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News - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware gegründet

AW: News - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware gegründet

isegrim am 07.04.2005 15:26 schrieb:
Bravo, dolle Argumentation! Wer will, der bezahlt und wer nicht will, der stiehlt.
Wer seinen Lebensunterhalt verdienen will, der soll das tun, die anderen gehen zum Sozialamt...
Naja, bei dem rapiden Verfall unseres höchst-heiligen Sozialstaates wirst Du eines Tages mal Dein eigenes Geld verdienen müssen, mal sehen, was Du sagst, wenn jemand Deine Leistungen nicht bezahlt.

Schatzi, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ;)

Abgesehen von der :oink: Einstellung... Betrachtet es mal von der Seite, daß kleine Software-Läden vielleicht wieder eine bessere Chance zum Überleben hätten, wenn sie mehr Geld verdienen würden und es - vielleicht - sogar die 'Großen' öfter mal zu innovativen Ideen nötigen - könnte -

Träum weiter ... die Wirklichkeit sieht da ganz anders aus. Kleine Software-Läden haben nur dann eine bessere Chance zum Überleben, wenn die allgemeine "gefühlte" Wirtschaftslage besser wäre. Wenn sie nicht mehr von den Großhändlern mit Minimalstmargen abgespeist werden. Wenn nicht die Großhändler tolle Deals mit zB. Amazon schliessen und Amazon mit Dumping-Preisen eine Großteil des Marktes an sich ziehen möchte. Wenn große Ketten wie Bestbuy den Sprung nach Deutschland vorbereiten und bestimmt NICHT durch hohe Preise ihren Marktanteil sichern wollen. Denn diese Preise kann KEIN kleines Ladengeschäft anbieten.

Und innovative Ideen werden erst DANN wieder kommen, wenn keine Spiele mehr gekauft werden und sich die Publisher etwas einfallen lassen müssen. Wieso sollte ein Publisher Geld in ein innovatives Konzept stecken, wenn er doch wunderbar weiterhin mit abgedroschenem, aufgewärmten Müll vom Vorjahr wunderbar Kohle machen kann?

Und nochmals ... der Spieleindustrie geht es alles andere als schlecht. Doch (wie auch in der Filmindustrie) will man sich nicht mit Rekordumsätzen und -gewinnen zufrieden geben, sondern will gierig und maßlos immer noch mehr.

Aber mach Dir nix draus. Du teilst dieses "will nichts sehen, hören"-Verhalten mit den Top-Managern, die ebenfalls nicht begreifen wollen, dass ich mit Kopierern keine Umsätze machen kann, sondern nur mit zufriedenen Kunden.
 
AW: News - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware gegründet

Anno1972 am 07.04.2005 15:20 schrieb:
Solange Hein-Doof die Gelegenheit hat, eine Raubkopie zu erstellen, wird er es auch tun. Die Motivationspsychologie benennt für solche Fälle die "Lust am Gelingen des eigenen Tuns - ohne besonderem Interesse am Produkt der Tat" als Hauptmotivation.
Meine Erfahrungen mit jungen Menschen können das bestätigen: Meist horten und sammeln die Raubkopien, als wären es Trophäen. Am besten natürlich, die Games sind frei ab 18 oder gar indiziert. Tatsächlich fehlt ihnen meist die Geduld, ein Spiel wie Doom III oder Far Cry auch wirklich durchzuspielen. Kaufen würden sie sich die Spiele vermutlich nie, was dadurch begründet ist, dass sie nicht gelernt haben, sich vernünftig für oder gegen etwas zu entscheiden.

Du sagst also, dass eigentlich niemand geschädigt wird. Wenn sich die Raubkopierer das Spiel ohnehin nicht kaufen würden, bringen sie der Industrie keinen Verlust, so wie du das darstellst. Tut mir leid, aber die Argumentation ist sehr schwach.
Und Vandalismus bezeichnet blinde Zerstörungswut (http://www.lexikon-definition.de/Vandalismus.html), und da ja kein Schaden angerichtet wird (ich nehme einfach mal deine Ausführungen als realitätsnah an), liegt auch keine Zerstörung vor.
Wenn also niemand geschädigt wird, braucht sich die Spieleindustrie ja auch keine Gedanken zu machen. Warum hast du das nicht viel früher gesagt? Dann wäre ja die Bildung von Sonderkomissionen bei der Polizei, die wieder Steuergelder verschlungen hat, vollkommen unnötig gewesen. Warum einen Kopierschutz? Die Leute würden sich das doch alle kaufen, wenn sie es haben wollten. Was hätte der Staat und die Industrie ein Geld sparen können, wenn mehr Leute deine Einsicht gehabt hätten. Sry, dass ich vielleicht ein wenig unsachlich werde, aber du solltest die Argumentation noch einmal überdenken.

Warum wird hier überhaupt noch diskutiert? Das was hier steht, ist doch nur SPAM!!!

Sorry, aber solche Platitüden finde ich auch nicht besonders hilfreich...

Hast du auch gelesen, was ich um diese Passage herum geschrieben habe? Dass ich endlich mal was anderes zu dem Thema lesen möchte als immer nur die gleichen Dogmatismen. Bitte nicht aus dem Zusammenhang reißen, sondern zumindest "versuchen", das Gesamtkonstrukt zu verstehen.
 
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WackyWildWorm am 07.04.2005 15:55 schrieb:
Du sagst also, dass eigentlich niemand geschädigt wird. Wenn sich die Raubkopierer das Spiel ohnehin nicht kaufen würden, bringen sie der Industrie keinen Verlust, so wie du das darstellst.

Er hat aber recht ... aber dies will vor allem hier in Deutschland (wie man zB. an Deiner Reaktion sieht) niemand einsehen, da hier Recht vor Verstand geht.

Tut mir leid, aber die Argumentation ist sehr schwach.
Warum?

Und Vandalismus bezeichnet blinde Zerstörungswut (http://www.lexikon-definition.de/Vandalismus.html), und da ja kein Schaden angerichtet wird (ich nehme einfach mal deine Ausführungen als realitätsnah an), liegt auch keine Zerstörung vor.
Korrekt! Was soll also die Aufregung?

Wenn also niemand geschädigt wird, braucht sich die Spieleindustrie ja auch keine Gedanken zu machen. Warum hast du das nicht viel früher gesagt? Dann wäre ja die Bildung von Sonderkomissionen bei der Polizei, die wieder Steuergelder verschlungen hat, vollkommen unnötig gewesen. Warum einen Kopierschutz? Die Leute würden sich das doch alle kaufen, wenn sie es haben wollten. Was hätte der Staat und die Industrie ein Geld sparen können, wenn mehr Leute deine Einsicht gehabt hätten.
Du ziehst das hier zwar ins Lächerliche ... aber es ist größtenteils WIRKLICH so! Dieses ganze Ballyhoo, das um das Kopier-Treiben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im privaten Rahmen gemacht wird, ist derart maßlos übertreiben und schwachsinnig, was nur mit dem deutschen Sinn für Gründlichkeit erklärt werden kann.

Übrigens, wenn es um gewerbliche Kopierer geht, die damit Kohle machen wollen ... hier kann der Gesetzgeber gerne und jederzeit mit all der gebotenen Strenge durchgreifen. Aber, was Privatleute im privaten Rahmen ohne jegliche Gewinnabsicht machen ... hierüber lohnt sich die Aufregung nicht.

Sry, dass ich vielleicht ein wenig unsachlich werde, aber du solltest die Argumentation noch einmal überdenken.
Dann solltest Du aber genauer ausführen, was Dich an dieser Argumentation stört.
 
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:top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top:

rööööööööööööööschtig
 
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Kajetan am 07.04.2005 16:04 schrieb:
WackyWildWorm am 07.04.2005 15:55 schrieb:
Dann solltest Du aber genauer ausführen, was Dich an dieser Argumentation stört.

Weil er genau im Absatz darüber sagt, dass es diesem Ausschuss darum geht, die Raubkopiererei auf ein der Industrie nicht schadendes Level zu bringen. Und im nächsten sagt er, dass es eigentlich niemandem schadet. Wenn er sich selbst widerspricht, habe ich Probleme, ihn als Diskussionspartner ernstzunehmen.

Was mich hier aber so anwidert, und das habe ich schon in zig Threads geschrieben, ist diese allgemeine Heuchelei, dass die Leute denken, wenn sie nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen Raubkopierer wettern, sie am nächsten Tag das BKA vor der Haustür stehen haben. Und die Sprüche von Kopierern gehen mir auch auf den Keks... s.o.

Aber das sich der Stress wegen Privatkopierer nicht lohnt, da stimm ich dir zu. Ich muss dich also korrigieren: Bei mir geht Recht keineswegs vor Verstand.

Dazu sage ich nur eines:
Raubkopierer werden mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft.
Vergewaltiger mit 2 Jahren.

Die Industrie hat das Geld, also kriecht ihr der Staat in den A...
Individuen wie Vergewaltigungsopfer zählen nicht. Es lebe der Kapitalismus!
 
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sicher, alle welt wird von der polizei verfolgt... die einen wegen dem, die anderen deshalb...
diese panikmache einiger kann ich nicht nachvollziehen... als hätten die nicht besseres zu tun...

Wir sollten außerdem froh sein, dass wir nicht wie in China oder Russland professionelle Raubkopien mit einem Anteil von >90% in Deutschland verzeichnen müssen!
 
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Du sagst also, dass eigentlich niemand geschädigt wird.

Sage ich das? Nein, mache ich nicht, ist deine Interpretation. Aber die Verhältnisse sind zu beachten: Würde einer meiner "Kunden" (auffällige Hauptschüler, männlich, zwischen 12 und 20 Jahre alt) nicht die Möglichkeit des Raubkopierens haben, hätte er höchstens 2-3 der ca. 60 Spiele in seinem Zimmer stehen. Der Schaden beläuft sich also bei diesem Beispiel nicht auf 60*50=3000€ sondern auf 3*50=150€.
Ist schon ein Unterschied, oder?


Und Vandalismus bezeichnet blinde Zerstörungswut (http://www.lexikon-definition.de/Vandalismus.html), und da ja kein Schaden angerichtet wird (ich nehme einfach mal deine Ausführungen als realitätsnah an), liegt auch keine Zerstörung vor.

Mein Fehler, habe mich zu kurz gefasst: Vandalismus liegt psychologisch gesehen auch dann vor, wenn der "Täter" glaubt, er würde einen Schaden anrichten, gleich welcher Natur dieser Schaden ist.


Dann wäre ja die Bildung von Sonderkomissionen bei der Polizei, die wieder Steuergelder verschlungen hat, vollkommen unnötig gewesen.

Ist die Sonderkommission deswegen sinnvoll, weil sie gebildet wurde?
(Ironie on) Da gab es doch schon mal so ne Sonderkommission, die hat auch viel Geld verschlungen, war total lange tätig, bis man merkte, dass sie eigentlich überflüßig ist. Die hieß damals Inquisition :-D
Ironie off)
Außerdem arbeitet die genannte Kommission hauptsächlich an den kommerziellen Fällen, und das finde ich völlig i.O. Das hat aber nix mit der Gruppe zu tun, über die ich geschrieben habe.


Hast du auch gelesen, was ich um diese Passage herum geschrieben habe?


Ja, habe ich. Dein Gemotze geht mir trotzdem auf die Nerven. Schreib vernünftig.


Dass ich endlich mal was anderes zu dem Thema lesen möchte als immer nur die gleichen Dogmatismen.

Ich hoffe ich habe die Diskussion mit meinen Gedanken etwas bereichern können.
MfG
Anno
 
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Dazu sage ich nur eines:
Raubkopierer werden mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft.
Vergewaltiger mit 2 Jahren.

Die Höchststrafe für Vergewaltigung liegt zur Zeit bei 15 Jahren
 
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Dazu sage ich nur eines:
Raubkopierer werden mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft.
Vergewaltiger mit 2 Jahren.

Die Höchststrafe für Vergewaltigung liegt zur Zeit bei 15 Jahren
 
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@Anno: Dann haben wir ja scheinbar doch ähnlich Ansichten. Du hast nur nicht gesagt, dass du zwischen verschiedenen Gruppen unterscheidest.

Dennoch finde ich es unverschämt, dass du meine Aussage aus dem Zusammenhang reißt, dreist darüber als Platitüde urteilst und zudem noch so frech wirst, zu sagen, mein Gemotze gehe dir auf die Nerven und ich solle vernünftig schreiben. Deine Antwort war zwar keine angemessene, intelligente Erläuterung und bedarf daher eigentlich auch keines Kommentars, aber irgendwo regt mich das schon ein wenig auf.
 
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Anno1972 am 07.04.2005 16:40 schrieb:
Dazu sage ich nur eines:
Raubkopierer werden mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft.
Vergewaltiger mit 2 Jahren.

Die Höchststrafe für Vergewaltigung liegt zur Zeit bei 15 Jahren

Die HÖCHSTstrafe für Wiederholungs- und Mehrfachtäter. Ich denke, der Schaden, der bei den Opfern hervorgerufen wird (bei einmaliger Vergewaltigung, für die es dann teilweise wirklich max. 2 Jahre gibt), ist ungleich höher als bei 1000 Raubkopien (für die dann in der Regel auch schon 2 Jahre+ verhängt werden). Und ich weiß in diesem Fall, wovon ich rede. Hatte selbst damit zu tun. Und deswegen regt mich dieses neue Urheberrecht so auf, weil es wirklich in keinem Verhältnis steht.
 
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Anno1972 am 07.04.2005 15:20 schrieb:
Würden die Menschen in Deutschland tatsächlich alle eine gute Medienkompetenz erreichen, so wäre das das Ende für viele Fernsehsender (wer guckt eigentlich VIVA?), Musiker (und wer hört Britney Spears? Und warum?) und natürlich Hersteller von Handys, MP3-Playern, Computern (hier wäre vermutlich der geringste Rückgang zu erwarten) - und vermutlich das Ende der PC-Games :-P

Ja ja, die Weisheit und die grossen Löffel...

Medienkompetenz hat was mit Musikgeschmack zu tun, hmhm.
Wer sich richtig entscheiden kann, hört das, was DU für richtig empfindest, ahso.

Sind ja eh alle doof ausser dir, ne? Du bist da was ganz besonderes...


Raubkopien sind deshalb so weit verbreitet, weil das Konzept des "geistigen Eigentums" einfach noch nicht wirklich durchgedrungen ist. Und so lange man mit geringem Risiko kopieren kann, wird sich das IMHO auch nicht durchsetzen.

Es sei denn...!
Wenn Verbände wie dieser hier, neben ihren anderen Zielen, auf eine höhere Kommunikation mit Spielern setzen würden, das wär was. Ich hab's schon zig mal gesagt, aber ich halte immer noch an der Idee fest:
Die Spieleentwickler / Publisher sollten den Spielern einen Mehrwert mit dem Original anbieten.
Vom Entwickler veranstaltete LANs, Besuche im Studio, Rabatte beim Kauf des nächsten Games, sowas in der Art.
Und es muss den Leuten klar gemacht werden, wie viel Arbeit und Geld in so ein Spiel fliesst...
Und die Games sollten natürlich hochwertig und bugfrei sein ;-)

mfg
 
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Um mal zum ursprünglichen Thema der News zurückzukommen:
Ich finde es äußerst schade, dass in diesem Verband nur sowieso schon übermächtige Firmen wie EA und Microsoft das Sagen haben. Das lässt nicht gerade darauf hoffen, dass kleine Publisher und unabhängige Entwickler angemessen vertreten und gefördert werden :-(
 
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Mischu am 07.04.2005 18:45 schrieb:
Um mal zum ursprünglichen Thema der News zurückzukommen:
Ich finde es äußerst schade, dass in diesem Verband nur sowieso schon übermächtige Firmen wie EA und Microsoft das Sagen haben. Das lässt nicht gerade darauf hoffen, dass kleine Publisher und unabhängige Entwickler angemessen vertreten und gefördert werden :-(

Das ist glaub' ich auch nicht der Sinn des Verbandes. Wie schon besprochen geht's ihnen um Software-Piraterie. Außerdem um Jugendschutz und Lobby-, bzw. Öffentlichkeitsarbeit. Und um sowas wirksam anzugehen hilft's nicht viel, wenn sich die Kleinen zusammentun ;)

Das hier finde ich mal eine gute Idee:
Auch für das durch die Gewaltdebatte ramponierte Image der Branche soll offenbar etwas getan werden: Ein besonderes Anliegen des BIU liegt in der Förderung von Medienkompetenz hinsichtlich der Nutzung interaktiver Unterhaltungssoftware.
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,350181,00.html
Wenn die nächste Gewaltdebatte kommt gibt's dann vielleicht auch mal Gegendarstellungen. Und auch viele Eltern könnten Nachhilfe zum Thema Medien brauchen ;)

Noch ein Gedanke zur Piraterie... Das ist vielleicht eher so wie Schwarzfahren im Nahverkehr? Der Betreiber muß dagegen vorgehen. Aber er kann nicht zu hart durchgreifen, weil sich irgendwann der Aufwand nicht mehr lohnt und auch zahlende Kunden verschreckt werden. Trotzdem kann er ihnen auch nicht zu freie Hand lassen weil er sonst irgendwann pleite geht, oder (durch erhöhte Tarife) zahlende Kunden verliert. Es lässt sich also nicht komplett Unterbinden, aber der Betreiber wird immer versuchen die Zahl an Schwarzfahrern so klein wie machbar zu halten.

Aber schon komisch, dass die armen Jugendlichen kein Geld (mehr) für Spiele haben aber mit den neuesten Handys, Klingeltönen, Klamotten, ... rumlaufen ;)
 
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Loosa am 07.04.2005 20:47 schrieb:
Mischu am 07.04.2005 18:45 schrieb:
Um mal zum ursprünglichen Thema der News zurückzukommen:
Ich finde es äußerst schade, dass in diesem Verband nur sowieso schon übermächtige Firmen wie EA und Microsoft das Sagen haben. Das lässt nicht gerade darauf hoffen, dass kleine Publisher und unabhängige Entwickler angemessen vertreten und gefördert werden :-(

Das ist glaub' ich auch nicht der Sinn des Verbandes. Wie schon besprochen geht's ihnen um Software-Piraterie. Außerdem um Jugendschutz und Lobby-, bzw. Öffentlichkeitsarbeit. Und um sowas wirksam anzugehen hilft's nicht viel, wenn sich die Kleinen zusammentun ;)

Das hier finde ich mal eine gute Idee:
Auch für das durch die Gewaltdebatte ramponierte Image der Branche soll offenbar etwas getan werden: Ein besonderes Anliegen des BIU liegt in der Förderung von Medienkompetenz hinsichtlich der Nutzung interaktiver Unterhaltungssoftware.
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,350181,00.html
Wenn die nächste Gewaltdebatte kommt gibt's dann vielleicht auch mal Gegendarstellungen. Und auch viele Eltern könnten Nachhilfe zum Thema Medien brauchen ;) ...

Ich finde es schade, daß diese wichtige Meldung hier im Forum wieder hauptsächlich auf das leidige Thema Raubkopien reduziert wird. Mit Loosa hat endlich mal jemand begriffen, daß so ein Verband wirklich nützlich ist. Die in der Meldung genannten Ziele sind nur ein Teil der Dinge, mit denen sich der BIU beschäftigen wird. Viel wichtiger als Raubkopien ist u.a. die Kommunikation zwischen Spielern, Publishern, Developern und Gesellschaft / Politik. Und das wissen die Verantwortlichen. Die Berichte u.a. in Frontal Ende letzten Jahres haben der Branche enorm geschadte. Mit einem entsprechenden gut organisierten Verband wäre das alles sicher nicht so schlimm gewesen.

Die Diskussionen hier zeigen, wie wenig Ahnung die meisten Gamer von der Branche haben und wie wichtig die Kommunikation ist. Nur so können Missverständnisse und schlechte Stimmung vermieden werden. Ich hoffe, daß der Verband das auf die Reihe bekommt.

edit:
Mischu am 07.04.2005 18:45 schrieb:
Um mal zum ursprünglichen Thema der News zurückzukommen:
Ich finde es äußerst schade, dass in diesem Verband nur sowieso schon übermächtige Firmen wie EA und Microsoft das Sagen haben. Das lässt nicht gerade darauf hoffen, dass kleine Publisher und unabhängige Entwickler angemessen vertreten und gefördert werden :-(

Auch kleine Publisher sind im neuen Verband vertreten. Brechtmann, Intat und Limpach stellen den Vorstand, der von allen anderen gewählt wurde. Das hat sicher hauptsächlich damit zu tun, daß die 3 schon sehr lange in der Branche arbeiten und sich inzwischen einen Namen gemacht haben. Wenn Intat in 2 Wochen zu Koch Media wechseln sollte, wird er sicher weiterhin ein Vorstandsmitglied bleiben, da es nicht um die Firma geht, für die die esntsprechenden Personen arbeiten.
 
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