Kolumne: Nein zu Retro-Grafik und zu High-End-Blendern

AntonioFunes

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Headbanger79

Gast
Die Meinung teile ich. Absolute Highend Grafik benötige ich persönlich nicht, den Rechner dazu hätte ich im Moment auch gar nicht. Und den Retrostyle mag ich einfach nicht, das hatte ich alles vor 20-30 Jahren schon, einigermaßen zeitgemäß darf es daher schon sein :-D
 

RedDragon20

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Es kommt wohl drauf an, was die Entwickler sich auf die Fahne schreiben. Ich glaube, The Last of Us 2 würde ohne seine echt gute Grafik und die Technik dahinter nicht so funktionieren, wie es soll. Das Spiel lebt ja scheinbar (von der Story abgesehen) insbesondere von den extrem realitätsnahen Mimiken und Gestiken. Das wäre mit der Technik von vor 8 Jahren so nicht drin gewesen.
 

Bonkic

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PCGames schrieb:
...niemand will ja ernsthaft einen neuen Shooter mit der Grafik des ersten Dooms spielen wollen, außer vielleicht Just for Fun, um sich an alte Zeiten zu erinnern oder mal auszuprobieren, wie es sich damals anfühlte, als Opa daddelte.

da sich über das allermeiste in der kolumne angesprochene ja nicht diskutieren lässt, da schlicht geschmackssache, wage ich in dem punkt dann doch zu widersprechen: retro-3d-shooter mit riesen-pixeln und / oder untexturierten polygonen sind ganz im gegenteil sogar absolut im trend. und irgendwer wird die dementsprechend wohl auch spielen, ob man das nun verstehen mag oder nicht. ganz nachvollziehen kann ich das (bislang zumindest) auch nicht, aber da sind wir wieder beim persönlichen geschmack. :)
 

Neawoulf

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Technisch hochaktuelle High-End Grafik brauche ich definitiv auch nicht. Oft gefallen mir 5 bis 10 Jahre alte Spiele grafisch sogar besser, als die top aktuellen Titel, was vor allem am übertriebenen Einsatz von Post Processing und schlechtem Anti Aliasing liegt. Ein S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl mit ein paar Mods finde ich z. B. heute noch sehr viel schöner, als Metro Exodus, obwohl Metro Exodus rein technisch natürlich sehr viel mehr kann. Ein sauberes, klares Bild und eine stimmungsvolle Beleuchtung bei Spielen ist mir wichtiger, als Polygone und Post Processing Effekte ohne Ende. Viele Spiele sind meiner Meinung nach auch überinszeniert und Grenzen schon am Hyperrealismus. Ein Stil, den ich nicht besonders mag, auch wenn es da vereinzelt Ausnahmen gibt.

Zur Retrografik muss ich allerdings sagen: Ich liebe gut gemachte Pixelart-Grafik, vor allem bei Point & Click Adventures. Spiele wie Monkey Island oder zuletzt Thimbleweed Park finde ich grafisch auch heute noch sehr schön, sofern der Stil liebevoll umgesetzt ist. Da machen mir dann auch Auflösungen von 320x200 oder sogar noch weniger (The Last Door Season 1 & 2) nichts aus. Auch Indie Games mit minimalistischem Grafikstil können sehr schön sein wenn talentierte Leute am Werk sind.
 

Basileukum

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Also mit der 2060 super fahrst aber auch bei einigen Titeln in WQHD über 100 FPS und mußt net viel runterschrauben. :-D

Das Problem sind halt die Preise, die viele auch nicht mehr mittragen, allerdings viele genug, aufdaß das heute noch so funktioniert. Grafisch hat sich die letzten paar Jahre nicht mehr so viel getan, GPUmäßig teurer muß es allerdings immer mehr werden. Was unverständlich ist, da man so ja weniger Leute zum Aufrüsten von HD auf WQHD oder 4k bekommt. Stattdessen gibt es jetzt Teuerungsargumentationen wie "RT", was keinen vom Hocker haut, die meisten nicht brauchen, aber eben "teuer" ist.

Die Frage ist halt, ob man immer alle Regler aufdrehen muß und oft sieht man halt bei "Ultra" nicht mehr viel Unterschied zu "High". Spart extrem Ressourcen.

Die Retrografik, es ist ja die Wiederkunft der 8bit bzw. 16bit Grafik, wirkt für mich jedoch sehr ansprechend, da diese ja nun auch oft aufgehübscht daherkommt. Vor allem weil auch noch der Sound dazu dergleiche ist.
 

LesterPG

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Retrographik funktioniert für mich nur für Nostalgieklassiker wo das seinerzeit Highend war.
Comicgraphik ist für mich fraglich. WoW ging für mich optisch nie (war mMn bei erscheinen eine Frechheit), Florensia z.B. zeigt das Comicgraphik auch gut aussehen kann (weil detailiert!)

Über Stile wie Fallout, TESO, oder photorealistisch angelegte a la Battlefield 1 kann man sich streiten, ich mag optisch eigentlich alles in der Bandbreite wo man erkennt das man sich dort Mühe gegeben hat ein gutes stimmungsvolles Graphikkonzept unter Berücksichtigung der technischen Begebenheiten wie Bildauflösung abzuliefern.

Das recht häufig "muss 4K haben" Leute sich für Pixellook begeistern können ist mir unverständlich und zudem wiedersprüchlich.


All das ist natürlich vollkommen losgelöst vom Spiel an sich, Photorealismus ersetzt kein gutes Spiel, Übelgraphik kann aber sehr wohl eines versauen.
 
B

Beichtstuhl

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Also gegen ein resident evil oder final fantasy mit vorgerenderten Hintergründen hätte ich nichts einzuwenden.

Wäre direkt mit einem day 1 Kauf sogar dabei
 

Schalkmund

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Wenn die Pixelgrafik einigermaßen ansehnlich und das Gameplay/die Story gut ist habe ich kein Problem damit. Ich hatte z.B. mit dem pixeligen River City Girls mehr Spaß als mit dem comichaften Streets of Rage 4.
 

Triplezer0

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Kann dir nur zustimmen bezgl. Retro Grafik. Manche kriegen das wirklich gut hin und das Spiel sieht trotzdem gut aus, aber oft tritt das genaue Gegenteil ein.

Das einzige Spiel dem ich das wirklich verzeihen konnte ist Blasphemous. Aber nur, weil man wirklich gut erkennen kann, das man sich trotz Pixelgrafik enorm viel Mühe gegeben hat.
 

ssj3rd1

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Inzwischen bin ich sogar davon überzeugt, dass Retro Grafik hier teils die Weiterentwicklung im Bereich Grafik bei Games massiv gestört bzw. verhindert hat.

Man muss ja keine Grafikhure sein, aber Grafik darf doch bitte wenigstens ansatzweise aus diesem Jahrtausend aussehen, sehr gerne auch nach 2020. Also mein Auge isst auch heute gerne noch mal mit und halb blind bin ich plötzlich auch nicht geworden :)

Was da teilweise für ein Pixel-Matsch raus kommt und dann sogar noch massiv gefeiert wird... manchmal muss ich dann tatsächlich auf den Kalender gucken.

Und Nostalgie ist ja gut und schön, aber brauche ich dafür wirklich hunderte Spiele?
Bin heilfroh, dass es aber zum starken Kontrast aber doch noch Spiele wie LOU2 gibt, die die Messlatte nach oben legen und zeigen wie es geht.
Cyperpunk wird bestimmt in die gleiche Kerbe schlagen.
 

Spiritogre

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Ich bin Technikfan und mag entsprechend gute Grafik. Spielerisch finde ich aber Spiele mit Grafik ab etwa 2003 / 2004, sofern damals Highend, durchaus noch als spielbar und ansehnlich.
Mit Retrografik bin ich aufgewachsen und kann nicht soviel mit anfangen, ich denke dann immer, dann kann ich auch den C64 / Amiga / SNES wieder rauskramen und lieber die alten Klassiker noch mal zocken.
 

oldmichl

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Wenn ich mir Gesteinsbrocken vom ungemoddeten original Skyrim ansehe und die, die man auf der PS5 Techdemo sah...ein 3-faches Hoch auf den (grafischen) Fortschritt!
 

Dodo1995

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Wichtig ist es das man zwischen Pixelart und Retro unterscheidet. Für Spielen die einfach nur den Look alter Spiele nachahnen habe ich nicht viel übrig und über Videospiele die dann aussehen wollen wie auf dem C64 kann ich nicht mal lachen.

Pixelart kann widerum richtig gut ausehen und als kostengünstige Laternative zu modernern Grafik sein besonders wenn man dann noch moderne VFX und Shader einsetzt.
 

Baalzebub

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Ist natürlich alles Geschmackssache und jeder soll das spielen worauf er Bock hat.

Aber ich bin froh, dass es heute soviel Auswahl gibt, Retrografik mit eingeschlossen. Tatsächlich langweiligen mich die meisten modernen "Grafikblender" gameplaytechnisch und da bin ich heilfroh über moderne Indiegames, welche spaßiges Gameplay der 90er aufgreifen und wenn sie dann auch mind. genauso oder sogar eine Stufe besser aussehen als die Games der 16bit-Era umso besser. Anders als ältere 3D Spiele ist 16bit Pixelart unglaublich gut gealtert und sieht auch heute noch super aus. Bei 8-bit Pixelart oder C64 kann ich es eher verstehen, wenn Leute sagen "Das muss heute nicht mehr sein.", aber selbst das ist Geschmackssache.

Stimme auch @Schalkmund zu, dass das neue Street of Rage sich irgendwie "falsch" anfühlt. Generell hab ich bei vielen hochauflösenden 2D Spielen das Gefühl, dass diese sich "kalt" und "lieblos" anfühlen, während man bei Pixelart mehr die Liebe zum Detail des Künstler merkt (Ohne diese würde die Pixelartgrafik auch nicht gut aussehen). Ähnlich seh ich das bei "photorealistischer" Grafik, da wird ja meist auch nur auf Assetstores zurückgegriffen und sich die benötigten Assets einfach zusammengekauft. Da gefällt mir dann stilisierte 3D Grafik ala Nintendo besser, weil da jemand dahintersaß der diese designed und "zum Leben erweckt" hat.
 

AlBundyFan

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mit gefällt pixel-look oft nicht. manchmal aber schon. wenn e zb. so fantastisch gemacht ist und so gute animationern hat wie bei dead cells dann liebe ich es. aber auf so einen standard kommen halt nur max. ein paar prozent der pixelspiele.

was ich aber überhaupt nicht ausstehen kann, sind neuauflagen von älteren spielen bei denen die damaligen pixeligen stellen durch großflächige einfarbige große flächen ersetzt werden.
besonders bei neuauflagen von alten adventures wird das oft gemacht und sieht mMn ein monkey island mit 320x200 pixeln besser aus als sowas in HD.
 

TheBobnextDoor

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Ne... lieber Retrografik! :finger:
Wenn sich die ganzen Indieentwickler nachher z.B. noch mit der Unreal Engine versuchen, kommt da eh nur sowas uninspiriertes wie Submerged bei heraus.

Da spiele ich doch lieber einen Pixelplatformer oder Adventure, die in ihren Details so manch andere Produktion größerer Entwickler ausstechen.
Oder einen tollen Shooter in Build Engine, der einfach aufs Wesentliche, schnellem intensiven Gunplay, herunter gebrochen wurde. :top:
 

sauerlandboy79

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Also wer auch nur ansatzweise was gegen Retrografik hat sollte sein Dasein als Spieler nochmal kräftig hinterfragen. Was viele Indie-Titel allein an Charme und Oho-Reaktionen trotz oder gerade wegen technisch eingeschränkten Mittel schaffen ist schon eine Mordsleistung, potente Grafikblender hingegen bleiben in der Regel genau das wie sie bezeichnet werden, eben Blender.

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OttoNormalmensch

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Spritebasierte 2D-Grafik ist ein Relikt aus früherer Zeit, als Entwickler sich noch nicht anders zu helfen wussten, als alles von Hand zu zeichnen. Das hat nochmal dieses Extra-Plus an Schweiß und Tränen und seinen ganz eigenen Reiz. Indie-Spiele im Retro-Look sind für mich dagegen fast schon sowas wie Fast Food: "Zwei Cheeseburger und 'n Milchshake... öhm, ja, groß, Erdbeer."
 

Spiritogre

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Wo bleibt eigentlich der Test zum Steam Release von Persona 4 Golden?
Der Playstation Vita Titel, der eine erweiterte Fassung der PS2 Version war, erschien ja jetzt mehr als überraschend als HD Remaster für den PC. Ich weiß, Persona ist bei der ahnungslosen Crew von PC Games nur mittelmäßig angesehen, wohl auch weil die Grafik recht schlicht ist und es dazu noch ein japanisches Game ist. In entsprechenden Kreisen gelten zumindest Persona 3 bis 5 aber nun einmal unbestritten als eine der besten Spiele(reihen) aller Zeiten.

Mein Fazit soweit, die Umsetzung ist gut gelungen, bei Zwischensequenzen merkt man die niedrige Auflösung und viele Hintergrund-Texturen sind heute ein Graus aber die Figuren und gezeichneten Charakterbilder sind gut umgesetzt. Spielerisch war ich von der Erinnerung überrascht, es ist näher an Persona 5 als ich dachte. Der Suchtfaktor war sofort (wieder) da.
 

HelmutBauer

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Wo bleibt eigentlich der Test zum Steam Release von Persona 4 Golden?
Der Playstation Vita Titel, der eine erweiterte Fassung der PS2 Version war, erschien ja jetzt mehr als überraschend als HD Remaster für den PC. Ich weiß, Persona ist bei der ahnungslosen Crew von PC Games nur mittelmäßig angesehen, wohl auch weil die Grafik recht schlicht ist und es dazu noch ein japanisches Game ist. In entsprechenden Kreisen gelten zumindest Persona 3 bis 5 aber nun einmal unbestritten als eine der besten Spiele(reihen) aller Zeiten.

Das testet PC Games erst, sobald es eine Version für die Switch gibt.
 

Baalzebub

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Indie-Spiele im Retro-Look sind für mich dagegen fast schon sowas wie Fast Food: "Zwei Cheeseburger und 'n Milchshake... öhm, ja, groß, Erdbeer."
Inwiefern steckt bei Indiespielen mit hochwertigem Pixelart weniger fleiß und Liebe als bei älteren 16-bit Titeln der 90er? Was man heute so sieht mit zb. Owlboy oder Blasphemous ist imho sogar noch eine Stufe über den schönsten Pixelart Games der 90er. Hat teils damit zu tun, dass da bei modernen Indiegames oftmals ein kleines Team aus Enthusiasten >5 Jahre daran sitzen und nicht eifnach nur Angestellte, welche dazu angehalten wurden alle benötigten Grafiken innerhalb von 6 Monaten fertigzustellen. Teilweise aber auch damit, dass es mehr hochwertige Vorlagen als Inspiration gibt (Super Mario World ist zb. nicht mehr state of the art Pixelart) und letztendlich gibt auch modernere Tools zur Erstellung von Grafiken mit nützlichen Features, die es damals nicht gab.

Gibt aber natürlich auch simplere moderne Pixelart Games, welche eine niedrigere Auflösung haben als die 8-bit Games damals und ganz bewusst einen möglichst einfachen Stil wählen um Zeit und Kosten zu sparen oder auch weil es keinen "richtigen" Grafiker im Team gab. Auch minimalistische Games können sehr hübsch aussehen, aber ja nicht jedes ist es am Ende auch.
 

OttoNormalmensch

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Inwiefern steckt bei Indiespielen mit hochwertigem Pixelart weniger fleiß und Liebe als bei älteren 16-bit Titeln der 90er? Was man heute so sieht mit zb. Owlboy oder Blasphemous ist imho sogar noch eine Stufe über den schönsten Pixelart Games der 90er. Hat teils damit zu tun, dass da bei modernen Indiegames oftmals ein kleines Team aus Enthusiasten >5 Jahre daran sitzen und nicht eifnach nur Angestellte, welche dazu angehalten wurden alle benötigten Grafiken innerhalb von 6 Monaten fertigzustellen. Teilweise aber auch damit, dass es mehr hochwertige Vorlagen als Inspiration gibt (Super Mario World ist zb. nicht mehr state of the art Pixelart) und letztendlich gibt auch modernere Tools zur Erstellung von Grafiken mit nützlichen Features, die es damals nicht gab.

Gibt aber natürlich auch simplere moderne Pixelart Games, welche eine niedrigere Auflösung haben als die 8-bit Games damals und ganz bewusst einen möglichst einfachen Stil wählen um Zeit und Kosten zu sparen oder auch weil es keinen "richtigen" Grafiker im Team gab. Auch minimalistische Games können sehr hübsch aussehen, aber ja nicht jedes ist es am Ende auch.
Dieser Ansporn, mehr aus dem Medium herausholen zu wollen als eigentlich drinsteckt, macht einfach nochmal den Unterschied, wie ich finde. Das wurde nicht etwa einfach so aus dem Boden gestampft, das ist Trial-and-Error vom Feinsten. Schau dir mal die alten Metal Slug Teile an. Ich kann mich nicht daran erinnern, im 2D-Bereich jemals etwas besseres gesehen zu haben. Was zum Kuckuck hat die damals bloß geritten? Auch Sonic the Hedgehog ist, was Pixel-Art betrifft, einfach zeitlos. (Kann man ja schon mal so sagen.)

Klar gibt es ansehnliche und originelle Indie-Spiele (s. Undertale, Shovel Knight, Shantae, Celeste ...) und ja, es mag vielleicht unfair erscheinen, die Indie-Leute auf eine Stufe mit den großen Entwicklerstudios zu stellen, doch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass sie längst nichts mehr Besonderes in der Gaming-Landschaft sind. Warum also nicht noch mal ein bisschen mehr aus sich herausgehen, wenn man schon die Skills hat? *schiebt zwei Cheeseburger ineinander*
 

Spiritogre

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Inwiefern steckt bei Indiespielen mit hochwertigem Pixelart weniger fleiß und Liebe als bei älteren 16-bit Titeln der 90er? Was man heute so sieht mit zb. Owlboy oder Blasphemous ist imho sogar noch eine Stufe über den schönsten Pixelart Games der 90er. Hat teils damit zu tun, dass da bei modernen Indiegames oftmals ein kleines Team aus Enthusiasten >5 Jahre daran sitzen und nicht eifnach nur Angestellte, welche dazu angehalten wurden alle benötigten Grafiken innerhalb von 6 Monaten fertigzustellen. Teilweise aber auch damit, dass es mehr hochwertige Vorlagen als Inspiration gibt (Super Mario World ist zb. nicht mehr state of the art Pixelart) und letztendlich gibt auch modernere Tools zur Erstellung von Grafiken mit nützlichen Features, die es damals nicht gab.

Gibt aber natürlich auch simplere moderne Pixelart Games, welche eine niedrigere Auflösung haben als die 8-bit Games damals und ganz bewusst einen möglichst einfachen Stil wählen um Zeit und Kosten zu sparen oder auch weil es keinen "richtigen" Grafiker im Team gab. Auch minimalistische Games können sehr hübsch aussehen, aber ja nicht jedes ist es am Ende auch.

Für mich ist es eine Übersättigung. Ich hatte diese Spiele 20 Jahre bis endlich 3D Grafik ansehnlich wurde und ich kann Pixelspiele deswegen in der Regel nicht mehr sehen.
Klar, wenn es wirklich hübsch ist, meinetwegen. Aber Pixel sehen stößt mich in Zeiten von HD Monitoren dennoch ein wenig ab. Wir haben den Auflösungswahn bei Monitoren und Displays, eben weil man keine Pixel sehen will.

Außerdem ist es alleine von den Möglichkeiten etwas völlig anderes ob ich Pixelart auf dem C64 oder gar Amiga mache als mit heutigen Bildbearbeitungsmöglichkeiten am PC mit 1 Million Mal besserer Tools.
Deswegen teile ich die Ansicht, dass Pixelart ja ach so anspruchsvoll zu erstellen ist überhaupt nicht. Ich habe Pixelfiguren und Bilder damals auf dem C64 gemacht, ich habe Comics auf dem Amiga gezeichnet. 3D Grafik ist einfach noch mal ein ganz anderer Schnack.
 

Baalzebub

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Deswegen teile ich die Ansicht, dass Pixelart ja ach so anspruchsvoll zu erstellen ist überhaupt nicht. Ich habe Pixelfiguren und Bilder damals auf dem C64 gemacht, ich habe Comics auf dem Amiga gezeichnet. 3D Grafik ist einfach noch mal ein ganz anderer Schnack.

[Hab viel zu weit ausgeholt, daher nur das TLDR]

TLDR: 3D Spiele mit einer einfachen stilisierten, aber dennoch sehr hübschen Grafik und schönen Shader Effekten sind um ein vielfaches leichter zu erstellen, als ansehnliches von Hand animierte 2D Spiele, auch wenn man als Laie vielleicht denkt "Boah sieht das hübsch aus mit all den Lightrays, spiegelnden Oberflächen und volumetrischen Rauchwolken, bestimmt voll aufwendig." und "Igitt, man kann ja die Pixel zählen, voll das billig produzierte Spiel."

EDIT: Ganz so pauschal kann man das natürlich nicht sagen, letzendlich kommt es auch auf den Umfang an und den genauen Artstil, 1bit low-low-res Pixelart mag wiederum eifnacher sein als low-poly 3D mit nem Haufen Post Processing was wiederum einfacher ist als 16bit Pixelart mit mehr als zwei animierten Figuren und einem Leveltileset.
 

Spiritogre

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[Hab viel zu weit ausgeholt, daher nur das TLDR]

TLDR: 3D Spiele mit einer einfachen stilisierten, aber dennoch sehr hübschen Grafik und schönen Shader Effekten sind um ein vielfaches leichter zu erstellen, als ansehnliches von Hand animierte 2D Spiele, auch wenn man als Laie vielleicht denkt "Boah sieht das hübsch aus mit all den Lightrays, spiegelnden Oberflächen und volumetrischen Rauchwolken, bestimmt voll aufwendig." und "Igitt, man kann ja die Pixel zählen, voll das billig produzierte Spiel."

EDIT: Ganz so pauschal kann man das natürlich nicht sagen, letzendlich kommt es auch auf den Umfang an und den genauen Artstil, 1bit low-low-res Pixelart mag wiederum eifnacher sein als low-poly 3D mit nem Haufen Post Processing was wiederum einfacher ist als 16bit Pixelart mit mehr als zwei animierten Figuren und einem Leveltileset.

Also alleine um manche 3D Assets zu erstellen ist mehr Aufwand nötig, als für Pixelart. Diese Gittermodelle und Texturen entstehen auch nicht aus dem Nichts.

Ansonsten, um Pixelart zu erstellen gibt es sicher viele Methoden. Eine sehr einfache habe ich gerade die Tage in einem Musikvideo gesehen. Da wurde offensichtlich erst real gefilmt und dann ein entsprechender Filter drüber gejagt, sodass es tatsächlich so aussah wie 8Bit Grafik vom Spektrum, es war nur eindeutig dass es gefilmt war, weil die Animation zu flüssig war. Letztlich ist es so, wer heute noch Pixel für Pixel mit der Maus "punktiert", der hat natürlich selbst Schuld, wenn die Fleißarbeit ins unendliche steigt.
 
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