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Overwatch: Ein weiterer Held ist homosexuell

Kann mich mal jemand aufklären inwieweit die Sexualität eines Spiel-Charakters aus einem Online-Shooters von Bedeutung ist?! :-B

Frag ich mich auch, bzw. ich frag mich, wie viele der Spieler sich überhaupt näher informieren bei so einer Art von Shooter, bei der man eigentlich ins Spiel geht, seinen Char ausstattet und loslegt. ^^ bei Black OPs 4 zB kann man eine Art Einführung für jeden Charakter spielen - das hab ich bei zweien auch gemacht, um deren Skills zu verstehen, aber den Rest der Charaktere hab ich im Onlinemodus "gelernt" und gar nicht deren Hintergundstory erfahren, die in der Einführung auch erzählt wurde. Für den Onlinemodus spielt das aber keine Rolle, da gibt es keine Story.

Falls man sich informiert, dann ist es halt für manch einen nicht unwichtig, weil er sich entweder gut oder auch gar nicht mit dem Charakter identifizieren kann oder will. Gerade online spielen ja viele auch mal Charaktere, obwohl sie "in Echt" überhaupt nicht so sind. zB bastel ich mir oft einen weiblichen Charakter, oder bei Battlefield V hab ich bei meinen allierten Charakteren nen Asiasten und einen Schwarzen. Man SPIELT ja eben und simuliert nicht sein wahres Leben, da kann der Charakter auch das komplette Gegenteil von dem sein, was man privat ist, bei vielen Games würde man sogar inständig darum beten, das Gegenteil zu sein - zB würde ICH nicht "in Echt" gerne Gegnern den Kopf abhacken oder per Shotgut den Arm vom Leib schießen, wie es bei einigen Actiongames ja der Fall ist und ich DORT dann auch liebe. ;)
 
Ähm ... Cloud Atlas?
Die Matrix?
Das fünfte Element?
Dune?
Star Trek (Auf der Suche nach Spock, Chakotays Meditationen in VOY, in DS9 gibt es religiöse Machtkämpfe, Im TOS Film trifft die Crew auf "Gott", in einer TOS Folge auf Apollo, in einer anderen auf römische Götter ...)
... und was sind denn Jedi und Sith, wenn nicht Zukunftsversionen von Engeln und Teufeln?


Verzeihung, das ist mein Fehler. Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte "unsere" Religionen, mit denen wir uns heute auseinandersetzen. Diese tauchen in Zukunftsszenarien so gut wie gar nicht auf. Religion als solches natürlich schon. Ja, das ist mir klar. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.

Allein Cloud Atlas mit seinen vielen Ebenen ist schon echt genial gemacht, hier bin ich überfragt, ob "herkömmliche Religionen" eine Rolle spielen. Da ist das Seherlebnis zu lange her.


Auch hier ist es mir ziemlich latte, was die Musiker für sexuelle Präferenzen haben. Hauptsache, deren Lieder sind gut.

Ich verstehe ja, daß es für die Betroffenen ein wichtiger Schritt ist, sich selbst mit der Umwelt als Zeugen zu bestätigen, daß der "default" Wert bzgl der sexuellen Präferenzen nichts für sie ist und finde es auch durchaus sinnvoll, daß die Gesellschaft das dadurch als normaler ansieht, aber trotzdem interessiert mich das außerhalb des Kreises meiner potentiellen Geschlechtspartner überhaupt nicht.

Grundsätzlich gebe ich dir da völlig Recht. Wenn du aber nicht weißt, wie du mit deiner Sexualität umgehen sollst und Du siehst, jemand, der weltbekannt ist, trägt seine Sexualität offen nach außen, dann wäre für mich das eher überzeugend als ein Online-Team-Shooter

Und außerdem glaube ich, dass das ohnehin alles nur ein politischer Schachzug ist. Ob die wirklich so divers sind?: http://www.pcgames.de/Blizzard-Firma-15293/News/rassismus-entwicklerstudio-vorwuerfe-1272905/


Nein. Eine mitreißende Geschichte muß nichts mit meiner Identifikation mit der Hauptperson zu tun haben.

Beispiel: Der Film "Maniac" mit Elijah Wood. Hier sehen wir einen Serienmörder bei der Arbeit und dem Rest seines Lebens. Aus seiner Sicht. Es gibt keinen "Erzähler" oder Ermittler, der einen als moralische Instanz durch die Geschichte führt, wir sehen nur das, was er mit seinen Augen sieht. Und ihn selbst daher nur in Spiegeln.

Das führt zu teilweise sehr faszinierenden Szenen, wenn man zB sieht, wie er auf der Straße nach dem nächsten Opfer Ausschau hält und man selbst als Zuschauer sich ebenfalls die Frage stellt, wer denn das nächste Opfer sein wird.

Ah okay. Ein spannendes Beispiel wie ich finde. Mir geht es tatsächlich anders - oder ich gehe anders damit um. Wenn mir jemand sympathisch ist oder ich seine Beweggründe verstehen kann (auch wenn ich sie nicht zwangsläufig gutheiße), so fiebere ich in einem Film oder auch Buch anders mit. Dann interessiert mich dessen Fortbestehen oder Untergang deutlich eher. Dann kann ich mich am ehesten in die Lage versetzen "hätte ich gleich oder ähnlich gehandelt?" Und dann beginnen für mich Filme an spannend zu werden, weil sie eine ganz andere Dimension bekommen. Dafür brauche ich keinen Erzähler.
Ich verstehe deine Argumentation.
 
Ah okay. Ein spannendes Beispiel wie ich finde. Mir geht es tatsächlich anders - oder ich gehe anders damit um. Wenn mir jemand sympathisch ist oder ich seine Beweggründe verstehen kann (auch wenn ich sie nicht zwangsläufig gutheiße), so fiebere ich in einem Film oder auch Buch anders mit. Dann interessiert mich dessen Fortbestehen oder Untergang deutlich eher. Dann kann ich mich am ehesten in die Lage versetzen "hätte ich gleich oder ähnlich gehandelt?"
D.h. du kannst Filme nur gut finden, wenn Du den Charakter mehr oder weniger magst und dich fragen kannst, was du in dem Moment tun würdest? Interessant - ich finde es hingegen (auch) extrem faszinierend zu schauen, welche Dinge jemand macht, der eben so GAR nicht wie ich ist, vielleicht auch ein richtiges Arschloch, oder der auch einfach nur "krank" ist usw. - bei mir spielt es keine Rolle, ob mir der im Film gezeigte Charakter sympathisch ist, auch nicht ob ich dessen Verhalten nachvollziehen kann - im Gegenteil: sympathisch und nachvollziehbar kann sogar oft stinklangweilig sein IMHO

z.B. falls du den Film Split kennst: vermutlich fokussierst Du dich dann auf das Mädel, das Opfer, was sie tun wird, wie sie mit dem Täter umgeht, ob und wie sie entkommt? Ich hingegen finde es (auch) total spannend, wie der "shizophrene" Täter drauf ist, was er macht, ich "fiebere" dann auch mit dem Täter mit, wie und ob er es schafft, nicht aufzufliegen - ich frage mich dann eher, was ich tun würde, wenn ich auch SO wäre, versetze mich also in den "Irren" oder versuche mir zumindest auszumalen, was er denken und tun könnte. Und daher kann die Figur auch das komplette Gegenteil von mir sein, zb ein mega unsympathischer schwuler perverser Rassist, der seine Sexualität nicht zugeben will und zu Strichern geht, die er danach (eigentlich im Selbsthass) bestialisch ermordet - und trotzdem "fiebere" ich mit, wenn der Film / die Geschichte gut gemacht ist. ;)

ps: hab mich mal eingeklinkt, weil es interessant ist
 
Verzeihung, das ist mein Fehler. Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte "unsere" Religionen, mit denen wir uns heute auseinandersetzen.
Na, in Star Trek wird beispielsweise noch geheiratet.

Und hier sind auch noch ein paar interessante FUnde verzeichnet: Bibel | Memory Alpha, das Star-Trek-Wiki | FANDOM powered by Wikia

Allein Cloud Atlas mit seinen vielen Ebenen ist schon echt genial gemacht, hier bin ich überfragt, ob "herkömmliche Religionen" eine Rolle spielen. Da ist das Seherlebnis zu lange her.
Diese Restaurant Arbeiterin wurde ja zur Revoluzzerin und in der Endzeit als Heilige angesehen. Das meinte ich.

Ah okay. Ein spannendes Beispiel wie ich finde. Mir geht es tatsächlich anders - oder ich gehe anders damit um. Wenn mir jemand sympathisch ist oder ich seine Beweggründe verstehen kann (auch wenn ich sie nicht zwangsläufig gutheiße), so fiebere ich in einem Film oder auch Buch anders mit.
Aber genauso kann man doch beim Film Maniac mitfiebern, wie und ob der Typ endlich mal geschnappt wird.
Dafür braucht es doch keine sympathische Figur.
 
Heutige Religionen in scifi? Da muss ich immer direkt an das hier denken:
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Na, in Star Trek wird beispielsweise noch geheiratet.

Und hier sind auch noch ein paar interessante FUnde verzeichnet: Bibel | Memory Alpha, das Star-Trek-Wiki | FANDOM powered by Wikia


Diese Restaurant Arbeiterin wurde ja zur Revoluzzerin und in der Endzeit als Heilige angesehen. Das meinte ich.


Aber genauso kann man doch beim Film Maniac mitfiebern, wie und ob der Typ endlich mal geschnappt wird.
Dafür braucht es doch keine sympathische Figur.

Ah, interessant! Das wusste ich gar nicht. Danke für den Hinweis.

Heilige ja, aber doch nicht in dem Sinne, wie wir Religion verstehen. Viel spannender finde ich dann die persönliche Auseinandersetzung, wie ein Roboter lieben kann (ohne spoilern zu wollen).

D.h. du kannst Filme nur gut finden, wenn Du den Charakter mehr oder weniger magst und dich fragen kannst, was du in dem Moment tun würdest? Interessant - ich finde es hingegen (auch) extrem faszinierend zu schauen, welche Dinge jemand macht, der eben so GAR nicht wie ich ist, vielleicht auch ein richtiges Arschloch, oder der auch einfach nur "krank" ist usw. - bei mir spielt es keine Rolle, ob mir der im Film gezeigte Charakter sympathisch ist, auch nicht ob ich dessen Verhalten nachvollziehen kann - im Gegenteil: sympathisch und nachvollziehbar kann sogar oft stinklangweilig sein IMHO

z.B. falls du den Film Split kennst: vermutlich fokussierst Du dich dann auf das Mädel, das Opfer, was sie tun wird, wie sie mit dem Täter umgeht, ob und wie sie entkommt? Ich hingegen finde es (auch) total spannend, wie der "shizophrene" Täter drauf ist, was er macht, ich "fiebere" dann auch mit dem Täter mit, wie und ob er es schafft, nicht aufzufliegen - ich frage mich dann eher, was ich tun würde, wenn ich auch SO wäre, versetze mich also in den "Irren" oder versuche mir zumindest auszumalen, was er denken und tun könnte. Und daher kann die Figur auch das komplette Gegenteil von mir sein, zb ein mega unsympathischer schwuler perverser Rassist, der seine Sexualität nicht zugeben will und zu Strichern geht, die er danach (eigentlich im Selbsthass) bestialisch ermordet - und trotzdem "fiebere" ich mit, wenn der Film / die Geschichte gut gemacht ist. ;)

ps: hab mich mal eingeklinkt, weil es interessant ist

Eingeklinkt, habe ich etwas verpasst?

Nein, also ich schaue gerne Filme, wo ich Charaktere verstehe oder nachvollziehen. Ich stelle mir die Fragen gern, muss es aber nicht um Spaß an einem Film zu haben. Ich mag Doppeldeutigkeiten. Ideen, hinter denen mehr steckt als simple Schwarz-Weiß-Malerei. Deswegen finde ich Star Wars auch auf Dauer öde. Es passiert halt nix, was irgendwie Bewegung in die Sache bringt. Wenn ich einen Charakter furchtbar finde, freue ich mich um so mehr, wenn er seine Ziele verfehlt. Sympathie kann mit hineinspielen. Entscheidungen, die ich vermutlich so niemals tun würde, finde ich deswegen interessant, weil ich dann die Auswirkungen sehe und die Kettenreaktion daraus. Die Komplexität einer menschlichen (Fehl-)Entscheidung aufzuzeigen finde ich sozial hochspannend.

Zu Split: Nein, gesehen habe ich ihn nicht, aber hier kommt es auch drauf an, wer mir sympatischer oder interessanter erscheint. Ist das Mädel zu naiv und zu oberflächlich, dann suche ich mir neue Figuren, die interessant sind. Ich habe jetzt den Film "Abgang mit Stil gesehen", hier ist auch die Frage, schaffen es die drei "Halunken" ihren Bankraub durchzusetzen? Ich selbst würde in meinem Leben keine Bank ausrauben, aber die drei Protagonisten sind mir sympatisch, haben verständliche Motive und ich fiebere mit, ob sie es schaffen.

Ausweglose Situationen oder wie Menschen damit umgehen. Das Menschsein oder schafft es ein Film einen Charakter "menschlich" zu gestalten, dass er lebendig wirkt und damit auch auf mich interessant wirkt.
 
Heutige Religionen in scifi? Da muss ich immer direkt an das hier denken
Sehr ignorant, dass Dudedism und das fliegende Spaghettimonster keine Erwähnung finden!


Schaut mal, was mir das Forum für mein unbekanntes Wort als Alternative vorgeschlagen hat:
Unbenannt4.PNG
Was ist da los? :D
 
Sehr ignorant, dass Dudedism und das fliegende Spaghettimonster keine Erwähnung finden!
Naja, den Dudedism verzeih ich ihnen mal, da The Big Lebowsky erst 4 Jahre nach dieser B5 Folge erschienen ist, aber dass Sinclair die Spaghettifresser ... aeh das Spaghettimonster nicht erwaehnt ist schon hart.

Um es mit den Worten einer anderen Religion zu sagen: "Steinigt ihn, steinigt ihn!!!" :ugly:
 
Um es mit den Worten einer anderen Religion zu sagen: "Steinigt ihn, steinigt ihn!!!" :ugly:
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