Der geschichtliche Hintergrund auf der Seite ist imho sehr interessant, besonders durch diese Informationen wird bereits eine ziemlich düstere Atmosphäre geschaffen. Nur schockiert mich etwas der "Inhalt" des Spiels. Wenn ich die PR-Texte richtig deute, dann gibt es kein richtiges Plot, keine Geschichte, und keine "Missionen". Als Spieler läuft man eben frei (!) durch die Zone, plant Angriffe, findet Artefakte, und verkauft diese um Geld für neue Waffen und bessere Ausrüstung zu erhalten. Diese Freiheit ist begleitet von Tag und Nachtwechseln, animierter Tierwelt und sich anpassender KI. Also eine Art "Umgebungssimulator".
Ich bin gespannt ob dieses Konzept auch Spaß machen wird, oder ob es auf die Dauer genauso öde wird wie bei Gothic 3, wo man auch kaum richtig gute Quests oder einen motivierenden Handlungsfaden hatte, stattdessen aber eine sehr große Welt mit vielen Ereignissen, Tieren und Gegnern. Mir fehlt da auf Dauer etwas die Motivation. Durch Gegenden zu ziehen, Gegner zu beseitigen, den Sonnenuntergang zu beobachten und mit anderen Figuren kleine Quests erfüllen macht zwar die ersten drei Stunden Spaß, aber anschließend wünsche zumindest ich mir einen Handlungsrahmen der Dynamik mit Storytellig verbinden kann. Also genau das Element, was imho bei Gothic 3 gänzlich gefehlt hat, bzw. nur unzureichend realisiert war.
Ich bin daher gespannt ob Stalker tatsächlich motivieren kann, bzw. auch mehr bietet als nur einen großen Spielplatz und reichlich Schusswaffen.
Nach der langen Entwicklungszeit hätte man ja einen funktionierenden Handlungsrahmen irgendwie erwarten können...
Regards, eX!