Ich möchte an dieser Stelle für Peter M. eine Lanze brechen:
Ja, er ist faktisch ein großer Dampfplauderer, aber das ganz sicher nicht aus böser Absicht heraus - und ein pathologischer Lügner ist er ebenso wenig. Ich hatte das Vergnügen (ja, wirklich Vergnügen) mit ihm auch schon das ein oder andere Interview zu führen. Menschlich ist der Mann wirklich schwer in Ordnung, das wird vermutlich auch jeder, der mit ihm schon mal persönlich zu tun hatte, so bestätigen.
Sein Problem ist, dass er nach so vielen Jahren in der Branche anscheinend immer noch nicht kapiert hat, wie sie (gerade im Bereich PR/Marketing funktioniert). Wenn man ihn lässt, sprudelt er vor Begeisterung über und hört gar nicht mehr auf, über (teilweise sehr "fantastische" Ideen) zu "dozieren". Bei einem Interview 2005 ging's eigentlich in erster Linie um "The Movies", aber wir wollten aus ihm ein bisschen was zu "Project Dimitri" (später "Milo", wer sich noch erinnern kann) rauskitzeln und er wäre nur zu bereitwillig darauf eingestiegen.
Allerdings war damals mit Cathy Campos eine sehr erfahrene PR-Dame an seiner Seite, die in dann ständig sanft tadelnd ausgebremst hat. Es hatte was von einer englischen Gouvernante und ich hatte den Eindruck, Peter hat das gehasst wie die Pest.
Seit er von Lionhead weg ist und 22Cans gegründet hat, gibt's wohl niemanden mehr, der in entsprechend "bremst" und das hat das Problem nur verschärft. Gerade *weil* heutzutage wirklich JEDER "Furz" sofort in der Öffentlichkeit landet, läuft er mit seinen wohl sehr unüberlegten Äußerungen ständig ins offene Messer.
Wenn er es schafft, in Zukunft sich ganz den Medien zu verweigern, tut ihm persönlich das sicher sehr gut. Ich fände es allerdings schade, gerade weil er so ein freundlicher und angenehmer Zeitgenosse ist. Besser wäre es imho, wenn er sich wieder einen PR-Profi an die Seite holen würde, der im Ernstfall mit "Das dürfen sie aber nicht drucken!" oder einem "Mr. Molyneux wird sich hierzu nicht äußern!" dazwischen grätscht.
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