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Lieber Killerspiel als Alkohol

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Langsam wird es doch echt lächerlich.
Gibt es denn keinen, der auf der Seite der Spieler steht und mal deren Meinung vertritt?

Jetzt zum Wochenende wurde wieder eine LAN-Party für Erwachsene abgesagt und ein Kneipenwirt hat drei Jahre bekommen, weil sich ein minderjähriger Gast totgesoffen hat.
Aber soll es jetzt ein Gesetz gegen Alkohol geben, oder eins gegen Ego-Shooter?

In der Gesellschaft wurden Begriffe bekannt wie "Flatrate-Saufen" oder "AlkoPops", aber vor Spielen, in denen nichts anderes passiert als in Action-Filmen, will man die Menschheit schützen..

Ich will nicht sagen, dass man Alkohol verbieten soll, aber die Hetze gegen Videospiele zeigt doch, was für eine verlogene Doppelmoral die Politiker und die Gesellschaft an den Tag legen.

In Bayern sind Spitzenpolitiker der Meinung, dass man nach zwei Mass Bier noch Auto fahren kann.
Möchte wirklich jemand seine Tochter lieber zu jemanden ins Auto steigen lassen, der zwei Liter Bier intus hat, als das sie zu jemanden geht, der Counter-Strike spielt?

Man weiß, dass bei Shootern andere Regionen im Hirn angesprochen werden, als wenn in Wirklichkeit getötet wird.
Jede kennt Szenen in Filmen, wo es "lustig" ist, wenn jemand stirbt. Der Film ist so aufgebaut..
In erlaubten Filmen wie "Sin-City" wird die Tötung regelrecht zelebriert. Sogar in besonderen Farben.
Das geht alles, weil das Gehirn weiß, dass es nicht echt ist.
Ist man besoffen, so ist das aber die Realität.
Und vor allem schadet Alkohol auch noch Erwachsenen und nicht nur Kindern, die das nicht trinken dürften.
Ganz schlimm, dass Alkohol nicht nur den Betrunkenen schadet, sondern auch anderen Verkehrsopfern, oder Familienmitgliedern, die geschlagen werden, oder anders darunter leiden (Trinker verliert den Job etc.).

Wie gesagt, es ist nicht möglich Alkohol zu verbieten, aber bevor man doch nur einen Gedanken an ein Videospieleverbot verschwendet, darf doch kein Tropfen Alkohol mehr angeboten werden.
Man stelle sich vor, USA und GUS beschmeissen sich munter mit Atombomben und hier würde man Kerzen verbieten wollen, weil ihre Gase die Umwelt belasten.
Wäre vom Verhältnis ungefähr das gleiche.

Soll man ruhig jeden Toten durch einen Amoklauf den Shootern zuschreiben.
Auf wie viele Opfer kommen wir dann? 2 Tote im Jahr seit den letzten 10 Jahren? Vielleicht drei oder vier.
Je nach Zählweise der Statistik gibt es zwischen 15.000 und 40.000 Alkoholtote in Deutschland pro Jahr.
Wer jetzt meint, dass es sich die Trinker selber ausgesucht haben, dem dürfte bei den Zahlen wohl klar sein, dass bei Unfällen durch Alkoholfahrten auch wesentlich mehr Tote zusammen kommen, als durch Spiele.

Und was machen die Politiker?
Sie lassen sich noch groß ablichten, wenn sie "die Wiesn" eröffnen, oder wenn die neue Weinsaison vor der Tür steht, lassen sie sich noch mit roter Nase mit der Weinkönigin ablichten.
Ex-Kanzler Schröder streikte sogar in Bierseeligkeit und brauchte erst Nachschub bevor er weiter Autogramme geben wollte.

Ich kann nicht verstehen, wieso sich hier niemand für Spieler einsetzt.
Ich selbst wüsste gar nicht, warum ich ohne Shooter noch mal eine neue Grafikkarte kaufen sollte.
Der Rest läuft auch mit Hardware auf xbox360/ps3 Niveau gut.
Da bin ich bestimmt nicht alleine. Der deutsche Markt sollte eigentlich groß genug sein, dass mal Firmen wie Intel/AMD/nVidia daran interessiert sein sollten, den Politikern klar zu machen, wofür sie sich da eigentlich einsetzen.

Und natürlich sollte auch eine Zeitschrift wie die PC Games daran interessiert sein, dass es einen Grund gibt Spiele am PC zu spielen.
Jemand wie die PC Games hätte eigentlich die besten Möglichkeiten mal an der Spitze zu stehen und den Widerstand zu organisieren, der auch mal was bringt.
Man hat einen Namen, man kennt die Firmen.
Also setzt dafür vielleicht mal etwas Manpower ein, das bringt auch der Zeitschrift bestimmt mehr ein, als die Augen zu verschließen und über etwas zu berichten, worüber man sowieso auch im Internet liest.

Gruß
Udo
 
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