AW: News - Google: Street View kommt noch 2010 - Jetzt Widerspruch einlegen
http://www.bildblog.de/21374/d...
Die schlechtesten Gründe gegen "Street View"
Juliane Winterberg (19), Sozialfachangestellte aus Gerstungen: "Ich sonne mich oft im Bikini auf der Terrasse. Durch Google finden Spanner doch sofort mein Wohnhaus."
woher sollten spanner wissen wo diese dame wohnt?
bis auf ihren auftritt in der BLÖD wusste bisher keine wo Juliane Winterberg lebt und wer Juliane Winterberg überhaupt ist
Jeanette Biedermann (30), Sängerin: "Ich werde mein Haus schwärzen
lassen. Ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen von 'Street View’
glücklich wären, dass man ihnen beim Nacktbaden im Garten zuschaut."
oh ist 'Street View’ ne live webcam die immer on sind ?
Anni Brandt (7

, Rentnerin aus Waltrop: "Es ist praktisch, ich konnte
mir zum Beispiel das Haus eines Freundes in Amerika anschauen. Aber wenn
mich Leute auf meinem Balkon sehen, finde ich das nicht gut."
oh ist 'Street View’ ne live webcam die immer on sind ?
Mirja (34) und Sky du Mont (63): "Wir wollen unser Haus auf jeden Fall
schwärzen lassen. 'Street View’ fördert Kriminalität. Und wir möchten
nicht, dass jemand unsere Kinder beim Spielen im Garten sieht."
oh ist 'Street View’ ne live webcam die immer on sind ?
Tina Ruland (42), Schauspielerin: "Das ist Verletzung der Privatsphäre.
Wenn ich meinen Wohnort entdecken würde, dann würde ich sofort Einspruch
erheben. Bedenklich wäre es vor allem, wenn mein Kind zu sehen wäre."
oh ist 'Street View’ ne live webcam die immer on sind ?
Nun könnte man natürlich fragen, warum die "Bild"-Zeitung diese
Menschen (und die Leser) nicht darüber aufklärt, dass diese Urteile auf
falschen Annahmen beruhen. Das ist aber vermutlich die falsche Frage.
Unter den bekennenden "Street View"-Gegnern findet sich nämlich auch
dieser:
Martin Wichmann (53), BILD-Redakteur: "Ich habe mir
bewusst ein Haus gesucht, das nicht von allen Seiten einsehbar ist. Das
soll jetzt nicht durch Google auf den Kopf gestellt werden."
Wie es Google schafft, von der öffentlichen Straße aus Dinge zu
sehen, die für andere nicht einsehbar sind; ob die Firma nach Ansicht
des "Bild"-Mannes spezielle Kameras hat, die durch Mauern fotografieren
können, oder ob sie eigene, sagen wir: "Leser-Reporter" dafür einsetzt,
bleibt offen.
und hier sieht man mal wieder wie die BLÖD die bevölkerung verblöden lässt
52% wollen kein Google Streetview,wobei nur 10.000 sich beschwert haben
. So ziemlich alle von ihnen, die im
Internet anwesend sind, jedoch nutzten unter Garantie Google und
geben damit praktisch auch ein Stückweit Persönlichkeit von sich an
Google weiter - ihr Suchverhalten und ihre Interessen. Oder sie sind
gar noch bei Facebook und Co registriert.
Wer sieht da den Widerspruch? Der bekommt von mir nen Keks!
Wichtig ist, dass MAN SELBST weiß, wer man ist. Bei Google jedoch ist
man nur eine simple ID, bei Streetview ist man mit seiner WOHNUNG auf
einem Bild - doch kein Schwein könnte jemals eine Verbindung
dazwischen herstellen. Das weiß man nur selbst, niemand sonst. Wo
also ist das Problem?
Letztens erst im TV, bei den Nachrichten. Ein Reporter fragt eine
Passantin, was sie von Streetview hält. "Es muss ja nicht jeder
wissen, wo ich wohne!" - Sorry, das ist an Blödheit einfach nicht
mehr zu überbieten.
Zum einen: Steht bei Streetview etwa, wer wo wohnt? NEIN. Zum andren:
Wer bitte ist so dumm, lässt sich abfilmen und mit dem Wissen
interviewen, dass einen potentiell Millionen Deutsche im TV in den
Nachrichten sehen werden? Was ist da bitte schlimmer: Streetview im
Internet, wo man potentiell maximal sein eigene Wohnung findet (oder,
wenns wirklich hart auf hart kommt, auf einem Foto), oder ein
Interview, welches im TV ausgestrahlt wird - wo gibt man seine
Persönlichkeit mehr preis?
Außerdem: Was bitte ist mit den ganzen Touristen? Die fotografieren
auch wie die blöden und stellen dann die Bilder häufig auch ins Netz
- ohne Einverständnis der potentiell mit aufgenommenen Personen.
Komisch, da mosert niemand, oder? Einfach mal die Google Bildersuche
bewegen (oder sonst irgend eine) und mal nach Städten suchen. Ich
wette, dass, wenn man lange genug sucht, sehr viele dort auch ihre
Wohnung finden würden, insbesondere dann, wenn man in unmittelbarer
Nähe von Touristenzielen wohnen. Oder man ist zufällig gar auf einem
Touristenfoto drauf (ist mir tatsächlich selbst schon passiert).
Was hindert mich denn daran (abgesehen vom Aufwand), ganz Lübeck
abzufotografieren und alle Fotos unter CC-Lizenz ins Internet zu
stellen? Nichts und niemand, dagegen könnte auch kein Schwein klagen.
Es ist öffentlicher Raum, wo man damit rechnen muss abfotografiert zu
werden. Selbstredend würde ich Beschwerden wahr nehmen und Personen
auf Anfrage unkenntlich machen. Aber niemand könnte mich zwingen, die
Fotos runterzunehmen, denn die Fotos sind mein Eigentum - ich kann
damit machen, was ich will.
Ich könnte - rein theoretisch - sogar sämtliche Hauseingänge
fotografieren, inkl. Klingelschilder. So lange ich keine Bewohner mit
aufnehme wäre da nichts illegales dran, denn auch das wäre
öffentlicher Raum. Muss er ja auch, sonst hätten Postboten echte
Probleme.
Ob mit oder ohne Streetview: Jeder ist recherchierbar. Es ist
lediglich eine Frage des Aufwands, und der wird mit Streetview auch
nicht wirklich geringer, da man lediglich wüsste, wie das Haus
aussieht, in dem eine bestimmte Person wohnt. Man wüsste jedoch noch
immer nicht, wie die gesuchte Person aussieht, wenn sie nicht gerade
bei Facebook ein Bild von sich gelistet hat...
Jetzt mal im Ernst: Wer nicht will, dass seine Visage, sein Name oder
sein Haus im Internet auftaucht soll sich einen anonymen Bunker unter
der Erde bauen und dort bis an sein Lebensende dahinvegitieren und
sich von modernen Medien fernhalten, nur dann ist man mehr oder
weniger völlig sicher.
Aber, es is ja typisch für Deutschland. Über (unwichtige) Dinge
meckern und Mosern ohne Ende - aber bei wichtigen Entscheidungen
versagen, siehe aktuelle Regierung.
Umgekehrt sollte man sich fragen, ob nicht gerade verpixelte Häuser
dazu verleiten, mal als Einbrecher dort vorbeizuschauen bzw. genau
dort ein Verbrechen zu planen. Schliesslich muss es ja gerade dort
etwas wahnsinnig Interessantes und Ausraubenswertes geben.
Wenn Streetview tatsächlich so böse ist
dann sollte prinzipiell das Einstellen von Fotos, die Personen
oder Gebäude zeigen, auf beliebigen Websites verboten werden!
Was nutzt es, wenn Google dies verboten wird, aber mein Nachbar
beschlossen hat, der Welt zu zeigen wo er wohnt (incl.
Straßenansicht).
Mal schauen, wie viele private Homepage-Betreiber dann aufschreien
Wenn den Leuten ihre Privatsphäre (also die Straßenseite ihres
Hauses!) so schützenswert erscheint, dann darf es auch keinen
Unterschied machen, wo das Bild veröffentlicht wird!
Worauf das am Ende hinaus läuft ist, das man die Panoramafreiheit
einschränken müsste wenn man dauerhaft etwas verhindern will was zum
StreetView Effekt führt, so oder so.
Da wird von vielen Leuten ein Riesengeschrei gemacht, weil die böse
Contentindustrie™ auf dem Urheberrecht besteht und Legionen von
Anwälten, DRM-Systemen, Lobbysten und DVD-Vorspannspots losschickt um
Raubkopierer auszuhebeln. Und damit im schlechtesten Fall die freie
Entwicklung der Gesellschaft behindern. Kaum aber geht's ums Recht
der personellen Selbstbestimmung und am eigenen Abbild schreien
diesselben Leute im genau gleichen Ton: "Unmoralischer
Gesetzesbruch!".
Mailiziös könnte ich sagen, dass mein Rumstehen vor der Bahnhofshalle
für mich etwa die Bedeutung eines Trivialpatentversuchs für Microsoft
hat...
Der englischsprachige Raum hat schon seit längerem ein Wort für uns:
"German Angst"
Die deutschen haben einfach vor allem neuen eine diffuse Angst und
nirgendwo wie sonst auf der Welt wird diese Angst auch noch von den
Medien immer sofort in akute Panikmache umgesetzt.
Egal was für ein Thema:
Vogelgrippe,
BSE,
Atomkraft,
selbst Klimawandel.
Im Ausland wird zwar auch darüber berichtet, hier in Deutschland
haben die Berichte aber meistens den Tenor, als würde deswegen morgen
sofort die Welt untergehen.
Genauso ist es hier auch: Stellvertretend mal für einige Printmedien,
ein Kommentar aus dem Hamburger Abendblatt
> http://yfrog.com/cc5tyzj
Ein von mir gelesener Blog, hat das ganze wie ich finde passend
Kommentiert: "Oh nein, der *** aus Burkina Faso kann in meinen
Vorgarten schauen!"