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Kein Bier für Gamer: PCs in Lokal sind Glücksspielautomaten

AntonioFunes

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Zum Artikel: Kein Bier für Gamer: PCs in Lokal sind Glücksspielautomaten
 
Digitale Inkompetenz reicht halt vom Bundeskanzleramt bis in die kleinste Amtsstube - einfach nur peinlich!
 
Digitale Inkompetenz reicht halt vom Bundeskanzleramt bis in die kleinste Amtsstube - einfach nur peinlich!

Naja, mal angenommen es wäre eine "Eckkneipe" mit ein paar PCs, auf denen alle Gäste nur Onlinepoker spielen, und für die Einsätze würden sie Chips an der Theke kaufen - dann wäre es IMHO sogar korrekt, den Laden als "Glücksspielstätte" einzustufen... Wird hingegen zB Counterstrike gespielt, wäre es Quatsch.

Was ich jetzt nicht weiß: Läden, in denen "Arcade-Spielautomaten" mit zB so was wie Donkey Kong oder Renngames mit einem Vor-ort-Cockpit usw. stehen, unterliegen ja AFAIK strengen Jugendschutzauflagen. Mit SO was könnte man die PCs wiederum durchaus vergleichen - sofern man für die Nutzung der PCs auch etwas bezahlen muss. Und falls in solchen Läden mit Arcade-Automaten Alkohol genau wie bei Glückspiel verboten wäre, dann ist es rein rechtlich gesehen wohl korrekt, was Köln da entschieden hat. Da müsste man dann allerdings die Gesetze mal überdenken. Arcade-Automaten verschwanden ja, weil man in den 80er/90er-Jahren noch kaum PCs/Konsolen zu Hause hatte, so dass Kinder und Jugendliche ihr Taschengeld an solchen Automaten "verzockten". Die Zeiten sind aber längst vorbei.
 
Kommt darauf an was man auf den PC's so spielt, dann wäre das nämlich sogar zutreffend. Aber so von der Ferne gesehen kommt mir das erstmal zu allgemein rüber.
 
Bietet halt Moloko Plus an... oder Shisha... Shisha geht immer, und mit genügend Kohlenmonoxid in der Luft ballert das auch zu...
 
Ich glaube der Fehler besteht auch in der "zu" klaren Bezeichnung: Restaurant DVision eSports Diner Cologne. Gamer PCs.
Wenn sie sich offiziell als einfaches Webcafé dargestellt hätten, wäre es wahrscheinlicher schwieriger sie an den Haken zu nehmen.
Die PCs können ja für alles genutzt werden...Fotos angucken, Internet surfen...und halt auch spielen, das bleibt ja der freien Nutzung des Kunden überlassen.
Vielleicht würde es auch reichen sich als Club einzutragen mit Mitgliedsausweis, den man dann natürlich ganz einfach an der Kasse lösen kann.
Wäre nicht das erste Etablissement, daß so die Regeln knapp umschifft.
 
Ich frage mich ob die auch Spielekonsolen oder Handhelds als Glücksspielautomaten ansehen. Und was ist eigentlich, wenn ich mich in eine Kneipe setze dort ein paar Bier trinke und mit meinem Smartphone auf einer Casino-Seite zocke, werde ich dann da von Kölner Ordnungsamt rausgeschleift? :ugly:
 
bißchen merkwürdig finde ich, dass die betreiber trotz nicht vorliegender schanklizenz die eröffnung durchgezogen haben. denn zunächst erteilt und dann erst wieder zurückgezogen wurde diese ja offenbar nicht, wenn ich das richtig verstehe. :-O
 
bißchen merkwürdig finde ich, dass die betreiber trotz nicht vorliegender schanklizenz die eröffnung durchgezogen haben. denn zunächst erteilt und dann erst wieder zurückgezogen wurde diese ja offenbar nicht, wenn ich das richtig verstehe. :-O

Ja ist schon seltsam, aber scheinbar wurde das ja vorher zumindest soweit abgeklärt, dass es nicht als Problem angesehen wurde.
Zumindest lese ich das hieraus:
Das DVision eSports Diner Cologne äußerte sich dazu inzwischen unter anderem über twitter. Besonders ärgerlich ist dabei auch, dass die Betreiber des Restaurants schon Monate zuvor einen Antrag mit allen Details zu dem Restaurant gestellt hatten, der nicht beanstandet wurde, und in Folge dessen viel Geld in den Umbau der Lokalität investierten.
Also so ganz ohne vorher mal anzufragen wurde das wohl nicht gemacht und die Lizenz wurde ja auch schon vor einer ganzen Weile beantragt und bisher kam offenbar auch nichts negatives dazu zurück.
Ich stimem aber zu, dass man sowas besser vorher komplett klären sollte.
 
Beamten und Behörden Willkür vom feinsten.
Da ist wieder so ein 1000 Jahre alter Beamter dran, der sowieso feind aller moderner Technik ist.
Und sagt "kenn ich nicht, will ich nicht, also tu ich was dagegen" und fertig.
Hoffentlich wehrt sich DVision eSports Diner Cologne gegen diesen ....
 
bißchen merkwürdig finde ich, dass die betreiber trotz nicht vorliegender schanklizenz die eröffnung durchgezogen haben.

Es schien ja alles genehmigt zu sein zu einem Zeitpunkt, als schon alles umgebaut war, Verträge mit Personal gemacht wurden, die PCs gekaut wurden, Marketing & Eröffnungstermine feststanden, die "Macher" ihre alten Jobs gekündigt hatten usw. - und DANN muss man natürlich trotzdem eröffnen, denn besser Umsatz mit Essen, Softdrinks und Games als GAR kein Umsatz.
 
bißchen merkwürdig finde ich, dass die betreiber trotz nicht vorliegender schanklizenz die eröffnung durchgezogen haben. denn zunächst erteilt und dann erst wieder zurückgezogen wurde diese ja offenbar nicht, wenn ich das richtig verstehe. :-O

Ist wohl so das sie nur keine für Alkohol bekommen haben. Alles andere dürfen sie wohl anbieten.
 
Es schien ja alles genehmigt zu sein zu einem Zeitpunkt, als schon alles umgebaut war, Verträge mit Personal gemacht wurden, die PCs gekaut wurden, Marketing & Eröffnungstermine feststanden, die "Macher" ihre alten Jobs gekündigt hatten usw. - und DANN muss man natürlich trotzdem eröffnen, denn besser Umsatz mit Essen, Softdrinks und Games als GAR kein Umsatz.

wenn ich nicht die 100%ige garantie auf eine schanklizenz habe, und die ist mitunter bekanntlich gar nicht so leicht zu bekommen, kündige ich doch nicht meinen job und investiere größere summen in meinen betrieb. das wäre schon sehr sehr blauäugig. ein lokal ohne schanklizenz ist quasi von vornherein zum scheitern verurteilt. wie schon gesagt: ich kann mir das nur so erklären, dass die lizenz bereits erteilt, dann aber wieder zurückgezogen wurde.

Ist wohl so das sie nur keine für Alkohol bekommen haben. Alles andere dürfen sie wohl anbieten.

für "alles andere" brauchst du keine schanklizenz. ;-)
 
wenn ich nicht die 100%ige garantie auf eine schanklizenz habe, und die ist mitunter bekanntlich gar nicht so leicht zu bekommen, kündige ich doch nicht meinen job und investiere größere summen in meinen betrieb. das wäre schon sehr sehr blauäugig. ein lokal ohne schanklizenz ist quasi von vornherein zum scheitern verurteilt. wie schon gesagt: ich kann mir das nur so erklären, dass die lizenz bereits erteilt, dann aber wieder zurückgezogen wurde.
Ok, jetzt verstehe ich den Gedanken. Aber das spielt doch an sich bei weiterem Nachdenken trotzdem keine Rolle. Ob die Betreiber nun...

1) ohne Lizenzantrag schon mal losgelegt haben, weil sie sicher waren, dass es dann bei einem Antrag rechtzeitig vor der Eröffnung keine Probleme geben wird, da sie beim Vorlegen der Pläne bei der Stadt (was sie ja in jedem Fall gemacht hatten) keinerlei negative Hinweise erhalten hatten, oder ob sie
2) erst losgelegt haben, nachdem sie die Lizenz beantragt und bekommen haben, aber natürlich unter den Vorbehalt, dass die Stadt kurz vor/nach der Eröffnung noch mal prüft,

das kommt doch aufs gleiche raus. In beiden Fällen weiß der Betreiber erst kurz vor bzw. nach der Eröffnung, ob er die Lizenz nun wirklich behalten / bekommen darf und hat gar keine andere Wahl, als dass er Monate im Voraus schon investiert, ggf. Job kündigt, Personal sucht usw.
 
Das spielt doch an sich keine Rolle. Ob die Betreiber nun....

JETZT spielt das in der tat keine rolle mehr, das ist zweifelsfrei richtig. jetzt ist das kind schon in den brunnen gefallen. :-D

ich wollte damit nur zum ausdruck bringen, dass ich sehr verwundert bin, dass gleich mehrere leute hier dermaßen ins risiko gegangen sein sollen. denn wie schon gesagt: ohne konzession wird der laden mit großer wahrscheinlichkeit zum scheitern verurteilt sein. und so was kläre ich doch als jungunternehmer vorher, zumal es sich bei den beiden gründern offenbar um studierte wirtschaftswissenschaftler mit berufserfahrung (wenn auch nicht in diesem gewerbe) handelt. geht mir nicht in den kopf, wirklich nicht.
 
JETZT spielt das in der tat keine rolle mehr, das ist zweifelsfrei richtig. jetzt ist das kind schon in den brunnen gefallen. :-D
Auch vorher spielte es keine Rolle. Ob man zuerst nur eine indirekte Zusage für die Lizenz bekommen hatte (Gewerbe angemeldet, Pläne eingereicht, Stadt beanstandet nichts) oder ob man direkt zum Start schon eine "offizielle" Bestätigung für die Lizenz bekommt, spielt doch überhaupt keine Rolle. Denn beides kann nach der "Endabnahme" der Lokals dann dazu führen, dass man dann doch keine Lizenz bekommt. Insofern ist das Risiko für die Jungunternehmer identisch, egal ob sie nun vorher schon eine Lizenz bekommen hatten oder lediglich eine Zusage, dass alles okay sei, und daher dann einfach mal losgelegt haben.


ich wollte damit nur zum ausdruck bringen, dass ich sehr verwundert bin, dass gleich mehrere leute hier dermaßen ins risiko gegangen sein sollen. denn wie schon gesagt: ohne konzession wird der laden mit großer wahrscheinlichkeit zum scheitern verurteilt sein. und so was kläre ich doch als jungunternehmer vorher, zumal es sich bei den beiden gründern offenbar um studierte wirtschaftswissenschaftler mit berufserfahrung (wenn auch nicht in diesem gewerbe) handelt. geht mir nicht in den kopf, wirklich nicht.
Es war ja alles rund um den Laden genehmigt - die Frage ist nur, ob sie die Schanklizenz schon vorher in der Hand hatten oder "nur" eine Zusage, dass alles nur Formsache sei. Aber es spielt eben keine Rolle, weil in beiden Fällen die Stadt dann immer noch "nö" sagen kann.
 
eine einmal erteilte konzession kann aus gründen des vertrauensschutzes nicht so einfach zurückgezogen werden. kein mensch würde mehr eine gaststätte (mit alk-ausschank) eröffnen, wenn es sich um ein reines vabanque-spiel handeln würde. deshalb spielt es natürlich eine rolle, dass sie nicht schon längst vorlag. auf mich wirkt es so, als hätten sich die betreiber auf irgendwas verlassen, worauf sie sich nicht verlassen durften. oder die geschichte lief ganz anders, das wär auch ne möglichkeit. ;-)
 
Kein Bier für Gamer: PCs in Lokal sind Glücksspielautomaten

Eine einmal erteilte Konzession kann nur entzogen werden wenn der Betreiber des Lokals massiv gegen Vorschriften verstößt. Bei Kleinigkeiten ist kein Entzug möglich. Ohne Verstöße erst Recht nicht.

Auf eine mündliche Zusage verlassen ist (da rechtlich nicht bindend) aber total blauäugig.
 
eine einmal erteilte konzession kann aus gründen des vertrauensschutzes nicht so einfach zurückgezogen werden. kein mensch würde mehr eine gaststätte (mit alk-ausschank) eröffnen, wenn es sich um ein reines vabanque-spiel handeln würde. deshalb spielt es natürlich eine rolle, dass sie nicht schon längst vorlag. auf mich wirkt es so, als hätten sich die betreiber auf irgendwas verlassen, worauf sie sich nicht verlassen durften. oder die geschichte lief ganz anders, das wär auch ne möglichkeit. ;-)
Die Frage ist, ob eine früh beantragte Konzession schon vor Eröffnung als "erteilt" gilt. Denn die Behörde wird ja nach Eröffnung sicher trotzdem erstmal prüfen, ob denn auch alles Eingehalten wurde - ansonsten könnte man ja einfach eine Lizenz beantragen und schon mal loslegen, sich um Vorgaben einen Scheiß kümmern und einfach drauf hoffen, dass die erste Prüfung erst nach einigen Jahren erfolgt...

DAS meinte ich damit, dass es an sich keine Rolle spiele, ob man die Konzession schon Monate vorher beantragt oder aber erst rel. spät.


Wenn man den Twitter-Eintrag liest: https://twitter.com/eSportsDiner/status/1135289315276337159 => das hört sich so an, als wäre zuerst eine Lizenz dagewesen. Und der Folgebeitrag scheint zu sagen: man muss für den PC-Bereich einen Extra-Bauantrag stellen, und da der nicht gestellt wurde, ist die Lizenz hinfällig. Da aber laut Zeitungsartikel alle Genehmigungen vorher eingeholt worden waren, muss man davon ausgehen, dass sie Stadt da einen Fehler gemacht hatte. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Betreiber bei der Stadt alles rund um ein Gaming-Lokal mit Bauplänen usw. eingereicht haben, aber daraus nicht zu sehen war, dass in einem Bereich PCs stehen.
 
nix genaues weiß man nicht. allerdings würde ich den schwarzen peter nicht vorschnell der stadt zuschieben, nur weil die betreiber dieses diners irgendwas behaupten. aber ich will nix unterstellen, bevor ich nicht alle fakten kenne. - ebenfalls merkwürdig finde ich übrigens die tatsache, dass die betreiber offenbar erst ~ 2 wochen NACH eröffnung über die fehlende lizenz auf twitter und co. informiert haben. die fand nämlich schon am 17. mai statt. warum? hat man dieses "detail" vorher vergessen?
 
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