LordTerror270 am 15.10.2005 00:58 schrieb:
Meine persöhnliche Meinung ist, dass es bei einem Spiel weder auf die Grafik, noch auf die Story ankommt. Ich wage sogar zu behaupten, dass jeder, der behauptet, ihm sei die Story einzig und allein am wichtigsten unwissentlich lügt. Denn bei fast allen Spielen ist das Zusammenspiel zwischen den Elementen am wichtigsten. Ich nenne das die "Spiel-Atmosphäre". Bei einem Spiel wie Jagged Alliance oder Starcraft ist die Grafik absolut egal, da die Atmosphäre vorrangig durch taktische Tiefe und Sound (bzw. Sprachausgabe) erreicht wird.
Bei Half-Life2 ist das wieder ganz anders.
Sein wir doch mal ehrlich:
HL2 hat keine echte Story.
Was jedoch einen großen Teil der Atmosphäre aus macht, ist dass man eine ganze menge Story hinein interpretieren (!!!) kann, wodurch dann z.B. auch diese Zeitleiste entsteht.
Es ist prinzipiell wie bei einem Buch: Wenn der Autor schlecht schreibt, kann die Story noch so gut sein, man schläft trotzdem ein.
Anders herum, kann ein guter Autor selbst eine absolut einfallslose Story noch in ein spannendes Buch verwandeln (welches auch keinesfalls dumm oder innovationslos sein muss).
Allerdings muss ich sagen, dass der liebe Herr Carpenter wirklich Mist labert. Wer Filme wie "Ghost's of Mars" macht, in denen ausgereifte Visuelle effekte quasi nicht vorhanden sind, sollte auf gar keinen Fall die Meinung vertreten, dass gute Special-Effekts alles sind. (Nach der Demo zu urteilen) basiert die Atmosphäre von FEAR ohnehin in erster Linie auf dem Wechsel zwischen "Realität" und "Albtraum"...
Seh ich genauso. Ich persönlich verstehe es daher auch nicht, warum auf Half-Life 2 derart rumgehackt wird. Ich muss ehrlich sagen, daß ich es persönlich keinen Meter bereue, das Spiel damals für 39 € gekauft zu haben. Denn wie Du schon sagst ist bei HL2 die Präsentation genial, auch wenn man nichts von der Story erfährt. Ich habe mir letztes Jahr FarCry und HL2 gekauft und war von beiden Titeln begeistert. FarCry wegen seiner genialen und einzigartigen frei begebahren Aussenleveln und HL2 wegen der toll eingefangenen Atmossphäre eines totalitären Staates, den man so richtig aufmischt. Ich fand allerdings auch, daß 96% zuviel waren (sind offziel "nur" noch 94
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Aber HL2 war abwechslungsreich, da kann man mir erzählen was will. Ich fand das klasse, daß man wieder in der Stadt war, dann mal buggy fahren, bei der bootsfahrt werden bomben auf einen abgeschmissen, um dann doch wieder in ravenholm zombies zu knipsen...das fand ich ganz lustig und sehr kurzweilig.
FarCry braucht sich da auch nicht verstecken. Denn auch FarCry war letzten März einzigartig und ein herausragendes Spiel. Allerdings wegen der Grafik, die - wie bereits richtig erwähnt immer! mit der Zeit veraltet -, des genialen Levelaufbaus und der KI der Gegner. Story zwar vorhanden, aber absolut nebensächlich und nur ein Gerüst für die Action. Und da kann HL2 eventuell ! noch punkten. Denn uns stehen noch Aftermath und ein dritter Teil bevor (wehe Gabe uns steht ein Matrix 2 und 3 ins Haus!!! Dann brennts!!!

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Ich will damit nur sagen, daß Satements wie "Grafik-Ist-Alles" (gruß an john carpenter) aber auch "Grafik-ist-absolut-unwichtig-aber-Story-ist-alles" Blödsinn sind. Es ist wichtig eine Geschiche interessant zu verpacken und darzustellen. Für mich sind da Dinge wie Handlungstiefgang, Selbstironie, Ideenreichtum, Präsentation und Abwechlsung gefragt. Das perfekte Spiel würde das alles beinhalten...das gibt es aber (noch) nicht. Und genau eine enge Orientierung an diesen Punkten heben gute Spiele/Filme vom Mainstream ab und macht sie auch über den momentanen technischen Stand heraus zu Dauerbrennern, egal ob Film oder Spiel (Deus Ex, Half-Life 1, AVP 1&2 sind da gute Beispiele).
Allerdings geht es darum, welche Zielgruppe damit befriedigt werden soll. Wenn ich mir beispielsweise "Triple X" angucke und nur kopfschüttelnd vorm Fernseher sitze, könnte ich bei "Stirb Langsam" in Extase geraten, weil ich kein Bock auf Mainstream-Macho-Action habe - die zu Arnies Zeiten funktionierte...aber auf keinen Fall mit Vin Diesel- und eher Wert auf gut durchdachte, ideenreiche, wenn im Endeffekt auch völlig konstruierte, Handlung habe. Bsp: Bei Doom fand ich auch nur die Zwischengegner und das Höllenlevel richtig gut. Bei FarCry und HL2 stimmte aber das Gesamtpaket, auch wenn beide Spiele absolut unabstreitbare Macken/Längen hatten.
Ingesamt find ich John Carpenters Satement einfach zu schwachsinng. Gerade er, der früher mit subtilen Stilelementen umzugehen vermochte (siehe Halloween, The Fog, Die Klapperschlange), hat in letzter Zeit mehr Wert auf Effekthascheirei (splatter) gelegt (siehe Vampire, Ghosts of mars). Und daher find ich das Statement recht arm.
F.E.A.R wird ein guter Shooter, davon bin ich überzeugt. Story(elemente) und Optik sind hier meines Erachtens sehr gut kombiniert und harmonieren. Die Bilder und Test lassen mich auf ein Spiel hoffen, daß eher an Filme wie Shining und The Ring erinnert und somit ein wenig Tiefgang hat. Und das kombiniert mit Action...also ich bin da sehr zuversichtlich. Ich vertraue in diesem Fall auch auf die Games, die uns das so ähnlich auch ankündigt.
Mit freundlichen Grüßen,
Max