"Die Live-Action-Schnipsel zwischen den Missionen empfand ich persönlich eher störend, schließlich will ich ja spielen und nicht zugucken."
Aber dann ein Spiel testen, in dem es GENAU DARUM geht... Das ist in etwa so sinnfrei, wie wenn ich FIFA testen soll, aber Fußball persönlich eher als störend empfinde. Ich kann ja nachvollziehen, dass es Leute gibt, die der Verbindung von Film und Videospielen wenig abgewinnen können. Aber warum wird dann wieder mal genau so jemand auf einen Test für einen "interaktiven Film" bzw. ein "cineastisches Spiel" angesetzt? Da ist es doch von vorne herein klar, dass keine wirklich gute Wertung bei rauskommt. Ich finde, dass das gegenüber den Entwicklern unfair ist, weil man dadurch ein Konzept an sich abwertet, aber nicht die eigentliche Ausgestaltung eben dieses Konzepts. Wenn ich persönlich keinen virtuellen Fußball mag, gebe ich Fifa auch maximal ein 6 oder 7 (bei aller Liebe). Ist doch klar.
Jedes Spiel verdient einen Tester, der das Spielkonzept an sich wirklich mag. Und nein, dafür reicht es eben nicht, dass man generell auf gutes Stories in Videospielen steht, denn das ist kein Spielkonzept. Wenn man offen bekennt, dass man Zwischensequenzen eher als störend empfindet, dann ist man imo für den Test eines Spiels, das MASSIV auf solche filmischen Elemente setzt, ja im Kern ein Cross-Over zwischen Serie und Spiel ist, völlig falsch besetzt.
Wer dieses Konzept spannend findet bzw. nichts die Verbindung aus Film und Spiel hat, der darf imo gerne noch mal 10 Prozentpunkte oben drauf packen. Das bestätigen übrigens auch fast alle Reviews, die eben nicht von Leuten geschrieben werden, die schon mit dem generellen Konzept des Entertainmentproduktes persönliche Probleme haben...