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News - Emsdetten: Die "Killerspiele" bei Sabine Christiansen

Wieso werden eigentlich unsere "legalen" Drogen wie Alkohol und Rauchen nicht Verboten? :confused:
durch diese sterben jährlich so viele Menschen mehr als durch "killerspiele" (wenn man mal davon ausgehen würde dass die amokläufe durch die spiele entstehen). also warum macht da kein politiker anstrengungen diese zu verbieten? richtig, alkohol und zigaretten bringen mächtig steuern ein, dann sind die paar tausend tote jährlich auch zu egal :ugly: ausserdem hat ja jeder das recht sich am wochende die birne wegzusaufen.....also, warum sollte man dann nicht auch spielen können was man will?
man sollte glaube ich den politikern mal klar machen, wie viel geld ihnen die spiele industrie bringt und vorallem noch bringen, dann redet ganz schnell keiner mehr von nem verbot :-D
klar doom 3 ist nix für 14 jährige ABER heißt dass das das deshalb jeder hier in diesem Land darauf verzichten soll? man sollte einfach die eltern mehr in die pflicht nehmen und von verboten die finger lassen
 
Um Gottes Willen...

Wie peinlich und widersprüchlich (vor allem Udo Nagel und Ralf Möller) diese Runde ist...

Pauschalisierungen am laufenden Band.

Und die Gamerfraktion wird wieder nur mit drei Sätzen, im warsten Sinne des Wortes, abgewürgt.

Was ist mit erwachsenen Spielern die wohl mehr zwischen virtueller & realer Gewalt unterscheiden können als ganz klar diese Runde?
Was ist mit Menschen die eine Krankheit haben und nicht aktiv Sport treiben können?

Wieviele seriöse Menschen würden dadurch in die Illegalität geraten?

Was ist mit den Games, müssen die abgegeben werden, wohin? Wer soll das überwachen....? Gibts ne Entschädigung?

:ugly:

Aber was will man schon bei einem Format wie Christiansen erwarten?!

:ugly: :hop: :-$ :rolleyes:
 
Die ganze Sendung fand ich jetzt nicht mal SOOO schlecht.
Klar wurde wiedermal über die "Killerspiele" geredet. War aber in meinen Augen ein relativ kleine Szene. Und wiedermal durften unwissende ihren Kommentar darüber von sich geben.
Im Grossen und Ganzen wurde ja viel Wahres gesagt.
Dass der Europameister vom CS eingeladen war, war in meinen Augen eine Alibiübung, die aber keine grosse Bedeutung hatte.

Ralf Möller war natürlich schon ein wenig fehl am Platz..
Er kämpfe ja nur mit Schwertern o.O

Susanne Fröhlich hat nur genervt.

Willi Lemke dagegen hat mir sehr gut gefallen.

Ist halt schon tragisch, dass Kinder dem Staat Geld kosten, wenn man sie betreuen muss.
Am besten die Jugend gleich abschaffen :P
 
Widersprüchlich auf jeden Fall. Ich fand die Sendung jedoch nicht so schlecht wie andere vor ein paar Tagen.

Meine Meinung zu dieser Sendung: Es wurden sehr viele wichtige Probleme angesprochen, wenig zuende gebracht. Der Punkt, dass die Jugend wieder neue Perspektiven braucht, war ja eigentlich das Zentrale Thema und da stimme ich zu.

Die Ausreden von Lemke, der sich großzügig um die Tatsache herumgeredet hat, dass mehr Psychologen in Schulen vielleicht doch sinnvoll wären, fand ich einfach lächerlich. Er sprach von durchschnittlich einem Psychologen für 5000 Schüler ... warum nicht einer für tausend, oder zumindest einer für jede Schule, dass vor Ort ein Ansprechpartner zu finden ist, sowohl für Lehrer als auch für Schüler, wenn es irgendwelche Probleme gibt? Es wird eindeutig an den falschen Ecken gespart.

Zum Thema Computerspiele: Es wurde ja eher nebeibei behandelt, aber nicht abgeschlossen. Zu Anfang wurde diskutiert nach dem Motto "Die Ursachen liegen woanders, aber "Killerspiele" gehören trotzdem verboten, die sind Scheiße, die braucht man nicht!". Als dann zwei Leute anfingen, doch mal zu differenzieren zwischen wirklich geschmacklosen Gewaltspielen und Spielen, die taktische und teamorientierte Inhalte haben, wurde das Thema ganz schnell beendet.
Dann saß da noch der Kesici im Publikum ... er ist Spieler und in der Öffentlichkeit bekannt, warum durfte er nicht seine Meinung sagen? Das Thema Computerspiele wurde wie üblich gewaltig vergeigt, es wurden quasi Null Informationen über Inhalte der Spiele geliefert, die Nicht-Spielern vermitteln könnten, WARUM man spielt und dass eben nicht das Töten im Vordergrund steht.

Und wie gesagt: Den Rest der Sendung fand ich ganz ok, auch wenn der Lemke und auch der Möller teilweise recht seltsames Zeug von sich gegeben haben.
 
Wenn ich mir dieses sinnlose Geschwafel von Udo Nagel und dieser Susanne Fröhlich da anhöre, dann könnt ich schon wieder verrückt werden. Der eine bringt nichts als leere Floskeln, die andere fordert utopische Sachen und nennt irgendwelche Studien ohne Quellen. Nicht jeder Schüler will nachmittags in der Schule sitzen irgendwelche Instrumente lernen!!!
Und dann den einzigen, von dem man definitiv sagen kann, dass er Ahnung hat, lässt man irgendwo im Publikum sitzen und lässt ihn einmal zu Wort kommen.
Das ist doch keine faire Diskussion. Der Zuschauer bekommt wieder das Bild des vereinsamten und mordlustigen PC Spieler aufgetischt.
Bei Herrn Nagel mach ich mir Sorgen, dass er in einer verantwortungsvollen Position sitzt, weil wenn er alles so einseitig sieht sicherlich kein guter Politiker ist. Und sein Gerede von wegen das Töten mit Strategie in den PC Spielen wäre ja so schlimm, da kann man nur dagegen sagen, dass Krieg auch nichts anderes ist als Töten mit Strategie.
Das Problem ist einfach das 50-60 jährige Politiker einfach nicht verstehen was einen Jugendlichen dazu bewegt PC zu spielen. Leider wird das Verständnis durch solche Diskussionsrunden wie bei Christiansen nicht gerade verbessert.
 
Killerspiele sind eine Krankheit, wer die spielt ist degeneriert und und die zukünftige Jugend muss davor geschützt werden. ----> Das ist irgendwie das Fazit welches ich aus der Runde mitgenommen hab.

Achja mein Lieblingssatz war: "Vernünftige Studien beweisen das"
 
Neawoulf am 26.11.2006 22:57 schrieb:
Widersprüchlich auf jeden Fall. Ich fand die Sendung jedoch nicht so schlecht wie andere vor ein paar Tagen.

Meine Meinung zu dieser Sendung: Es wurden sehr viele wichtige Probleme angesprochen, wenig zuende gebracht. Der Punkt, dass die Jugend wieder neue Perspektiven braucht, war ja eigentlich das Zentrale Thema und da stimme ich zu.

Die Ausreden von Lemke, der sich großzügig um die Tatsache herumgeredet hat, dass mehr Psychologen in Schulen vielleicht doch sinnvoll wären, fand ich einfach lächerlich. Er sprach von durchschnittlich einem Psychologen für 5000 Schüler ... warum nicht einer für tausend, oder zumindest einer für jede Schule, dass vor Ort ein Ansprechpartner zu finden ist, sowohl für Lehrer als auch für Schüler, wenn es irgendwelche Probleme gibt? Es wird eindeutig an den falschen Ecken gespart.

Zum Thema Computerspiele: Es wurde ja eher nebeibei behandelt, aber nicht abgeschlossen. Zu Anfang wurde diskutiert nach dem Motto "Die Ursachen liegen woanders, aber "Killerspiele" gehören trotzdem verboten, die sind Scheiße, die braucht man nicht!". Als dann zwei Leute anfingen, doch mal zu differenzieren zwischen wirklich geschmacklosen Gewaltspielen und Spielen, die taktische und teamorientierte Inhalte haben, wurde das Thema ganz schnell beendet.
Dann saß da noch der Kesici im Publikum ... er ist Spieler und in der Öffentlichkeit bekannt, warum durfte er nicht seine Meinung sagen? Das Thema Computerspiele wurde wie üblich gewaltig vergeigt, es wurden quasi Null Informationen über Inhalte der Spiele geliefert, die Nicht-Spielern vermitteln könnten, WARUM man spielt und dass eben nicht das Töten im Vordergrund steht.

Und wie gesagt: Den Rest der Sendung fand ich ganz ok, auch wenn der Lemke und auch der Möller teilweise recht seltsames Zeug von sich gegeben haben.

Der Typ im Publikum war nicht Kesici, sondern Jens Enders aus dem Management von dem Clan mousesports, in dem der Spieler Blizzard (Christian Chmiel) spielt, der sich in der Sendung zu Wort gemeldet hat. Bzw. er ist im Management der Freakz 4U GmbH zu der auch mouz gehört. http://www.freaks4u.org/index.php?s=10&l=de

Auch war noch YILMAZ, der Hauptgründer von mousesports im Publikum.
 
ich find es auch immer wieder herrlich, das den zuschauern mitgeteilt wird, was ma erlebt wenn man die spiele spielt... woher wissen die das...
"es leibt töten! das wird auch nicht besser wenn man sich mit der gsg9 identifiziert..." so oder so ähnlich war der spruch eben...
keiner von denen schnallt, das wir uns nicht mit den gsg9 oder den terrors identifizieren und wir da rumrennen um leute ab zu knallen...
wir sind wir selbst und wollen einfach nur unser können und unsere geschicklichkeit mit dem anderer messen... das könnten wir auch, wenn wir dabei teletubby vs sesamstrasse (bewaffnet mit tennisbällen) spielen... aber warum sollten wir? damit die nichtspieler denken wir sind ganz andere, viel harmlosere menschen?
albern...
 
Sumpfling am 26.11.2006 23:03 schrieb:
Killerspiele sind eine Krankheit, wer die spielt ist degeneriert und und die zukünftige Jugend muss davor geschützt werden. ----> Das ist irgendwie das Fazit welches ich aus der Runde mitgenommen hab.

Achja mein Lieblingssatz war: "Vernünftige Studien beweisen das"
Ich denke mal das du das ironisch meinst. Aber leider ist es genau das, was die Sendung aussagt und es gibt genug Leute, die diese Ansicht glauben und somit der Ruf der CS bzw. PC Spieler im allgemeinen, ins Negative gezogen wird.
 
Gut, die Sendung hat nicht gerade viel gebracht. Das liegt aber weniger an der Christiansen oder den Gästen, zumindest nicht an allen, sondern an der begrenzten Sendezeit, der Anzahl der Gäste und es gibt zuviele Unterthemen in der Sendung. Ausserdem hatte ich irgendwie den Eindruck, dass der Sendeverlauf kurzfristig umgekrempelt wurde und alle ein bisschen unvorbereitet gewirkt haben.

Sehr gut gefallen hat mir Herr Lemke der die Angelegenheit doch differenziert anzugehen versuchte, aber von der blonden aus dem Norden ausgebremst wurde.

Immerhin wurde nicht ausschliesslich auf den Spielen rumgehackt. Das ist schon mal ein Anfang. Jetzt muss der breiten Masse an Nichtspielern klar werden, dass das Problem nicht so einfach und schnell gelöst werden kann, wie das einige Politiker vollmundig propagiert haben.

1 Psychologe auf 5000 Schüler ist schon etwas mager. Aber muss es immer ein ausgebildeter Akademiker sein, der einem zuhört? Wie viele Hartz IVer gibts es, die nicht nur Zeit, sondern auch noch Lust hätten als Problemcoach tätig zu sein? Eine Handvoll Euro liesse sich da doch schon noch auftreiben.
Muss ja nicht immer alles von der öffentlichen Hand initiiert und bezahlt werden.
 
CGeiser am 27.11.2006 00:12 schrieb:
1 Psychologe auf 5000 Schüler ist schon etwas mager. Aber muss es immer ein ausgebildeter Akademiker sein, der einem zuhört?
Fürchte ja. Normalerweise würde das mit HartzIV-Leuten vermutlich auch klappen. Aber gerade bei solchen Problemfällen, wie den bekannt gewordenen Amokläufern, könnte eine unqualifizierte Betreuung fatal sein.
Einerseits werden gefährliche Personen möglicherweise nicht erkannt, andererseits könnte gerade eine "pseudo-psychologische" Beratung das berühmte Fass zum überlaufen bringen.

Betreuung ja, aber keine Sparlösungen! Sparen kann man im deutschen Staatshaushalt an vielen anderen Stellen, die wesentlich unkritischer sind als Betreuung und Bildung.
 
VoodooMaster am 27.11.2006 01:40 schrieb:
CGeiser am 27.11.2006 00:12 schrieb:
1 Psychologe auf 5000 Schüler ist schon etwas mager. Aber muss es immer ein ausgebildeter Akademiker sein, der einem zuhört?
Fürchte ja. Normalerweise würde das mit HartzIV-Leuten vermutlich auch klappen. Aber gerade bei solchen Problemfällen, wie den bekannt gewordenen Amokläufern, könnte eine unqualifizierte Betreuung fatal sein.
Einerseits werden gefährliche Personen möglicherweise nicht erkannt, andererseits könnte gerade eine "pseudo-psychologische" Beratung das berühmte Fass zum überlaufen bringen.

Betreuung ja, aber keine Sparlösungen! Sparen kann man im deutschen Staatshaushalt an vielen anderen Stellen, die wesentlich unkritischer sind als Betreuung und Bildung.

Nun, es sollen ja die Psychologen nicht ersetzt werden. Die wirklich krassen Fälle müssten auf jeden Fall weitergeleitet werden. Eine pseudo-psychologische Betreuung war nicht der Vater des Gedankens. Vielmehr ginge es hierbei um praktische Problemlösungen wie Zeitmanagement, Konfliktlösungsstrategien, das Einkreisen von Problemen im allgemeinen, Hilfestellung bei Lernschwäche, vermitteln zwischen Lehrer, Schüler, Eltern, etc. Mehr so die praktische Seite halt, bevor es wirklich problematisch wird.
Psychologische Betreuung braucht es erst, wenn zuviele Probleme den normalen Umgang erschweren bzw. unmöglich machen. Meine Idee soll früher ansetzen um eben dieses Risiko zu reduzieren.
Es ist ganz klar, dass die Prozesse dieser Beratungsstellen klar definiert werden müssten.
 
CGeiser am 27.11.2006 00:12 schrieb:
1 Psychologe auf 5000 Schüler ist schon etwas mager.

Bei Hart aber Fair war in einem Videobeitrag noch die Rede von 1 Psychologe auf 12.500 Schüler in Deutschland...
Auch bei diesen Zahlen scheinen die Meinungen der "Experten" auseinander zu gehen.
 
Rookieone am 27.11.2006 13:01 schrieb:
CGeiser am 27.11.2006 00:12 schrieb:
1 Psychologe auf 5000 Schüler ist schon etwas mager.

Bei Hart aber Fair war in einem Videobeitrag noch die Rede von 1 Psychologe auf 12.500 Schüler in Deutschland...
Auch bei diesen Zahlen scheinen die Meinungen der "Experten" auseinander zu gehen.

Na ja, ich glaub die 5000 waren auf Bremen bezogen (hat ja glaub ich Lemke gesagt) und die 12500 sind der Bundesdurchschnitt.
 
Heute haben 3 Personen, die den spieler Blizzard (Christian Chmiel) in der Sendung "Sabine Christiansen" begleitet haben und mit ihm Publikum gesessen haben, ihre Meinung zu der Sendung geschrieben und was noch im Backstagebereich beredet wurde. In folgenden zitiere ich Thorsten, Jens (nicht Kesici) und Yilmaz, die im Management von http://www.mouz.de sitzen, wo ihr deren Beiträge auch in der aktuellen News lesen könnt. Am interressantesten ist wohl die Meinung von Jens, die ihr als zweites findet.

Liebe eSport Fans,

wir möchten Euch gerne ein paar Hintergrundinformationen geben, die in der aktuellen Debatte um ein Verbot von Computerspielen evtl. von Interesse sein könnten, da sie zum einen den Standpunkt von mouz verdeutlichen und zum anderen ein bisschen Licht in den für uns alle vermutlich nicht immer ganz einfach zu durchschauenden Mediendschungel bringen.

Am vergangenen Mittwoch erreichte uns über Thomas von Treichel (ACE, also WCG Deutschland) die Anfrage, ob nicht ein professioneller CS-Spieler seinen Standpunkt in der Sendung vertreten möchte. Wir waren schnell der Meinung, dass es Sinn machen würde Flagge zu zeigen, obgleich vermutlich wesentlich bessere Rhetoriker bei der Diskussion dabei sein werden und auch das Thema vermutlich relativ einseitig beleucht würde.

Wir sprachen genau diese Punkte mit der Sabine Christiansen Redaktion durch, die uns glaubhaft versicherte, dass das Thema moderat und ausgeglichen aufgearbeitet werden würde. Ein paar Zweifel blieben natürlich, aber es sah nicht danach aus, dass Christian oder jemand anders aktiv an der Diskussion teilhaben könnte. Auch eine monokausale Diskussion im Sinne von Counter-Strike oder Killerspiele sind die Wurzel allen Übels der „ach so verwahrlosten Jugend“ wollten wir bereits im Vorfeld vermeiden.

Die Sendung haben viele von Euch live verfolgt (obwohl sie bereits um 15.30 Uhr aufgezeichnet wurde) und wir sind natürlich darüber nicht zufrieden, dass die Redezeit von Christian und den PRO CS Vertretern weit hinter der KONTRA Fraktion lag. Es zeigt jedoch vermutlich ganz gut den Stellenwert, den Computerspiele oder gar eSport in der Öffentlichlichkeit haben – man möchte drüber informiert werden, aber nur nicht zu viel Hintergrundinformationen, so dass das Bild das man hat evtl. umgeworfen werden könnte…

Trotzdem waren wir eigentlich recht zufrieden mit Christians Auftritt. Es ist aber auch nicht einfach, Dinge die eine Stunde lang erzählt werden, mit drei Sätzen zu wiederlegen.

Umso überraschter waren wir, als die Kameras ausgingen und wir uns hinter der Bühne mit den Studiogästen einmal direkt unterhalten konnten.

Wir sprachen sie darauf an, dass wir hauptberuflich mit CS zu tun haben und es unserer Erfahrung nach eine sehr friedliche Community ist. Parallelen zu etwaigen Amokläufen in großer oder kleiner Form sind uns nicht bekannt. Ralf Möller klinkte sich nach einigen Sätzen diskret aus der Diskussion aus und ging. Frau Fröhlich und Herr Nagel diskutierten allerdings angeregt mit uns eine ganze Weile.

Nachdem wir unseren Standpunkt darlegten, dass eine Diskussion über das Verbot von Killerspielen viel zu einseitig sei und man daraus wohl eher eine allgemeine Mediengrundsatzdiskussion machen müsste, herrschte fast einmütige Einigkeit im Backstagebereich. Frau Fröhlich bemerkte, dass das Grundproblem sei, dass die Computerspieler nun mal keine Lobby hätten. Des Weiteren relativierte sie ihren Satz, dass (O-Ton Sendung) „alle Studien zeigen, dass diese Killerspiele gefährlich sind“ auf eine einzige Studie von Herrn Pfeiffer und gab sie uns zusammen mit einigen Zeitungsartikeln u.a. aus der F.A.Z. mit den Worten : „man muss doch seinen Feind kennen…“ und grinste. Nachdem also unser Verhältnis einerseits definiert war (wobei wir nicht das Gefühl hatten, dass sie uns kennt) und wir andererseits das Gefühl hatten, dass wir bei einigen Standpunkten in Diskussionen - die außerhalb der Kameras stattfinden - vermutlich gar nicht mal so weit voneinander entfernt sind, sagte auch Herr Nagel, dass eine die Reduzierung der Probleme auf Killerspiele nicht die Lösung sei, sondern man eine allgemeine Grundsatzdiskussion über die Medien benötige. Persönlich sei es ihm aber wichtig, dass man auch virtuell nicht auf Menschen schießen soll, da er das im realen Leben als Leiter in seinem Berufsleben bei der Münchner Polizei zu häufig real erfahren musste.

Dieses sind nur ein paar Auszüge, die wir gestern erlebten. Leider gibt es sehr namhafte Verfechter in der Öffentlichkeit, die es immer wieder schaffen, sich Gehör zu verschaffen. Die Experten des eSports / Computerspielens kommen leider nur selten zu Wort.

Wir werden versuchen, als mousesports unseren Teil dazu beizutragen, dass die Killerspielediskussion nicht allzu einseitig in den Medien dargestellt wird und sie gleichzeitig mit dem nötigen Respekt für beide Seiten geführt wird.

Wir sehen Counter-Strike nicht als die Wurzel von Amokläufe(r)n, sehr wohl aber eine Gefahr der Medien im Allgemeinen, wenn sie von psychisch labilen Menschen mit einem schlechten sozialen Umfeld zu einseitig konsumiert werden. Dieses betrifft dann aber nicht (nur) CS oder Killerspiele, sondern auch Kinofilme, DVDs, Fernsehen aber auch Bücher.

Wir hoffen, wir konnten Euch damit einen kleinen Einblick über eine paar Hintergründe rund um die Sendung geben.

Thorsten Zippan


Sowohl Ralf Möller als auch Frau Fröhlich haben auf populistische Weise das Thema ausgeschlachtet und für ihre Zwecke missbraucht. Bei Ralf Möller hat mich insbesondere seine Verlogenheit irritiert. Denn wie kann man sich als Saubermann hinstellen und in diversen gewaltverherrlichenden Filmen Hauptrollen spielen. Genannt wäre nur die Verfilmung von Postal, ein in Deutschland zurecht indiziertes Spiel. Bei Ralf Möller hat man deutlich gemerkt, dass er seinem großen Vorbild Arnold Schwarzenegger nacheifern will und mit jedem Mittel in die Politik möchte.

Frau Fröhlich wiederum glänzte durch nicht fundiertes Halbwissen, auch wenn sie (wie sich dann im Backstage-Bereich herausgestellt hat) bewaffnet mit diversen Zeitungen und einer Studie von Herrn Pfeiffer meinte, dass man ja seine Feinde kennen müsste, bevor man mit ihnen redet. Liebe Frau Fröhlich: Wir sind keine Feinde und das, was sie uns an Material in die Hand gedrückt haben, entspricht eben nicht der Meinung aller Wissenschaftler. Daher ist es sehr bedenklich, wenn Sie sich hinstellen und behaupten, dass ALLE Studien zu einem gleichen Ergebnis kommen und 5% aller Jugendlichen unter einem gefährlichen Gewaltpotential leiden (haben Sie mal darüber nachgedacht, wie es in Deutschland zugehen würde, wenn Ihre These der Wahrheit entspräche?). Ich würde, obwohl ich die Seite der Computerspieler vertrete, umgekehrt niemals zu einem solchen Ergebnis kommen und eben darauf hinweisen, dass es unterschiedliche Studien gibt und man momentan nicht einschätzen kann, wie die Wirkung von Computerspielen auf Jugendliche wirklich ist.

Willi Lemke hat für mein Dafürhalten die beste Figur abgegeben, da er die Sache wesentlich differenzierter betrachtet hat als Frau Fröhlich oder Herr Möller. Das ist auch kein Wunder, da er lange Zeit Präsident von Werder Bremen war und eSports und Sport sich in vielerlei Hinsicht ähneln und man mit ähnlichen Problemen und Vorurteilen zu tun hat.

Sehr interessant war der Auftritt von Herrn Dörig, der wirklich etwas zu sagen hatte, insbesondere weil er Elternsprecher vom Gutenberg Gynamisum ist und eben durch seine zwei Söhne direkt mit dem Amoklauf dort zu tun hatte. Man müsste doch zu dem Ergebnnis kommen, dass gerade ein Mann wie Herr Dörig gegen Spiele wie CounterStrike sein müsste. Aber das ist eben nicht der Fall.

Last but not least ist noch Udo Nagel zu nennen. Kurz gesagt: Während der Sendung habe ich mich über Herrn Nagel schon des Öfteren aufgeregt, muss aber sagen, dass er im Backstage-Bereich ein durchaus akzeptabler Diskussionspartner war. Er hat seine Meinung, die er vertritt, ist aber Gegenargumenten nicht unaufgeschlossen und traut sich eben auch, eine intensive Diskussion zu führen. Ganz im Gegenteil zu Herrn Möller und Frau Fröhlich, die sofort das Weite gesucht haben, als sie a) nicht mehr im Mittelpunkt standen und b) der Meinung waren, dass sie sich mit solchem "Spielerpöbel" nicht auseinandersetzen müssen.

Abschließend möchte ich aber noch eine Lanze für die Redaktion brechen: Das Thema wurde dort unterschätzt und die Sache mit den Computerspielen sollte eigentlich nur ein Teil dieser Diskussion werden. Nun kann man sagen, dass das eigentlich nach den jüngsten Ereignissen absehbar war, aber das ist im Nachhinein immer leicht gesagt. Ich kann zumindest von meiner Seite sagen, dass die Redaktion zum einen nicht voreingenommen war und es ihnen zum anderen auch unangenehm war, dass es eben auf dem Podium am Ende so unausgeglichen war. Des Weiteren wäre ich selbst fast noch zu Wort gekommen (das Mikro war schon vorbereitet), allerdings ging das Thema dann in eine andere Richtung und es hätte nicht mehr gepasst.

Für das nächste Mal würde ich mir wünschen, dass jemand in der Diskussionsrunde sitzt, der wirklich etwas dazu sagen kann und eben die Meinung der Computerspieler vertritt. Nur so kann man von einer ausgewogenen Diskussionsrunde sprechen. Ich denke, dass es im eSports genug kompetente Vertreter gibt, die bei einer solchen Runde dabei sein könnten und mir zeigen solche Sendungen nur einmal mehr, dass sich in diesem Bereich eine Lobby bilden muss, da wir Computerspieler ansonsten im Gesellschaftsbild durch solche Berichterstattungen und Diskussionsrunden in eine Schublade gepackt werden, in die wir nun wirklich nicht hinein gehören :)

Viele Grüße
Jens Enders

Nachdem Jens und Thorsten auf den Ablauf der gestrigen Sendung eingegangen sind, möchte ich mal kurz auf diese Studie, welche ja anscheinend den Anspruch hat „alle Studien“ zu vereinen, eingehen. Das soll jetzt keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Studie sein, sondern nur eine kurze Stellungnahme.

Der Auslöser zur Erstellung dieser Studie war „die Leistungskrise der Jungen Menschen, welche aus der PISA Studie deutlich wird“. In dieser Studie wird erst einmal sehr ausführlich Analysiert welche Bevölkerungsschichten, aufgeteilt nach Bildungsniveau und Gebiet, über welches Medienequipment verfügen und in welchem Maße diese konsumiert werden. Dies wird dann in Zusammenhang gebracht mit der schulischen Leistung und Jugendgewalt. Es geht also gar nicht speziell um Computerspiele, sondern um Medien im Allgemeinen. Grob gesagt ist das Ergebnis dieser Studie, dass ein übermäßiger Medienkonsum negative Auswirkungen auf die jungen Menschen hat. Dass übermäßiger Konsum negative Auswirkungen hat, gilt wohl so ziemlich für alles was man konsumieren kann, natürlich auch für Medien und folglich auch für Computerspiele. Aber das die familiäre Situation und das sonstige Umfeld von
 
entscheidender Bedeutung ist, damit es überhaupt zu negativen Auswirkungen kommen kann, steht auch in dieser Studie. In dieser Studie steht auch, das Gewaltdarstellung auf die Mehrheit der Betrachter keine oder nur schwache Effekte haben, aber bei bestimmten Problemgruppen womöglich Wirkung zeigen würde.

Wir stimmen mit den Studien überein, das übertrieben Gewaltdarstellung in allen Medien nicht in die Hände von Kindern gehört, auch ist es richtig, dass es Medien gibt, die jugendlichen nicht zugänglich gemacht werden sollte. Aber solange Medien keine menschenverachtenden Inhalte haben, sollten sie mindestens volljährigen und erwachsenen Menschen zugänglich sein.


Vielleicht sollte man während man die eigene Leistungskrise beurteilt auch mal schauen was die Länder, welche in dieser PISA Studie ganz oben stehen anders machen als wir. Bei der PISA Studie 2003 bilden die Länder Finnland, Südkorea und Niederlande die Spitzengruppe. Bei der Analyse dieser Länder besonders Südkorea im Bezug auf die Nutzung von Computerspielen oder die Niederlande im Bezug auf den Verbot von Medieninhalten ist es schon eine beachtliche Leistung darauf zu schließen, dass unser Leistungsdefizit auf vermehrten Konsum eben dieser Spiele zurückzuführen sei. Wie oben beschrieben ist dies auch gar nicht das Ergebnis dieser Studie, es wurde nur von Fr. Fröhlich so dargestellt.

Um zu wissen, was man tun muss, um an das Leistungsniveau der Länder anzuknüpfen, die in der PISA Studie führend sind, sollte man sich einfach mal die PISA Studie anschauen:

„In der Gesamtrangfolge bildeten Finnland, Südkorea und die Niederlande die Spitzengruppe. Sieger im Schwerpunktfach Mathematik ist Hongkong. Als Erklärung für das hervorragende Abschneiden der Finnen wird angeführt, dass die Schulen in Finnland sehr autonom handeln können und zugleich einer wirkungsvollen Qualitätskontrolle unterliegen. Statt detaillierte Lehrpläne vorzuschreiben, beschränkt sich die finnische Bildungsbürokratie darauf, Lernziele vorzugeben und landesweite Tests zu erarbeiten, mit denen überprüft wird, wie gut die Ziele erreicht wurden. Außerdem werden die Schulen anders finanziert.“


Was soll man dazu sagen, die Lösung wird wohl sein, Computerspiele zu verbieten.


Yilmaz Ozan
 
Warum denken jetzt alle an "Killerspiele"???

Die sollen sich lieber Gedanken machen, wo der Typ die Waffen her hat, sicher nicht aus einem Computerspiel -.-
 
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