Ich kann es irgendwo auch nicht nachvollziehen. Man kann ja immer neue Geschäftsfelder erspähen, aber gleich nahezu alles mit Konsole/PC einzustellen und gleich nur noch darauf zu setzen. Ist das nicht riskant bis nahezu zum Selbstmord?
Wenn die ganzen Smartphonespiele usw. jetzt nicht ankommen, dann haben sie ein Problem.
Raffe ich auch nicht... Wirklich überhaupt nicht! Man schaue sich doch nur mal das Debakel bei Crytek an. "
Vollpreis AAAlles kacke, F2P viel besser." Wo hat es geendet? An der Wand, gegen den die Yerlis den Karren gefahren haben. Oder EA, mit den ganzen Klassikern die sie vergewaltigt und aufs Smartphone gebracht haben (armes Dungeon Keeper). Die schauen vermutlich alle nur auf Valve, die sich einen Dreck um Episode 3, Half Life 3 oder irgendeine andere Art der Fortsetzung ihrer nicht abgeschlossenen Geschichte kümmern, weil sie zu beschäftigt damit sind, ihre Einnahmen aus Team Fortress 2 und DOTA 2 zu zählen (und CS:GO, was nicht mal F2P ist). Was Crytek, Konami und Co. dabei aber anscheinend vergessen, ist, dass Valve Steam im Rücken hat! Das ist ne enorme Userbase, der man so ein F2P Spiel schmackhaft machen kann. Sowas haben andere einfach nicht.
F2P- und/oder Mobile-Spiele sind definitiv günstiger in der Produktion und haben ein sehr hohes Gewinnpotenzial. Aber man sollte nicht sein komplettes, erfolgreiches Geschäft einstampfen, um sich blind in diesen übersättigten Markt zu stürzen. Das ist einfach nur dumm. Und der Weg zurück ist auch nicht so einfach. Hast du nämlich alle deine Entwicklerstudios geschlossen (man braucht kein AAA Team für Smartphone-Gedöns), ist dein komplettes Personal futsch. Die warten nicht darauf, ob du es dir anders überlegst. Und andere Studios werden auch nicht lange zögern, gute Entwickler mit jahrzehntelanger Berufserfahrung abzugreifen.
Ich finde den Weg den Ubisoft geht ganz gut. Die haben ihre AAA Spiele, erlauben ihren Studios aber auch eigenständig kleinere Spiele (also mit kleinem Budget) zu produzieren. Da kommen einige sehr gute Spiele bei raus. Fast schon sowas wie Indies mit sehr hohen Qualitätsstandards. Perfektes Beispiel dafür ist Rayman Origins, welches anfangs von nur fünf Personen entwickelt wurde. Man hat im ersten Monat nach Release zwar nur 50.000 Einheiten verkauft, aber trotzdem Gewinn mit dem Spiel gemacht! Was folgte, waren Portierungen auf PC, Mac, PS Vita, 3DS und separate Versionen für Smartphones. Insgesamt war das Spiel so erfolgreich, dass man mit Rayman Legends einen Nachfolger produzierte, der sich über eine Million mal verkaufte. Das nenne ich einen gesunden Weg, abseits von AAA Spielen Geld zu verdienen. Nicht gleich den ganzen Laden dicht machen und statt MGS 6 ein "MGS Mobile" hinzurotzen, das am Ende keiner spielt, weil MGS Fans körperliche Schmerzen davon bekommen und die Smartphone-Spieler mit MGS nichts anfangen können.