Die Indie Entwickler haben Problemen? Welche und von wie vielen reden wir hier? Sorry das ist die allererste Meldung von einem Entwickler den warscheinlich keine Sau kennt
und sein Spiel nicht ohne Grund zurückgegeben wurde.
Logischerweise haben die Rückgaben einen Grund. Ich würfel ja nicht aus, welches Spiel ich heute zum Zeitvertreib mal zurückgebe,
ohne einen Grund dafür zu haben.
Bloß: Wenn es bei
einem Spiel schon einen
so auffälligen Rückgang gibt, wird es bei anderen Spielen ebenfalls einen Rückgang geben.
Millionenschwere Konzerne können das besser wegstecken, während Indie Studios, die eh schon am Existenzminimum sind, dadurch pleite gehen können.
Denn das Argument, was der Fish in seinem umstrittenen Blog gebracht hat
- daß man früher mit einem verkauften Indiespiel 20$ umsetzen konnte und heute durch die Sales bedingt mit fünf verkauften Spielen insgesamt nur noch 5$ einnimmt - ist ja nicht von der Hand zu weisen. Und dieser eine $ pro Spiel wird jetzt statistisch noch weiter reduziert.
Wenn man bei jedem kleinen Muckser sofort etwas umkrempelt, und diese Entwicklung nicht ein wenig gleiten lässt, kommt man nie zu einem Ergebnis weil man es nie allen recht machen wird.
Wie man schon im Lehrgang für Software Entwicklung 101 lernt: Das Produkt ist nie fertig. Es gibt nie ein Endergebnis. Es entwickelt sich ständig weiter.
Das gilt erst recht für Portale wie Steam, die auch öfters mal was Neues bieten müssen, um nicht irgendwann dazustehen wie ein veraltetes Relikt aus dem letzten Jahrtausend.
Und die daher auch mal was ausprobieren - wie zB die Monetarisierung von Mods.
Aber ihr habt doch eine Demo von 2 Stunden bzw. 14 Tagen?
Da bin ich mal platt.
a) weil ich das von dem Standpunkt aus noch gar nicht gesehen hatte und
b) daß du doch mal mal ein richtig sinnvolles, passendes und überzeugendes Gegenargument posten kannst. Respekt.
Ich möchte ungern jemanden beleidigen aber ich nenne sowas eher Heuchlerei wenn ich bedenke wie extrem diese Diskussion rund um dieses "Recht" auf Biegen und Brechen gewünscht war.
Es war immer nur die Rede von >100% Recht haben und Produkt zurückgeben können wenn es nicht gefällt & co.< und plötzlich zeigt man Mitleid weil man am längerem Hebel sitzt?
Kritische Stimmen wird es
immer geben. Irgendwem paßt
immer irgendwas nicht.
Natürlich gibt es daher vorher Stimmen, die die
Einführung eines Rückgaberechtes verlangen und nachher welche, die die
Wiederabschaffung des Systems herbeirufen wollen.
Bloß: Das sind
verschiedene Leute!
Nur weil du "öfters"

auf der Seite von Steam stehst und dadurch beide Gruppen (die von "vorher" und die von "nachher") als Diskussions
gegner wahrgenommen hast, heißt das noch lange nicht, daß die sich untereinander einig oder gar die selben Personen sind.
Sprich: Dein Vorwurf der Heuchelei ist nicht haltbar.
Abgesehen davon kann man auch während einer Diskussion den Standpunkt wechseln - sei es, um das Thema aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, objektiv Pros und Contras herauszuarbeiten oder auch, weil man während der Diskussion von etwas überzeugt wurde oder einem Denkfehler klargemacht wurden.
2. Indies mit sehr kurzer Spieldauer
Hier befürchten wir, daß Leute das eigentlich grundlegend gute System exzessiv ausnutzen/mißbrauchen, Games in 2 h durchspielen, zurückgeben, das nächste bitte u.s.w.
Hier stellt sich prinzipiell die Frage, wieso man Geld für ein Spiel ausgeben sollte, was nicht mal 2 Stunden dauert.
Dennoch stellt dies kein grundsätzliches Problem dar: Man kann sich als Entwickler ja einfach mit anderen ähnlich kurzen Projekten zusammentun und eine Compilation daraus erstellen (zB ein Museumsrundgang, der in mehreren "Räumen" endet, in denen jeweils ein solches (meist) Kunst Projekt ausgestellt ist), die dann zusammen 10-20 Stunden Dauer hat. Dann hat man als Kunde zwar vielleicht das eine Teilspiel komplett durch, dafür aber von den anderen nur das Menübild gesehen.