammeln der Punkte wegen ist ein Witz. Wo soll da der Anreiz sein?

Wenn sich die Entwickler immer nur die immer gleiche Ubisoft-Openworld-Formel zum Vorbild nehmen, wird es natürlich schnell langweilig und die Nebenaufgaben repetitiv. Wenn man eine Open World aber mit Leben füllt, sie gut designt, viele interaktive Elemente, interessante Aufgaben und Dinge zum Entdecken einbaut und sie nicht ZU großflächig gestaltet, dann sehe ich darin eigentlich nur Vorteile.

Mir persönlich macht es einfach keinen Spaß einen (wenn auch grafisch schön designten) Tunnel von einem zum nächsten Scriptevent zu laufen und dazwischen ein paar Gegner zu braten. Ich liebe es in erster Linie in Spielen eine atmosphärische, abwechslungsreiche Spielwelt zu erkunden, Neues und Interessantes zu entdecken, ohne dass mir dabei alles vorgekaut wird mit Kartensymbolen oder schwebenden Questmarkern, die mir jederzeit sagen "da ist etwas hinter diesem Haus". Das muss keine gigantische Open World a la The Witcher 3 oder GTA V sein, aber es sollten schon kleinere, aber frei begehbare Gebiete sein, in denen es auch abseits der Wege viel zu entdecken gibt. Ne Story mit Zwischensequenzen an bestimmten Eckpunkten des Spiels ist schön, auch umfangreiche Dialoge mag ich gerne (nicht nur aus Storygründen, sondern auch um mehr über die Spielwelt und deren Bewohner zu erfahren), aber letztendlich will ich doch am liebsten die Zeit mit Zocken verbringen, ohne dass mir das Spiel ständig die Kontrolle entreißt und mir sagt "da darfst du nicht hin weil dort geht's lang".
 
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