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News - El Matador: Steht seit heute vorläufig auf dem Index

AW: News - El Matador: Steht seit heute vorläufig auf dem Index

Es ist zum brechen, als ob die Jugendschutzpansen nix anderes zu tun hätten. Sollen sie das Spiel mit einer FSK 18 Freigabe versehen und gut ist. Man kann Tagtäglich bereits vorm Sandmann Tod, Gewalt, Vergewaltigung und Elend im freien und öffentlich Rechtlichen TV schaun ohne das jemand rumheult..."buuhuu, die armen Kinder, das werden alles Massenmörder"...
Jedes mal das gleiche Theater wenn in Games etwas VIRTUELLES Blut fließt. Jeder 10 jährige Hansfranz, der zu Hause nen Rechner mit Internet stehen hat war doch längst auf Seiten, wo manch 30 Jähriger mit den Ohren schlackert, Suchmaschinen sei dank!!!!!!

Und das wegen der Jugendschmutzbehörde die komplette Story geändert werden soll, nur damit das hier veröffentlicht werden kann...pffff... nachher bekämpft man kein Drogenkartell mehr sondern die international operierende Plüschteddymafia.

Nun gut, bestell ich mir das Spiel in Österreich, und der deutsche Einzelhandel verliert ca 40 Euronen!!! Super Ihr USK-Futzis...seit stolz auf Euch!!! :finger2:
 
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Nali_WarCow am 29.08.2006 12:39 schrieb:
eine grundlegende Änderung in der Hintergrundgeschichte wird dafür vorgenommen.
An SoF 2 denk. :rolleyes:

Jup. Trauerspiel das seines gleichen sucht.
Aber sieht ja so aus als wer nen Nachfolger gefunden. :-D
Versteh den Aufstand über das Spiel überhaupt nicht. Is das weil man als lieber netter Ami von nebenan tonnenweise böser Buben umbringt? Wegen dem Gewaltheitsgrad kanns ja nich sein. Der is nu echt nich doll.
 
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Kaeksch am 29.08.2006 12:53 schrieb:
Nali_WarCow am 29.08.2006 12:39 schrieb:
eine grundlegende Änderung in der Hintergrundgeschichte wird dafür vorgenommen.
An SoF 2 denk. :rolleyes:

Jup. Trauerspiel das seines gleichen sucht.
Aber sieht ja so aus als wer nen Nachfolger gefunden. :-D
Versteh den Aufstand über das Spiel überhaupt nicht. Is das weil man als lieber netter Ami von nebenan tonnenweise böser Buben umbringt? Wegen dem Gewaltheitsgrad kanns ja nich sein. Der is nu echt nich doll.

da sieht man mal wie "beschränkt" die BPJM ist, im TV darf alles gesendet werden, darf es viel roher zugehen..interessiert keinen, aber bei jedem kleinen Spritzer Blut oder "übertriebener Gewaltdarstellung" in Computerspielen drehen sie leer!
Und am Ende kommt man so oder so, ob 18, 20 oder 13 an die Spiele, die man will ob zensiert oder nicht (Ausland, etc.).

Naja, das hält immerhin ein paar 100 Menschen davon ab arbeitslos zu sein, von daher also durchaus zu tolerieren :-D

MfG
 
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GhostReloaded am 29.08.2006 13:04 schrieb:
im TV darf alles gesendet werden, darf es viel roher zugehen..
Schonmal die TV-Fassungen von Bloodsport oder Jugger gesehen :confused:

Ernsthafte Nachrichten mit Splatter in Spielen vergleichen? :ugly:
Ich kenne jedenfalls keine Jugendlichen, die sich die Nachrichten angucken, weil da so toll das Blut spritzt.


... ich will auch auf den Index :-D
 
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g-13mrnice am 29.08.2006 12:36 schrieb:
Es ist zum brechen, als ob die Jugendschutzpansen nix anderes zu tun hätten. Sollen sie das Spiel mit einer FSK 18 Freigabe versehen und gut ist. Man kann Tagtäglich bereits vorm Sandmann Tod, Gewalt, Vergewaltigung und Elend im freien und öffentlich Rechtlichen TV schaun ohne das jemand rumheult..."buuhuu, die armen Kinder, das werden alles Massenmörder"...
Jedes mal das gleiche Theater wenn in Games etwas VIRTUELLES Blut fließt. Jeder 10 jährige Hansfranz, der zu Hause nen Rechner mit Internet stehen hat war doch längst auf Seiten, wo manch 30 Jähriger mit den Ohren schlackert, Suchmaschinen sei dank!!!!!!

Und das wegen der Jugendschmutzbehörde die komplette Story geändert werden soll, nur damit das hier veröffentlicht werden kann...pffff... nachher bekämpft man kein Drogenkartell mehr sondern die international operierende Plüschteddymafia.

Nun gut, bestell ich mir das Spiel in Österreich, und der deutsche Einzelhandel verliert ca 40 Euronen!!! Super Ihr USK-Futzis...seit stolz auf Euch!!! :finger2:


Nur weil Du glaubst dass jeder 10 Jährige sich alles zugänglich machen kann, sollten wir also auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen komplett verzichten?
Es geht nicht darum, dass jeder, der ein solchen Spiel spielt gleich ein Massenmörder wird sondern gerade diejenigen zu schützen, die nicht mit solchen Medien umgehen können. Wenn unter einer Million Jugendlichen nur ein einziger dabei ist, den ein solches Spiel negativ beeinflussen könnte, dann muss es Aufgabe sein, diesen einen zu schützen und nicht die Masse vorzuziehen.
Und wenn es immer noch Suchmaschinen gitb, durch die im Internet jedermann Tür und Tor offen steht und Eltern, die Ihre Kinder dabei nicht überwachen dann sollte man auf gar keinen Fall die Schutzmassnahmane wegwerfen die wir haben und schreien "ist ja sowieso alles sinnlos.".
Es steht jedem Erwachsenen Frei ein Indiziertes Spiel zu kaufen. Indiziert bedeutet lediglich, dass es nicht beworben werden darf und nicht, dass es nicht veröffentlich werden darf.
Und wenn jemand glaubt, er muss unbedingt die "original" Version besitzen , weil realistischer Tod den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Spiel ausmacht, dann sollte man sich vielleicht noch mehr Gedanken über dieses Thema machen.
Es sind auch nie diejenigen, die Schützen wollen, die schreien, ihr werdet deswegen alle Massenmörder. Das sind immer diejenigen, die sich dadurch beschnitten fühlen in ihrer eigenen Freiheit. Es ist auch sehr bedenklich, dass genau solche leute nie sehen wollen, dass der Schaden, den jemand durch solche Dinge davon tragen kann vielfältiger ist, als dass er gleich amok läuft. Aber es wird ja immer alles gleich pauschalisiert. Da fragt man sich ob es nicht auch eine gewisse verrohung (vielleicht durch Gewaltvolle Computerspiele?) ist, die solche Ansichten hervorruft und manche Leute nicht über den eigenen Tellerrand hinaus sehen lässt und denen der andere, der gefährdet ist völlig egal ist.
 
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Nali_WarCow am 29.08.2006 12:39 schrieb:
eine grundlegende Änderung in der Hintergrundgeschichte wird dafür vorgenommen.
An SoF 2 denk. :rolleyes:

Ist zwar ein bischen offtopic, dient mir aber eher zum Verständnis:

Ich hab von sof2 nur den Anfang gespielt. In welchem Maße wurde da die Story im Vergleich zum Original verändert? Geht mir nur darum, daß ich nen Anhaltspunkt / Vergleich/ Beispiel habe, wie das womöglich bei El Matador aussehen könnte.

Gruß,
Max
 
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MadMaxRappel am 29.08.2006 13:17 schrieb:
Nali_WarCow am 29.08.2006 12:39 schrieb:
eine grundlegende Änderung in der Hintergrundgeschichte wird dafür vorgenommen.
An SoF 2 denk. :rolleyes:

Ist zwar ein bischen offtopic, dient mir aber eher zum Verständnis:

Naja - Bei SoF 2 wurde, soweit ich mich erinnern kann, alles in ein Paralleluniversum verlegt wo nur Roboter rumrennen :rolleyes:
 
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MadMaxRappel am 29.08.2006 13:17 schrieb:
Nali_WarCow am 29.08.2006 12:39 schrieb:
eine grundlegende Änderung in der Hintergrundgeschichte wird dafür vorgenommen.
An SoF 2 denk. :rolleyes:

Ist zwar ein bischen offtopic, dient mir aber eher zum Verständnis:

Ich hab von sof2 nur den Anfang gespielt. In welchem Maße wurde da die Story im Vergleich zum Original verändert? Geht mir nur darum, daß ich nen Anhaltspunkt / Vergleich/ Beispiel habe, wie das womöglich bei El Matador aussehen könnte.
Die Handlung wurde in ein Paralleluniversum gesetzt, dort lebten nur Roboter mit entsprechenden Texturen, Schweißnähten im Gesicht, kein Blut, etc.
Was aus dem Virus für die Roboter wurde weiß ich nicht mehr. Im MP konnten Spieler der DV nur unter sich spielen.
 
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Quicksilver_101 am 29.08.2006 13:16 schrieb:
Nur weil Du glaubst dass jeder 10 Jährige sich alles zugänglich machen kann, sollten wir also auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen komplett verzichten?
Das hat er nicht gesagt. ;) Aber im Umkehrschluss kann man dann auch nicht argumentieren, wieso ein 18ner Titel indiziert werden müsste. Es gibt so etwas, wie eine verbindliche Altersfreigabe.

Wenn unter einer Million Jugendlichen nur ein einziger dabei ist, den ein solches Spiel negativ beeinflussen könnte, dann muss es Aufgabe sein, diesen einen zu schützen und nicht die Masse vorzuziehen.
Ach und wer schützt einen vor den ganzen Leuten, die mit ihrem PKW andere Personen Tag für Tag verletzen oder gar töten? Was ist mit beispielsweise Schützenvereinen? Mit Zigaretten? Alkohol?

Und wenn es immer noch Suchmaschinen gitb, durch die im Internet jedermann Tür und Tor offen steht und Eltern, die Ihre Kinder dabei nicht überwachen dann sollte man auf gar keinen Fall die Schutzmassnahmane wegwerfen die wir haben und schreien "ist ja sowieso alles sinnlos.".
Auch hier wieder. Es hat keiner gesagt, dass Personen unter 18 nicht geschützt werden sollen. Nur alles sollte in einem gewissen Maß sein.

Es steht jedem Erwachsenen Frei ein Indiziertes Spiel zu kaufen. Indiziert bedeutet lediglich, dass es nicht beworben werden darf und nicht, dass es nicht veröffentlich werden darf.
Dann frag mal einen Publisher, wie groß sein Gewinn ist, wenn das Spiel nur unter der Ladentheke verkauft werden darf, im MM und CO nicht im Laden steht und Mags nicht darüber berichten.

Und wenn jemand glaubt, er muss unbedingt die "original" Version besitzen , weil realistischer Tod den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Spiel ausmacht, dann sollte man sich vielleicht noch mehr Gedanken über dieses Thema machen.
Nette Pauschalbehauptung, die nur leider nicht ganz hinkommt. Es werden ja nicht nur irgendwelche realistischen Spiele indiziert. Es geht auch darum, wie willkürlich so etwas gemacht wird und wie überflüssig solche Indizierungen sind (Ist ja schon fast ein Kultstatus für Kids ein indiziertes Games zu haben). Gerade auch wenn man sich anschaut, welche Spieler 16ner Freigaben bekommen, wo es noch ein USK 18 gibt und wo nicht.

Es ist auch sehr bedenklich, dass genau solche leute nie sehen wollen, dass der Schaden, den jemand durch solche Dinge davon tragen kann vielfältiger ist, als dass er gleich amok läuft. Aber es wird ja immer alles gleich pauschalisiert. Da fragt man sich ob es nicht auch eine gewisse verrohung (vielleicht durch Gewaltvolle Computerspiele?) ist, die solche Ansichten hervorruft und manche Leute nicht über den eigenen Tellerrand hinaus sehen lässt und denen der andere, der gefährdet ist völlig egal ist.
Das nicht jedes Spiel in Kinderhände gehört sollte jedem klar sein, aber der Rest leider nicht. Gerade wenn hier ein wenig über den Tellerrand geschaut werden würde. Unsere Europäischen Nachbarn haben da keine Probleme und dennoch laufen dort nicht jeden Tag Massenmörder mit Kettensägen durch die Straßen.
Wenn es nur um den Schutz der Kinder gehen würde, dann sollte man alles verbieten. Vom Buch über TV bis hin zu Spielen. Keine Modelbausätze von Kriegsschiffen, keine Zeitung und keinen Geschichtsunterricht. Am Besten die Jungs 18Jahre im Keller einsperren, bis sie dann zum Bund müssen…
 
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Quicksilver_101 am 29.08.2006 13:16 schrieb:
Nur weil Du glaubst dass jeder 10 Jährige sich alles zugänglich machen kann, sollten wir also auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen komplett verzichten?

Hast du sein Posting nicht gelesen? Er sprach davon auf Indizierungen zu verzichten und stattdessen lediglich ein ab18 zu vergeben. Die gleiche Auffassung vertrete ich auch, Indizierungen sind in der aktuellen Form eigentlich überflüssig und dienen lediglich dazu die Hersteller zu Zensur zu zwingen.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 13:16 schrieb:
Es geht nicht darum, dass jeder, der ein solchen Spiel spielt gleich ein Massenmörder wird sondern gerade diejenigen zu schützen, die nicht mit solchen Medien umgehen können. Wenn unter einer Million Jugendlichen nur ein einziger dabei ist, den ein solches Spiel negativ beeinflussen könnte, dann muss es Aufgabe sein, diesen einen zu schützen und nicht die Masse vorzuziehen.

Ich sehe diese Aufgabe aber nicht beim Staat sondern bei den Eltern. Der Staat sollte lediglich Hinweise liefern und genau das sind die Altersbeschränkungen. In praktisch allen anderen Ländern wo es solche Einteilungen gibt sind dies auch lediglich Hinweise. Deutschland ist eines der wenigen Länder wo diese wirklich den Kauf beschränken.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 13:16 schrieb:
Und wenn es immer noch Suchmaschinen gitb, durch die im Internet jedermann Tür und Tor offen steht und Eltern, die Ihre Kinder dabei nicht überwachen dann sollte man auf gar keinen Fall die Schutzmassnahmane wegwerfen die wir haben und schreien "ist ja sowieso alles sinnlos.".

Du propangierst also offen Zensur für den Jugendschutz? IMO wäre es wichtiger den Eltern die nötige Medienkompetenz angedeihen zu lassen.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 13:16 schrieb:
Es steht jedem Erwachsenen Frei ein Indiziertes Spiel zu kaufen. Indiziert bedeutet lediglich, dass es nicht beworben werden darf und nicht, dass es nicht veröffentlich werden darf.

Es ist in Deutschland aber nicht unbedingt einfach ein indiziertes Spiel zu erwerben. Die großen Handelsketten (Saturn, MediaMarkt etc.) nehmen solche Spiele normalerweise sofort aus dem Programm und schicken sie an den Hersteller zurück. Lediglich kleine Händler und Versandhändler stehen zur Verfügung.
Das trifft vor allem die Hersteller, da ein indiziertes Spiel in Deutschland kaum noch Umsatz macht, somit wird dem Hersteller sozusagen die Zensurpistole auf die Brust gesetzt. Wollen sie noch Geld verdienen mit dem Spiel müssen sie schneiden. So kann man sich in Deutschland immer noch scheinheiligerweise mit dem Gesetzeseintrag "Eine Zensur findet nicht statt" brüsten welcher eigentlich eine Lüge ist.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 13:16 schrieb:
Und wenn jemand glaubt, er muss unbedingt die "original" Version besitzen , weil realistischer Tod den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Spiel ausmacht, dann sollte man sich vielleicht noch mehr Gedanken über dieses Thema machen.

Schaust du dir gerne Filme an die geschnitten sind und dann teilweise nicht mehr verständlich sind? Bei Spielen ists normalerweise zum Glück nicht so schlimm, aber das Beispiel SoF2 zeigt was für seltsame Auswüchse das ganze nehmen kann. Oder die tolle deutsche Version von Quake 4 welche im Internet praktisch nicht zu gebrauchen ist.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 13:16 schrieb:
Es sind auch nie diejenigen, die Schützen wollen, die schreien, ihr werdet deswegen alle Massenmörder. Das sind immer diejenigen, die sich dadurch beschnitten fühlen in ihrer eigenen Freiheit. Es ist auch sehr bedenklich, dass genau solche leute nie sehen wollen, dass der Schaden, den jemand durch solche Dinge davon tragen kann vielfältiger ist, als dass er gleich amok läuft. Aber es wird ja immer alles gleich pauschalisiert. Da fragt man sich ob es nicht auch eine gewisse verrohung (vielleicht durch Gewaltvolle Computerspiele?) ist, die solche Ansichten hervorruft und manche Leute nicht über den eigenen Tellerrand hinaus sehen lässt und denen der andere, der gefährdet ist völlig egal ist.

Wer ernsthaft glaubt, dass ein brutales Computerspiel einen Schaden in irgendeiner Form hervorrufen kann, der nicht bereits vorher durch ein zerrüttetes Elternhaus oder sonstige Geschehnisse bereits bestand, sollte imo mal seinen Geisteszustand überprüfen lassen.
 
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Nali_WarCow am 29.08.2006 13:48 schrieb:
Das hat er nicht gesagt. ;) Aber im Umkehrschluss kann man dann auch nicht argumentieren, wieso ein 18ner Titel indiziert werden müsste. Es gibt so etwas, wie eine verbindliche Altersfreigabe.

Das war eine überspitzete Weiterführung der nicht ausgereiften Argumentation ;-)
Leider werden aber die verbindlichen Altersfreigaben sehr schlecht praktiziert. Warum ein Titel indiziert und nicht lediglich als ab 18 freigegebn wird steht im detail in der Begründung der BPjM. Dem kann man zustimmen oder auch nicht. Aber weil es eben doch der Reiz vieler Jugendlicher ist, das Verbotene zu besitzen ist es eben der Versuch durch das nichtbewerben lassen Jugendliche gar nicht erst auf solche Software aufmerksam zu machen. Ob das nun der beste Weg ist, ist diskutabel.

Ach und wer schützt einen vor den ganzen Leuten, die mit ihrem PKW andere Personen Tag für Tag verletzen oder gar töten? Was ist mit beispielsweise Schützenvereinen? Mit Zigaretten? Alkohol?

Da finde ich hinkt der Vergleich. Ich versteh zwar was Du meinst aber vor PKW schützt z.B. die Ausgabe eines Führerscheins und die Kontrollen der Polizei. Zigarretten durfen nur eingeschränkt beworben werden und sind erst frei ab 16, Alkohol auch erst frei ab 16 und Waffenscheine gibt es zum Glück auch noch. Im Prinzip sind das ganz ähnliche Massnahmen, wie die der BPjM,

Auch hier wieder. Es hat keiner gesagt, dass Personen unter 18 nicht geschützt werden sollen. Nur alles sollte in einem gewissen Maß sein.

Stimme zu allerdings ging die tendenz mir im ersten Posting doch in eine Richtung die mir nicht liegt, deshalb die Gegenseite.

Dann frag mal einen Publisher, wie groß sein Gewinn ist, wenn das Spiel nur unter der Ladentheke verkauft werden darf, im MM und CO nicht im Laden steht und Mags nicht darüber berichten.

Hmm ich glaube, dass verkennt man. Über diese Spiele wird im Vorfeld unheimlich viel berichtet, es ist also ohnehin in den Köpfen. Im Saturn z.B. stehen Schilder: "D**M 3 - beim Personal erhältlich". Dass das für einen Publisher trotzdem eine Gewinneinbuße ist, ist klar. Allerdings kennen die meisten Publisher die BPjM so gut, dass sie ziemlich genau wissen, wann ein Spiel durch kommt und wann nicht.

Nette Pauschalbehauptung, die nur leider nicht ganz hinkommt. Es werden ja nicht nur irgendwelche realistischen Spiele indiziert. Es geht auch darum, wie willkürlich so etwas gemacht wird und wie überflüssig solche Indizierungen sind (Ist ja schon fast ein Kultstatus für Kids ein indiziertes Games zu haben). Gerade auch wenn man sich anschaut, welche Spieler 16ner Freigaben bekommen, wo es noch ein USK 18 gibt und wo nicht.

Meine Antwort war genauso pauschal wie der Originalbeitrag in dem es leider eben nicht darum ging. Stimme aber ansonsten überein.

Das nicht jedes Spiel in Kinderhände gehört sollte jedem klar sein, aber der Rest leider nicht. Gerade wenn hier ein wenig über den Tellerrand geschaut werden würde. Unsere Europäischen Nachbarn haben da keine Probleme und dennoch laufen dort nicht jeden Tag Massenmörder mit Kettensägen durch die Straßen.

Das habe ich nicht gesagt. Allerdings finde ich nicht allgemein alles gut was bsp. die Franzosen machen.

Wenn es nur um den Schutz der Kinder gehen würde, dann sollte man alles verbieten. Vom Buch über TV bis hin zu Spielen. Keine Modelbausätze von Kriegsschiffen, keine Zeitung und keinen Geschichtsunterricht. Am Besten die Jungs 18Jahre im Keller einsperren, bis sie dann zum Bund müssen…

Na jetzt wirst Du aber ein wenig pauschal ;-)
 
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Iceman am 29.08.2006 13:50 schrieb:
Hast du sein Posting nicht gelesen? Er sprach davon auf Indizierungen zu verzichten und stattdessen lediglich ein ab18 zu vergeben. Die gleiche Auffassung vertrete ich auch, Indizierungen sind in der aktuellen Form eigentlich überflüssig und dienen lediglich dazu die Hersteller zu Zensur zu zwingen.

Nein, so habe ich das in der Tat nicht verstanden, sonst hätte ich wohl kaum so darauf geantwortet.

Ich sehe diese Aufgabe aber nicht beim Staat sondern bei den Eltern. Der Staat sollte lediglich Hinweise liefern und genau das sind die Altersbeschränkungen. In praktisch allen anderen Ländern wo es solche Einteilungen gibt sind dies auch lediglich Hinweise. Deutschland ist eines der wenigen Länder wo diese wirklich den Kauf beschränken.

Also keine Beschränkung bei Videospielen, sondern nur Hinweise? Und wieviele Eltern gehen dann mit ihren Kinden Spiele kaufen um sich diese Richtlinien anzusehen. Sorry aber es fällt mir schwer das gut zu finden. In anderen Ländern sind diese "hinweise" übrigens verbindlich.

Du propangierst also offen Zensur für den Jugendschutz? IMO wäre es wichtiger den Eltern die nötige Medienkompetenz angedeihen zu lassen.

Es findet schon statt und ehrlich gesagt ist das auch gut so, denn das schließt auch z.B. ethnisch fragwürdige Schriften ect. ein. Wenn Du meinst dass man das allein den Eltern überlassen kann, dann kennst Du anscheinend eine ganze reihe ziemlich vorbildlicher Eltern.

Es ist in Deutschland aber nicht unbedingt einfach ein indiziertes Spiel zu erwerben. Die großen Handelsketten (Saturn, MediaMarkt etc.) nehmen solche Spiele normalerweise sofort aus dem Programm und schicken sie an den Hersteller zurück. Lediglich kleine Händler und Versandhändler stehen zur Verfügung.
Das trifft vor allem die Hersteller, da ein indiziertes Spiel in Deutschland kaum noch Umsatz macht, somit wird dem Hersteller sozusagen die Zensurpistole auf die Brust gesetzt. Wollen sie noch Geld verdienen mit dem Spiel müssen sie schneiden. So kann man sich in Deutschland immer noch scheinheiligerweise mit dem Gesetzeseintrag "Eine Zensur findet nicht statt" brüsten welcher eigentlich eine Lüge ist.

Stimme ich grundsätzlich bis auf den letzten Satz überein, auch wenn ich hier im Saturn alle gängigen Indizierten Spiele bekommen kann.

Schaust du dir gerne Filme an die geschnitten sind und dann teilweise nicht mehr verständlich sind? Bei Spielen ists normalerweise zum Glück nicht so schlimm, aber das Beispiel SoF2 zeigt was für seltsame Auswüchse das ganze nehmen kann. Oder die tolle deutsche Version von Quake 4 welche im Internet praktisch nicht zu gebrauchen ist.

Mir fällt gerade kein Film ein, auf den das zutrifft und den ich sehen würde. Aber generell stimme ich da zu. Allerdings wird das nicht anders werden solange es diese Gesetzlichen Bestimmungen gibt.

Wer ernsthaft glaubt, dass ein brutales Computerspiel einen Schaden in irgendeiner Form hervorrufen kann, der nicht bereits vorher durch ein zerrüttetes Elternhaus oder sonstige Geschehnisse bereits bestand, sollte imo mal seinen Geisteszustand überprüfen lassen.

Schade dass Du ausfallend wirst und die Diskussion dadurch verlässt. Allerdings habe ich während des Studiums und in einigen Fallstudien doch andere Erfahrungen gemacht. Und wenn Spiele gar keinen Einfluss hätten, dann brauchen wir eigentlich auch gar keine Altersempfehlungen. Es ist ziemlich einfach den Eltern hinterher die Schuld zu geben. Allerdings passt das alles nicht ganz zusammen. Du möchtest den Staat auf eine beratende Funktion stutzen und die definitiven Massnahmen den Eltern überlassen. Wenns dann schief geht sind die Eltern alles in allem ohnehin schuld. Aber wer schützt denn nun das Kind / den Jugendlichen, der sich nicht selbst schützen kann?
 
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Quicksilver_101 am 29.08.2006 15:39 schrieb:
Also keine Beschränkung bei Videospielen, sondern nur Hinweise? Und wieviele Eltern gehen dann mit ihren Kinden Spiele kaufen um sich diese Richtlinien anzusehen. Sorry aber es fällt mir schwer das gut zu finden. In anderen Ländern sind diese "hinweise" übrigens verbindlich.

Ich weiß nicht, vielleicht hab ich ja auch falsche Vorstellungen davon wie andere Leute ihre Kinder erziehen, aber ich kanns mir nicht wirklich vorstellen, dass jemand seine kleineren Kinder alleine Spiele kaufen schickt bzw. nicht überprüft was das Kind sich zulegt.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 15:39 schrieb:
Also keine Beschränkung bei Videospielen, sondern nur Hinweise? Und wieviele Eltern gehen dann mit ihren Kinden Spiele kaufen um sich diese Richtlinien anzusehen. Sorry aber es fällt mir schwer das gut zu finden. In anderen Ländern sind diese "hinweise" übrigens verbindlich.

Und ich wüsste momentan kein anderes Land wo die Hinweise verbindlich sind. In Amerika überlegen sie momentan ihre Ratings verbindlich zu machen, in England, Frankreich und der Schweiz sind die Ratings afaik nicht verbindlich.
Der Großteil von Europa nutzt das Pegi System, Deutschland ist eines der wenigen Länder die eine eigene Extrawurst braten.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 15:39 schrieb:
Es findet schon statt und ehrlich gesagt ist das auch gut so, denn das schließt auch z.B. ethnisch fragwürdige Schriften ect. ein. Wenn Du meinst dass man das allein den Eltern überlassen kann, dann kennst Du anscheinend eine ganze reihe ziemlich vorbildlicher Eltern.

Kleinere Kinder im Alter bis zu ~14 Jahren würde ich nicht unbeaufsichtigt ans Internet lassen. Ein Jugendlicher welcher normal erzogen ist sollte ab dem Alter von ~14-16 Jahren, meiner Auffassung nach, auch mit den Sachen die heutzutage indiziert werden, keine Probleme mehr haben.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 15:39 schrieb:
Stimme ich grundsätzlich bis auf den letzten Satz überein, auch wenn ich hier im Saturn alle gängigen Indizierten Spiele bekommen kann.

Das scheint von Markt zu Markt verschieden zu sein, der hiesige Saturn führt keine indizierte Ware.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 15:39 schrieb:
Mir fällt gerade kein Film ein, auf den das zutrifft und den ich sehen würde. Aber generell stimme ich da zu. Allerdings wird das nicht anders werden solange es diese Gesetzlichen Bestimmungen gibt.

Die schlimmsten Filmschnitte gibts wohl bei Fernsehausstrahlungen wo Filme dann zurechtgeschnippelt werden um sie zur "besten Zeit" zu senden. Aber arg lächerlich waren beispielsweise die Kürzungen die an der Neuverfilmung von "The Punisher" vorgenommen werden mussten, damit der Film (immer noch ab18) in die deutschen Kinos kommen durfte. Der Film wurde beispielsweise um eine Dialogzeile welche sich mit Selbstjustiz beschäftigt erleichtert und um ein paar kleinere Gewaltszenen. Selbstjustiz auf der Leinwand auszuführen ist also okay, darüber zu sprechen ist böse.
Natürlich wird das nicht anders werden solange die Gesetze sich nicht ändern, ich finde es einfach unsinnig, nachdem die Freigaben verbindlich geworden sind, an den Indizierungen festzuhalten. Ein 18jähriger darf ganz legal auch indiziertes kaufen, lediglich das Werbeverbot besteht. Und mal ehrlich, was für Auswirkungen hat das Verbot noch, wenn das Spiel vorher Xmal in den üblichen Zeitschriften vorgestellt wurde und jedwede Info problemlos im Internet zu finden ist?

Quicksilver_101 am 29.08.2006 15:39 schrieb:
Schade dass Du ausfallend wirst und die Diskussion dadurch verlässt. Allerdings habe ich während des Studiums und in einigen Fallstudien doch andere Erfahrungen gemacht.

Was studierst du?
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein ganz normaler Jugendlicher, der in einer gefestigten Familie lebt, keine größeren sozialen Probleme hat und sich eigentlich völlig normal entwickelt nur durch entsprechende Medien (seien es nun Spiele oder Filme) zu Gewaltakten hinreissen lässt.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 15:39 schrieb:
Und wenn Spiele gar keinen Einfluss hätten, dann brauchen wir eigentlich auch gar keine Altersempfehlungen.

Ich weiß nicht, ich möchte kleine Kinder, sollte ich irgendwann mal welche haben, nicht sofort mit der ganzen Brutalität der Welt konfrontieren. Altersempfehlungen haben imo durchaus ihre Berechtigung, eben als Empfehlung an die Eltern.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 15:39 schrieb:
Es ist ziemlich einfach den Eltern hinterher die Schuld zu geben. Allerdings passt das alles nicht ganz zusammen. Du möchtest den Staat auf eine beratende Funktion stutzen und die definitiven Massnahmen den Eltern überlassen. Wenns dann schief geht sind die Eltern alles in allem ohnehin schuld. Aber wer schützt denn nun das Kind / den Jugendlichen, der sich nicht selbst schützen kann?

Öh, hab ich doch eindeutig gesagt: Die Eltern. Diese haben die Aufgabe ihre Kinder zu erziehen und dementsprechend auch sie vor möglicherweise schädlichen Einflüssen zu schützen.
Und natürlich ist mir klar, dass es leider viel zu viele Eltern gibt, die diese Rolle nicht ausfüllen und denen es scheissegal ist was aus ihren Kindern wird. Ich fordere auch nicht den Staat auf eine beratende Funktion zurückzustutzen, ich kann mit dem aktuellen Jugendschutzgesetz, größtenteils, gut leben. Einzig Indizierungen halte ich, seitdem auch Altersfreigaben für Spiele verbindlich sind, für Gängelei der Hersteller.

Ich finde es einfach schizophren, wenn hier Hersteller oder Filmverleihe unter dem Deckmäntelchen des Jugendschutzes zum Zensieren gezwungen werden, aber das geschnittene Endprodukt dann trotzdem noch "ab18" genannt wird und das ungeschnittene Produkt vom gleichen Personenkreis konsumiert werden darf.
 
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Iceman am 29.08.2006 16:35 schrieb:
Ich weiß nicht, vielleicht hab ich ja auch falsche Vorstellungen davon wie andere Leute ihre Kinder erziehen, aber ich kanns mir nicht wirklich vorstellen, dass jemand seine kleineren Kinder alleine Spiele kaufen schickt bzw. nicht überprüft was das Kind sich zulegt.

Von welchem Alter reden wir? 10? 12? In dem Alter ist das Praxis.

Kleinere Kinder im Alter bis zu ~14 Jahren würde ich nicht unbeaufsichtigt ans Internet lassen. Ein Jugendlicher welcher normal erzogen ist sollte ab dem Alter von ~14-16 Jahren, meiner Auffassung nach, auch mit den Sachen die heutzutage indiziert werden, keine Probleme mehr haben.

Das ist leider nicht so.

Die schlimmsten Filmschnitte gibts wohl bei Fernsehausstrahlungen wo Filme dann zurechtgeschnippelt werden um sie zur "besten Zeit" zu senden. Aber arg lächerlich waren beispielsweise die Kürzungen die an der Neuverfilmung von "The Punisher" vorgenommen werden mussten, damit der Film (immer noch ab18) in die deutschen Kinos kommen durfte. Der Film wurde beispielsweise um eine Dialogzeile welche sich mit Selbstjustiz beschäftigt erleichtert und um ein paar kleinere Gewaltszenen. Selbstjustiz auf der Leinwand auszuführen ist also okay, darüber zu sprechen ist böse.
Natürlich wird das nicht anders werden solange die Gesetze sich nicht ändern, ich finde es einfach unsinnig, nachdem die Freigaben verbindlich geworden sind, an den Indizierungen festzuhalten. Ein 18jähriger darf ganz legal auch indiziertes kaufen, lediglich das Werbeverbot besteht. Und mal ehrlich, was für Auswirkungen hat das Verbot noch, wenn das Spiel vorher Xmal in den üblichen Zeitschriften vorgestellt wurde und jedwede Info problemlos im Internet zu finden ist?

Richtig, aber das ist ein völlig anderes Thema. Da wird an einem Film herumgeschnitten, der niemals für eine solche Zielgruppe vorgesehen war. Hier geht es nur um Quoten und nicht mehr um Inhalte. Zum Thema Punisher: Solche Veränderungen werden fast immer vom Verleih vorgenommen. Hierbei besteht eigentlich auch keine Gefahr der Indizierung, mir ist auch kein Beispiel bekannt, in dem wegen eines solchen Dialoges ein Film auf dem Index gelandet wäre.
Beim Rest stimme ich Dir zu. Ich denke, dass das vor einigen Jahren seine Richtigkeit hatte (als die Vorbereichterstattung noch ganz anders war). Aber das ist ne andere Diskussion.

Was studierst du?
Ich habe Sozialpädagigik studiert. Das ist schon ne Weile her.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein ganz normaler Jugendlicher, der in einer gefestigten Familie lebt, keine größeren sozialen Probleme hat und sich eigentlich völlig normal entwickelt nur durch entsprechende Medien (seien es nun Spiele oder Filme) zu Gewaltakten hinreissen lässt.
Dem ist auch nicht so. Aber was ist mit den ganzen Familien in denen der Haushalt eben nicht so aussieht und das sind in Deutschland über die Hälfte.

Öh, hab ich doch eindeutig gesagt: Die Eltern. Diese haben die Aufgabe ihre Kinder zu erziehen und dementsprechend auch sie vor möglicherweise schädlichen Einflüssen zu schützen.
Und natürlich ist mir klar, dass es leider viel zu viele Eltern gibt, die diese Rolle nicht ausfüllen und denen es scheissegal ist was aus ihren Kindern wird. Ich fordere auch nicht den Staat auf eine beratende Funktion zurückzustutzen, ich kann mit dem aktuellen Jugendschutzgesetz, größtenteils, gut leben.

Und genau an der Stelle muss der Staat nun mal leider eine kontrolleirende Funktion haben. Aber anscheinend sind wir uns da ja einig.

Einzig Indizierungen halte ich, seitdem auch Altersfreigaben für Spiele verbindlich sind, für Gängelei der Hersteller.
Ich finde es einfach schizophren, wenn hier Hersteller oder Filmverleihe unter dem Deckmäntelchen des Jugendschutzes zum Zensieren gezwungen werden, aber das geschnittene Endprodukt dann trotzdem noch "ab18" genannt wird und das ungeschnittene Produkt vom gleichen Personenkreis konsumiert werden darf.

Eigentlich ist an der Idee nichts auszusetzen, denn der Unterschied sollte sich darin ausmachen, ob es einfach "nur" um z.B. Gewalt geht, die zwar für Jugendliche die noch keine 18 sind zwar nicht unbedingt geeignet ist aber eigentlich auch nicht schädlich wenn es doch einmal in deren Hände gerät. Eine Richtlinie ab 18 Reicht hier völlig - und wie Du ja gesagt hast liegt bei vielem der Reiz des Verbotenen. Solche Produkte werden sich immer wieder in den Händen von Jugendlichen wiederfinden.
Aber was ist mit Produkten, deren Inhalt moralisch gefährdent ist? Oder die eine übertriebene Brutalität zelebrieren - hier sollte man sich mal eine Index Liste von der BPjM kommen lassen. Da stehen sachen drauf, da bin ich verdammt froh, dass sie da drauf stehen. Man kann einem 15 Jährigen noch nicht unbedingt zutrauen hier das Stilmittel eines Films das in die Haldlung passt von der Realität unterscheiden zu können. Die Idee ist solche Produkte für Jugendliche so schwer zugänglich zu machen wie nur möglich.
Das ganze läuft allerdings dann auf die Frage hinaus ob das überhaupt etwas bringt. Leider habe ich da wenig Erfahrung.
Generell muss ich aber sagen, dass der Jugenschutz in Deutschland gegenüber den Anfängen der Computerspiele mittlerweile sehr Locker ist. In den 80ern wurden Spiele schon allein deshalb indiziert, weil sie einen Krieg simuliert haben (böse spiele, die behauptet haben sie seien ein Hubschrauber Simulation oder U-Boot...). Da sind lockere Handhabungen wie mit GTASA ect. doch eigentlich ein riesenfortschritt. Welche Sachen bei El M***** jetzt genau der BPjM nicht gefallen haben muss man bei denen nachfragen - vielleicht ist es ja nachvollziebar.
 
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Quicksilver_101 am 29.08.2006 18:06 schrieb:
Von welchem Alter reden wir? 10? 12? In dem Alter ist das Praxis.

In dem Alter (so mit 11) hab ich angefangen am PC zu spielen. Ich kenns von meinen Eltern, dass wir (mein Bruder und ich) schon überprüft wurden was wir am PC machten (damals hatten wir noch kein Internet). Nicht durch dauerndes Dahinterstehen natürlich.
Ich fänds eigentlich schade, wenn es heute Standard ist, dass hier nicht mehr drauf geachtet wird. Aber ich hatte beispielsweise auch nie einen Fernseher auf meinem Zimmer und war damit ne ziemliche Ausnahme in meinem Freundeskreis ;)

Quicksilver_101 am 29.08.2006 18:06 schrieb:
Das ist leider nicht so.

Kann ich natürlich nicht wirklich beurteilen, ich kann nur sagen, dass das mein Eindruck aus der Entwicklung von mir selbst und meinem Umfeld/meinen Freunden ist.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 18:06 schrieb:
Zum Thema Punisher: Solche Veränderungen werden fast immer vom Verleih vorgenommen. Hierbei besteht eigentlich auch keine Gefahr der Indizierung, mir ist auch kein Beispiel bekannt, in dem wegen eines solchen Dialoges ein Film auf dem Index gelandet wäre.

Beim Punisher wars so, dass die FSK die ab18 Freigabe verweigern wollte, falls der Film nicht geschnitten würde. Die DVD die dann später in den Handel kam war dann auch ungekürzt mit SPIO/JK Gutachten und ist mittlerweile indiziert.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 18:06 schrieb:
Dem ist auch nicht so. Aber was ist mit den ganzen Familien in denen der Haushalt eben nicht so aussieht und das sind in Deutschland über die Hälfte.

Was dann imo eher aufdeckt, dass dort die größte Baustelle ist, aber man lieber an den Symptomen herumdoktort ;)

Quicksilver_101 am 29.08.2006 18:06 schrieb:
Aber was ist mit Produkten, deren Inhalt moralisch gefährdent ist? Oder die eine übertriebene Brutalität zelebrieren - hier sollte man sich mal eine Index Liste von der BPjM kommen lassen. Da stehen sachen drauf, da bin ich verdammt froh, dass sie da drauf stehen.

Was verstehst du unter moralisch gefährdent? Bei besonders schlimmen Fällen gibt es ja noch die Möglichkeit der Beschlagnahmung. Ich möcht auch keinen KZ Manager oder ähnlichen Scheiss im Regal stehen sehen ;)

Quicksilver_101 am 29.08.2006 18:06 schrieb:
Man kann einem 15 Jährigen noch nicht unbedingt zutrauen hier das Stilmittel eines Films das in die Haldlung passt von der Realität unterscheiden zu können. Die Idee ist solche Produkte für Jugendliche so schwer zugänglich zu machen wie nur möglich.
Das ganze läuft allerdings dann auf die Frage hinaus ob das überhaupt etwas bringt. Leider habe ich da wenig Erfahrung.

In Anbetracht des Internets kann man imo getrost sagen, dass es nichts bringt. Was der Jugendliche nicht kaufen kann wird halt gesaugt.
Das soll natürlich nicht bedeuten, dass man Jugendschutz abschaffen soll, aber imo ist der einzig wirklich gangbare Weg eine Stärkung der Eltern. Man muss diesen die Medienkompetenz vermitteln und auch dafür sorgen, dass die Familiensituation in Deutschland allgemein besser wird.

Ok, dass hört sich jetzt etwas pathetisch an *g*

Quicksilver_101 am 29.08.2006 18:06 schrieb:
Generell muss ich aber sagen, dass der Jugenschutz in Deutschland gegenüber den Anfängen der Computerspiele mittlerweile sehr Locker ist. In den 80ern wurden Spiele schon allein deshalb indiziert, weil sie einen Krieg simuliert haben (böse spiele, die behauptet haben sie seien ein Hubschrauber Simulation oder U-Boot...). Da sind lockere Handhabungen wie mit GTASA ect. doch eigentlich ein riesenfortschritt.

Jo, mit den Moralvorstellungen der Gesellschaft hat sich auch die Indizierungspraxis verändert, kann man im Bereich der Filme genauso beobachten, auch wenn die Auswirkungen da nicht so extrem sind. Nach heutigem Maßstab sind die ersten indizierten Spiele natürlich lächerlich harmlos.

Quicksilver_101 am 29.08.2006 18:06 schrieb:
Welche Sachen bei El M***** jetzt genau der BPjM nicht gefallen haben muss man bei denen nachfragen - vielleicht ist es ja nachvollziebar.

Ich hab von dem Spiel jetzt nur die Demos gespielt, die fand ich aber nicht sonderlich schlimm, ungefähr so brutal wie Max Payne 2.
Ich schätze eher, dass hier versucht wurde der Sonderveröffentlichung des Spieles zur Games Convention, welche der Publisher ja durchgeführt hat, einen Riegel vorzuschieben. Das Spiel war ja noch nicht von der USK geprüft worden, die GC Version war also ohne Siegel in den Handel gegangen, wenn auch nur lokal in Leipzig. Ich hab eher den Eindruck, dass hier eine Werbeaktion gestört werden sollte.
 
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Iceman am 29.08.2006 18:54 schrieb:
Beim Punisher wars so, dass die FSK die ab18 Freigabe verweigern wollte, falls der Film nicht geschnitten würde. Die DVD die dann später in den Handel kam war dann auch ungekürzt mit SPIO/JK Gutachten und ist mittlerweile indiziert.

Wusste ich nicht. Sollte aber weniger die Regel sein. Ich kenne die fraglichen Szenen allerdings auch nicht.

Was verstehst du unter moralisch gefährdent? Bei besonders schlimmen Fällen gibt es ja noch die Möglichkeit der Beschlagnahmung. Ich möcht auch keinen KZ Manager oder ähnlichen Scheiss im Regal stehen sehen ;)

Der Film Team America - World Police ist freigegeben ab 16 obwohl es sich um Puppentheater handelt, kein echtes Blut spritzt, die Polizei am Ende gewinnt und alle Turbanträger tot sind. Star Wars III war um einiges brutaler und ist frei ab 12. Man kann eben leider nicht erwarten, dass ein 12 Jähriger die Kritik versteht, die hinter TA -WP steckt. Das ist nun mal mit vielen Themen so, ob das nun Selbstjustiz, Rechtradikalismus, Terrorismus ect. ist. Es hängt alles davon ab, wie man etwas rüber bringt. Beschlagnahmung ist natürlich die krasseste aller Varianten denn dann ist das Ding komplett weg und das ist in dann Zensur.

In Anbetracht des Internets kann man imo getrost sagen, dass es nichts bringt. Was der Jugendliche nicht kaufen kann wird halt gesaugt.
Das soll natürlich nicht bedeuten, dass man Jugendschutz abschaffen soll, aber imo ist der einzig wirklich gangbare Weg eine Stärkung der Eltern. Man muss diesen die Medienkompetenz vermitteln und auch dafür sorgen, dass die Familiensituation in Deutschland allgemein besser wird.

Ok, dass hört sich jetzt etwas pathetisch an *g*

Aber genau da liegt der Knackpunkt. Aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.. *g*

Ich hab von dem Spiel jetzt nur die Demos gespielt, die fand ich aber nicht sonderlich schlimm, ungefähr so brutal wie Max Payne 2.
Ich schätze eher, dass hier versucht wurde der Sonderveröffentlichung des Spieles zur Games Convention, welche der Publisher ja durchgeführt hat, einen Riegel vorzuschieben. Das Spiel war ja noch nicht von der USK geprüft worden, die GC Version war also ohne Siegel in den Handel gegangen, wenn auch nur lokal in Leipzig. Ich hab eher den Eindruck, dass hier eine Werbeaktion gestört werden sollte.

Ich hab bisher auch nur die Demo gespielt und das klingt durchaus einleuchtend, muss aber nicht zwangsläufig so sein. Es kann antürlich auch sein, dass sich die BPjM auf etwas auf den Schlips getreten fühlt, da sie einfach übergangen wurde was nach geltendem Recht (egal obs nun so wie es ist gut ist oder nicht) einfach falsch ist. Vielleicht hätte der Publisher sich da einfach auch früher drum kümmern können.

Allerdings denke ich, dass viel eher eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden würde und nicht jeder gleich "Killerspiel" brüllen würde, wenn der Dialog zwischen Herstellern, Publishern, der Regierung, der BPjM, Sozialbeauftragten und vor allem den Spielern ähnlich sinnvoll verlaufen würde wie hier.
 
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Iceman am 29.08.2006 18:54 schrieb:
Ich hab von dem Spiel jetzt nur die Demos gespielt, die fand ich aber nicht sonderlich schlimm, ungefähr so brutal wie Max Payne 2.
Ich schätze eher, dass hier versucht wurde der Sonderveröffentlichung des Spieles zur Games Convention, welche der Publisher ja durchgeführt hat, einen Riegel vorzuschieben. Das Spiel war ja noch nicht von der USK geprüft worden, die GC Version war also ohne Siegel in den Handel gegangen, wenn auch nur lokal in Leipzig. Ich hab eher den Eindruck, dass hier eine Werbeaktion gestört werden sollte.

Die "Brutalitität" ist tatsächlich zweitrangig, das Schwierigere ist der Kontext und die Gewaltästhetisierung. Letzteres bemerkt die Prüfstelle immer bei Spielen mit Bullet-Time, war also bei Max Payne auch schon relevanter Kritikpunkt...

...noch "gravierender" aber (denn schließlich hat man auch in Max Payne 2 Ragdoll und fallende Gegner in Bullet-Time) ist der Kontext des Ganzen, weswegen eher die Kategorie des Vorgängers von Max Payne 2 :rolleyes: in Betracht kommt. Ich kenne jetzt die genauen Windungen der Story nicht, aber die angedeuteten Maßnahmen bei Frogster lassen ja darauf schließen, dass das Problem ist, dass die Spielsituation alleinig und alleinige Gewalt in einen "guten" und "legitimen" Kontext setzt, sowie bei genanntem Spiel die "Rache ist Blutwurst"-These zu stark gewalkt wurde.

Soweit wäre meine Theorie...
 
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