Der Konsolenmarkt ist aufgrund der günstigeren Hardware einfach deutlich größer als der PC-Markt, gerade in den USA, und dazu ist der Einzelpreis für Konsolenspiele höher als für PC-Spiele, teilweise bis zu 20 Euro. Daher wird vorrangig für Konsolen entwickelt, mit den Raubkopierern hat das nur am Rande was zu tun. Zumal die meisten Raubkopierer (meiner Erfahrung nach) viele Spiele nicht spielen würden, wenn sie dafür knapp 50 € bezahlen müssten. In der Hauptzielgruppe und der Hauptraubkopieraltersklasse sind viele Studenten und Schüler dabei, die sich das auch überhaupt nicht leisten könnten. Daher sind die Millionenzahlen der Hersteller völliger Humbug, den man so einfach nicht in finanziellen Verlust umwandeln kann. "Gute" Spiele verkaufen sich mit dem richtigen Marketing eigentlich immer in ausreichender Stückzahl. Selbst notorische Raubkopierer kaufen sich ab und zu mal ein Spiel, eine CD oder gehen ins Kino, wenn sie denken, dass sich das Geld dafür auch wirklich lohnt. Das soll jetzt keine Verteidigung von Raubkopierern sein, sondern einfach mal ein Denkanstoß, dass das ganze Problem effektiv viel kleiner ist als immer von den Herstellern/Publishern behauptet wird.