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Ron Gilbert: "Moderne Adventures setzen zu sehr auf Story"

  • Ersteller Ersteller Gast1669461003
  • Erstellt am Erstellt am
Zu viel Story? Nein, das sehe ich nicht so. Gerade in Monkey Island hat Ron Gilbert doch gezeigt, dass sich Story und Rätseldesign nicht ausschließen müssen. Da hat einfach beides gestimmt, auch wenn die Story jetzt nicht unbedingt die tiefgründigste war. Um bei Lucas Arts zu bleiben: Indiana Jones and The Fate of Atlantis war recht storyheavy und hatte trotzdem auch ein schönes Rätseldesign. Dennoch mag ich auch modernere Adventures, wie z. B. die Black Mirror Spiele, die für mich neben den alten Lucas Arts Klassikern, Myst 1 & 2, Syberia 1 & 2 und der Blackwell Reihe zu den besten Adventures überhaupt gehört.

Falls er aber Spiele wie die aktuellen Telltale-Titel meint (The Walking Dead, The Wolf among us & Co.), dann stimme ich ihm zu. Solche Spiele sehe ich aber auch nicht als Adventures, sondern als interaktive Filme/Serien. Als das funktionieren sie auch gut, als Adventures jedoch überhaupt nicht. Trotzdem höre ich immer wieder, dass diese Spiele als Point & Click Adventure bezeichnet werden.
 
Man muss aber auch die Erwartungen der Adventure-Spieler berücksichtigen, jeder hat so seine eigenen Vorlieben. Für mich persönlich hat eine gute Geschichte immer Vorrang, da nehme ich auch qualitativ wie quantitativ magere Rätsel in Kauf, umgekehrt hätte ich sonst keinen Motivator mich mit schweren Kopfnüssen zu beschäftigen wenn die Story keinerlei Reiz bieten würde.

Allgemein ist aber immer am besten einen guten Mittelweg aus anregendem Plot und fördernden Rätseln einzuschlagen.
 
Falls er aber Spiele wie die aktuellen Telltale-Titel meint (The Walking Dead, The Wolf among us & Co.), dann stimme ich ihm zu. Solche Spiele sehe ich aber auch nicht als Adventures, sondern als interaktive Filme/Serien. Als das funktionieren sie auch gut, als Adventures jedoch überhaupt nicht. Trotzdem höre ich immer wieder, dass diese Spiele als Point & Click Adventure bezeichnet werden.

ich glaube schon, auch in anbetracht dessen das sich ja viele Einbilden, Telltale hätte das Genre wiederbelebt
Und nja, irgendwo würde ich die Titel von denen auch eher in ein neuen Genre packen, mit den klassischen Adventures haben die eigentlich nicht wirklich was gemein
 
Naja, mein erstes Erlebnis mit Adventures war Jack Orlando, und schon kurz nach dem Anfang kam ich da nicht mehr weiter. Spult ein paar Jahre weiter, Deponia und so nach ein paar Stunden komm ich wieder nicht weiter. Mein Hauptproblem mit Adventures, ist wie verdammt unlogisch die sind. Das artet dann einfach in ein alles mit allen kombinieren und hoffen dass man das richtige schafft, oder man wendet sich an einem Guide. Nicht meine Definition von Spaß, und wenn der werte Herr meint, er müsse zurück zu dem, nein danke. Obwohl so ein "zuschauen und nix tun" ala Telltale Games brauche ich auch nicht. Knifflige Rätsel habe ich schon gerne, aber bitte logische nachvollziehbare Rätsel.
 
Der Typ hat Recht, will ich etwas Spielen, dann will ich Rätsel und Puzzles, will ich Geschichten, les ich ein Märchenbuch, oder schau Spongebob im Fernsehen. Die sollten sich allgemein mehr besinnen, was ein Gamer will, nämlich spielen... und sich nicht zwei Drittel des Games mit irgendwelchen Cutszenes und Dialogen rumschlagen... dafür schalt ich den TV ein, wenns mir danach ist.
 
Es gibt meiner Meinung nach zwei Arten von Adventures.
Einmal die klassischen Point&Click, von denen es noch immer mehr als genug gibt.
Gerade Deadalic ist da noch immer eine Bank.
Auf der anderen Seite gibt es die modernen, nennen wir sie mal Cinematic-Adventures, wie die Telltale-Spiele oder auch Life is Strange.
Ich spiele beides gerne, bevorzuge am Ende aber mehr die zweite Variante, weil Story für mich immer über allem steht.
 
Eine gute Story gehört für mich zu einem Adventure dringend dazu. Allerdings sollten gute Rätselpassagen das Adventure idealerweise ergänzen.
 
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