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Kolumne - Kriegskasse

henemann am 22.11.2004 16:29 schrieb:
Es gibt keine inovationen mehr. Immer die gleiche schei..e ! Nix mehr mit hinterhof programierer die ein völlig neuses gameplay entwikeln! Das letzte 3d spiel mit inovation war opf! seit dem gibts bloss aufgeborte grafik! und das die pc games zu dem ganzen seinen beitrag leisten kann mir wohl keiner wiederlegen en bischen abstand von den entwiklern könnte euch nicht schaden! ist ja zu einem werbe magazin verkommen!

ps. Gameplay leute ist alles!

gruss hendrik!


Das finde ich volligen schwachsinn! :ugly:
Zu alle Spiele die ich mir gekauft habe stimmt die Bewertung bzw. der Text.
Aber bleib bei der Gameplay und verpass die aktuellen Themen.

Rusty
 
Das Problem an der Sache ist die fehlende Risikofreudigkeit der Publisher.

Warum ein komplett neues Game mit innovativen Ideen, wenn man auf dem Erfolg von vorherigen Games den selben Spaß als x.ten Teil veröffentlichen kann ?

Teils ist dies zu Recht der Fall (siehe Half Life 2, Siedler), die keine jährlichen Updates bekommen haben, aber was soll man mit einem Tomb Raider 8, einem Hitman oder einem X.ten Teil von Final Fantasy oder noch schlimmer einen Anstoß 4,5, der gegenüber Teil 3 nur noch ein blasser Schatten seiner selbst ist oder leider auch die FIFA/FM-Serie, bei denen man auch nicht vor Innovationen erschlagen wird (wo man eher den Rotstift bei den finanziellen Features feststellen muß). Von anderen Games wünscht man sich aber wiederum (leider vergeblich) einen Nachfolger (z.B. von Diablo 2).

Oder man kauft sich die Lizenz für einen Blockbuster alá Terminator 3 und bastelt schnell ein Spiel dazu, daß dann ja möglichst zeitnah zum Kinorelease des Films veröffentlicht wird. Bzw. man bringt von erfolgreichen Shootern die X.te Auflage, ohne diese zu überarbeiten. Wünschenswerte Nachfolger in dem Genre (Flashpoint 2) werden verschoben (hoffentlich tut dies der Qualität des Endproduktes auch gut.

Wirklich neues auf dem Spielesektor gabs in letzter Zeit eigentlich kaum. Entweder aufgewärmtes, neu zusammengestelltes (FIFA/FM), aber frische neue Ideen wurden kaum auf den Markt geworfen. Adventures (und auch andere Games) werden dann halt entweder schnell und ohne (wünschenswerte) Bearbeitung auf den Markt gebracht. Die Spieldauer der Adventures ist meist auch nicht mehr das, was sie mal war.

Wie sehr würde ich mir z.B. einen Nachfolger für Baldurs Gate 2 wünschen oder einen (guten, ausblalancierten) Nachfolger von Vampires Redemption. Dessen Nachfolger ist verbuggt, auch wenn die Grafikpracht nicht schlecht ist. Aber wenn man als Basis die HL2-Engine schon nutzt, hat man diese nicht ansatzweise ausgenutzt.

Wo bleibt ein echter NFS Nachfolger, in dem man die Luxuskarossen bewegen kann und wo man endlich mal wieder Polizeiverfolgungen dabei hat ? Leider wurde dies bei Underground 1 und 2 sträflich vernachlässigt, obwohl sich dieses Szenenumfeld gerade für Polizeiverfolgungsjagden eignen würde. Ich spiele auch Underground gern (kein Thema), aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem die Rückkehr zu den Luxuskarossen, mit denen die Need for Speed-Reihe bekannt geworden ist.

Direkte Neuigkeiten auf dem Strategiesektor gibt es (mal abgesehen von Siedler - Rückkehr der Könige) auch nicht zu vermelden. Entweder gibts die 08/15 Standardkost aus dem 2. WK (die Themen sind ja auch schon ausgelutscht, da man hier nicht das Risiko wagt und große Operationen (mal abgesehen von Overlord) zu integrieren. Wo bleibt Operation Market Garden ? Oder wo bleibt die Ardennenoffensive, die Landung auf der Festung Eben Emael ? Oder ein Strategiespiel, daß sich streng an den Verlauf des 2. WK orientiert ? Mit dem Beginn des Angriffs auf Polen, über den Frankreichfeldzug, die Luftschlacht um England, den Krieg in Griechenland und auf dem Balkan, den Operationen in Afrika und den Rußlandfeldzug ? Alternativ die Operationen im Pazifik.

Wo bleibt ein (gutes) Strategiespiel über den 1. Weltkrieg ?

Was ich auch vermisse ist ein Adventure alá Another War. Nur hier hätte ich mir den Verbleib im "Normalraum" (um es mal so zu nennen) gewünscht. D.h. keine Nazi-Klone und Super-SS-Zombies etc. Dies wäre auch mal eine neue Idee für ein längeres Adventure. Von den Irrwegen eines Soldaten oder auch eines Zivilisten von Deutschland über die weiteren europäischen Staaten bis tief hinein nach Asien und Amerika. Das muß ja in dem Moment auch nicht unbedingt auf realen Begebenheiten beruhen. Aber so im Stile "Solange die Füße mich tragen" wäre sicher ein guter Ansatz. Ein deutscher Soldat vom Polenfeldzug bis zum Rußlandfeldzug. Dort Gefangennahme, Flucht etc. Hier boten Prisoner of War und Gesprengte Ketten schon gute Ansatzpunkte, wie man etwas frisches Blut in das Genre bringen könnte.

Oder ein gut gemachtes Adventure über einen Wissenschaftler des ausgehenden Mittelalters auf Reisen. Meinetwegen über Marco Polo o.ä. mit Erfahrungsskill-Aufbau, Quests etc. pp.

Ein wirklich guter Nachfolger von Fallout 2 fehlt meines Erachtens ebenfalls wie ein guter Nachfolger von System Shock 2. Hinzu käme noch der Nachfolger von SWAT, auf den man schon lange wartet und Silent Hunter 3, wo ich hoffe, daß eine moderne Grafik dem Game Auftrieb verleihen wird.

Ok die genannten Games sind auch Sequels, aber von den relativ wenigen Games, die nicht jedes Jahr im Herbst/Winter neu erscheinen und bei denen man noch Hoffnung haben kann, daß hier frische Ideen und Features die Reihe neu beleben.

Dann gibts auch noch sehr gute PS2-Games, von denen ich mir sehnlichst eine PC-Umsetzung wünschen würde (z.B. Boxmanager- oder reine Boxgames oder GT4).

Aber solange die Publisher hier wenig Risikofreude zeigen und eher auf Nachfolger bisher bewährter Spiele setzen, wird sich wohl am Gesamtumfeld nicht viel ändern.

PS: Noch mal etwas zum Thema Spieleflut: Es gibt mittlerweile leider imho einen viel zu unübersichtlichen Markt. Selbst die PC-Zeitungen können hier nur ansatzweise hilfreich sein, aber ohne sie wäre man wahrscheinlich total verloren. Teils werden neue Spiele unterschätzt und gehen bei Neuvorstellungen ungerechterweise unter, teils werden aber Games vorgestellt, wo ich mich ernsthaft frage, warum ich hierfür mein schwer verdientes Geld auf den Ladentisch blättern soll (speziell das neue Anstoß oder Axies vs. Allies. Und dies liegt sogut wie nicht am Genre (denn hier bin ich - leider - zu flexibel). Da liegt es eher an anderen Dingen, wie der teils unzeitgemäßen Grafik, den Mängeln in Steuerung und/oder Story oder halt eben am gesamten Setting, was mir nicht zusagt. Da kann ich ehrlich gesagt noch froh sein, daß ich meinem Drang nach einer PS2 bisher noch nicht nachgegeben habe. Dann sähe es mit dem Durchsehen wahrscheinlich noch böser aus. ;)

Was aber imho den Markt "zumüllt" sind 08/15 Shooter, die einer innovationslosen, leeren Story ein innovationsloses Gameplay sowie magere Grafik folgen lassen und versuchen, vom Erfolg der wirklich guten Shooter eine Scheibe abzuschneiden. Gleiches geschieht auch auf dem Autorennspiele-Sektor und anderen Genres von PC- und sicher auch Konsolengames. Nach dem bewährten Rezept: Ich kopiere ein sehr erfolgreiches Game in Teilen, setze es innovationslos um, mixe hierzu eine 08/15 Grafik und baue sicherheitshalber noch eine Reihe Bugs ein.

Was mir aber gefallen hat, war die Preisfestlegung für Half-Life. Deutlich unter 40 EUR ein wirklich vollwertiges Game (wenn die Spieldauer auch imho zu kurz ist) zu verkaufen, finde ich fair. Die Verfahrensweise der Registrierung/Kopierschutz über Steam hingegen finde ich einen Fehlgriff und nicht kundenfreundlich. Hier gäbe es sicher andere, kundenfreundlichere Verfahrensweisen.
 
@MichaelG:
Du sprichst mir aus der Seele!

Einerseits kann man den Herstellern die Angst vorm Risiko nicht wirklich übel nehmen, angesichts der horrenden Geldsummen, die eine Entwicklung kostet.
Andererseits dürfen sich die Hersteller dann aber nicht wundern, wenn die Spiele einen ähnlichen Weg gehen wie die Musik: Wenn die Leute immer wieder mit billigen Aufgüssen vollgemüllt werden, dann verlieren sie die Wertschertzung dieser Produkte und sing zunehmend weniger bereit, Geld dafür auszugeben.

Es gibt zwar hier und da nettes und neues, doch nur selten hört man, daß solche Spiele auch erfolgreich sind. Und auch wenn Testkritiken gut sind, kann der kommerzielle Erfolg ausbleiben. Der wiegt ja auch letztendlich mehr als jede Kritik.

Ich hoffe dennoch, daß sich auf diesem Sektor bald mehr tun wird. Die erwähnten Spiele schreien geradezu nach einem würdigen Nachfolger. Und ich denke wenn es Game-Studios wie Blizzard gibt, die nach wie vor wie ein Fels in der Brandung stehen, dann muß man die unterstützen.
Und ich denke, daß Dienste wie Steam, so ärgerlich sie auch erstmal sind, letztendlich für einen Spielehersteller eine größere Unabhängigkeit vom Publisher geben. Deswegen hoffe sich, daß Valve mit HL2 auch finanziell einen großen Erfolg verzeichnen wird.
Ich werde auch niemals EA verzeihen, daß sie sich Westwood einverleibt und damit eines meiner Lieblingsstudios vernichtet haben. Für mich sind diese Groß-Konzerne das große Übel. Viel Geld, aber auch viel Geldmacherei... :(
 
den nächsten hats erwischt:

Titus R.I.P
 
ION STORM ?

ion storm scheint der nächste traditionelle entwickler zu sein, bei dem die lichter ausgehen. :-|

http://www.joystiq.com/entry/1234000633029624/
 
AW: ION STORM ?

so das wars - ion storm ist auch geschichte :

Ion Storm closes its doors


The legendary development studio behind the Deus Ex series and Thief: Deadly Shadows series is no more.

One of the most storied development studios in game history has shut down. Today, Eidos Interactive officials confirmed to GameSpot that it is shuttering its Austin, Texas studio Ion Storm.

A statement issued by the Britain-based publisher outlined the closure with typically cool corporate logic. "Eidos today announced locally that it is to consolidate down its North American internal development capabilities from two studios to one," it read. "This will mean the immediate closure of the Ion Storm studio in Austin, Texas, which has been focused primarily on the development of PC and Xbox games….This is part of [Eidos'] move to consolidate and strengthen its technical and management capabilities into a smaller number of studios which are capable of scaling up in order to meet the competitive challenges that lie ahead, particularly in anticipation of next-generation technologies and platforms."

However, the brief statement was hardly a fitting epitaph for Ion Storm, which has seen some of gaming's most celebrated--and controversial--talent walk through its doors. The company was founded in 1996 by Doom co-creators John Romero and Tom Hall after the pair exited id Software. Shortly thereafter, the studio was bought outright by Eidos. Funded by Eidos and located in a Dallas penthouse, its team labored for the next three years developing and hyping the genre-bending PC game Daikatana. When it was finally released in 2000, the game received almost universally awful reviews. Its failure spurred Hall and Romero's departure and the closure of Ion Storm Dallas in 2001

Despite Daikatana's failure, 2000 was not a total bust for Ion Storm. That year, the developer's Austin studio released Deus Ex, a groundbreaking hybrid of shooter and role-playing game. The award-winning PC title (followed two years later by a PlayStation 2 port) was the pet project of veteran Warren Spector. A veteran of Dungeons and Dragons creator TSR and Ultima developer Origin Systems, Spector joined Ion Storm in 1997, and was appointed to its board of directors in 1999.

In August 2000, following the closure of Looking Glass studios, Eidos picked up the rights to the acclaimed Thief series, and made Spector project director of the franchise. Within two years, he had been appointed Studio Director of Ion Storm's Austin shop, now its sole studio. During his tenure, he oversaw two high-profile projects--Deus Ex: Invisble War and Thief: Deadly Shadows. Despite lofty expectations, the two games received a mixed critical and popular reception when released in December 2003 and May 2004, respectively. In particular, Invisible War was accused of being simplified for consoles, causing a backlash in the PC community.

As 2004 came to a close, rumors began to circulate that Ion Storm was in trouble. In November, Spector resigned his post to "pursue personal interests." In December, Invisible War executive producer Harvey Smith left to join Midway's newly founded Austin studio (nee Inevitable Entertainment). Ion Storm's future was further clouded by the financial woes of Eidos, who has been actively courting corporate suitors for a takeover since last summer.

However, it wasn't until today that Ion Storm's number was finally up. Eidos reps said the closure will result in "the displacement of some 35 jobs." At the same time, Eidos announced it will "be scaling up development capabilities at its Crystal Dynamics studio in San Francisco with the recruitment of some 50 or so new personnel as it move from a two- to a three-team studio." Though they did not say specifically whether or not any of the new personnel would be from Ion Storm, Eidos reps did say the "employee headcount" at Crystal Dynamics, which is currently developing the new Tomb Raider game, would increase to over 180 personnel.
 
Troika

....und der nächste:

Troika Games hat ausgesaugt.....
 
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