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News - PC Games Exklusiv: Horrortrip #1: Die schlimmsten Presse-Events

Hmmm, ich hab zwar ganz durchgehalten (die literarischen Ausschweifungen überlesend), kann aber nicht verstehen was jetzt an diesem Arbeitstag so schlimm gewesen ist:

*früh aufstehen
-> was ganz normales
*am Flughafen den falschen Weg einschlagen und dann von ner nervenden Tussi drauf hingewiesen werden müssen
-> prinzipiell selbst schuld
*später als erwartet vom Abholer aufgegabelt werden
-> kann passieren
*nach Wartezeit und kleineren Umwegen ohne herzlich aufgenommen zu werden, anstatt allein ein Interview zu dritt ein Interview kriegen
-> Journalisten-Alltag, muß man gewappnet sein davor
*sich dabei nicht durchsetzen
-> hmmm wie schon im Roman beschrieben - selbst schuld

Sorry ich seh nicht was daran so schlimm war, solang man sich's nicht selber so schwer macht.
Im Prinzip ist ja Milchreis und der PR-Mensch selbst schuld, weil sie dadurch nicht die nötige PR kriegt. Wer gute PR will, müsste auch die Reproduzierenden (Journalisten) dieser gut behandeln.
Würde mir das daher nicht zu sehr auf die Nerven gehen lassen und zu sensibel auf solche Situation reagieren...

Ich als Hobbypsychoanalytiker sehe nebenbei durch die in den Ausschweifungen beschriebenen inneren Reaktionen auf bestimmte Situationen eine leichte aber nicht zu vernachlässigende Soziophobie, generell schwache Nerven und ausgeprägte Sensibilität gegenüber "nicht gemachten Nestern" :-) - also eine Art generelle Hilflosigkeit gegenüber unvorhergesehenen Situationen. Das macht auch für den Journalisten hier diesen Tag so nervtötend und schwierig.

Daheim/ in der Redaktion vor dem PC ist es halt doch am schönsten ;-)

(Ich persönlich würd den Artikel wieder entfernen, zeichnet meiner Meinung nach kein gutes Bild vom Journalisten und bewirkt zumindest bei mir keinerlei Mitleid für den "harten Job als Spieleredakteur")
 
Also dazu muss ich jetzt auch mal noch was sagen.
Ich glaube der Mann ist weder schüchtern, noch verunsichert, etc...

Er ist einfach rücksichtsvoll und hat keine Lust, anderen Leuten nur aufgrund ihrer Ignoranz und Arroganz, ins Wort zu fallen, und sich somit auf ihr Niveau zu begeben. Mir geht es ähnlich. Wenn mich jemand nicht zu Wort kommen lässt, oder mir dauernd ins Wort fällt, dann breche ich die Konversation ab. Ich habe nämlich keine Lust mich auf eine Kindergarten Diskussion ala Friedman einzulassen... :rolleyes:

Ich kann das also nur gut nachfühlen.


Wenn ich mich irre, darf mich der betroffene Redi gern korrigieren.
 
GorrestFump am 25.10.2007 12:28 schrieb:
Hmmm, ich hab zwar ganz durchgehalten (die literarischen Ausschweifungen überlesend), kann aber nicht verstehen was jetzt an diesem Arbeitstag so schlimm gewesen ist:

*früh aufstehen
-> was ganz normales
*am Flughafen den falschen Weg einschlagen und dann von ner nervenden Tussi drauf hingewiesen werden müssen
-> prinzipiell selbst schuld
*später als erwartet vom Abholer aufgegabelt werden
-> kann passieren
*nach Wartezeit und kleineren Umwegen ohne herzlich aufgenommen zu werden, anstatt allein ein Interview zu dritt ein Interview kriegen
-> Journalisten-Alltag, muß man gewappnet sein davor
*sich dabei nicht durchsetzen
-> hmmm wie schon im Roman beschrieben - selbst schuld

Sorry ich seh nicht was daran so schlimm war, solang man sich's nicht selber so schwer macht.
Im Prinzip ist ja Milchreis und der PR-Mensch selbst schuld, weil sie dadurch nicht die nötige PR kriegt. Wer gute PR will, müsste auch die Reproduzierenden (Journalisten) dieser gut behandeln.
Würde mir das daher nicht zu sehr auf die Nerven gehen lassen und zu sensibel auf solche Situation reagieren...

Ich als Hobbypsychoanalytiker sehe nebenbei durch die in den Ausschweifungen beschriebenen inneren Reaktionen auf bestimmte Situationen eine leichte aber nicht zu vernachlässigende Soziophobie, generell schwache Nerven und ausgeprägte Sensibilität gegenüber "nicht gemachten Nestern" :-) - also eine Art generelle Hilflosigkeit gegenüber unvorhergesehenen Situationen. Das macht auch für den Journalisten hier diesen Tag so nervtötend und schwierig.

Daheim/ in der Redaktion vor dem PC ist es halt doch am schönsten ;-)

(Ich persönlich würd den Artikel wieder entfernen, zeichnet meiner Meinung nach kein gutes Bild vom Journalisten und bewirkt zumindest bei mir keinerlei Mitleid für den "harten Job als Spieleredakteur")

absolute Zustimmung! finde auch nichts besonderes and der geschichte und es wirkt eher negativ auf meine meinung über den redakteur, auch wenn die sowieso niemanden interessiert...sehr unpassend einfach und ich kann die anderen leute nicht verstehen die hier sonst irgendwelche mitgefühle zeigen und sich an ihr eigenes leben erinnert fühlen...

Farra
 
Chemenu am 25.10.2007 12:52 schrieb:
Also dazu muss ich jetzt auch mal noch was sagen.
Ich glaube der Mann ist weder schüchtern, noch verunsichert, etc...

Er ist einfach rücksichtsvoll und hat keine Lust, anderen Leuten nur aufgrund ihrer Ignoranz und Arroganz, ins Wort zu fallen, und sich somit auf ihr Niveau zu begeben. Mir geht es ähnlich. Wenn mich jemand nicht zu Wort kommen lässt, oder mir dauernd ins Wort fällt, dann breche ich die Konversation ab. Ich habe nämlich keine Lust mich auf eine Kindergarten Diskussion ala Friedman einzulassen... :rolleyes:

Ich kann das also nur gut nachfühlen.


Wenn ich mich irre, darf mich der betroffene Redi gern korrigieren.


Das kann gut sein und das sind ja prinzipiell löbliche und erstrebenswerte Eigenschaften.
Bringen dich aber in dem Punkt an dem es wie hier um den Beruf geht leider nicht weiter, da zählen die Ellenbogen und Nervenstärke. Wer eins oder beides davon nicht hat der tut sich nicht leicht und kämpft ständig mit seinem dadurch so "harten Beruf" und den nervigen Situationen.

Alles ist so schwer wie man's nimmt.
 
GorrestFump am 25.10.2007 13:10 schrieb:
Bringen dich aber in dem Punkt an dem es wie hier um den Beruf geht leider nicht weiter, da zählen die Ellenbogen und Nervenstärke.

Ich sag jetzt einfach mal, dass ich den Beruf des Fachredakteurs zur Zufriedenheit der Beteiligten ausübe. Vielleicht abgesehen von den Publishern, unter denen gelegentlich ein Hauch von Nervosität wahrzunehmen ist, wenn ich als Tester bekannt werde. ;)

Es stimmt übrigens schon, Ellenbogen und Nervenstärke sind von Vorteil. Aber damit kannst du nur arbeiten. Um wirklich wahrgenommen zu werden, bedarf es einer ausgeprägten Sensibilität. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht. Für andere mögen andere Wahrheiten gelten.
 
GorrestFump am 25.10.2007 12:28 schrieb:
(Ich persönlich würd den Artikel wieder entfernen, zeichnet meiner Meinung nach kein gutes Bild vom Journalisten und bewirkt zumindest bei mir keinerlei Mitleid für den "harten Job als Spieleredakteur")

Als Autor spielt man immer ein bisschen mit dem Feuer, wenn man Humor oder Ironie als Form des Ausdrucks wählt. Die Gefahr von Missverständnissen ist groß, und deshalb hoffe ich jetzt mal, dass du den Text nicht so ernst interpretiert hast wie ich befürchte... :)
 
"Genauso warte ich in Interviews, bis es jemand, der es anscheinend ganz dringend nötig hat, seine Fragen loswird. Vielleicht droht ihm der Chef mit der Kündigung, man weiß derlei ja nie."

Thomas, du hast mein vollstes Mitgefühl!!!!! Diese Situation kenn' ich echt bis zum geht nicht mehr. Klar denkt man sich dann manchmal: Oh Gott vielleicht hätt' ich doch was anderes lernen sollen. Die Finesse allein der obigen Geschichte sollte aber jedem Anwesenden schon klarmachen, dass Kollege Weiß genau den richtigen Job hat!
 
Danke für den frischen Beitrag!

Das für mich ausgemachte Eitergeschwür der Spiele-Branche ist ihr Aufstieg in das kalte Kunstvakuum der Professionalität. Es geht immer häufiger, oder besser immer offensichtlicher darum, die Bedürfnisse der Spieler in Profit umzumünzen. Auf Seiten der Spiele-Publisher und Gaming-Zeitschriften.

Jeder Bericht, der zum Hauptanteil aus Pressematerial erarbeitet wurde und ohne gewissenhafte "Recherche" entstand, ist ein faules Ei, das der verantwortliche Verleger dem seriösen Journalismus ans Haupt klatscht.

In dem Publizitäts-Affenzirkus der Spielebranche überhaupt von Journalismus zu sprechen ist wie, "Deutschland Sucht den Superstar" als ernsthafte Künstlerschmiede zu deklarieren.

Bei so viel Schatten muss es auch ein Handlämpchen geben. Ja, das tut es. Wie zb. ein Herr Weiß und andere, zu zeigen wissen. :top:
 
Tolle Geschichte aus dem Alltag Herr Weiß. Find manche Kommentare hier echt ein wenig unangebracht, so nach dem Motto "schicksalschicksal". Ich finde das der Text gut verdeutlicht das es nicht ein Traumberuf ist, Spieleredakteur zu sein, sondern ein Beruf wie jeder andere auch.
 
Einer der besten, wenn nicht der beste Artikel, den ich in den letzten Jahren auf dieser Seite gelesen habe. Das soll nicht heißen, dass der Rest schlecht war, nein; dieser Leidensbericht war nur außerordentlich informativ, unterhaltsam und sehr lesenswert! Man kann richtig mitfühlen, die Atmsophäre der Konferenz ist wunderbar geschildert. Bravo, Herr Weiß!
Jetzt bleibt nur noch die Frage, welches Spiel in der nächsten PC Games angekündigt wird, das neun Missionen umfasst - bzw. welche Damen und Herren für dieses Spiel verantwortlich sind.
 
ThomasWeiß am 25.10.2007 11:36 schrieb:
blubblah am 25.10.2007 11:19 schrieb:
Ich lese recht gerne. Hab erst "Der Schwarm" durch

Der Schwarm schmiegt sich beim Lesen ja auch geschmeidig in die Gehirnwindungen hinein. Versuch dich mal an etwas, das dir entgleitet. Dann wirst du feststellen, ob du wirklich gerne liest oder lieber andere Arten der Gedankenerzeugung bevorzugst. :)

Der Schwarm hatte aber auch ordentliche Strecken, wo ich dachte, hoffentlich kommt da noch mal was.
Klar, es ist kein King Text, den du geschrieben hast, wenn du das könntest, würdest du auch nicht bei Computec arbeiten, sondern Bücher schreiben. Ich les eigentlich so ziemlich alles gerne, besonders wenn ich auf dem Klo bin, da les ich auch schon mal die Beschreibung und Anleitung von Reinigungsmitteln durch. Hätte ich Klopapier mit einem Fortsetzungsroman, würde ich wohl nie runter kommen.

Hoffentlich schockt es dich jetzt nicht, dass die PC Games und die SFT zu 90% auf dem Klo gelesen werden. Freu mich schon auf Samstag, da gibts wieder nachschub :)

Wenn ich heute abend noch mal Zeit habe, druck ich mir den Text aus und les den noch mal durch. Lange Texte les ich lieber auf Papier, als auf LCD. Dann sag ich dir noch mal meine Meinung dazu.
 
blubblah am 25.10.2007 16:38 schrieb:
Wenn ich heute abend noch mal Zeit habe, druck ich mir den Text aus und les den noch mal durch. Lange Texte les ich lieber auf Papier, als auf LCD. Dann sag ich dir noch mal meine Meinung dazu.

Würde mich natürlich freuen, wenn du ihm noch ne Chance gibst, aber das soll kein Zwang sein. Ich bin nicht eingeschnappt oder sonstwas; von der Vorstellung, jeden Leser zu erreichen, bin ich längst abgekommen. Das ist illusorisch. Die einen finden gut, die anderen finden schlecht, was man macht. Schlimm wäre Gleichgültigkeit. :)
 
Farragut am 25.10.2007 13:02 schrieb:
[..]sehr unpassend einfach und ich kann die anderen leute nicht verstehen die hier sonst irgendwelche mitgefühle zeigen und sich an ihr eigenes leben erinnert fühlen...

Farra
Ich glaube nicht, dass der Text Mitgefühl hervorrufen sollte.
Auf jedenfall ein sehr schön geschriebener, unterhaltsamer Artikel auf pcg.de :top:
 
Mensch Thomas, du kannst solche Texte "aus dem Leben" wirklich verdammt gut schreiben. Am Anfang habe ich erst gedacht "omfg 10 Seiten", aber die gingen runter wie warme Butter. Sowas kann hier ruhig öfter stehen!
 
Fand den Text eigentlich gut, aber Ähnliches ist in vielen Blogs zu finden.
Du hättest dich deswegen ruhig kürzer fassen können, die ganzen kleinen Anekdoten und Anspielungen lockern den Text zwar auf, fand ich aber zu häufig und daher in ihrer Gesamtlänge viel zu extrem (machen sicherlich 3 der 10 Seiten aus).

Ansonsten eine nette Entschuldigung für einen Standardtest ;)
 
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