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Gestern, heute, morgen: Star Trek TNG lieferte ein Serienfinale für die Ewigkeit

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Mensch, über einen solchen Zeitraum ziehen sich die Star Trek Retrospektiven jetzt schon :eek:
Vielen Dank für den reichhaltigen und nostalgischen Schmöker!
 
Leider beinhaltet das Serienfinale einen der größten Logikfehler überhaupt und mich hatbes damals schon verwundert, warum man das so durchgewunken hat.
Die Anomalie bewegt sich bekanntlich rückwärts durch die Zeit und ist in dem Augenblick entstanden, als 3 umgekehrte Tachyonenimpulse in einem Punkt des Raumes konvergieren.
Zwei der drei Impulse stammen von der Enterprise und einer von der Pasteur. In der Zeit der Pasteur „entstand“ die Anomalie also und bewegt sich seitdem rückwärts durch die Zeit, d.h. in der Zeit der Pasteur verschwand die Anomalie in Wahrheit aus Sicht eines Menschen, der sich normal, also regulär durch die Zeit bewegt.

Was passiert nun weiter? Die Crew der Pasteur wird von Klingonen angegriffen, die Enterprise unter Admiral Riker eilt zur Hilfe, rettet die Crew der Pasteur, die Pasteur selbst erleidet einen Warpkernbruch (7 Staffeln lang das einfallsloseste Mittel, wenn es darum geht ein Schiff der Zerstörung angeim fallen zu lassen) und man fliegt mit der Enterprise weg. Bis dahin ist auch alles soweit in Ordnung.
Wenig später erkennt Picard das Paradoxon mit der Anomalie, läuft im Schlafanzug nach Zehn Vorne und überzeugt Riker zurück zu fliegen zu den Koordinaten, an die die Pasteur den Tachyonenimpuls startete.
Und dort passiert der schwere Fehler: Data sagt: „Wenn der „Captain“ recht hat, müssten wir das Enstehen der Anomalie miterleben können.“. Hä? Was? Auf einmal wird so getan, als bewege sich die Anomalie vorwärts durch die Zeit? Nichts könnte man sehen, die Anomalie ist in der Zeitlinie der Pasteur entstanden und verschwunden gleichzeitig.
Als man nun im Devron System ankommt, ist dort also die Anomalie sichtbar, die noch nicht da war, als die Pasteur zerstört wurde, also eine Anomalie, die sich vorwärts durch die Zeit bewegt.

Eine ganze Doppelfolge lang geht es um ein Paradoxon, was beinahe 90 Minuten braucht, um erkannt zu werden und am Ende - so muss man es leider sagen - verkacken sie es.
Leider ist das Serienfinale von TNG eines der schlechtesten Serienfinale einer so lange gelaufenen Serie, Fanservice und ein ganz furchtbarer Logikbruch, der leider die an sich gute Idee komplett zunichte macht.
Dabei wäre die Lösung ganz einfach. Da Picard ab einem bestimmten Punkt scheinbar fast nach Belieben die Zeitlinien wechseln kann, aber innerhalb einer jeden Zeitlinie nur immer nach einem bereits erlebten Ereignis…warum springt er nicht mal an einen Punkt, bevor irgendein Schiff den Impuls aktiviert. Einer hätte gereicht. Warum bittet er Q nicht darum dies zu tun? Picard sollte sein Bewußtsein erweitern und das Paradoxon erkennen, das war es doch, was Q eigentluch wollte. Nachdem er es erkannt hat, hätte er doch Q einfach bitten zu können, ihn in eine beliebige Zeit auf irgendeines der beiden Enterprise oder auf die Pasteur zu bringen, und zwar vor den Impulsen.
Natürlich hätten wir dann nicht die spektakuläre Zerstörung dreier Schiffe gehabt.

Wie gesagt, was mich am meisten ärgert ist der Punkt, dass der Dreh- und Angelpunkt des Finales, nämlich das Geheimnis der Anomalie zu lüften in dem Moment ad absurdum geführt wird, als man es gelüftet hat. Ab dann bewegt sich die Anomalie plötzlich vorwärts durch die Zeit, Picard kann fast nach Belieben in der Zeit springen: „Ja, ja, ich deaktiviere die Impulse in den anderen Zeitlinien…Sekunde noch…habs gleich…
Das ist leider nicht gut.
 
Im Finale waren die Serien selten brillant...vielleicht abgesehen von DS9. Traditionen muss man halt pflegen und sind wir mal ehrlich: So richtig wollten die Schöpfer bzw. kreativen Drehbuch-Köpfe ihre "Kinder" gar nicht loslassen und da dann ein echtes Knaller-Ende zu finden, ist so eine Sache.
 
Im Finale waren die Serien selten brillant...vielleicht abgesehen von DS9. Traditionen muss man halt pflegen und sind wir mal ehrlich: So richtig wollten die Schöpfer bzw. kreativen Drehbuch-Köpfe ihre "Kinder" gar nicht loslassen und da dann ein echtes Knaller-Ende zu finden, ist so eine Sache.
Ja, das Problem haben viele Serien.
Babylon 5 hatte auch eine absolut großartige letzte Folge. Eine der wenigen Serien.
 
Wie immer mal wieder ein schöner Star-Trek-Artikel und ja die Folgen waren verwirrend aber bei mehrmaligen Anschauen konnte ich das Finale auch entsprechend würdigen.
 
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