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Studie zur Software-Piraterie: Ausmaß geringer als die Industrie behauptet

Nur um das, mal wieder, klar zu stellen: Es gibt keine Raubkopien! Es gibt nur Schwarzkopien. Raub beinhaltet nämlich sowohl ein gewaltsames Vorgehen, als auch einen tatsächlichen Verlust eines Gutes.
Nichts davon trifft bei Schwarzkopien zu, oder geht einer von euch ins CD-Presswerk von EA, klaut dort den Originaldatenträger wärend er 3 Mitarbeiter zusammenschlägt und vertreibt dann ein Spiel im Netz welches EA dadurch für immer verlorgen gegangen ist?
Nö.

Aber gut, zurück zum Thema.
Die Studie ist, wie alle Studien in dem Bereich, sehr interessant zu lesen. Und die Schlüsse die gezogen werden erscheinen logisch, auch wenn eine Hochrechnung auf den Gesamtmarkt immer schwierig ist. Im Endeffekt erscheint es mir allerdings immer so, als ob Puplisher(/Industrie) davon ausgehen dass jede Schwarzkopie zu Geld gemacht werden könnte, was pure Augenwischerei ist. Das ist so als ob man behaupten würde jeder Autodieb würde sich selbst einen Mercedes kaufen wenn er ihn nicht stehlen könnte. Die Wahrheit liegt also, wie so oft, irgendwo dazwischen und man wird sie statistisch nie ganz darstellen können.

Was meiner Meinung noch dazu gesagt gehört ist eigentlich nur - die Industrie hat diese Problem nicht ohne Grund. Hätte mit aufkommen des Breitbandinternets nicht plötzlich diese Patch-Politik angefangen, hätten die Puplisher sich sofort um die Probleme ihrer Spiele gekümmert und nicht erstmal ne Runde am nächsten Teil der Serie gebastelt, wäre nicht diese "Wir-kümmern-uns-später-darum"-Mentalität aufgekommen und wären die Puplisher nicht so arrogant im Kundenservice gewesen gäbe es diese Problem heute vielleicht nicht, oder in geringerem Ausmaß.

Haha, natürlich ist es leicht von mir eine solche Behauptung aufzustellen, denn nachweisen lässt sich das heutzutage eh nicht mehr. Aber es gibt nunmal keine Reaktion ohne vorhergehende Aktion.

Um es auf den Punkt zu bringen: Schwarzkopien sind sicherlich ein Problem, aber sie haben sich nunmal etabliert und werden kaum noch wegzubringen sein. Als international tätiger Konzern sollte man aber besser an einer Lösung arbeiten die von Schwarzkopierern ausgeht, als rum zu heulen und jegliche Schuld auf diese Leute zu schieben. In jeder anderen Branche der Welt gibt es auch Verlustprobleme - Verderb, Verschleiß, Verunreinigung,.. - die Leben damit ohne zu heulen, das sollten Puplisher auch tun.
 
Nur um das, mal wieder, klar zu stellen: Es gibt keine Raubkopien! Es gibt nur Schwarzkopien. Raub beinhaltet nämlich sowohl ein gewaltsames Vorgehen, als auch einen tatsächlichen Verlust eines Gutes.
Glaubst Du, das interessiert außer irgendwelchen Jura-Heinis oder Korinthenkackern und ein paar selbsternannten Aktivisten jemanden auch nur einen Deut, ob "Raub" nun rein rechtlich Gewalt voraussetzt oder nicht? ^^ Raubkopie beschreibt umgangssprachlich nun mal einen bestimmten Vorgang, bei dem jeder weiß, worum es geht, und jeder Idiot weiß auch, dass das nicht mit Gewalt einhergeht und auch nicht ein Datenträger dabei entwendet wird - außer vlt ein Jurist, der 40 Jahre im Koma lag, der wird denken, dass eine Raubkopie ein Vorgang ist, bei dem eine Person mit Waffengewalt in einem Kopiershop kostenlose Kopien verlangt... :ugly: Daher ist es auch schnurzegal, ob man das nun so nennt oder nicht. Und nein: das Wort "raub" dramatisiert den Vorgang nicht, weil eben jeder normale Mensch weiß, worum es sich bei einer Raubkopie handelt, somit kann man es logischerweise auch nicht überdramatisieren... Wenn man jetzt dazu auch noch mit neuen Begriffen wie "Schwarzkopie" ankommt, nur weil man Erbsenzähler ist, verwirrt das nur.

Genau wie zB bei "Amoklauf" - rein wissenschaftlich ist kaum eine Tat, die öffentlich so benannt wird, wirklich ein Amoklauf. Aber wenn "man" etwas so nennt, weiß trotzdem jeder, was gemeint ist.


@Topic: dass die Industrie natürlich übertreibt, ist klar. Aber man kann nicht von der Hand weisen, dass durchaus nicht wenige sich Dinge "kostenlos besorgen", die sie früher gekauft hätten. Grad bei Musik sieht man das auch bei den Verkaufszahlen, wobei da sicher auch dazukommt, dass grad die vermarkteten Dinge austauschbar sind, so dass es kaum einen Anreiz gibt, sich mal was zu kaufen: es ist eh alles das gleiche... ähnlich auch bei vielen Spielen. Aber dramatisch ist das Phänomen "Raubkopie" vor allem in "Subkulturen", da ist es wirklich sehr zu spüren, wenn sich viele die CD nicht mehr holen, nur weil sie - auch dank sozialen Netzwerken - Leute mit dem gleichen eher seltenen Musikgweschmack kennen, "Freunde", von denen sie das Album dann bekommen. Aber trotzdem kann man natürlich nicht einfach hingehen und sagen, dass zB jeder im Schnitt pro Jahr 5 Musikalben und 10 Filme als Kopie bekommt und somit dann automatisch 5 mal 15€ plus 10 mal 20€ an Einnahmen für die Industrie verloren gegangen sind.

Dazu kommen auch Dinge wie YouTube, zB ein Kumpel von mir hat seit 2 Jahren DSL und nutzt seitdem auch YouTube - und hat seitdem keine einzige CD mehr gekauft... Früher hat er alle 2 Monate eine CD geholt, aber jetzt nicht mehr, ihm reichen die Songs per YouTube über seine 20€-Boxen... :-B
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Herbboy

"Raubkopie" und "Raubkopierer" sind, genauso wie "Killerspiel", in erster Linie politisch motivierte Begriffe, um zu polemisieren und zu diffamieren. Geschaffen von Killerpolitikern und Raubbetriebswirten ^^

Und bei den Musikverkäufen hört man doch ständig neue Rekorde bei den MP3-Verkäufen. Ich denke auch nicht, daß dort gerade Subkulturen unter Schwarzkopien leiden. Gerade da sind die Konsumenten sich eher bewußt, daß sie ihre Lieblingsinterpreten kaputt machen, wenn sie die Musik nicht kaufen. Ohne Geld können die schließlich nichts mehr produzieren.
Deswegen werbe ich ja bei HipHop auch immer dafür, daß man den sich anderweitig besorgen sollte und nicht kaufen :p ;)
 
@ Herbboy

"Raubkopie" und "Raubkopierer" sind, genauso wie "Killerspiel", in erster Linie politisch motivierte Begriffe, um zu polemisieren und zu diffamieren. Geschaffen von Killerpolitikern und Raubbetriebswirten ^^
Das Wort "Raubkopie" gab es schon lange bevor es von Politik und Medien usw. groß zum Thema gemacht wurde, und selbst wenn nicht: glaubst Du wirklich, dass es Leute gibt, die das Thema gelassener sehen würden, nur weil als Wort "Schwarzkopie" statt "Raubkopie" verwendet würde, bzw. dass sie eine "Schwarzkopie" schlimmer finden, wenn sie "Raubkopie" heißt ? Ich glaube das nicht?

Und bei den Musikverkäufen hört man doch ständig neue Rekorde bei den MP3-Verkäufen. Ich denke auch nicht, daß dort gerade Subkulturen unter Schwarzkopien leiden. Gerade da sind die Konsumenten sich eher bewußt, daß sie ihre Lieblingsinterpreten kaputt machen, wenn sie die Musik nicht kaufen. Ohne Geld können die schließlich nichts mehr produzieren.
Deswegen werbe ich ja bei HipHop auch immer dafür, daß man den sich anderweitig besorgen sollte und nicht kaufen :p ;)
ja, es wird wieder besser - aber es sind echt viele Band und Labels nur noch mit ihrer Musik als Hobby unterwegs, weil wirklich vor allem Umsätze aus CDs wegbrechen. Und die Musik als MP3 ist da teils schwer zu vermarkten, wobei das bei HipHop vlt noch einfacher ist, da diese Musik viele sehr junge Fans hat, die mit MP3 kein Problem haben - bei anderen Genres sieht das aber nicht so rosig aus...
 
Ist doch immer so im Leben. Man braucht einen Bösewicht, selbst wenn er erfunden ist, damit man diverse Gängelungen und Überwachungen durchsetzen kann. Damit wird versucht jede Gängelung zu legimitieren. Ist wie im RL, da wird die Angst vorm bösen Terroristen, der hinter jeder Ecke lauert, doch auch andauernd geschürt, damit man überall Kameras aufbauen kann, um die Leute noch mehr überwachen und kontrollieren zu können.
Deshalb braucht man immer einen Bösewicht, weil wenn jemand was dagegen sagt, dann können sie argumentieren: "Aber dann kommt der böse Raubkopierer, der böse Terrorist und bringt uns alle um." Dann hat man nur schwere Argumente dagegen und das wollen sie ja ;-)
hätte ich nicht besser ausdrücken können :-D
dieses spielchen ist ja nichts neues, das spielen die menschen schon seit jahrtausenden....und noch immer fallen genug leute darauf rein oO
 
Nur um das, mal wieder, klar zu stellen: Es gibt keine Raubkopien! Es gibt nur Schwarzkopien. Raub beinhaltet nämlich sowohl ein gewaltsames Vorgehen, als auch einen tatsächlichen Verlust eines Gutes.
Nichts davon trifft bei Schwarzkopien zu, oder geht einer von euch ins CD-Presswerk von EA, klaut dort den Originaldatenträger wärend er 3 Mitarbeiter zusammenschlägt und vertreibt dann ein Spiel im Netz welches EA dadurch für immer verlorgen gegangen ist?
Nö.


Bring mich bloß nicht auf dumme Ideen :-B
 
Das Wort "Raubkopie" gab es schon lange bevor es von Politik und Medien usw. groß zum Thema gemacht wurde, und selbst wenn nicht: glaubst Du wirklich, dass es Leute gibt, die das Thema gelassener sehen würden, nur weil als Wort "Schwarzkopie" statt "Raubkopie" verwendet würde, bzw. dass sie eine "Schwarzkopie" schlimmer finden, wenn sie "Raubkopie" heißt ? Ich glaube das nicht?

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber der Begriff kam glaube ich Ende der 80er/Anfang der 90er auf. Also in der Zeit, wo die Mehrheit der Software proprietär und nicht mehr frei vertrieben wurde. Er is reine, durch die Industrie geschaffene, Polemik. Ein Kampfbegriff der ausdrückt, daß keine sachliche Diskussion zu dem Thema erwünscht ist.

ja, es wird wieder besser - aber es sind echt viele Band und Labels nur noch mit ihrer Musik als Hobby unterwegs, weil wirklich vor allem Umsätze aus CDs wegbrechen. Und die Musik als MP3 ist da teils schwer zu vermarkten, wobei das bei HipHop vlt noch einfacher ist, da diese Musik viele sehr junge Fans hat, die mit MP3 kein Problem haben - bei anderen Genres sieht das aber nicht so rosig aus...

Irgendwie widersprichts du dir hier. Ich würde ja eher behaupten, daß die Leute, die keine Probleme mit dem Erwerb von MP3s haben, auch weniger Berührungsängste mit dem Download aus anderen Quellen haben. Die alten Metal-Fans z.B., die gern die CDs ihrer Lieblingsgruppen im Regal stehen sehen, werden wohl kaum für sinkende CD-Verkäufe sorgen. Was für Subkulturen bzw. Bands meinst du denn im speziellen?

Mal abgesehen davon gibt es kein Anrecht darauf, mit Musik Geld zu verdienen. Bei der ganzen 0815-Fahrstuhlmusik ala Dieter Bohlen, die man aktuell so im Radio hört, wundert es mich nicht, wenn die Leute das nicht kaufen.
 
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