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IDE SCSI S-ATA

Angel26

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Hi liebe Community,

ich habe mal eine sehr wichtige Frage.

Was ist technisch und allgemein gesehen der Unterschied zwischen Folgenden Festplatenn Typen:

IDE
SCSI
S-ATA


Bitte verweisst mich nicht zu google oder wikipedia, weil ich das Zeug nicht gerafft habe auf wiki und sonst auch eigentlich nicht gefunden habe.

Danke für antwort


Denis
 
Angel26 am 14.11.2007 18:24 schrieb:
Hi liebe Community,

ich habe mal eine sehr wichtige Frage.

Was ist technisch und allgemein gesehen der Unterschied zwischen Folgenden Festplatenn Typen:

IDE
SCSI
S-ATA
naja, wie genau willst du des denn wissen? sind halt alles shcnittstellen zur datenübertragung mit eigenen standards bezüglich form, steckern, datenübertragung...

S-ATA ist technisch ne art moderneres IDE. in der theorie schafft sata 150MB und SATA 2 300MB pro sekeunde - in der praxis schaffen modernste festplatten aber "nur" um die 60-70MB die sekunde, ein paar "high end"-modelle auch mehr, aber immer noch lange keine 150MB/s, geschweige denn 300MB/s.auch bei DVD-laufwerken: 16x DVD speed ist grad mal 21MB/sekunde an daten... sata hat also bezüglich speed bisher keinen wirklichen praktischen nutzen. rein technisch sind viele SATA-platten identisch zu IDE, nur die letztendliche schnittstelle am ende ist dann halt SATA.

bei sata hast du im vergleich zu IDE ein dünnes datenkabel mit kleinem stecker, IDE hat ja ein breites, flaches kabel. bei sata hast du keine "master" und "slave" wie bei IDE, bei IDE kannst du ja pro kabel bzw. pro IDE-anschluss 2 geräte anschließen, von denen eines dann "master" und das andere "slave" festgelegt wird, was aber bezüglich leistung oder "wertigkeit" keine rolle spielt.


SCSI ist nochmal was ganz anderes, ist schnell, aber hat sich nie bei privaten usern durchgesetzt, da es zu teuer war. auch boards haben fast nie SCSI onboard. der vorteil bei SCSI ist, dass du an eine schnittelle gleich mehrere geräte anschließen kannst: man schließt die geräte einfach "hintereinander" an, wie bei einer kette.
 
die frage ist wie weit dich das interessiert

nur reif für dne hausgebrauch?

da wäre:
IDE:
schnittstelle für festplatten und andere laufwerke,
hier gab es verschiedenste versionen, interessant sind heute noch ATA100 und ATA133, wobei die zahlen die maximale übertragungsrate angeben,
im prinzip ist diese schnittstelle aber veraltet, udn wird auch nicht weiterentwickelt, vorhandene laufwerke kann man noch nutzen, sollten aber in den nächsten jahren ersetzt werden bzw. entsorgt
pro kanal können hier 2 geräte verwendet werden, standard waren 2 kanäle pro mainbord, oder 2 kanäle plus 2 raid-kanäle

S-ATA
im prinzip die weiterentwickling von IDE
hier gibt es mittlerweile 2 versionen SATA-1 mit max. 150MB pro Sek. und SATA-2 mit max. 300MB pro sek.
vorteil hie rnoch, im gegensatz zu ide gibt es hier schon prinzipbedingt keine verwechslung mehr mit master/slave jumpern usw.
die kabel sind auch praktischer als die alten flachbandkabel von ide ;)
jedes gerät braucht nen eigenen anschluss auf dem mainbord,
verbaut werden zwischen 2 und 8 normal, abweichungen sidn hier natürlich möglich

SCSI:
ursprünglich waren die voteile hier waren mal enorm stärkere übertragungsraten und die hohe anzahl der nutzbaren geräte pro controller
hier beschränkt sich mein wissen auch auf ein minimum,
scsi ist heute für den privatgebrauch ziehmlich uninteressant, da zu teuer und die HDDs meist zu laut und zu klein

hier gibt es mittlerweile auch schon nen nacholger in dne startlöchern wenn ich mich recht entsinne
 
Angel26 am 14.11.2007 18:24 schrieb:
Was ist technisch und allgemein gesehen der Unterschied zwischen Folgenden Festplatenn Typen:

IDE
SCSI
S-ATA

Wenn man davon absieht das SCSI-HDs für den 24/7 Einsatz konzipiert sind, also etwas "bessere" Technik zum Einsatz kommt, dann liegt der Haupt-Unterschied im verwendeten Bus-System.

Chris-W201-Fan am 14.11.2007 18:46 schrieb:
scsi ist heute für den privatgebrauch ziehmlich uninteressant, da zu teuer und die HDDs meist zu laut und zu klein

Naja, nicht wirklich. OK, einige (gerade ältere) sind etwas lauter, aber teurer als ne Raptor sind sie nicht wirklich. Gibt bei ebay schon 15.000rpm HDs mit U160/320 für 10€

Meine letzte 300GB Ultra320 Maxtor Atlas (10krpm) hab ich (ebay) für 200€ verkauft. (mit 2 oder 3 Jahren Rest-Garantie)
 
du vergisst das man nen controller braucht, zusätzlich
bei ide und sata hat man die dabei mit dem bord
 
Angel26 am 14.11.2007 18:24 schrieb:
Hi liebe Community,

ich habe mal eine sehr wichtige Frage.

Was ist technisch und allgemein gesehen der Unterschied zwischen Folgenden Festplatenn Typen:

IDE
SCSI
S-ATA


Bitte verweisst mich nicht zu google oder wikipedia, weil ich das Zeug nicht gerafft habe auf wiki und sonst auch eigentlich nicht gefunden habe.

Danke für antwort


Denis


da hier noch keiner auf "technisch" geantwortet hat:

ide/pata überträgt die daten parrallel, ähnlich wie z.b. der pci-bus:
eine ganze reihe von datenleitungen (glaube 16, die für alle laufwerke und alle richtungen abwechselnd genutzt werden) werden zeitgleich genutzt, die einzelnen bits mehrere bytes darauf aufgeteilt und am ende wieder zusammengesetzt.

sata dagegen arbeitet seriell, dass heißt die daten werden nicht nebeneinander auf mehreren leitungen sondern hintereinander auf einer übertragen.
hört sich prinzipiell langsamer an, hat aber einen ganz entscheidenen vorteil:
damit die daten bei parralleler übertragung wieder richtig zusammengesetzt werden können, müssen sie zeitlich mit genau den gleichen (keinem) abstand ankommen, wie sie losgeschickt wurden.
wer sich mal angeguckt, was mit ide kabeln so gemacht wird und wie die stecker daran kommen, kann sich vorstellen, dass die genauigkeit eher gering ist. d.h. einen leichten versatz hat man immer. der stört aber erst dann, wenn er in der vergleich zu der zeitlichen länge eines bits eine gewisse größe erreicht.
und hier kommt der takt ins spiel: je höher ich tackte, desto geringer ist die zeit pro bit und desto genauer muss der ankunftszeitpunkt des bits liegen. der takt von pata ist deswegen recht beschränkt. (bzw.: afaik wurde mit einer ddr bzw. agp vergleichbaren technik gearbeitet: mehrere bits wurden nacheinander innerhalb eines taktes übertragen - kommt aber aufs gleiche raus, ob man die takte oder die bits pro takt erhöht, pro bit ist weniger zeit da)
serielle übertragung kennt diese ganzen probleme nicht - die bits gehen nacheinander rein und da strom immer mit der gleichen geschwindigkeit fließt können sie auch nicht überholen und kommen in gleicher geschwindigkeit raus. damit ist es bei sata2 möglich, 5gbit/s zu übertragen - pata erlaubte (wenn meine 16bit breite stimmen) dagegen maximal 66mbit/s.
um das prinzip konsequent auszunutzen, hat man bei sata außerdem gleich noch getrennte leitungen für beide richtungen festgelegt und jedem laufwerk eine eigens kabel gegeben - was weitere probleme mit abzweigungen, adressierung,... umgeht.
(anzumerken wäre aber noch, dass die mittels pata erreichte geschwindigkeit bis heute von keiner sata platte hätte ausgereizt werden können - die vorteile beschränken sich also erstmal auf die handlicheren kabel)

scsi ist nun wiederum eine technik mit einem pata vergleichbar und verwendet auch ein ähnliches übertragungssystem, die software/ansteuerung ist aber anders:
ide geräte sind dumm und werden direkt gesteuert. der controller gibt über steuerleitungen also z.b. ein "schreib" signal und überträgt dann die daten, die geschrieben werden. ist das erledigt, kann er das nächste signal geben.
problem: vorher kann er nichts anderes machen und es kann natürlich auch nur so schnell geschrieben (und gelesen) werden, wie das laufwerk das kann.
scsi geht die sache anders an und stattet die laufwerke mit einer gewissen intelligenz aus:
jedes laufwerk an einem controller hat eine eigene, spezifische nummer. im gegensatz zu ide (wo die laufwerke nur durch zwei intern vertauschte pole unterschieden werden), kann der controller somit sehr leicht sehr viele laufwerke ansprechend (afaik bis zu 32 bei bestimmten standards), die auf "ihre nummer" entsprechend reagieren.
und die muss er dann auch nicht ganze zeit überwachen: statt "schreib das und das und das" erhält ein scsi laufwerk schlichtweg einen ganzen packen daten (in den cache) und den auftrag die zu schreiben - wärend es dass macht, kann der controller was anderes machen, irgendwann kriegt er dann eine "ich bin fertig" meldung.
dementsprechend kann bei scsi jederzeit die maximale bandbreite genutzt und auf alle laufwerke verteilt werden:
wärend ide133 letztendlich auch nur die ~60mb/s einer platte dieser zeit nutzen konnte, lässt das gleichalte scsi160 einfach 3platten zeitgleich arbeiten, ohne dafür weitere controller, kabel,... zu benötigen (wie bei einem ide-raid)

übrigens gibt es auch von scsi einen seriellen ableger - sas
der arbeitet aber nach einem etwas anderen prinzip, bei dem die laufwerke nicht mehr hintereinander an einem bus hängen und dass eher an ein netzwerk erinnert.
 
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