AW: Special - Weiterverkauf eingeschränkt: Wie Publisher den Gebrauchtspielmarkt kontrollieren wollen
"Viele Publisher beklagten in jüngster Zeit herbe Umsatzverluste und
machen nach den verteufelten Raubkopien nun auch den Second-Hand-Markt
für die Misere mitverantwortlich."
Jau, den Gebrauchtmarkt gibts ja auch erst seit der jüngsten Zeit.
Also wenn schon, dann sollten sich die Publisher bessere Ausreden für ihre Geldgeilheit einfallen lassen.
Reichts denen also nicht das sie pro Spiel einmalig 40.- bis 69,90 EUR verdienen.
Als die Branche noch nicht auf ihre schwachsinnigen Ideen mit DLC, Zwangsregistrierung und Accountgebundenheit, perma Online-Zwang, Mitverdienst am privaten Weiterverkauf usw. usw. kam, habe ich gerne mein Geld gelassen. Ihr habts geschafft und mich als Kunde vergrault.
GRATZ
"Dabei sollte man ihnen daraus nicht kategorisch einen Strick drehen.
Schließlich verdienen die Hersteller an dem Verkauf gebrauchter Games
keinen einzigen Cent."
Der Käufer meiner gebrauchten 2 Jahre alten Autofelgen musste dem Felgenhersteller keinen Cent bezahlen.
Anders als bei einer mittlerweile typisch gebrauchten Spiele-Software (Teile des Spielinhalts geblockt dank Accountgebundenheit) konnte er sogar den ganzen Felgensatz einfach so nutzen. Ohne sich zwangsweise irgendwo im Internet registrieren zu müssen.
An der Mikrowelle, die ich gebraucht auf ebay verkauft habe, hat der Hersteller bei meinem privaten Weiterverkauf keinen Cent mitverdient.
Für den second hand Fernseher hat der Hersteller keinen Cent - abgesehen vom Erstverkauf - bekommen als ich ihn gekauft habe.
Und wisst ihr was ? Die jeweiligen Hersteller haben offenbar genug Sozialethik das einfach so laufen zu lassen und kalkulieren einen Gebrauchtmarkt in ihre Preispolitik ein.
So wie es die Spielebranche auch die letzten 20 Jahre gemacht hat. Aber reicht halt nicht mehr.
MEHR MEHR MEHR!
Und jetzt ? Am Besten alle Hersteller anrufen und informieren wie wahnsinnig blöd sie doch sein müßen am Gebrauchtmarkt nicht mitverdienen zu wollen...
"Gleichzeitig stiegen die Kosten für die Entwicklung hochwertiger Titel
in den letzten Jahrzehnten rasend an. Rückmeldung bekommen sie von der
kürzlich veröffentlichten Studie
der Analysten-Gruppe Cowen & Company. Die Verkaufszahlen der
PlayStation 3 und Xbox 360-Titel aus dem Jahr 2009 würden 20 Prozent
unter dem liegen, was 2003 die PS2 / Xbox erreicht hätten. "
Ja echt schade das letztes Jahr nicht besonders viele gute PS3 Titel erschienen sind.
Und echt schade für die Publisher das die Leute nicht blind jedes Durchschnitts-Spiel kaufen. Gibt es eigentlich tatsächlich Menschen die sich Jahr für Jahr Fifa / NHL / NBA / was-auch-immer "Teil 23 Untertitel : Same shit different Year" kaufen ?
Nicht mein Problem, wenn ich Woche für Woche mal auf Amazon schaue und dort kein interessantes Spiel zum Kauf für den PC oder meiner PS3 anregt.