AW:
Das Problem für die von dir genannten Probleme ist, dass es hier keine einfachen oder ählich populäre und billige "Lösungen" wie ein Verbot der betreffenden Spiele gibt (Wirkung mal gar nicht betrachtet). Zudem wird an solche Sachen weit weniger emotional rangegangen, als wie bei den Computerspielen ("10% Arbeitslosigkeit, in Frankreich schlagen sich die Jugendlichen wegen Arbeitslosigkeit und mangelnder Integration die Köpfe ein, wen kackts das? Aber dass mein Sohn Quake spielt, geht mal gar nicht"). Die gewaltlastigen Spiele zu verbieten, ist m.Mn zum großen Teil durch Ideologien durchwirkt, und soll dem Bürger suggerieren, welch großes Problem das ist, und wie handlungsfähig die Politik doch ist. Dass nur Studien zitiert werden und nur Personen zu Wort kommen , die mit der eigenen Meinung übereinstimmen, ( bzw mit Beifall belohnt werden) zeigt ja so einiges.
Aber wenn ich mir diese alten Herren so anhöre, die behaupten, nur 50% der Eltern haben ausreichend Medienkompetenz (demnach auch nur max 50% von ihnen) frage ich mich, warum plötzlich jeder in der Lage zu sein scheint, die Lage wahrheitsgetreu zu beurteilen, und warum sämtliche meiner Freunde, die auch Ballerspiele spielen, im RL allesamt friedliebende Personen sind. Viele Minister kommen aus irgend einem Beruf/Studium, der nichts mit ihrem späteren Aufgabenbereich in der Politik zu tun hatte, trotzdem benehmen sie sich so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Naja, in spätestens 3 Jahrzehnten sitzen dann Leute aus unserer Generation, die Ballerspiele aus erster Hand erlebt haben, in deren Sessel und ich hoffe mal, dass sie die Lage neutraler und weniger von oben herab behandeln, als unsere "Vertreter" heute.
eX2tremiousU am 21.11.2008 15:12 schrieb:Er sei ein Befürworter der Verbots-Idee, gewalthaltige Videospiele und Horrorfilme seien der "stärkste Risikofaktor für Gewaltkriminalität."
Aha, und ich dachte immer die primären Faktoren für ein gesteigertes Gewaltpensum mit kriminellen Ausläufern wären:
- Arbeitslosigkeit
- Schlechte Integration
- Fehlende Perspektiven (Leiharbeit, Billiglohnsegment, fehlende soziale Absicherung)
- Emotional beeinträchtigter Prozess des Ranreifens (häusliche Gewalt, Vergewaltigung)
- Bildungsmisere (Einteilung in Schulformen aufgrund der sozialen Situation / Hautfarbe)
- Drogenkonsum und die oftmals begleitende Beschaffungskriminalität
- Psychischer Stress (herbeigeführt durch Mobbing, Unterdrückung, Ignorierung)
Regards, eX!
Das Problem für die von dir genannten Probleme ist, dass es hier keine einfachen oder ählich populäre und billige "Lösungen" wie ein Verbot der betreffenden Spiele gibt (Wirkung mal gar nicht betrachtet). Zudem wird an solche Sachen weit weniger emotional rangegangen, als wie bei den Computerspielen ("10% Arbeitslosigkeit, in Frankreich schlagen sich die Jugendlichen wegen Arbeitslosigkeit und mangelnder Integration die Köpfe ein, wen kackts das? Aber dass mein Sohn Quake spielt, geht mal gar nicht"). Die gewaltlastigen Spiele zu verbieten, ist m.Mn zum großen Teil durch Ideologien durchwirkt, und soll dem Bürger suggerieren, welch großes Problem das ist, und wie handlungsfähig die Politik doch ist. Dass nur Studien zitiert werden und nur Personen zu Wort kommen , die mit der eigenen Meinung übereinstimmen, ( bzw mit Beifall belohnt werden) zeigt ja so einiges.
Aber wenn ich mir diese alten Herren so anhöre, die behaupten, nur 50% der Eltern haben ausreichend Medienkompetenz (demnach auch nur max 50% von ihnen) frage ich mich, warum plötzlich jeder in der Lage zu sein scheint, die Lage wahrheitsgetreu zu beurteilen, und warum sämtliche meiner Freunde, die auch Ballerspiele spielen, im RL allesamt friedliebende Personen sind. Viele Minister kommen aus irgend einem Beruf/Studium, der nichts mit ihrem späteren Aufgabenbereich in der Politik zu tun hatte, trotzdem benehmen sie sich so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Naja, in spätestens 3 Jahrzehnten sitzen dann Leute aus unserer Generation, die Ballerspiele aus erster Hand erlebt haben, in deren Sessel und ich hoffe mal, dass sie die Lage neutraler und weniger von oben herab behandeln, als unsere "Vertreter" heute.

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