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Spieletest - Unreal Tournament 3

„Die schnellsten Gefechte im Mehrspieler-Genre“

Der Test klingt eher nach einer Beweihräucherung, als nach kritischer Berichterstattung. Auch einem taubstummen Blinden wäre aufgefallen, dass UT3 in wirklich allen spieltechnisch relevanten Belangen merklich schlechter ist, als das alte und „nur“ mit 89% bewertete UT2K4. Ja, die Differenz beträgt nur 2%, aber jeder UT-Spieler, der nur halbwegs die Serie kennt und zu schätzen gelernt hat, hätte der Mehrplattformgurke UT3 wohl kaum berechtigt eine höhere Wertung als dem damals extrem umfangreichen und optimal anpassbarem UT2K4 geben können. Das Spiel ist ein derber Stilbruch, aber kein echtes UT. Die Core-Gamer verfluchen das Spiel in der globalen Forenlandschaft, daher gehe ich davon aus, dass sich Euer Test eher an die Casualgamer richtet, die bisher nichts mit UT am Hut hatten.

Das „Gesundschrumpfen“ kann man sicherlich als Vorteil interpretieren, mich stört es aber eher, dass durchaus nette Spielmodi weggefallen sind. Da retten auch die zusätzlichen (teilweise schlecht balancierten) Fahrzeuge (Walker z.B.) nichts mehr. Außerdem ist es wohl bezeichnend, dass die Spieler das alte UT2K4 noch immer in der Mehrzahl spielen, während UT3 eher verwaist wirkt.

Regards, eX!
 
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eX2tremiousU am 26.12.2007 13:53 schrieb:
Der Test klingt eher nach einer Beweihräucherung, als nach kritischer Berichterstattung.
Dann hast du wohl den Test zu Bioshock noch nicht gelesen. Bei dem hier kann ich wenigstens noch ein paar konkrete Infos und zwei, drei kritische Worte rauslesen. Beim Lesen des Bishock-Tests hatte ich imaginäre Fanfaren im Gehörgang. Da war wirklich keine Spur von differenzierter und informativer Berichterstattung, verglichen mit der Konkurenz im weltweiten Netz.

Auch einem taubstummen Blinden wäre aufgefallen, dass UT3 in wirklich allen spieltechnisch relevanten Belangen merklich schlechter ist, als das alte und „nur“ mit 89% bewertete UT2K4. Ja, die Differenz beträgt nur 2%, aber jeder UT-Spieler, der nur halbwegs die Serie kennt und zu schätzen gelernt hat, hätte der Mehrplattformgurke UT3 wohl kaum berechtigt eine höhere Wertung als dem damals extrem umfangreichen und optimal anpassbarem UT2K4 geben können.
Ich kann über das Spiel selbst nichts sagen, da ich seit der 2003er Version die UT-Serie nicht mehr angefasst habe. Ist einfach nicht mein Geschmack, dieses Sci-Fi-Zeug. Aber die Wertung kann ich mir nur dadurch erklären, dass es hier inzwischen wohl zum guten Ton gehört, jeden halbwegs spielbaren Shooter über die 90er-Marke zu hieven. Wenn UT2004 heute bewertet werden würde, dann würde es garantiert auch eine 9Xer-Wertung kassieren. Eine, wie ich finde, sehr bedenkliche Entwicklung.

SSA
 
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Momentan liegt es auf Platz 31mit etwas über 600 Spieler gleichzeitig. Zum Vergleich UT2004: Platz 10 mit 4.500 Spieler gleichzeitig, fast acht mal soviel.

http://www.onlinegamingzeitgeist.com/games/ (Letzte Grafik ganz unten)
 
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SoSchautsAus am 26.12.2007 14:33 schrieb:
Dann hast du wohl den Test zu Bioshock noch nicht gelesen. Bei dem hier kann ich wenigstens noch ein paar konkrete Infos und zwei, drei kritische Worte rauslesen. Beim Lesen des Bishock-Tests hatte ich imaginäre Fanfaren im Gehörgang. Da war wirklich keine Spur von differenzierter und informativer Berichterstattung, verglichen mit der Konkurenz im weltweiten Netz.
Den habe ich gelesen, da habe ich afaik auch gemeckert. :ugly:
Aber Bioshock hat dann schon eher eine hohe Wertung verdient, als dieses Produkt von Epic. Primär glaube ich aber, dass "wir" (also die Leute, die mehr als nur eine Quelle aufrufen, um Informationen einzuholen) schlicht nicht mehr die Zielgruppe der kommerziellen Mags sind. Die versuchen wohl möglichst effektiv Leute anzusprechen, die keine Ahnung von der Branche haben, und Spiele wirklich nur als Nebenbeschäftigung sehen. Während viele von "uns" Games eher als Religion oder zumindest als kleine Wissenschaft verstehen. Für die Gelegenheitsspieler mögen 90+ Wertungen wohl passen, für uns hingegen, sind diese oftmals unverständlich und entbehren fast jeglicher Grundlage.

Prinzipiell ist das auch okay (eine feste Zielgruppe muss man als wirtschaftlich orientiertes Unternehmen eben optimal ansprechen), nur ist dieser 90+ Wahn irgendwo schon auffällig. Ganz besonders bei Titeln wie UT3, die weniger Umfang haben als der Vorgänger, Designschnitzer aufweisen und im Internet nicht richtig zu spielen sind, weil Serverfilter und andere elementare Einstellungen schlecht oder gar nicht vorzunehmen sind.

Regards, eX!

Edit: Danke @ HLP-Andy. Genau diese Statistik hatte ich beim Verfassen des ersten Postings im Kopf, hatte aber nicht mehr den Link griffbereit. Ist natürlich auch interessant, dass dann im Test der geile Internetmodus gelobt wird, und der arme Kunde dann aber feststellen muss, dass erstaunlich wenige Leute das Teil tatsächlich spielen.
 
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Bin anscheinend einer der wenigen, die auf schnelle, schnörkellose und unkomplizierte Action stehen. Denn ich finde UT3 besser als CoD4, Crysis und Bioshock zusammen!
Denn wenn ich eine dichte Atmosphäre will, spiele ich ein Rollenspiel. Will ich jedoch jemanden abknallen, dann macht mir seit Quake 3 kein Shooter mehr soviel Spaß wie UT3 :D
Achja, ich bin kein UT Coregamer sondern auch eher ein Wenigspieler der ab und an mal gern eine Runde zockt!
 
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eX2tremiousU am 26.12.2007 14:44 schrieb:
Edit: Danke @ HLP-Andy. Genau diese Statistik hatte ich beim Verfassen des ersten Postings im Kopf, hatte aber nicht mehr den Link griffbereit. Ist natürlich auch interessant, dass dann im Test der geile Internetmodus gelobt wird, und der arme Kunde dann aber feststellen muss, dass erstaunlich wenige Leute das Teil tatsächlich spielen.
Naja, man kann aber auch schwer Wochen vor dem Release vorher sagen, wie es dann von den Spielern angenommen wird. Denn es ist ja auch schon oft vorgekommen, dass sich sehr gute Spiele einfach schlecht verkaufen oder kaum online gespielt werden, obwohl sie in allen Belangen eigentlich alles richtig machen. Und das kann natürlich der Redakteur, der das Spiel test, nicht wissen.

Und die Spielerzahl ist ja nicht alles, man nehme ein Extrembeispiel (ich bleib mal Innervalve, damit wir nichts vorgeworfen wird ;) ): CS 1.6 hat eine Metascore Durchschnittswertung von 88%, Team Fortress 2 eine deutlich höhere von 93%. Nur CS wird 14 mal öfter gespielt als TF2.
 
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eX2tremiousU am 26.12.2007 14:44 schrieb:
Prinzipiell ist das auch okay (eine feste Zielgruppe muss man als wirtschaftlich orientiertes Unternehmen eben optimal ansprechen), nur ist dieser 90+ Wahn irgendwo schon auffällig.
Ein Printmagazin mit einer euphorischen 9X%-Titelstory verkauft sich halt auch besser als eine langweilige Anhäufung von 8Xer und 7Xer Spielen. Es wäre ja nicht verwerflich, wenn das schon immer der Maßstab gewesen wäre. Aber gerade jetzt mit den Klassik-Tests wird deutlich, dass es früher schon etwas mehr gebraucht hat als eine gute Grafik und solides Gameplay, um eine so hohe Wertung zu bekommen. Dadurch wird erstens ein direkter Vergleich mit älteren Spielen unmöglich, und zweitens, was mich viel mehr stört, wird der Ritterschlag, den eine 9Xer-Wertung immer dargestellt hat, zu einer Banalität. Besonders schlimm geworden ist das mit Half-Life 2. Bei dieser Wertung wurde ein Tabu gebrochen, das seitdem seine Bedeutung verloren hat.

SSA
 
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SoSchautsAus am 26.12.2007 15:22 schrieb:
Besonders schlimm geworden ist das mit Half-Life 2. Bei dieser Wertung wurde ein Tabu gebrochen, das seitdem seine Bedeutung verloren hat.
Wobei die exakt im internationalen Schnitt lag: http://www.metacritic.com/games/pc/scores/

UT3 liegt dort übrigens bei 83%.
 
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HLP-Andy am 26.12.2007 15:12 schrieb:
Naja, man kann aber auch schwer Wochen vor dem Release vorher sagen, wie es dann von den Spielern angenommen wird.
Genau aus diesem Grund sind Mehrspielertests zum Launch der Titel auch relativ nutzlos. PCG und GS hatten bereits zu diversen Titeln Mehrspielernachtests im Angebot. Etwas Ähnliches hätte auch hier Sinn gemacht.
Und die Spielerzahl ist ja nicht alles[...]
Stimmt, sie sagt aber etwas über die Abwechslung und Community aus. Ich habe am 23.12. mal wieder Quake Wars installiert, und irgendwie gibt es da nur noch ~ 10 gute Ranked-Server mit ordentlichem Ping, wo aber immer die identischen Leute auf den gleichen Maps spielen. Mehr Server und mehr Spieler wären mir da wirklich willkommen. Ich bin gerade so verzweifelt, dass ich sogar das alte Enemy Territory installiert habe, weil es da mehr als genug Server & Abwechslung gibt. :ugly:

Regards, eX!
 
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Mich konnte seit CS 1.6 kein Multiplayerspiel mehr begeistern. Deshalb werde ich wohl die nächsten Jahrzehnte dabei bleiben^^ Sowieso verstehe ich nicht wer denn all die MP Games zocken soll. Die ganze Gamercommunity ist schon auf derart kleine Splitter aufgeteilt das wir bald wohl nur noch an die 100 Leute auf den Servern in jedem Game antreffen könne :pissed:
 
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eX2tremiousU am 26.12.2007 13:53 schrieb:
Das „Gesundschrumpfen“ kann man sicherlich als Vorteil interpretieren, mich stört es aber eher, dass durchaus nette Spielmodi weggefallen sind. Da retten auch die zusätzlichen (teilweise schlecht balancierten) Fahrzeuge (Walker z.B.) nichts mehr. Außerdem ist es wohl bezeichnend, dass die Spieler das alte UT2K4 noch immer in der Mehrzahl spielen, während UT3 eher verwaist wirkt.
Mir gefällt das Movement in UT3 deutlich besser. Schneller und geerdeter, erinnert mich etwas an Quake 3 Arena. Und nachdem ich vor allem Death Match spiele, gefällt mir UT3 besser als UT2004. Es hätten aber durchaus etwas mehr Maps sein dürfen.
 
System am 26.12.2007 13:52 schrieb:
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für mich ist dass des schlechteste UT dass je rauskam und ich habe alle UT titel bis zum Umfallen online gespielt ;)

also 91 % nunja etwas hoch gegriffen find ich
 
Großer hype nichts dahinter.

Was an der Grafik toll sein soll kan ich nicht verstehen, genauso wie man mit etwas so steinzeitlichen wie Deathmatch Motivation entwickeln kann.
 
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defragg am 26.12.2007 18:13 schrieb:
Mir gefällt das Movement in UT3 deutlich besser. Schneller und geerdeter, erinnert mich etwas an Quake 3 Arena. Und nachdem ich vor allem Death Match spiele, gefällt mir UT3 besser als UT2004. Es hätten aber durchaus etwas mehr Maps sein dürfen.

Geht mir ähnlich. UT2K4 fand ich zwar besser als 2K3, aber es war für mich eher ein Aufguss von 2K3 daß als Addon durcgegangen wäre als ein neuer Titel.

Da finde ich UT3 wesentlich besser. Das Hoverboard in VCTF liebe ich und DM finde ich auch sehr gelungen.
 
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eX2tremiousU am 26.12.2007 13:53 schrieb:
„Die schnellsten Gefechte im Mehrspieler-Genre“

Der Test klingt eher nach einer Beweihräucherung, als nach kritischer Berichterstattung. Auch einem taubstummen Blinden wäre aufgefallen, dass UT3 in wirklich allen spieltechnisch relevanten Belangen merklich schlechter ist, als das alte und „nur“ mit 89% bewertete UT2K4. Ja, die Differenz beträgt nur 2%, aber jeder UT-Spieler, der nur halbwegs die Serie kennt und zu schätzen gelernt hat, hätte der Mehrplattformgurke UT3 wohl kaum berechtigt eine höhere Wertung als dem damals extrem umfangreichen und optimal anpassbarem UT2K4 geben können. Das Spiel ist ein derber Stilbruch, aber kein echtes UT. Die Core-Gamer verfluchen das Spiel in der globalen Forenlandschaft, daher gehe ich davon aus, dass sich Euer Test eher an die Casualgamer richtet, die bisher nichts mit UT am Hut hatten.

Das „Gesundschrumpfen“ kann man sicherlich als Vorteil interpretieren, mich stört es aber eher, dass durchaus nette Spielmodi weggefallen sind. Da retten auch die zusätzlichen (teilweise schlecht balancierten) Fahrzeuge (Walker z.B.) nichts mehr. Außerdem ist es wohl bezeichnend, dass die Spieler das alte UT2K4 noch immer in der Mehrzahl spielen, während UT3 eher verwaist wirkt.

Regards, eX!

...dann solltest du mal die akuellen marktstudien von yankee group, pacific crest usw lesen, die gruppe der core gamer schrumpft immer mehr und stellt nur noch eine minderheit dar, obwohl fast alle spiele für diese kleine zielgruppe entworfen werden. in 5 jahren sind core gamer nur noch eine randzielgruppe. diese entwicklung kannst du auch am erfolg von nintendos wii ablesen... spiele wie ut werden nie wieder "coriger" werden...
 
AW:

Da scheinen wir einer finsteren Zukunft in Sachen anspruchsvolle Games zu blicken : S
 
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wOJ am 27.12.2007 14:01 schrieb:
Da scheinen wir einer finsteren Zukunft in Sachen anspruchsvolle Games zu blicken : S
Eigentlich nicht, solange es zumindest 2 etablierte Anbieter geben wird, die beide Märkte bedienen. Core-Games verkaufen sich auf der X-Box 360 gut bis sehr gut. Casual-Games sind das große Standbein von Wii und DS (also Nintendo). Noch bekommt der Core-Gamer ausreichend gute Unterhaltung und Abwechslung. Der PC befindet sich aktuell eben in einer Zwickmühle, weil das Gerät bezogen auf die internationale Relevanz immer mehr an Bedeutung verliert. Der Faktor "Anspruch" ist natürlich immer eine Sache der persönliche Ansicht, aber die grobe Unterteilung von "Core-Games" und "Non-Games" gibt es noch ausreichend stark auf dem Markt. Man muss nur wissen, was man wo suchen muss. Titel wie Mass Effect, Bioshock, World in Conflict, Quake Wars, Metroid Prime 3 und Co sind eigentlich die besten Beispiele dafür, dass auch noch anspruchsvollere Titel entwickelt werden.

Auch darf man nicht vergessen, dass Non-Games für die Core-Games einen relevanten finanziellen Aspekt ausmachen. Die oftmals hohen Einnahmen der Non-Games werden von den Publishern nicht selten in ambitioniertere Projekte gesteckt. Ohne die beiden Sparten würde der Markt wohl nicht mehr richtig funktionieren. Ob der Core-Markt wirklich schrumpft? Vielleicht. Eher kommt es mir vor, als wäre der Non-Markt wegen Wii und DS exorbitant gewachsen, und der starke prozentuale Unterschied zwischen den Lagern wird nun als Untergang der Coregamer interpretiert. Solange sich die ganzen Halos, Bioshocks, Gears of Wars und Command & Conquers mehrere Millionen Mal verkaufen, solange werden auch Core-Games ihren Fortbestand sichern können.

Regards, eX!
 
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