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Steam-Spiele zu teuer? Indie-Entwickler verteidigt Preis von 20 € / 40.000 Arbeitsstunden

Wieviel Stunden Spielzeit pro Euro sind denn angemessen?

Als ich noch jung und knusprig war und Spielhallen noch gang und gäbe spielte ich jeweils mit einem Euro zusammen mit meinem damaligen besten Freund Double Dragon von Anfang bis Schluss durch. Das nahm etwas mehr als eine Stunde in Anspruch. Und natürlich mussten wir beide eine Menge Lehrgeld bezahlen, bis wir alle Kniffe gelernt hatten und uns am Ende um die Blondine prügeln konnten. :-D

Wie dem auch sei, seit damals gilt bei mir als Grunddevise 1 Euro = 1 Stunde spielen. Selbstverständlich gibt es dazu auch Ausnahmen, aber alles in allem versuche ich mich daran zu halten bzw. bewerte im Nachhinein ein Spiel entsprechend der Spielspassdauer.

Da kann der Indie-Entwickler noch lange vorrechnen, was es gekostet hat. Ich entscheide, was es mir wert ist.
 
Ich fand ja den Part wo er aufgezählt hat was 5 Jahre dauert ein gutes Stück unterhaltsamer :-D

Here is a list of things that also take about 5 years to do:

  • get a PhD
  • get married and have two children
  • earn $72,000 at the US minimum wage (pre-tax)
  • win the election and serve a term as President of the United States
  • fight World War I
  • develop from an embryo into a person who can speak in complete sentences
  • fail to qualify for the Olympics, twice
  • start drinking too much and gain 20lbs because of stress from starting a company and building a game for 5 years
  • watch all 262 episodes of Two and a Half Men (we do not endorse doing this)

Ich hab mir damals Skyrim für 20 € (Vollpreis zu dem Zeitpunkt) gekauft und danach eigentlich fast nur noch Spiele im Sale, außer Spiele auf die ich besonders gespannt war. Und genau da ist wieder dieser Punkt mit dem Interesse. Man legt selbst den Preis fest, den man bereit ist zu zahlen. Nicht der Hersteller. Wenn für mich ein Preis zu hoch ist, dann wirds halt einfach nicht gekauft.
 
Das Spiel kenn ich nicht, aber ich habe schon das Gefühl, dass nicht nur manche Entwickler (Season Pass 50 Euro), sondern auch manche Spieler das Gespür für den Preis verloren haben. Manche wollen am Besten alles nur noch für 5 Euro.
Wenn das Spiel das Geld wirklich wert ist, dann sollte man es unterstützen, deswegen kauf ich trotz Schnäppchenaktionen immer auch noch Vollpreisspiele.
 
Den US-Preis von 20 Dollar (in Deutschland: 20 Euro) verteidigt Stellar Jockeys, indem das Studio im Forenbeitrag Gegenstände auflistet, die mehr als 20 Dollar kosten. Darunter eine Unterhose von Calvin Klein, ein Toiletten-Pümpel und ein Nickelback-Poster.
Blödere/falschere Beispiele konnten die jetzt nicht finden? Für 20 Euro krieg ich nen ganzen Stapel Unterhosen und fast schon ein Dutzend Pümpel ...
 
Ob ein Spiel das Geld wert is, zeigen nich die Arbeitsstunden oder so ein Quatsch, sondern viel mehr die Qualität des Spieles selbst. Wenn ein Spiel begeistert, dann zahle ich gerne dafür. Beste Beispiele dafür sind für mich ARK: Survival Evolved und Rocket League. Bei diesen Spielen hatte ich schon so viele Stunden Spaß, dass ich keinen Cent bereue ausgegeben zu haben.
 
Es gibt zwei Blickrichtungen auf diese Frage.
1. Unternehmensicht: Ja der Preis könnte entsprechend gerechtfertigt sein. Eine Senkung würde den Umsatz womöglich zu ungunsten der Entwickler beeinflussen. Demenstprechend auch die Nennung der Gegenstände für den gleichen Wert, sprich die sogenannten Opportunitätskosten.
2. Sicht des Käufers: Hierbei kommt es bei der Frage nach Rechtfertigung, wie hier auch schon erwähnt, nicht auf den Gewinn des Unternehmens an, sondern auf die Kosten/Nutzen Rechnung der Spieler im Bezug auf Spielzeit und Spielspaß.

Zusammengefasst ist der Vorfall also ein schlechter Versuch potenziellen Käufern ein Spiel zu rechtfertigen, indem man versucht zu zeigen, dass das Unternehmen sonst nicht genug Gewinn macht. Vielmehr hätte man aufzeigen sollen wie viel Spielspaß und vorallem Spieldauer es bietet.
 
Etwas off-topic, aber apropos Indie: Auf ZDF Info läuft gerade "Väter der Pixel-Monster". Einschalten!
 
Steht doch auf der Produktseite. :confused:

Mit der gleichen Begründung kannst du auch sagen "Ist doch logisch, dass die Geld machen wollen." ;)
Es ging mir darum zu sagen, dass es WENN sie schon ihren Preis vor der Öffentlichkeit rechtfertigen, dann besser aus der Sicht der Käufer und nicht des Unternehmens.
 
Ich halte von dieser Geiz ist geil-Mentalität nicht sonderlich viel, welche sich da mittlerweile etabliert hat. Natürlich bin ich auch nicht scharf darauf, Mondpreise auszugeben oder in DLC-Abzockfallen zu tappen, doch wenn ich mich auf ein Spiel schon richtig lange freue und es sich nicht als Gurke erwiesen hat, dann wird es auch zum Vollpreis gekauft. So einfach ist das.
 
Man muss es auch hier im Forum kritisch sehen, wenn schon im Vorfeld und im Rahmen erster News die Kommentare kommen..." Hole ich mir im Sale für einen Fünfer"... etc.
Das mag im Einzelfall absolut in Ordnung sein, wirkt aber manchmal arg überzogen. Es gibt ja auch noch die Möglichkeit zum soliden Kurs ( 30 - 40 €) zu kaufen, wenn man sich für ein Spiel interessiert.
 
Die meisten Preise bin ich ohne weiteres bereit zu bezahlen.
Was mich aber wirklich schockiert hat, waren die 40 (oder 45?) Euro, die die Numenera-BETA(!) kostet. Das ist ein Preis, den ich einfach nur als frech empfinde.
 
Gibt es eine Statistik, die zeigt wie sich die Ausgaben pro Spieler im Schnitt die letzten jahre entwickelt hat (also xx,xx€ pro Jahr / verkauften Anzahl)?
 
Jeder soll selbst entscheiden, wieviel Geld das Spiel für ihm/ihr wert ist. Was ich aber nicht verstehe, sind negative Kritiken/Bewertungen gute Spiele, nur aufgrund des Preises.
So hat z.b. ein Dariusburst bei Steam aktuell 88% positives Feedback. Geht man die negativen Kritiken durch, kann man schon abschätzen, dass von den 12% bestimmt über die Hälfte aufgrund des hohen Preises hier eine negative Bewertung abgegeben haben.
Es wurde doch keiner gezwungen, das Spiel zu kaufen, und auch hier gab es schon Rabatt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jeder soll selbst entscheiden, wieviel Geld das Spiel für ihm/ihr wert ist. Was ich aber nicht verstehe, sind negative Kritiken/Bewertungen gute Spiele, nur aufgrund des Preises.
So hat z.b. ein Dariusburst bei Steam aktuell 88% positives Feedback. Geht man die negativen Kritiken durch, kann man schon abschätzen, dass von den 12% bestimmt über die Hälfte aufgrund des hohen Preises hier eine negative Bewertung abgegeben haben.
Es wurde doch keiner gezwungen, das Spiel zu kaufen, und auch hier gab es schon Rabatt.

Nun, ein gefühlt zu hoher Preis ist durchaus etwas negatives, das man auch so benennen darf. Ehrlich gesagt finde ich beim von Dir genannten Spiel den Preis ebenfalls weit oberhalb der Schmerzgrenze - und ich frage mich, ob die Verkaufszahlen (gem. Steamspy bei ca. 8500 Stück) nicht wesentlich besser wären, wenn das Spiel auch einen kundenfreundlicheren Preis hätte.
 
Nun, ein gefühlt zu hoher Preis ist durchaus etwas negatives, das man auch so benennen darf. Ehrlich gesagt finde ich beim von Dir genannten Spiel den Preis ebenfalls weit oberhalb der Schmerzgrenze - und ich frage mich, ob die Verkaufszahlen (gem. Steamspy bei ca. 8500 Stück) nicht wesentlich besser wären, wenn das Spiel auch einen kundenfreundlicheren Preis hätte.

Das mag durchaus sein, andererseits ist das Spiel auch größer als die meisten anderen shoot em ups. Und das Spiel kaufen, nach 30 minuten aufgrund des Preises negativ bewerten, ist halt auch grenzwertig.
 
Das mag durchaus sein, andererseits ist das Spiel auch größer als die meisten anderen shoot em ups. Und das Spiel kaufen, nach 30 minuten aufgrund des Preises negativ bewerten, ist halt auch grenzwertig.

Ich habe jetzt mal sämtliche negativen Kritiken gelesen und fand lediglich eine, welche sich ausschliesslich über den Preis auslässt. Die anderen Kritiken erscheinen mir indes... vernünftig - beurteilen kann ich sie nicht, da ich das Spiel selbst nie gespielt habe (ausser damals in den Spielhallen...). Und was die 30 Min. anbelangt: Nun, wenn man einen Refund will, dann muss schon auf die Zeit achten, die man tatsächlich spielt, sonst ist das Geld weg...
 
Ich bin ja eigentlich auch dafür, dass man gutes Geld für gute Games zahlen soll.
Nur habe ich und wohl auch andere das First World Problem, dass es schlicht zu viele gute Spiele gibt.
So fällt es schon schwer die Bibliothek abzuarbeiten, welche man sich bei diversen Sales zugelegt hat.
Und bis man die durch hat, sind die Games, welche jetzt aktuell sind, mindestens schon drei mal in einer weiteren Aktion gewesen.

Soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, weil ich auch ältere Games noch spiele?
Das Problem ist wohl wirklich auch da zu suchen, dass der Preiszerfall extrem schnell von statten geht.
 
Irgend so ein Japan-Game gibt es bei Steam für 99 EUR. Kritik ist da schon angebracht.

Was mich aber bei Steam stört, daß man nur 1 oder 0 voten kann (gut oder schlecht). Keine Zwischenwertungen. Imho wäre mindestens ein Ranking von 0 bis 5 notwendig um aussagekräftig genug zu sein. Im aktuellen Status ist manches Pro zu gut und manches schlecht zu schlecht.
 
Die meisten Preise bin ich ohne weiteres bereit zu bezahlen.
Was mich aber wirklich schockiert hat, waren die 40 (oder 45?) Euro, die die Numenera-BETA(!) kostet. Das ist ein Preis, den ich einfach nur als frech empfinde.
Die Beta hat gar nix gekostet bzw kostet nix - man bezahlt das Spiel und bekommt eben zusätzlichen Betazugang.
 
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