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News - GTA 4: GTA 4: Negativschlagzeilen sind laut Rockstar vorprogrammiert

eX2tremiousU am 05.02.2008 12:20 schrieb:
Primär verniedlichte GTA in meinen Augen stets tatsächliche Probleme
Mach aus verniedlichte -> persiflierte. Dann stimm ich dir zu.

Gerade Mafia ging da deutlich effektiver und glaubwürdiger vor. Die moralische Komponente rund um Freundschaft, Loyalität, Verrat und Liebe wurde aufgrund der nötigen Seriosität im Spielfluss gut - und nachvollziehbar! - veranschaulicht.
Diese Seriösität kann aber genauso zur Angriffsfläche werden. Bei GTA kann man mit der Abstraktion argumentieren, bei Mafia geht das nicht. Das Spiel geriet ja auch in die Kritik bei Anti-Mafia-Organisationen. Am Ende ist es wohl egal, ob der Ansatz abstrakt oder realistisch ist - kritisieren kann man immer.

Ich musst schon etwas stutzig gucken, als du GTA:SA hier tatsächlich gesellschaftskritische Aspekte ankreiden wolltest.
Naja, es gibt solche und solche Gesellschaftskritik. GTA ist weniger Martin Luther King, mehr Michael Moore. GTA ist eigentlich genau so wie die Simpsons. Einzelne Charaktere stehen symbolisch für ganze Gesellschaftsschichten. Es ist polemisch, übertrieben, pauschalisierend und alles andere als politisch korrekt. Das heisst aber nicht, dass keine Hintergedanken vorhanden wären. Wolfner hat ja in seinem Posting schon ein paar Beispiele genannt. Besonders in der Radiowerbung ist das mMn überdeutlich rübergekommen, z.B. die Anspielungen auf Massentierhaltung und allgemeine Politik der Fast Food-Industrie in den Cluckin Bell Werbespots, die Army-Rekrutierungs-Werbespots, die Werbespots für diese "You need to be poor, so give me your money"-Seminare, usw. Korrupte Polizisten, Freunde, denen Geld wichtiger ist als Freundschaft, drogenverseuchte Ghettos, bewaffnete Zivilisten, ... Lies dir mal den Wiki-Artikel durch, besonders den Absatz über die Anspielungen. Von mir aus nenn es nicht Sozialkritik, nenn es wie du willst. Aber es ist und bleibt eine schonungslose Darstellung, ein Spiegel vor dem Gesicht der US-amerikanischen Gesellschaft.

Wie HanF schon gesagt hat, es kann doch nicht sein, dass Games plötzlich einen sozialkritischen Ansatz haben müssen. Ich will ja jetzt auch gar nicht lange über dieses Thema diskutieren, ich wollte nur diese seltsame Argumentation von Zubunapy entkräften. Gestern hat er noch in höchsten Tönen von Hitman geschwärmt, und jetzt sieht er plötzlich in GTA eine potentielle Gefahr! Warum darf Hitman einfach Hitman sein, aber GTA soll irgend eine relativierende Moralkeule auspacken?

SSA
 
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