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Lizenz zum Sommerloch - Feedback PCG 07/26

der-gilb

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Nahe dem menschlichen Schmelzpunkt wird der unangenehme Teil des Sommers bekanntermaßen gerne in Flüssigkeit eingetaucht und vorwiegend mit passablem Lesestoff angetreten und auch wenn sich das fast wie ein Ausflug auf die Kannibaleninsel anhört (Grüße an Lemonhead!), befinden wir uns natürlich auf dem Weg zur Besprechung der aktuellen Ausgabe. Und wie man merkt, klopft das unverschämpte heißluftige Plothole so richtig kräftig ans Gebälk.

1. Vollversion: Hier können wir nicht meckern, denn mit dem zweiten Teil der Koop-Prügelei "Asterix & Obelix: Slap them all!" wird nicht nur das Sequel zur Mai-Ausgabe, sondern auch eine weitere Dosis herrlich unkomplizierter Spaß für Papa und Sohnemann geliefert...oder für Tochter und Sohnemann, die werden das sicher unter sich ausmachen. Note 1.

2. Previews: Ein letzter Ausblick auf das umfassende "AC Black Flag"-Remake (wobei die Reihe nie sooooo mein Fall war, aber wenn das Ding wirklich auch die Gelegenheits-versuchsweise-AC-Zocker abholt...vielleicht ja doch?), dazu scheint "Call of Duty" wieder ein wenig mehr in die Spur zu finden (wobei die Reihe mich irgendwie, irgendwo, irgendwann verloren hat) und eine ganze Menge Orakelei rund um "The Witcher 3: Songs of the Past". Bei Letzterem wage ich aber kaum von einem "Preview" im klassischen Sinne zu sprechen, hier wird eher die Gerüchteküche angeheizt und ganz viel vermutet und ich bin mir unsicher, wie das zu einer seriösen Faktenlage passt. Aber: Sommerloch und am Ende stimmt vielleicht auch die eine oder andere Annahme. Ein wenig abgeschreckt hingegen hat mich die Aussicht auf das eigentlich ähnlich, also dezent "Witcher"-gelagerte, RPG "The Blood of Dawnwalker", das trotz Vampir-Thematik irgendwie eher wie ein weiteres Durchschnitts-Gama á la "The Thaumaturge" wirkt. An einen echten Hit glaube ich jetzt jedenfalls nicht mehr. Mit "Subnautica 2" (schon das erste fand ich nicht so prall), "Alabaster Dawn" (was zum Geier war "Crosscode"?) und "Deep Rock Galactic: Rogue Core" (auch hier fand ich den Erstling eher fade) rücken eher für mich weniger interessante Titel ins Rampenlicht, einzig "Corsair Cove" könnte, trotz vieler platter Piraten-Wortwitze, irgendwann mal was für den Stapel sein. Wobei diese speziellen Aufbautitel irgendwann die kritische Masse erreicht haben werden und ich habe so das Gefühl, dass dies nicht mehr lange dauert.

3. Reviews: Ein "Gothic" hätte den Testbereich sicher für diesen Monat gerettet, aber hier schlägt das sich ausweitende "Sommerloch" dann doch gnadenlos zu. Immerhin hat mich Katharinas "007 - First Light"-Test aber vor einer potentiellen Spontankauf-Fehlentscheidung bewahrt und ich warte doch ab, bis der Titel in einem Jahr oder so für weitaus weniger Penunze erscheint. Ist ja nicht so, dass ich nicht wüsste, wohin mit meinem Goth...äh Gaming-Budget. Danach fällt die Kurve aber stark ab, denn "Forza" ist einfach nie mein Genre gewesen und der Test hat mich auch nicht wirklich animiert, hier weiter nachzubohren, während "LEGO Batman xyz" mehr vom Gewohnten bringt und irgendwann darf man den Kanal von den generischen Klötzchen-Abenteuern auch mal voll haben. Meine Kinder fahren zwar drauf ab, aber mir hat es nach zwei Titeln schon gereicht (Indy und Herr der Ringe). "Battlestar Galactica: Scattered Hopes" lässt dann kurz aufhorchen, verpufft aber wieder, da es eben nicht so gut zu sein scheint, wie man auf Grund von Genre und starker Lizenz denken könnte. Erinnerungen an das zu Beginn solide, dann aber sehr, sehr langweilig werdende "BSG: Deadlock" kamen wieder ganz schnell auf.

4. Rest of the Schützenfest: Eigentlich hätte eine Ausgabe mit eher unterdurchschnittlicher Preview- und Review-Präsenz hier richtig abliefern müssen. Die Story rund um die "Affäre Subnautica 2" liest sich zwar nebenbei weg, aber eine echte Relevanz für das Gamer-Leben kann ich da nicht ableiten und das Ding hätte genau so gut in der BILD erscheinen können. "Verheißung des Vulkans" klingt fast wie ein Spin-Off von "Fifty Shades of Grey", bietet dann aber lediglich paar aufgepustete Infos zum kommenden "Anno"-DLC. Das hätte im Preview-Teil vermutlich gleich hinter der "Witcher"-Orakelei kommen können. Dass der Sonnenstrahl ausgerechnet eine schnöde Hardware-Ecke rund um Monitore ist, hätte ich mir auch nicht träumen lassen - ist aber so. Leider fehlt eben die hilfreiche Tabelle (ja, es wird darauf hingewiesen, warum und weshalb dies so sei, aber lieber eine "ungefähr stimmende" Angabe, als gar keine). Haben wir es überstanden? Mitnichten, denn nun darf auch noch einer der nervigsten Titel meiner "Gaming-Zeit" sein 25jähriges Jubiläum "feiern": "Black & White". Ich gestehe, dass ich Peter Molyneux mal als "kreativ" im besten Sinne empfand und vielleicht waren seine Ideen einfach nur so weit voraus, dass sie bei den Spielern nicht so durchschlagend ankamen, wie es hätte sein müssen. Aber tatsächlich empfinde ich nach wie vor "Populous" (theoretisch sogar die "Beginning"-Version von 1999) als sein eigentliches Vermächtnis. "Black & White" fand ich zäh, wenig zugänglich und hätte er seine Jüngerschar nicht gehabt, wäre das ganz anders geendet. Jedoch steht die ganze Wahrheit auch klar im Text: Innovationen und Mut sind mittlerweile selten geworden. Über "Tag G" legen wir den Mantel des Schweigens oder lassen ihn, wenn wir das C&C-Äquivalent nehmen, drüberfahren.

Eine Sache steht fest: Die stärkste Ausgabe haben wir nicht vor uns, ich vermute sogar, dass es sich am Ende des Jahres um das qualitative Schlusslicht handeln wird. Das beunruhigt mich jetzt wenig, zumal klar ist, dass die August-Ausgabe damit nicht der Tiefpunkt sein kann, denn sie hat ja...Gothic an Bord! Und sicher eine ganze Menge Artikel rund um das Minental, seine Bewohner und irgendwelche Tropfsteine in Bierkellern. Die starke Vollversion holt auch noch einmal einiges heraus, aber insgesamt kann es eigentlich nur besser werden.
 
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