Genre-Killer und Revoluzzer: Aufgrund dieser Games gerieten ganze Genre ins Wanken

Desardh

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MichaelG

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Naja Hour of Victory war nicht unbedingt der beste WW2-Titel. Zudem hatte ich den Eindruck, daß die Entwickler beim 2. WK nur 2-3 markante Szenarios im Kopf hatten: Stalingrad, D-Day und Eroberung von Berlin. Afrika war da schon mal eine erfreuliche Abwechslung. Die Spiele waren dann auch schnell langweilig wenn man zum gefühlt 10.000 mal am Omaha Beach gelandet war.

Dabei gabs genügend Potential für Szenarien im Pazifik-Krieg (der nur seltenst umgesetzt worden war) oder Nordeuropa (Norwegen/Schweden), Finnland u.a.
 

FalconEye

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Ich weiß es passt nicht zum Thema, aber grundsätzlich habe ich nix gegen das neue Design, wenn aber aufdringliche Werbung das Lesen von Bildunterschriften verhindert geht das richtig auf die Nerven -.-
http://s14.directupload.net/images/140615/5cl379aj.jpg
 

STURMHUND

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Ein recht kurzer Artikel zu einem interessanten (viel differenzierbarerem) Thema ;)...

Von mir mal ein anderer Blickwinkel:

Wieso hat Resident Evil 4 ein Genre aussterben lassen? Wenn Resident Evil die einzige Serie war, die das Genre noch versorgt hat, ist es dann nicht schon bereits klinisch tot gewesen? Hat es dann nicht eher an den übrigen Publishern gelegen, bzw. an den Änderungen im Geschmack der Käufer?

Wieso hat Walking Dead das klassische Adventure beerdigt? Ganz im Gegenteil. Es hat dem Adventure-Genre doch eher neues Leben eingehaucht und bietet einen zeitgemäßen Spielstil...

Letztlich sind es IMO nicht bestimmte Spiele, die eine neue Richtung einschlagen, sondern die Käufer/Spieler, die vielleicht von Spielmechaniken, die sich seit Jahren nicht verändert haben, schlicht gelangweilt sind.

Um das vielgescholtene Call of Duty zu bemühen: Auch das wird irgendwann keiner mehr kaufen... eben weil es letztlich immer das Gleiche ist. Und mit Wolfenstein hat bereits der erste Entwickler (und vor allem eben dieser!) einen anderen Weg eingeschlagen. 100% Single Player, keine Auto-Heilung mehr. Warum wohl?

Letztlich liegt es IMO also wenig an Spielen, die ihre Mechaniken ändern, sondern hauptsächlich an der Käuferschaft, die von bestimmten Dingen einfach die Nase voll hat.
Ganz ehrlich: ich möchte heute auch kein Point&Click mehr spielen, selbst wenn ich früher Larry, Monkey Island und Co. geliebt habe. Aber das war damals. ;)
 

bofferbrauer

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Zu den 4X Spielen gibt es noch einen anderen Genrekiller, der eigentlich viel mehr zu dessen Untergang beitrug als die beiden genannten Spiele: Master of Orion 3 war eine solch herbe Enttäuschung gegenüber seinen Vorgängern und auch ein solch enormer Flop, dass sich keiner mehr so richtig an das Genre heranwagte

Anderes Genre, das hier fehlt: Rundenstrategiespiele, besonders Wargames wie Battle Isle oder Panzer General. Seine Einheiten Runde für Runde gut überlegt über die Map zu bewegen wurde durch das Erscheinen von Echtzeitstrategiespielen schnell ins Abseits geschoben. Versuche, beides in einem zu vereinen, scheiterten (Battle Isle 4: Der Androsia Konflikt oder M.A.X.) und nur wenige Vertreter des Genres (HoMM und Civ) konnten überleben. Genau wie die Weltraumsimulationen scheinen sie aber nun auch durch Indies und Kickstarter einen zweiten Frühling zu bekommen.

Zu guter letzt: Klassiche Rollenspiele mit einer Heldenparty. Nachdem Wizardry, Ultima und Might & Magic um die Jahrhundertwende ausliefen wurde es lange Still in dem Genre. Erst kürzlich kamen mit Drakensang, Might & Magic X und South Park: The Stick of Truth wieder ein paar mehr Spiele in dem Genre raus, seine Hochzeit Ende der 80er/Anfang 90er wird es aber wohl nie mehr erreichen
 

kidou1304

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wirklich schön, mit wie vielen Rechtschreibfehlern man hier in den Artikeln(+ dazugehörige Bilder mit Beschreibungen) versorgt wird :)

Kleiner Tipp: vorm Posten nochmal drüberlesen ;)
 

Enisra

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auf seine ganz eigene Weise trifft beides auf WoW zu
Es hat das MMORPG Genre von so einem Special interest Bereich durch weglassen von der Notwendigkeit des Bufftwinks bzw. die Möglichkeit das man nicht durch Tode so hart bestraft wird und das man alleine Leveln kann zu einem so gigantischen Erfolg geführt, das allerdings:
Man hat auch damit mehr oder weniger das MMORPG Genre getötet, weil die Titel sich alle mit WoW Messen müssen, nebst dem Anti-WoW Hype der Sorte WAR is Comming, die auf nen Titel herfallen, ihre 30 Tage zocken und dann wieder abspringen. Im übrigen; WAR has gone.
 

Neawoulf

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Bei Grim Fandango als Killer des P&C Adventures würde ich nicht unbedingt zustimmen. Grim Fandango hatte ne miese Steuerung, war inhaltlich aber genial. Viel problematischer war da Monkey Island 4. Das Spiel hatte die miese Steuerung UND hat nebenbei noch ab der zweiten Hälfte geradezu nach Lieblosigkeit gestunken.

Und was The Walking Dead angeht: Es hat sicher keinen schlechten Einfluss auf das P&C Adventure Genre generell gehabt, lediglich auf die P&C Adventure Zukunft von Telltale. Das Spiel selbst war in allen Punkten genial. Nur vermittelt dessen Beliebtheit halt, dass mehr Leute an Quicktime-Event-Spielen interessiert sind, als an klassischen P&C Adventures, was ich schade finde. Die Sam & Max Episoden und die Monkey Island Episoden von Telltale fand ich nämlich ziemlich gut, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau der Originale von Lucas Arts. Die Myst-Spiele waren in meinen Augen schon von Anfang an ein eigenes Genre.

Wo ich gerade drüber nachgrübele, ist allerdings, welches Spiel für den "Tod" der Flugsimulationen im Mainstream verantwortlich ist. In den 90ern waren die Flugsimulationen von Microsoft, Lucas Arts (SWOTL), Origin (Strike Commander) oder auch die Jane's Reihe von EA Mainstream pur und so gut wie jeder, der am PC gezockt hat, hat auch einen dieser Titel im Regal gehabt ... aber inzwischen ist das Genre zur absoluten Randerscheinung geworden. Microsoft hat der ganzen Sache mit Microsoft Flight dann noch ein "hübsches" stinkendes Hütchen als Grabstein aufgesetzt und inzwischen gelten solche Spiele als absolute Hardcoretitel für Leute, die kein soziales Leben haben (wie sonst sollten sich sich einen Joystick, Ruderpedale UND TrackIR dafür leisten können?).
 

Kratos333

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Tjo, warum es keine richtigen Flugsimus gibt versteh ich auch nicht. Ich brauch es ja nicht unbedingt zu 100% realitäts genau aber wenigstens bischen simulation. Aber nichtmal das erscheint heutzutage mehr

Ich zocke regelmässig immer wieder mal Warthunder. Gibt ja sonst keine aktuelle alternative.

Ansonsten kann man das selbe über die Wing Commander,Freelancer,Starlancer und Privateer reihe sagen. Auch hier ist das genre irgendwann verschwunden. Mir kann doch keiner erzählen das ein Wing Commander früher wenig eingenommen hat... die Teile hatte auch jeder im Regal den ich kenne. Besonders bei teil 5 - was für Schauspieler da alles mitgewirkt haben Oo
Diese "Filmtrailer" von früher waren irgendwie lustig. Heute kaum mehr vorstellbar!
 

schweibi

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Age of Empires 3 und Empire Earth 3 haben das Genre durchaus in den zeitweisen Niedergang getrieben. Das hat allerdings damit zu tun, dass diese völlig mit Funktionen überfachtet wurden, die mit einem eher den Spielspaß rauben und dafür Features gestrichen, die zum Spaß dazugehört hätten. Empire Earth (1) war z.B. ein sehr gutes Spiel, mit geschichtlichem Hintergrund und Hintergrundinformationen, mit einem sehr schönen Level- und Kampagneneditor und mit einem klasse Erzähler (die Charaktersprecher hingegen hätte ich, jedenfalls in der deutschen Version, so nicht gebraucht, die waren grottig, aber darüber konnte man hinweg sehen.). Leider hatte sich bereits Teil 2 dermaßen weit entferntvom Original, zusammen mit einer schwachsinnigen "Taktik-Karte" die zumindest im Singleplayer NULL funktioniert hat, dafür aber immer störend im Bild war. Und Empire Earth 3 war der wirklich mieserable Versuch, CIV zu kopieren.
Age Of Empires 1 und 2 waren Klassiker, über die man nicht diskutieren braucht, auch wenn sie für mich persönlich heute nicht mehr funktionieren (hab AOE2HD, die Spielsteuerung nervt mich aber schon sehr...), AOE 3 hingegen war eine Katastrophe. Man kann den Entwicklern nur einen sehr alten, aber guten Rat mitteilen: Schuster, bleib bei deinem Leisten.
 

Bonkic

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Tjo, warum es keine richtigen Flugsimus gibt versteh ich auch nicht. Ich brauch es ja nicht unbedingt zu 100% realitäts genau aber wenigstens bischen simulation. Aber nichtmal das erscheint heutzutage mehr

also die dcs-spiele zum beispiel würde ich schon als 'richtige' simulatoren bezeichnen, oder nicht?

Mir kann doch keiner erzählen das ein Wing Commander früher wenig eingenommen hat...

ich kann mir durchaus vorstellen, dass die wing commanders nicht besonders wirtschaftlich waren.
insbesondere die teile mit live action-sequenzen waren für damalige verhältnisse sündhaft teuer und gingen vielleicht ein paar 100.000 mal über die ladentheke.
 

Wut-Gamer

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Ich glaube nicht, dass Genre-Killer existieren. Genres sterben nicht, sie kommen lediglich für eine Weile aus der Mode. Das geschieht meist durch Übersättigung. Kann sich noch jemand an die Schwemme von Echtzeitstrategiespielen erinnern, die um die Jahrtausendwende über uns hinweggerollt ist? Für so viele Titel gabs keinen Markt, entsprechend schlecht haben sich die meisten verkauft. Folge, die Entwickler nehmen Abstand von Echtzeitstrategietiteln. Dafür haben einige die Rundenstrategie wiederentdeckt, der es ein paar Jahre zuvor genauso ging und die jetzt wieder wie Pilze aus dem Boden sprießen (bis zur nächsten Krise).
 

Neawoulf

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Ich glaube nicht, dass Genre-Killer existieren. Genres sterben nicht, sie kommen lediglich für eine Weile aus der Mode. Das geschieht meist durch Übersättigung. Kann sich noch jemand an die Schwemme von Echtzeitstrategiespielen erinnern, die um die Jahrtausendwende über uns hinweggerollt ist? Für so viele Titel gabs keinen Markt, entsprechend schlecht haben sich die meisten verkauft. Folge, die Entwickler nehmen Abstand von Echtzeitstrategietiteln. Dafür haben einige die Rundenstrategie wiederentdeckt, der es ein paar Jahre zuvor genauso ging und die jetzt wieder wie Pilze aus dem Boden sprießen (bis zur nächsten Krise).

Ganz sterben sie vielleicht nicht, aber oft gibt es Spiele, die neue Trends setzen und damit dafür sorgen, dass sich bestimmte Genres in eine unerwünschte Richtung entwickeln. Beispiele:

- Call of Duty - (Komplett durchgescriptetes lineares Leveldesign)
- Call of Duty 2 (Einführung der regenerierenden Lebensenergie statt Health-Packs)
- Freelancer (Raumschiffe mit Maussteuerung)
- World of Warcraft (Vercasualisierung von MMORPGs bis zu dem Punkt, an es kein RPG mehr ist)
- diverse MOBAs (wer interessiert sich seit DOTA, League of Legends usw. noch für klassische Echtzeitstrategie mit Basisbau usw.? Bis auf Starcraft 2 gibt's da nichts mehr)
- TES 4 Oblivion (Insgesamt kein schlechtes Spiel ... aber der QUESTKOMPASS!!! Wie viele Spiele verzichten seitdem auf detaillierte Questbeschreibungen, Tagebucheinträge und zeigen stattdessen einen Pfeil auf Karte und Kompass? Furchtbare Entwicklung!)

Es mag egoistisch sein, aber bei Spielen, wo ich schon vorher rieche, dass sie einen schlechten Einfluss auf's Genre oder bestimmte Spieleserien haben, wünsche ich mir von Anfang an einen finanziellen Misserfolg. Nicht, weil ich die Entwickler pleite sehen will, sondern weil ich sie in eine andere Richtung gehen sehen will. Ein so ein Titel ist z. B. Elder Scrolls Online. Seit Daggerfall bin ich Fan der TES-Reihe und ich bin mir ziemlich sicher, dass ein langjähriger Erfolg von TES Online keinen guten Einfluss auf das nächste Singleplayer Elder Scrolls haben wird.
 

KaiHeins

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ich denke auch das es keine genre killer da bin ich mie neawoulf einer meinung auch wegen der übersättigung. wenn ich mal zurückdenke als ich mich gefreut habe als firefly das neue bzw letzte x-com rausbringen möchte da habe ich mich wie ein schneekönig gefreut endlich mal wieder rundenstrategie *schmunzel*.
Shooter und sandbox titel gibt es eine menge aber diese werden auch nunja meiner meinung nach irgentwie zur gewohnheit und ist im kern momentan immer das selbe meiner erfahrung bis dato heute. Rollenspiele werden zum größtenteils auch mehr halbherzig auf dem markt geworfen wo der käufer auch sich fragen sollte ob er das wirklich braucht bzw sich antun möchte.
Was das thema Resident Evil anbelangt da kann ich nur mit blutendem herz zustimmen bis zum viertem teil habe ich das pad blutnassenhänden auf den tisch zurückgelegt als ich durch war damit, das hat sich beim 5 und 6 teil leider geändert es war nicht mehr das selbe gefühl wie früher,sowie bei deadspace der selbe effekt 1 +2 super aber beim dritten .mhh ..ok durch fertig es war unter freunden als diskussions thema sehr schnell abgehakt als thema und so geht es uns bei einigen spielen. Sehr schade eigentlich für die heutige gamerzeit.
P,s wer würde sich nicht auf ein neues battlefront freuen oder auf einen weltraumsims ala x-wing freuen, ich meine onkel chris roberts ist ja schon auf einem guten weg ins All.
 
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MichaelG

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Überhaupt hat eine Serie wie COD Schlauchlevel erst hoffähig gemacht. Es gibt bei einem Shooter nichts einfallsloseres als möglichst enge Schlauchlevel, gescriptete Ereignisse, Triggerschalter und fehlende Features. Aber damit lebt COD seit Jahren mehr als bequem (leider) und viele machen das dann natürlich nach.

Da sind Spiele wie FC3 eine erfrischende Abwechslung. Auch wenn dort auch nicht alles 100% perfekt ist. Aber die Open World Ansätze gefallen mir.
 

knarfe1000

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Tja, Freespace 2...eines der besten Weltraumspiele aller Zeiten. Und keine Sau außer mir (und ein paar anderen) hat es gekauft.

Und tatsächlich kam danach, Freelancer einmal ausgenommen, über 10 Jahre nichts mehr Weltbewegendes. Zum Glück endet die Durststrecke ja jetzt.
 
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