Oscars 2021: Persönliche Empfehlungen und Watschen der Redaktion

Maci-Naeem

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MichaelG

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Dunkirk als Referenz ? Sorry das kann ich nicht für Ernst nehmen. Der Film ist so ziemlich das unlogischste was man drehen kann.

Es geht um den Zeitraum im 2. WK wo die Deutschen während des Frankreichfeldzugs die Franzosen und Briten hätten einkesseln können bevor diese die Flucht über den Kanal antreten. Aber die deutschen Bodentruppen sind stehen geblieben, weil Göring das im Alleingang mit seiner Luftwaffe lösen wollte. Eine strategische Fehlentscheidung. Den Alliierten gelang aber so der Abzug von einem Großteil der Truppen und bot die Basis für eine spätere Rückkehr. Was geschehen wäre, wenn es Deutschland gelungen wäre, den Rückzug abzuschneiden und die Truppen zu vernichten ist offen. Soweit der geschichtliche Rahmen um den sich der Film dreht.

Aber die Darstellung: Eine der abstrusen Szenen: Der Gegner versteckt sich in am Ufer liegenden Schiffsrümpfen. Diese werden von schweren Geschossen regelrecht durchsiebt. Auch die wo die Personen drinliegen und in unmittelbarer Nähe von denen. Der Gegner hätte zumindestens durch Metallsplitter oder direkte Treffer schwer verletzt werden müssen oder hätte tot sein müssen. Aber was ist im Film ? Da kriechen die Briten nach dem Beschuß locker und flockig aus dem Wrack. WTF??

Der Film ist so was von verdreht und unlogisch und erinnert mich vom unlogischen Aufbau und Szenerien her an die finale Folge der russischen Serie Die Befreiung. Die ersten Teile der Serie sind da top. Keine Frage. Aber in der finalen Rolle drehen die irgendwie durch. Die rennen ohne Deckung in den Reichstag, halten die AK links und rechts locker hin drücken ab. Die Deutschen fallen wie die Fliegen um und die frei stehenden Russen bekommen keine einzige Kugel ab. Das ist blankes WTF-Kino nach einer Serie die eigentlich so gut und "realitätsnah" gedreht worden war.

Das Thema Dünkirchen hätte ein so gutes Filmthema abgeben können. Aber Nolan hat daraus einen Braindead Popcornfilm (Actioner) gemacht statt einem durchdachten Drama.

Aber so ist Dünkirchen für mich einer der schlechtesten Kriegsfilme der letzten Zeit (leider). Obwohl das Thema enorm viel Potential geboten hat. Gehört mit in eine Liga zu Red Tail oder auch White Tiger (das ist auch so ein Rotz).

Kein Vergleich zu einem Band of Brothers oder The Pacific, Luftschlacht um England oder auch Squadron 303 (Geschichte um eine polnische Fliegerstaffel in der RAF). Da hatte selbst ein durchwachsener Film wie Kamikaze - Ich sterbe für Euch alle mehr aus seinem Potential gemacht. Wenn da auch deutlich mehr drin gewesen wäre.

Dünkirchen war durch und durch ein Fehlschlag in meinen Augen. Aber mit Sicherheit keine Referenz die man heranziehen kann.
 
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Loosa

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Also dass Borat eine Erwähnung wert ist, aber nicht "Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga"? Tststs.
Die bekamen eine Nominierung für Bestes Lied. Ausgerechnet. :B

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Als ewiger, ironischer Beobachter des Spektakels fand ich das eine wunderbar treffende Hommage.
 

knarfe1000

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Bei den Oscars geht es doch gar nicht mehr um filmische Qualität sondern hauptsächlich um Woke-Themen. Das wurde in den letzten Jahren geradezu absurd. Filme bekommen ja quasi Bonuspunkte, wenn PoC mitspielen - egal ob es passt oder nicht.

Sehe mich daher auch als ironischer Beobachter dieser Unsinnsveranstaltung.
 

MichaelG

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Welchen Artikel hast Du gelesen?
Lukas erwähnt dass er Dunkirk nicht gesehen hat, der Film scheint bei Dir ja einen Beissreflex auszulösen :-D
Beißreflex nicht. Aber wenn ich schon höre Dunkirk und viele sagen es wäre angeblich Nolans bester Film naja ich weiß ja echt nicht. Den Film zu kaufen habe ich echt bereut. Und das ist nur einer von wenigen Filmen in den letzten Jahren die ein Fehlgriff gewesen sind (abgesehen von White Tiger).

Die Batman-Trilogie von Nolan ist Top. Interstellar bis auf ein paar "Freiheiten" bezüglich Wurmlöchern auch (normalerweise würde er am Ereignishorizont in Spaghettis zerrissen. Aber E=MC², Einsteins Gravitationswellen und Einsteins Relativitätstheorie wurden soweit filmisch machbar gut umgesetzt. Der Film war auch bildgewaltig und beeindruckend. Insbesondere die Heimkehr war mit Kloß im Hals.

Was Tenent betrifft muß ich mir den Film mal in aller Ruhe zu Gemüte führen um den komplett zu verstehen. Wie bei Inception ein Film den man nicht mal nur so nebenbei aufnehmen kann.

Aber Dunkirk ? Der Film ist wirklich so ziemlich die abstruseste Grütze die man auf einer historisch korrekten Basis drehen kann. Da sind viele neuere russische Filme (abgesehen vom geistigen Dünnschiss White Tiger) deutlich besser.

AK47 zum Beispiel. Von wirklichen Referenzprojekten wie Band of Brothers, The Pacific ganz zu schweigen.
 
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