Ich schreibe diesen Kommentar, weil sich in ihm meines Erachtens nach liegt ein falsches, aber immer wieder vorgetragenes Konzept von "Schädigungen" durch Gewaltdarstellungen wiederholt.
Ich möchte mich daher auf die Aussage im Test beziehen, die in ähnlicher Form auch Teil einer Besprechung von anderen Videospielen oder auch Filmen sein könnte.
Shellshock ist daher definitiv nur was für geistig gefestigte Erwachsene, die zwischen Spiel und Realität unterscheiden können, selbst wenn's mal knüppeldick kommt.
Das hier angewendete Konzept könnte man runterkochen auf die Formel: Je drastischer die Darstellung, desto gefährdender ist deren Wirkung".
Gerade aber die drastische Darstellung von Gewalt mobilisiert das Vermögen, zwischen Spiel und Realistät zu unterscheiden, in sehr hohem Maße.
Mit anderen Worten: Geistig gefestigte Erwachsene können zwischen Spiel und Realität unterscheiden, gerade weil's mal knüppelhart kommt.
Ganz deutlich wird dies z.B., wenn Ihr euch mal den Gamestar-Test von Shellshock 'Nam 67 durchlest. Den Redakteuren ging die Darstellung auch zu weit, sodaß sie das schließlich bei der Wertung massiv ins Urteil haben eingehen lassen (47
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Leider ist das Mißverständnis (oder Unverständnis) auch bei der zuständigen staatlichen Stelle, der Prüfstelle für jugendgefährdende Medien, das gängige Konzept.
Dieses Verständnis der Wirkungszusammenhänge von Medien-Inhalt und ihrer Wirkung auf den Konsumenten halte ich bei einer PC-Zeitschrift für akzeptabel (es ist schon klar, was gemeint ist). Es zur Bewertungsgrundlage einer Bundesstelle zu machen, schränkt die Glaubhaftigkeit ihrer Indizierungen und damit ihren Zweck jedoch sehr stark ein.