Die Online-Community des offiziellen Forums zu Il2 hat folgende Stellungnahme verfasst:
Wir, die Online-Community der von Oleg Maddox geschaffenen Flugsimulationsreihe Il-2, sind nicht nur als Fans dieser Serie sondern vor allem als Flugsimulationsbegeisterte enttäuscht über die Qualität dieses Tests. Die Hauptkritikpunkte, die Sebastian Thöing anbringt, sehen wir nämlich in seiner unzureichenden Beschäftigung mit der Simulation begründet, nicht dem Produkt selbst.
Eine Simulation wie Il-2 brilliert durch ihren unübertroffenen Realismus und verdient einen Test mit Einstellungen, die diesem Realismus Rechnung tragen. Dass dies nicht der Fall war, wird später noch angesprochen. Allein dass unserem Eindruck nach wohl kein Joystick zum Einsatz kam, verdeutlicht die Oberflächlichkeit des Tests. Denn dieser ist unbedingt erforderlich für Flugsimulationen.
Ganz besonders nahe ging uns der hämische Kommentar „so viel zum Realismus”, als Sebastian Thöing mit den Bordwaffen seines Flugzeuges auf ein Kriegsschiff schoss und glaubte, es sei versenkt, nur weil die Meldung vom erfolgreichen Abschluss der Mission kam. Tatsächlich waren es seine virtuellen Kameraden, die dies mit ihren Erfolgen bewirkten. Wie man im Video erkennen kann, hatte sein Ziel keinen Schaden genommen. Die tatsächliche Versenkung auch nur eines Schiffes durch den Tester hätte ihm das klar machen sollen.
Dass er mit einem dezidiert zum Luftkampf geschaffenen Jagdflugzeug fast ausschließlich Bodenziele ins nicht korrekt eingestellte Visier nahm, ist nur eine von vielen Unzulänglichkeiten des Tests. Die Gegenwehr, deren Mangel beklagt wurde, lässt sich z.B. durchaus regulieren. Um dies zu wissen, ist lediglich das Lesen der beigefügten Textdokumentation erforderlich, genannt Read-Me. Wenn das nicht geschieht, ist nach unserer Einschätzung kein ernsthafter Test möglich.
Da wir größtenteils beträchtliche Erfahrungen im simulierten Fliegen mit der Il-2-Reihe besitzen, fiel es uns leicht zu erkennen, dass Herr Thöing sich nicht intensiv mit der Simulation auseinandergesetzt hat. Das erstaunt insbesondere dann, wenn er behauptet die Vorgänger zu kennen, von denen der erste immerhin 2001 erschien.
Eine Landung ohne ausgefahrenes Fahrwerk, wie wir sie sehen mussten, zeugt unseres Erachtens wohl kaum von wie auch immer gearteter Qualifikation eine Flugsimulation zu bewerten. Solch grundlegende Dinge werden im Spiel durch einführende Videos und Trainingsmissionen vermittelt, wobei die beigefügte Textdokumentation in PDF- und TXT-Format zusätzliche Unterstützung für Fluganfänger bietet.
Es muss darüber hinaus betont werden, dass die im Test dargestellte Pearl-Harbour-Mission Bestandteil eines längst erschienenen Titels aus 2005 (IL-2 Sturmovik: Pacific Fighters) ist. Das Testprodukt „IL-2 Sturmovik: 1946” hingegen stellt die Integration aller bislang erschienenen Teile sowie Add-Ons und dem Bonus neuer Erweiterungen dar.
Die ungeahnten Möglichkeiten werden vom Test nicht im Ansatz erfasst. Ob man mit Vorkriegsdoppeldeckern über die Steppen Russlands brausen will oder mit modernsten deutschen Düsenjägern in luftigen Höhen feindliche Bomber abfangen möchte, die Möglichkeiten und Szenarien sind so weitläufig wie die Konflikte des Zweiten Weltkrieges selbst. Der Titel lässt auch ahnen, dass es zudem als Bonbon endlich einen Nachfolger des legendären Lucas-Arts Hits „Secret Weapons of the Luftwaffe” gibt.
Der Testbericht vermittelte ein für unser Befinden unzumutbares Bild dieser liebevoll gestalteten Simulation, deren Schöpfer nach wie vor in engem Kontakt zu seinen Fans steht. Weder er noch sein Team oder seine Fans haben einen derartigen Test verdient.
Respektvoll,
die Online-Community des offiziellen Forums zu Il-2