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Test zu Cloudpunk: Cyberpunk-Spaß mit Voxel-Optik

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Zum Artikel: Test zu Cloudpunk: Cyberpunk-Spaß mit Voxel-Optik
 
"Das wird spätestens zu dem Zeitpunkt klar, als die Protagonistin bemerkt, dass sie gerade eine Bombe ausliefert." Danke für den Spoiler.
 
Danke für den Spoiler.

Ist kein großer Spoiler, fast im gleichen Moment wo man das Paket bekommt ahnt man als Spieler eigentlich schon was das ist.. wenn man die gängigen Klischees richtig interpretiert.

"Die Steuerung unseres ersten HOVAs funktioniert gut und fühlt sich flüssig an."

Uff.. ich finde schon der erste steuert sich wie ein Haufen Rotz.

Das ist überhaupt eines der Hauptprobleme des Spieles. von der MECHANIK her macht nix an dem Ding wirklich Spaß (Atmosphäre und Story sind dagegen was ganz anderes.)

"Toll geschriebene und vertonte Dialoge"

Uff.

Uff, Uff, Uff....

Also, es gibt einige Sprecher, die sind wirklich gut (Camus, die "Hunde" KI die einen laufend begleitet mit an vorderster Front).

Andere sind mittelmäßig, andere klingen wie begabte Amateure.

Von den Aufnahmen her klingt es teilweise wie unter wechselnden Bedingungen zusammengeschnitten... dass die Übergänge zwischen den Sprechern nicht passen ist da nur eine Sache, passiert zugegebenermaßen aber auch aufwendigeren Produktionen.

Aber WAS mich stört ist der Hauptcharakter.. die klingt wie erfolgreich mehrfach sediert.

Sorry, aber in meinen Ohren klingt die so teilnahmslos und mit wenig Emotion drin.. die Sprecher, die Androiden im Spiel verkörpern kommen manchmal deutlich menschlicher rüber als sie,
und sie ist ja geradezu die Anti-These der Nivalis Bewohner.

Das hätte ich angekreidet. So toll manch anderes auch ist, aber es ist ingesamt ein sehr durchwachsenes Werk nach meinem bisherigen Spielstand. Aber ich bezweifle dass ausgerechnet die Steuerung und das Voice-Acting jetzt noch besser wird.
 
Habe es jetzt durch und muss sagen ich war schon lange nicht mehr so von einem Spiel enttäuscht. Das einzig positive ist das Artdesign, die Atmosphäre ist super, keine Frage. Aber das wars auch schon. Die Charaktere sind absolute Stereotypen, ich fand keinen besonders interessant, inklusive der Hauptcharakters. Man erfährt so gut wie nichts über sie und was man erfährt, kommt viel zu spät. Die Dialoge wirken konstruiert und amateurhaft geschrieben, entweder sind sie sinnlos und leidlich komisch, oder man versucht oberflächlich die üblichen Cyberpunk Themen abzuhaken, aber ich war zu keinem Zeitpunkt gefesselt. Oft muss man sich einen ewigen Dialog anhören und warten weil erst danach das Ziel bekannt gegeben wird.

Die Vertonung ist mitunter das schlechteste was ich in letzter Zeit gesehen habe, emotionslos und amateurhaft. Ein kleines Mädchen wurde von einer erwachsenen Frau gesprochen und die Tonhöhe angehoben, so dass sie sich wie auf Helium anhört. Ich war echt perplex, sowas reißt einen sofort aus der Immersion, jedes Mal wenn sie spricht...

Auch sonst von der Spielmechanik her bietet das Spiel eigentlich nichts. Keine Abwechslung im Missionsdesign, immer nur fahre von A nach B. Die Steuerung der HOVAs ist passabel, aber Spaß macht es nicht, besonders nicht wenn man ewig nach einem Parkplatz sucht und dann hakelig einparkt. Das führt mich zu den Zu-Fuß-Passagen, die mich jedesmal nervten. Man ist gefühlt ein Drittel des Spiels zu Fuß, muss ewig zum Ziel laufen, bleibt ständig überall hängen, muss teilweise auf Aufzüge warten, und nach der Lieferung den ganzen Weg wieder zurück, ich verstehe nicht was man sich dabei gedacht hat. Sammelwahn gibts auch, leider sieht man die Gegenstände kaum in der Spielwelt und muss sich nach den Markierungen auf der Karte orientieren, manchmal selbst wenn man direkt davor steht.

Generell vermisse ich Abwechslung. Nicht nur im Missiondesign sondern auch in den Umgebungen, die zwar wirklich gut designed sind, aber die Stadtteile sich letztlich doch sehr ähneln, selten sieht man wirklich markante Gebäude, so dass auch die Orientierung sehr schwer fällt. Dass die Karte dabei immer nur einen Teil der Stadt zeigt und es keine komplette Karte gibt macht es noch schlimmer.

Es spricht ja nicht dagegen hieraus kein GTA zu machen mit Action und mehr Interaktionsmöglichkeiten sondern sowas wie NeoCab, aber dann muss auch die Story und die Charaktere stimmen, was hier leider nicht der Fall ist. Der ganze Fokus der Entwickler war hier wohl das Design der Stadt, an der hat man sich nach circa einer Stunde satt gesehen, danach nervt einfach alles nur und man hat das Gefühl das Spiel verschwendet Zeit. Schade, es wäre wirklich viel mehr drin gewesen...
 
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