Service-Games ohne Haltbarkeitsdatum: Wie Gier Blockbuster-Titel zerstört

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Zum Artikel: Service-Games ohne Haltbarkeitsdatum: Wie Gier Blockbuster-Titel zerstört
 

steel2000

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Zitat: "Schlicht keine gierigen Service-Games mehr kaufen und alles ist gut?"

Abgesehen von den sogenannten Shitstorms, sofern sich genügend anschließen, stellt der Verzicht die eleganteste und beste Möglichkeit dar, etwas zu ändern. Weil es den Firmen dadurch ans Geld geht. Das Problem ist allerdings:

Zitat: "Allzu viele Spieler scheinen die Monetarisierungsmodelle nicht zu stören."

So lange es zu Viele gibt, denen es egal ist, wird sich nichts / wenig ändern. Das Schlimme hierbei ist: Gerade weil die Masse keine Probleme besitzt mit Lootboxen bis zum Online-Zwang, werden die Verweigerer irgendwann selbst mitgehen müssen oder bleiben auf der Strecke.
 
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Banana-GO

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Sobald die Masse an Spielern anfängt solche "Angebote" abzulehnen, wird sich etwas ändern. Aber ich befürchte, dass der Großteil der Menschheit weiter dumm bleibt und die nachwachsenden Generationen immer dümmer und hilfloser werden.
 

HandsomeLoris

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Bei Destiny tauchte schon sehr früh die Quadrilogie auf und es gab einen (inoffiziellen?) Fahrplan für Destiny 2-4; so überrumpelt wurde die Spielerschaft mit Destiny 2 also nicht.
Amsonsten trifft der Artikel den Nagel aber ziemlich auf den Kopf. Das "mit der Brieftasche abstimmen" funktioniert aber nur sehr bedingt, da der Publisher seine eigenen Schlüsse ziehen kann; Breakpoint ist schliesslich nur "gescheitert", weil es zu kurz nach Wildlands erschienen ist - mit vermurkstem Gameplay und frechen Mikrotransaktionen hatte das nichts zu tun...
 

Worrel

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Bei Spielen, die ich langfristig spiele, gebe ich schon mal Geld aus (zB Skins in Heroes of the Storm, Levels für Defense Grid, oder ein Starter Pack für das Star Wars MMO). Beim Star Wars MMO war das eigentlich eher ein nachträglicher Kaufpreis, denn das Spielen des F2P Spiels hat mir Spaß gemacht.

Wenn hingegen ein Spiel schon zu Beginn mit separaten Vorverkaufs Boni "auftrumpft" und dann noch Season Pässe und ähnliche Späße anstehen, kommt das von meiner "Wollte ich ja eigentlich zum Release kaufen" schneller auf meine "Wenn's das mal im Sale komplett für unter 20 Euro gibt" Liste, als Superman die Schallmauer durchbrechen kann.

Lootboxen zu kaufen, kommt bei mir gar nicht in die Tüte, ich will wissen, wofür ich mein Geld ausgebe.
 

Neawoulf

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Ist alles ne echt traurige Entwicklung der Spieleindustrie. Klar muss man Geld verdienen, niemand will umsonst arbeiten. Aber gerade die großen Publisher schießen mit ihren Konzepten regelmäßig immer wieder weit über's Ziel hinaus, gerade auch in Sachen Lootboxen und Glücksspielmechaniken. In den letzten Jahren hab ich wohl zu ca. 90% Indiegames, Hardcoresimulationen und "kleine" große Titel ohne diesen ganzen Müll (z. B. sowas wie Kingdom Come Deliverance) gespielt. Aktuell spiele ich allerdings mit dem Gedanken, mir zur Weihnachtszeit das neue Star Wars Spiel zu kaufen, einfach um EA zu zeigen, dass die Welt Interesse an solchen abgeschlossenen Singleplayer-Spielkonzepten hat.


Sobald die Masse an Spielern anfängt solche "Angebote" abzulehnen, wird sich etwas ändern. Aber ich befürchte, dass der Großteil der Menschheit weiter dumm bleibt und die nachwachsenden Generationen immer dümmer und hilfloser werden.

Dummheit würde ich das nicht einmal nennen. Es ist einfach Gleichgültigkeit oder schlicht Unwissenheit (viele Gelegenheitszocker beschäftigen sich gar nicht mit kritischer Berichterstattung, die haben ihre Konsole, sehen ein Spiel im Laden oder in nem Youtube/Twitch-Stream und kaufen es dann spontan) und wenn die nachfolgenden Spielergenerationen es gar nicht erst anders kennen lernen, wie sollen sie den Unterschied bemerken?

Gerade bei Lootboxen und "virtuellen" Glücksspielen, die mit echtem Geld (egal ob direkt oder indirekt durch kaufbare Ingamewährung) funktionieren, sollten meiner Meinung nach strenge Gesetze her. Zumindest sollten diese Spiele nicht mehr an Minderjährige verkauft werden dürfen.
 

RedDragon20

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Gerade weil die Masse keine Probleme besitzt mit Lootboxen bis zum Online-Zwang, werden die Verweigerer irgendwann selbst mitgehen müssen oder bleiben auf der Strecke.
Worte, die ich allerorten vernehme: "Es geht ja nur ums Spiel. Mir ist das drum herum egal."

Das ist schlichte Ignoranz und vergleichbar mit der Aussage "Ich hab ja nichts zu verbergen", wenn es um Datenschutz geht. :B
 

schmoki

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Bei mir hat sich die Entwicklung dahingehend ausgewirkt, dass ich viel weniger Spiele zum Release kaufe als früher und lieber auf 50% Sales nach nem Jahr warte und sie erst dann spiele. Bei Spielen mit Shop gebe ich auch erst ab ner gewissen Spielzeit einen Betrag aus, den ich für diese Spielzeit als gerechtfertigt halte.
 

Bonkic

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PCGames schrieb:
Destiny sollte zum Beispiel eine langlebige Franchise sein, die über zehn Jahre unterstützt und weiterentwickelt wird. Ja, ein ganzes Jahrzehnt. Aufgrund der guten Reputation von Entwickler Bungie - immerhin die Erfinder der populären Halo-Reihe - haben sich nicht gerade wenige Spieler vom Traum eines langlebigen Abenteuers locken lassen. (...) Doch mit der Ankündigung von Destiny 2 kristallisierte sich schnell heraus, dass der erste Teil rasch obsolet werden sollte. Man sprach also nicht von einem Basisspiel mit vielen Erweiterungen, sondern offenbar von mehreren Basisspielen. Obwohl die Addons bereits kostenpflichtig waren, zwingt man langjährige Spieler zu einem neuen Client, der wiederum eigene, neue, ebenso kostenpflichtige Inhalte mitbringt.)

jetzt wird dieses märchen auch schon von der journaille wiedergekäut:
der 10-jahres-plan für destiny beinhaltete von anfang an mehrere hauptteile und erweiterungen.

destiny.png

Schon am ersten Tag hatte Destiny die Entwicklungskosten von geschätzten 500 Millionen Dollar wieder eingefahren.

auch das ist falsch: "For marketing you'd have to ask Activision people, but for development costs, not anything close to $500 million."
 
Zuletzt bearbeitet:

chris74bs

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Früher(vor min10 Jahren) hab ich fast jedes Spiel gekauft, heute kauf ich pro Jahr vieleicht noch 5 Spiele, weil die Spiele einfach nur noch Schrott sind .
Abbo Model find ich eigentlich noch ok, wenn keine zusätzlichen kosten entstehen, aber dem ist ja leider auch nicht mehr so.
 

Wynn

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In den Levels von The Outer Worlds sind diese Dämonenköpfe zu finden. Sie essen wortwörtlich Geld und spucken als Gegenleistung Munition aus.

Auf den Foto ist ein Plünderer - und ich habe im Spiel keine Dämonenköpfe gefunden die Geld essen und Munition wiedergeben ?
 

Spiritogre

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Ich kaufe die meisten Spiele eh im Sale und wenn mich dann dort eines für viele Stunde fesselt und ich gerne mehr möchte, dann kaufe ich inzwischen auch den Season Pass, sofern er preislich akzeptabel ist. So geschehen jetzt bei Conan Exiles (23 Euro statt 70 Euro für die DLCs einzeln) und Soul Calibur VI (15 Euro anstelle glaube 30). Bei Tekken 7 habe ich z.B. auf die Ultimate Edition im Sale gewartet, die kostet normal 99 Euro und ich habe sie dann für glaube es waren 25 oder 30 gekauft, allerdings kam da jetzt noch ein neuer Season Pass ob ich den irgendwann hole wird sich halt zeigen, wie intensiv ich Tekken jetzt zocke.
Bei Dead or Alive 6 etwa ist die Preispolitik eine Katastrophe und die DLCs / Season Pässe gibt es auch nicht ermäßigt, davon ab hatte ich das Spiel nach sechs Stunden ausgespielt und neue Kämpfer und Klamotten bringen mir dann auch keinen Mehrwert mehr.

Bei normalen Spielen wo es nur kosmetische Items als DLC sind verzichte ich entweder komplett auf diese oder hole mir die Spiele halt als GotY irgendwann.

Das ist zwar alles lästig aber letztlich komme ich so bei wirklich intensiv von mir gespielten Spielen am Ende auf einen normalen Kaufpreis von etwa 50 Euro, was ich dann akzeptabel finde.
 

DerGepard

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Die Entwicklung sit geradezu ermüdend..... Ghost Recon spricht mich gar nicht an, Destiny und Anthem noch weniger. BFV merkt man auch an vielen Kannten die Monetarisierungsmaßnahmen, nun mehr mit den faden Beigeschmack wie viel der Schere zum Opfer viel um es jetzt als neues Feature zu präsentieren.

Mitlerweile spielt Gaming für mich immer weniger eine Rolle. Schlichtweg weil der Spielemarkt geradezu mit Gewalt einem die Ständige Konsumherschaft ins Gesicht drückt. Da spiel ich lieber das ein oder andere Indiespiel, oder geh Paintball spielen, da weiß man wenigsten für was das Geld raus geht.
 

plassma

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jetzt wird dieses märchen auch schon von der journaille wiedergekäut:
der 10-jahres-plan für destiny beinhaltete von anfang mehrere hauptteile und erweiterungen.

Anhang anzeigen 17983



auch das ist falsch: "For marketing you'd have to ask Activision people, but for development costs, not anything close to $500 million."

Danke für den Hinweis! Michael überarbeitet die entsprechende Passage nochmal, wird schnellstmöglich geändert (kann aber etwas dauern wegen Wochenende).
 

Javata

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Ich finde das GaaS-System grundsetzlich nicht schlecht. Es wird langer Support versprochen, dazu neue Inhalte. Wenn mir ein Spiel Spaß macht sehe ich kein Problem dabei hier Geld auszugeben. (Im Prinzip wird hier ja nur das typische MMO-System auf andere Games ausgedehnt.) Problematisch wird es, wenn Spiele zB P2W werden, die Preise absurd sind, ausgelobte Roadmaps quasi nicht beachtet werden oder das Community-Feedback total ignoriert wird.

Nehme ich zB die letzten zwei ACs. Sowohl Odyssey als auch Origins waren gute Spiele die mMn durch das GaaS-Getue nichts verloren haben. Der Ingame-Shop war vollkommen optional, in beiden Spielen konnte man sich Shopitems auch frei ingame erspielen. GaaS wird immer wieder als abschreckendes Schlagwort benutzt, hat es aber ansich mMn nicht verdient. Es kommt auf die Umsetzung an.

Für Aufschreie und Shitstorms ist es zu spät, das Kind ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen. Wird jetzt ein Spiel "beshitstormed" ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein und lässt die Zugpferde in Ruhe. Fifa/NBA/Madden/NHL druckt einem EA das Geld. Ein Bethesda verdient durch die zig Versionen für alle Plattformen von Skyrim. Ist da eine "Totgeburt" dabei interessiert das nicht. Der nächste Titel wird wieder Rekorde einfahren.
 

dermitdemballspielt

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Ich frage mich halt, was sind die Alternativen? Ich finde es gut, wie es Cloud Imperium Games mit Star Citizen macht. Aber was für ein Aufwand, wenn man sich an einer Alpha mitbeteiligen muss. Man eh hat meistens zu wenig Zeit zum zocken.

Wie im Artikel beschrieben, die richtige Kommunikation ist wichtigste. Das bedeutet aber zusätzlich Zeit und Geld für die Entwickler. Mir graut es schon davor, das die Entwicklungszeiten für Games immer länger werden. SC, RDR2 und Cyberpunk 2077 mehr als acht Jahre. Das war früher die Lebenszyklus einer Konsole. Und von den Unsummen Geld was da ausgegeben wird, könnte ich mir mehrere Leben auf einer Südsee Insel leisten ;).
 

McDrake

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Ich frage mich halt, was sind die Alternativen? Ich finde es gut, wie es Cloud Imperium Games mit Star Citizen macht. Aber was für ein Aufwand, wenn man sich an einer Alpha mitbeteiligen muss. Man eh hat meistens zu wenig Zeit zum zocken.

Wie im Artikel beschrieben, die richtige Kommunikation ist wichtigste. Das bedeutet aber zusätzlich Zeit und Geld für die Entwickler. Mir graut es schon davor, das die Entwicklungszeiten für Games immer länger werden. SC, RDR2 und Cyberpunk 2077 mehr als acht Jahre. Das war früher die Lebenszyklus einer Konsole. Und von den Unsummen Geld was da ausgegeben wird, könnte ich mir mehrere Leben auf einer Südsee Insel leisten ;).
Es gibt Spiele, die sind darauf ausgelegt, wie Zb SC oder Division. Aber was aus einem Ghost-Spiel dadurch gemacht wurde...traurig. Ich fand Wildlands gar nicht mal übel. Aber dass damit ein guter Taktik-Shooter (SP) verschwindet ist einfach schade. Das selbe gilt auch für die Rainbow-Franchise.
 

aliman91

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Super Artikel! Gehe ich voll mit! Habe seit Jahren keine AAA Titel mehr gekauft. Der letzte war Witcher 3. Aber ich spiele auch mit dem Gedanken das neue Star Wars zu kaufen. So wirklich brenne ich nicht drauf, aber in dem Fall "stimme ich mit der Geldbörse ab". Möchte dem Publisher signalisieren das ich sowas haben will.
Hoffe die Entwicklung geht wieder etwas in die alten Zeiten zurück, auch wenn ich das leider bezweifle!
 

dermitdemballspielt

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Ich frage mich halt, was sind die Alternativen? Ich finde es gut, wie es Cloud Imperium Games mit Star Citizen macht. Aber was für ein Aufwand, wenn man sich an einer Alpha mitbeteiligen muss. Man eh hat meistens zu wenig Zeit zum zocken.

Wie im Artikel beschrieben, die richtige Kommunikation ist wichtigste. Das bedeutet aber zusätzlich Zeit und Geld für die Entwickler. Mir graut es schon davor, das die Entwicklungszeiten für Games immer länger werden. SC, RDR2 und Cyberpunk 2077 mehr als acht Jahre. Das war früher die Lebenszyklus einer Konsole. Und von den Unsummen Geld was da ausgegeben wird, könnte ich mir mehrere Leben auf einer Südsee Insel leisten ;).
 

LOX-TT

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Ich kauf/zock die Spiele auf die ich Lust habe bzw. mich interessieren. Und wenn da dann optionale(!) Lootboxen/Microtransaktionen mit drinnen sind im Spiel, dann ist das halt so. Juckt mich insofern wenig solage ich nicht dazu gezwungen werde dafür echtes Geld ausgeben zu müssen.
 

tommy1977

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Ich zocke nicht allzu viele Games, aber ich fand eine Variante eigentlich ganz i.O. ...Battlefield 3/4. Man wusste von vornherein, was der Battlepass an Inhalten nachliefert und konnte selber entscheiden. Das ganze kombiniert mit frei wählbaren Dedicated Servern, hat uns seeehr viele schlaflose Nächte auf dem eigenen Server gebracht und, das ist das wichtigste, einen Riesenspaß gemacht. Mit BF1 wurde das ganze (in meinen Augen gute) Konzept über den Haufen geworfen und es ging eine Menge Spielfreude verloren.
 

McDrake

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Ich zocke nicht allzu viele Games, aber ich fand eine Variante eigentlich ganz i.O. ...Battlefield 3/4. Man wusste von vornherein, was der Battlepass an Inhalten nachliefert und konnte selber entscheiden. Das ganze kombiniert mit frei wählbaren Dedicated Servern, hat uns seeehr viele schlaflose Nächte auf dem eigenen Server gebracht und, das ist das wichtigste, einen Riesenspaß gemacht. Mit BF1 wurde das ganze (in meinen Augen gute) Konzept über den Haufen geworfen und es ging eine Menge Spielfreude verloren.

BF war ja, im Gegensatz zu CoD schon immer auf MP und Mappacks ausgelegt.
 

Bonkic

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ich sehe die sache nicht ganz so schwarz wie der autor, der mir ehrlich gesagt ein wenig zu sehr der pseudo-hardcore-fraktion nach dem mund zu reden scheint ("gier"). dass es nur noch vereinzelte "lichtblicke" ohne aufdringliche monetarisierungs-"features" gäbe, halte ich für schlicht unwahr. the outer worlds, death stranding, fallen order - drei topaktuelle singleplayer-highlights, die komplett ohne diesen kram auskommen (so weit ich weiß, jedenfalls). dennoch gilts natürlich die augen offen zu halten und zu schauen, wohin die reise geht. dieses früher-war-alles-besser-gelaber empfinde ich aber so langsam als ziemlich ermüdend. :schnarch:
 
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Monco

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Von vier Leuten aus meinem Freundekreis bin ich inzwischen der einzige, der Breakpoint noch spielt. Ich habe zwar noch keinen weiteren Cent (neben dem Kauf) ausgegeben und alles erspielt. Aber die Kritik ist schon richtig, die Spielzeit wird gestreckt und man macht immer dasselbe. Zumal man bei Breakpoint eh das Gefühl hat (wie bei vielen Spielen inzwischen), dass es bei Release nicht fertig war. Man kann etwa eine Quest für einen Raid annehmen, den es noch gar nicht gibt. Und wenn man 100 Prozent Storyfortschritt hat, hat man nicht das Gefühl eines "abgeschlossenen" Spiels (zumal die Story eh wieder bestenfalls naja ist...). Denn die Strippenzieher werden dann erst mit künftigen Inhalten released - da braucht man aber natürlich den Year-One-Pass, der für 40 Euro echt wenig Umfang bietet. Und so weiter. Positiv aufgefallen ist mir dagegen Borderlands 3, da bekommt man wenigstens ein fertiges Spiel (und es gibt sogar eine Mission, die diesen ganzen DLC/Mikrotransaktionen/Early-Access-Wahnsinn auf die Schippe nimmt - herrlich!). Es geht also auch anders. "Games as a service" ist für mich zum Synonym für "Das Spiel künstlich am Leben halten, um noch mehr Geld rauszupressen" geworden.
 

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Der Autor hat ja auch schon mal in einem Podcast seiner Meinung lebhaft Ausdruck verleiht dass er von Service Games eigentlich nix hält... nun ja, ist dann halt auch zu großen Teilen halt persönliche Meinung.

My 2 cents: Kommt darauf an, es kann gute Service Games machen (WENN man sie sinnig und fair macht) und halt gute "klassische" Games. Ich denke letztere werden nicht aussterben, weil auch die Publisher merken dass das Budget der Spieler, sowie monetär als auch ZEITLICH, für die "endlos" angelegten Service-Games nunmal endlich ist.

Insofern kann es sich immer lohnen ein klassisches Spiel rauszubringen mit Anfang und Ende und fertig, aber den Umsatz hat man in der Tasche, ist halt nur die Frage ob man dass dann immer so mega AAA mäßig macht bzw. machen muss.
 

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Mir ist der Artikel zu schwarzmalerisch und tendenziös.

Zum Beispiel Lootboxen. Eine Mechanik mit der ich nichts anfangen kann und die mehr als lästig ist. Aber sie ähneln ganz sicher keinen Geldspielautomaten. Ganz im Gegensatz zu Abartigkeiten wie Coin Master, was Böhmermann treffend zur Sprache gebracht hatte. Und, wie der Autor schon selbst anmerkte, haben Lootboxen ihren Zenit längst überschritten.

Fortnite hatte sie - und hat sie abgeschafft. €10 optionaler Season Pass für ein F2P finde ich völlig in Ordnung (die endlosen Massen an "Sonderangeboten" für immer neue Skins und Emotes dagegen weniger).

Games as a Service muss nichts schlechtes sein. So hatte ich nach den positiven Tests erst überlegt, mir das neueste Star Wars zu kaufen. Stattdessen habe ich einen Monat Origin Access abgeschlossen und spiele jetzt für €15 Need for Speed gleich mit. Als Deluxe Edition und mit Vorbesteller-Boni.

Ich kaufe die meisten Spiele eh im Sale [...]
Das ist zwar alles lästig aber letztlich komme ich so bei wirklich intensiv von mir gespielten Spielen am Ende auf einen normalen Kaufpreis von etwa 50 Euro, was ich dann akzeptabel finde.

Und das ist die andere Seite der Medaille. Wer kauft denn heute noch Titel zum Vollpreis?
Das kommt bei mir nur in ganz seltenen Ausnahmen vor, wenn ich ein Spiel oder Konzept so gut finde, dass ich es bewusst unterstützen will. Zuletzt "Hellblade: Senua's Sacrifice" und "A Plague Tale."
 

LOX-TT

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Also ich kauf im Jahr bestimmt 10 bis 15 Spiele zum Vollpreis, in den meisten Fällen halt auch Retail (auf Konsole, am PC nicht)
 

sauerlandboy79

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Vollpreis... Sowas kommt für mich nur in extremen Ausnahmefällen in Frage, und das waren in den letzten 10-15 Jahren die Dead Space- sowie die neue Tomb Raider-Trilogie. Ansonsten hinke ich zeitlich eh top-aktuellen Spielen hinterher da ich genug ältere Titel hab die vorher noch angefasst werden wollen.

Aber auch so könnte und würde ich es mir nicht erlauben regelmäßig teure Neuerscheinungen kaufen... Ich hab schließlich noch 2 Kinder zu ernähren. ^^
 

Loosa

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Also ich kauf im Jahr bestimmt 10 bis 15 Spiele zum Vollpreis, in den meisten Fällen halt auch Retail (auf Konsole, am PC nicht)

Da hat man ja auch kaum eine Wahl, wenn man etwas spielen will. ;)
Der große Vorteil von Konsole. Jedenfalls für die Publisher.

Die Preisstabilität von Konsolenspielen war ja auch für PCs üblich. Und dann kam Steam.

Aber wenn die PC-Fassung auf extra Monetarisierung ausgelegt ist, bekommt die Konsolenfassung das sicher auch ab, oder?
Das ist dann natürlich doppelt ärgerlich.
 
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